Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 3 IIn

ersten Teil nach den von dem Chor gesungenen Volksliedern
aus dem 15. und 16. Jahrhundert, wie: „In stiller Nacht“ von
Brahms, bearbeitet von Hegar, „An Sankt Raphael“, bearbeitet
»on Gernsheim, „Abschied“ von Kirchl, „Ich fahr dahin“ von
Dthegraven, „Röslein auf der Heiden“ von Thuille und „Mailied“
»on van Eyken, die Lieder der Solistin wie: „Der Tod in
Flandern“, „Maria, Maid und Teufel“, „Altes Minnelied“,
Der Spielmann im, Himmel“. Im zweiten Teil brachte der
Chor neuere Volkslieder zu Gehör: „Der König in Thule“ von
Silcher, „O wie herbe“ von Silcher, „Susala dusala“ von
J. Werth, „Horch was kommt“ von Wolfram, „Uf em Bergli“
on Hegar und „Hab mein Wage“ von Ploner. Zwischen
diesen Liedern sang die Solistin die so lustigen Weisen: „Meine
Mutter hat gesagt“, „Spinnerlicdchen“, „Der betrogene Ehe—
mann“, „Jetzt kommt die Zeit“. Stürmischer Beifall belohnte
Solistin und Chor für die künstlexischen Gaben. Chormeister
Schneider hatte wieder mit diesem VolksliederKonzert den Be—
weis erbracht, wie man die Leistungen eines Männerchores
zurch gute Schnkung zu steigern voermag, und wie man immer
riee für Abwechssung im Konzert-Programm Möuglichkeiten
indet.
Mit einem geschmackvollen Programm trat die „Gesellschaft
der Sangesfreunde“ in Gerswmeiler vor stark besuchtem Hause
jervor. Die Wiedergabe der Chöre unter Leitung von Chorleiter
J. Zorn zeichnete sich durch Sauberkeit und Prägnanz aus.
Schwierigere Chöre, wie „Waldesweihe“ von Keldorfer, emp—
indungsvoll umrahmt vom „Hartwich-Quartett“ Saarbrücken,
erner „Lied der Freude“ von Buck sowie die beiden Kaun'schen
Chöre „Die Hütte“ und „Sei selber wahr“, gelangen klangschön
and packend, wenn auch meines Erachtens das „Lied der Freude“

PlSaar⸗Sänger-Bund IIse

ndn Seite 71
jon Mendelssohn, Beethoven und Brahms und fsand reichen
geifoll.

Gaun Saqarlouis.

Zur Jahres-Hauptversammlung des Gaues Saarlouis waren
zundesvorsitzender Dr. h. c. Bongard und Bundesgeschäftsührer
 Rauchholz erschienen. Alle Gauvereine sowie bis auf einen
uch alle Chormeister waren vertreten. Dem Antrag des M.G.V.
„Germania“ Lisdorf auf Aufnahme in den Gau wurde ein—
timmig entsprochen. Die vorgesehene Ehrung der Sangesbrüder
J. Mülkler, N. Simmer und F. Ehre aus Wallerfangen für ihre
O⸗ bzw. 25jährige aktive Sängerschaft wurde durch den Bundes—
orsitzenden vorgenommen. Er dankte den Vereinen, die durch
wei gemeinsame Chorlieder die Tagung verschönten. Den
zahresbericht erstattete Gauschriftführer Alfons Müller. Nach der
zrgänzungswahl des Vorstandes setzt sich dieser wie folgt zu—
ammen: 1. Vorsitzender J. Rupp, Franlautern; 2. Vorsitzender
J. Ucko, Saarwellingen; 1. Schriftführer A. Müller, Fraulautern;
. Schriftführer J. Nedwed, Saarsonis 2; 1. Schatznmeister
). Kupferschläger, Lisdorf; 2. Schatzmeister L. Donnevert, Saar—
ouis 1; Gauchormeister G. Hoffmann, Fraulautern, dessen
3tellvertreter H. Recktenwald, Fraulautern; Schlichtungsausschuß
ind zugleich Beisitzer im Vorstand sind Morguet, Lisdorf, und
zteier Wallerfangen. Dem vom Gauschriftführer „A. Müller
rstatteten Jahresbericht des Gaues Saarlouis entnehmen wir,
aß die Beteiligung der Vereine und namentlich auch der Chor—
neister an den Veranstakltungen von Bund und Gau erheblich
eger geworden ist. Das Gaukonzert im Oktober zeigte den
illgemeinen Aufschwung der Vereine. Im Laufe des Geschäfts—
ahres wurden zwei Bereine — Silscher-Quartett Fraulautern

