Full text : 9.1931-1932 (0009)

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0 Sängern besucht. Als Anerkennung wurden diejenigen
Sänger, welche mehr als 50 Proben besucht hatten, verlesen.
Mitgliederstand: 111 Aktive, 201 Inaktive, 21 Ehrenmitglieder.
Ddie Kassenführung erwies sich in bester Ordnung. Aus den
Wahlen gingen hervor Hans Mobis als Vorsitzender, Peter
Bohnenberger als Kassierer, Johann Hawner als Schriftführer;
2. Vorsitzender Willi Poetsch, 2. Kassierer Josef Rupp, 2. Schrift—
zührer Fritz Niesen, Musikalienverwalter: 1. Peter Trautvetter,
2. Johann' Zech, 3. Alois Krämer; Fahnenverwalter: 1. Johann
Frißen, 2. Johann Thiel, 3. Johann Reiter; Kassenrevisoren:
. Matth. Schuler sen. aktiv, 2. Peter Ney, inaktiv, 3. Heinrich
Huffer. Dem gesamten bisherigen Vorstand wurde lebhaft Dank
uͤnd Anerkennuͤng gezollt, daß er den Verein so sicher durch eine
schwere finanzielle Krise gesteuert hat, daß er jetzt wieder
schuldenfrei dasteht. Besondere Anerkennung fand auch der Chor—
mneister Gottlieb Hoffmann.

ipuhll Saar⸗Sänger-Bund IIIIIIIlufttz, Nr. 8

vollen Erfolg. Sichere straffe Bogenführung, Reinheit
des Tones, gepaart mit sicherer Technik, zeichnen sein
SZpiel aus. Trefflich gelangen ihm die Ballade von
Moszkowsti und eine Romanze von Christian Sinding.
Der gute Besuch war Beweis dafür, daß sich der Verein
zurch seine Leistungen wachsender Beliebtheit erfreut.
Die von vielen mit Spannung erwarteten Konzerte des
Auartett⸗ Vereüns „Arion“ Herrensohr in Herrensohr und
dudweiler unter dem Stabe des neuen Chormeisters
deuper brachten für den Verein und den Dirigenten einen
»ollen Erfolg. Das Programm enthielt nur begleitete
Fhöre, teils mit Klavier, teils mit einzelnen Instru—
nenten, teils mit ganzem Orchester. Zwei Chöre von
der Nürnberger Sängerwoche 1928 „Der säumige Lands—
necht“ (Männerchor mit Flöte, Clarinette und kleine
Trommel) von Bernh. Uhlig, und „Lied der Schmiede“
Männerchor mit Klaäavierbegleitung) von Ad. Kirchl lei—
eten das Konzert ein. Straffer Rhythmus und sichere
rinienführung im ersten, sinnige Einfühlung und warme
dongebung im zweiten sicherten den Chören eine starke
Virkung. „Ständchen“ von Schubert wurde leichtbeschwingt
rach Schubertscher Art wiedergegeben. Der „Walzerstrauß
»on Straußwalzern“ von Franz Nagler mit seinen un—
»ergeßlichen Walzermelodien ist immer schön und herz—
erfrischend, wenn er so wiedergegeben wird, wie in
diesen Konzerten. Der zweite Teil brachte „Heini von
Zteyer“ (Männerchor mit Sopran und Baß—-Sold und
Lioline) von Zöllner und W. Tschirschs gewaltiges dra—
natisches Tongemälde für Männerchor „Arion der Töne—

Gau Sulzbachtal.
Einen Griff ins Große machte Chormeister Preiser mit
einer trefflich geschulten und disziplinierten Schar vom
M.G.VB. EConcordia 18897 Sulzbach auf dem jüngsten Kon—
zert in der Festhalle durch den Meister Erwin Lendvai
zewidmeten ersten Teil. Das war ein köstlicher Auftäakt!
Thormeister und Verein fsetzten ihr bestes Können an
dendvais Säerspruch, Glockenlied und Heimkehr vom
Werke, Chöre von außerordentlicher Feinheit, Tiefe und
ohilosophischem Gehalt. Neben diesen Männer- und ge—
nischten Chören behauptete sich die Solistin Bertl Eichel—
zerger mit Heimwärts; Sommerduft und Nach Hause,