dualitäteschuhe chuhhaus Schener ẽaarbrüden

eine größere Sängerzahl erfordert hätte. Die dynamische Aus—
arbeifung ließ sorgfältige Arbeit des Chorleiters deutlich er—
kennen. „Im Mai“ von Filke, „Frühling wird es doch einmal“
don Surläuly, „Ueber Nacht“ von Niemeyer und das bekannte
„Wiegenlied“ von Brahms wurden ebenfalls recht eindrucksvoll
zu Gehör gebracht. Der Beifall war auch hier überaus stark
und redlich verdient, zumal wenn man berücksichtigt, unter
welch mißlichen Raumverhältnissen die Chorproben der Land—
Vereine osft zu leiden haben. Der instrumentale Teil des Abends,
im Verhältnis zur Zahl der Chordarbietungen übrigens etwas
zu reichlich bemessen, war der Diplom-Klavierlehrerin J. Golden—
berg⸗Freys sowie dem in letzter Zeit bereits des öfteren hervor—
getretenen „Hartwich-Quartett“ Saarbrücken anvertraut. Von
den Klavierdarbietungen „Impromptu in As-Dur“ von Schubert,
„Fantasie in C-Moll““ von Mozart und „Sonate pathétique“
von Beethoven darf die letzte wohl als am besten gelungen be—
zeichnet werden. Die beiden erstgenannten hätten an einzelnen
Stellen ein etwas lebhafteres Tempo vertragen. Auch hätte man
sich bei der Begleitung des „Wiegenliedes“ von Brahms seelen—
hoklere Anpassung an den Chor gewünscht. Die technischen
Schwierigkeiten würden mühelos bewältigt. Das Hartwich-Quar—
ett brachte das „Allegro moderato“ von Haydn, sowie „Anlante“
 von R. Strauß und „Allegro“ von Volkmann wir—
ungsvoll und farbenprächtig zu Gehör. Kleinere Unstimmig—
eiten im erstgenannten sollen durch die glanzvolle Wiedergabe
»es „Andanté“ von Stranß gern entschuldigt sein. Alles
n allem beachtliche Leistungen mit großem Erfolg. Den „Sanges—
reunden“ und ihrem tüchtigen Chorleiter Dank und Anerken—
rung für die fleißige Arbeit am deutschen Lied. Die zahlreich
erschienenen Zuͤhörer gaben ihrer Anteilnahme in herzlichem
Beifall Ausdruck. B. Ludwig.
Der große Saal des Volkshauses Burbach sah ein zahlreiches
Publikum versammelt, das dem Chorkonzert des M.G. V. „Lieder⸗
safel-Harmonie“ lauschte. Unter der Stabführung des Dirxigenten
Hans Wagner brachte der Chor zwölf Lieder zu Gehör. Die
beistung steigerte sich von Lied zu Lied. Es zeigte sich exakte,
zute Schulung. Besonders gefielen die Chöre: „Sagt mir, ihr
schimmernden Sterne“, „Ich hört ein Sichlein rauschen“ und
„Wenn die Soldaten“.“ Das ausgeglichene Stimmenmaterxial
konnte die Feinheiten wohlklingenrd zu Gehör bringen. Die
heiden Solostücke, gesungen von dem Mitglied, Nikolaus Puhl
Bariton), fanden starken Anklang. Hervorzuheben ist die Mit—
virkung des Kammertrios von Gersweiler (Paul Klein, Violine,
Wisssi Schin Eessa Frikßk Meschinr. Flapier. Es spiolte Säße

ind „Liederkranz“ Saarwetlingen — neu aufgenommen, ein
—VV0
der Ueberzeugung konrmen, daß sie noch in unseren Reihen
ehlen. Man kann sich manchmal nicht genug wundern, daß
s noch Vereine gibt, die es nicht verstehen wollen, was
hnen der S. S. B. bietet: verbilligter Notenbezug, freies Auf—
ührungsrecht durch Boitritt zur Tonietzergenossenschaft, Steuer—
veiheit bei Konzerten, unsere so wunderbar ausgestattete Sänger—
eituͤng, Chormeisterkurse usn. Gautage haben im verflossenen
heschästsjahre 7, Musikausschußsitzungen und Chormeistertagun—
en 5, engere Gauvorstandssitzungen 4 stattgefunden. Sämtliche
zitzungen Uund Tagungen wurden gut beschickt. Bundesvorstands—
itzungen in Saarbrücken haben stättgefunden 6, hiervon wurden
durch den Gauvertreter besucht, 1 entschuldigt. Musikausschuß—
tzungen in Saarbrücken konnten leider zweimal nicht beschickt
verden. Es wurde die Wahrnehmung gemacht, daß Vereins—
ꝛertreter, die an Gautagen teilnehmen, von dem Gehörten
eine Notizen machen und innerhalb ihrer Vereine dann auch
aturgemäß keinen Vortrag über den Verlauf der Taguug
alten können. Im Januar 1930 zählte der Gau Saarlouis
O Vereine mit 604 aktiven und 881 inaktiven Mitgliedern, zu—
ammen 1485 Mitglieder. Ausgeschieden ist kein Verein. Nach
er Bestandserhebung von 1931 sind es 12 Vereine mit 584
ktiven Sängern und 837. inaktiven Mitgliedern, zusammen
421 Mitglieder. Auf der Gautagung am, 1. Juni 1930 in
isdorf' wurde der frühere 1. Gauvorsitzende Hermann, Banck
ür Verdienste am deutschen Liede und für treue Arbeit in
zau und Bund unter Ueberreichung einer Ehrenurkunde zum
zhrenmitgliede des Gaues Saarlouis ernannt. Banck führte
ie Geschäfte des Gaues sieben Jahre. Mit der Ehrennadel
ür 50jährige Aktivität und dem Sängerbrief, des D. S. B.
»urden 4, init der Ehrennadel für 0jährige Sängertätigkeit 2
ind für 25jährige Aktivität 6 Sangesbrüder, ausgezeichnet.
zesonders hervorzuheben sind noch die Vorträge des Herrn
ehrer Just über die kulturelle Bedeutung des deutschen Liedes
ind ein weiterer Vortraag des Herrn Oberlehrer Lemier ühber
dumor im Liede
In der Jahreshauptversammlung des Sängerbundes Fraulau—
autern entbot Vorsikzender Mobis den Willkommgruß und ehrte
as Gedächtnis der Vorstorbenen. Schriftführer Peter Fontaine
rstattete den Tätigkeitsbericht, der ein erfreuliches Bild von
»er künstlerischen Arbeit und finanzicfklen Lage gab. Es fanden
tatt: 1außerordentliche Mitgliederversammlung, 11 Vorstands—
unmngen 68 66a nrohen Piese maren durchichnittlich vuon
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.