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drei Lendvailiedern von unsagbarer Köstlichkeit, die uns
auch in seinem Nippon für dreistimmigen Frauenchor wieder
begegnen. Der zweite Teil brachte dann Rietz „Maien—
zeit“; Haydn „Komm holder Lenz“, Kämpfs Vespergesang
und Wohlgemuts Uebermut, dazu als Solis Lieder von
Marcello und Hugo Wolf. Walter Schumann von der
Städtischen Oper fügte in diesen duftenden Kranz Sätze
aus Opeéretten, die uünbeschadet der klanglich und technisch
zguten Durchführung nicht am Platze waren. Am Klavier
begleitete Richard Pinkle sorgfältig und dezent. Im
ganzen war das Konzert ein großer Erfolg. St.
Lobende Hervorhebung verdient das unter Choörmeister
hdeinrich Junker veranstaltete Konzert der Sängerver—
einigung 1877 Jägersfreude. Chöre wie Lachners All—
macht, Pilgerchor aus Tannhäuser, Morgenlied von Kaun
und Volksliedsätze von Wilhelm, Niels-Gade, Hegar, Wald—
meister, Lendvai, Pauli kamen zu trefflicher Wiedergabe.
Besondere Anerkennung aber auch den Instrumentalvor—
rägen des KirschQuartetts Sulzbach (Johann Huppert,
Urban, Hans und Ludwig Kirsch, Nikolaus Hoffmann).
M.G.V. 1923 Sulzbach veranstaltete in der Aula des
Bymnasiums ein größeres Konzert, das im 1. Teil ernsten,
im 2. Teil heitern Charakter trug. Der Männerchor
hinterließ mit der kraftvollen Darstellung des Hugo Kaun—
schen „Lebensliedes“ und des „Trinkliedes“ von Paul
GBeilsdorf einen nachhaltigen Eindruck. Aus dem ab—
wechslungsreichen Programm seien noch hervorgehoben die
NRaumannsche Weise „Vom Naschen“ und der „Schweinauer
Tanz“ von Walter Moldenhauer. Der Chor, der über
zutes Stimmenmaterial besonders in den Tenören ver—
fügt, sang unter der sicheren Stabführung des Chormeisters
daeber mit guter Aussprache, durchweg tonrein und mit
inngemäßer dynamischer Abstufung. Dem Verein ist ein
zgemischter Chor angeschlossen, der ebenfalls Zeugnis von
seinemn Können ablegte. Sehr gut gelang ihm die Dar—
tellung der gewaltigen „Wach auf“-Weise aus den Meister—
singern. Im 2. Teil wurde, der bekannte Walzer „Dorf—
schwalben“ von Joh. Strauß mit guter Tongebung und
Deklamation dargeboten. Als Solist wirkte Studienrefe—
rendar Greiber aus Dillingen mit, der als Violinspieler
einen guten Ruf genießt. Mit der Darbietung des Violin—
kynzerfs in F-Mol von Meondelssoßn erronunod e einen

meister“ mit Tenor- und Baß-Soli und großem Orchester.
Sänger und Dirigent entledigten sich ihrer Aufgabe mit
Bravour. Spontaner, begeisterter Beifall lohnte die Ver—
instalter. Den Solisten des Abends: Fräulein Federkeil
und den Herren Bick, Kunkel, Lenz ünd Brenner ein
Besamtlob. Die Kapelle Braun umrahmte das Konzert
nit Orchesterstücken von Rich. Wagner, Mozart, Schubert
und Rossini. Sie wurden alle vortrefflich wiedergegeben,
wie auch das Orchester als Begleiter des „Arion“ volles
vob verdient.
Gau Völklingen.

M.G. V. „Fidelio“ Pürttingen ist, wie in den vorher—
zehenden, so auch in dem letzten Halbiahr auf dem Wege
inermüdlicher Tätigkeit rüstig weitergeschritten. Aus dem
Zalbjahresbericht geht hervor, daß bei tatkräftiger Arbeit
es Vorstandes, unterstützt durch anerkennenswerte Mit-—
irbeit der Vereinsmitglieder, gute Erfolge zu verzeichnen
ind. Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage ist die Mit—
zliederzahl des Vereins mit 325 auf eine beachtliche Höhe
jestiegen. Der Bericht des Schatzmeisters verzeichnet wie—
zerum ein Plus. Der Besuch der Gesangstunden war zu—
riedenstellend. Auf gesanglichem Gebiet verzeichnet der
erein zwei nennenswerte Erfolge. Unter der bewährten
ztabsührung von Willi Wolf errang der Verein auf dem
Vertungssingen des Gaues Völklingen mit Lendvais
Zlockensied und dem Volkslied „Ich hab die Nacht ge—
räumet“ ein verdientes sehr gut. (Wertungsrichter Ott,
zweibrücken) Das Frühjahrskonzert in der Bürgerhalle
nit Mathilde Petri, Püttlingen, und Albert Bock, Saar—
»rücken, als Solisten und mit dem verstärkten Orchester
»er Püttlinger Bergkapelle (Leitung Kapellmeister Konrad)
var wohl das beste, was der Verein in der Vergangenheit
gebobten hat. Haralds Brautfahrt von Heinr. Hoffmann,
in Chorwerk für großes Orchester, Bariton und Chor,
owie Schön Ellen von Max Bruch, für Sopran, Bariton,
Irchester und Chor, zeugten dank der gediegenen, sicheren
„tabführung Wolfs und des vorzüglichen Stimmaterials
»er Sänger von großem, beachtenswerten Können des
Lereins. Auch die. gesellschaftlichen Veranstaltungen ver—
oren nichts von der früheren Note und verzeichneten,
rotz der großen Geldknappheit, einen überaus guten Be—
Uuckhk Rür dos 60j56rige Gtifturuasfost sind die erstoön Nor—
            
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