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sitzenden. 1924 verlieh ihm der Saar-Sänger-Bund die goldene
fhrennadel für 50jährige Aktivität. Herr Rase ist einer der
venigen noch lebenden Sänger, die 1874 bei der Einweihung
des Winterberg-Denkmals mifwirkten, an der Kaiser Wilhelm J.
eilnahm. Schon vor Jahren ernannte ihn sein Verein zum
Ehrenborsitzenden. Sein Verein ließ es sich nicht; nehmen, ihm
zu seinem Ehrentage zu gratulieren. Ein Trompeterchor leitete
zie Feier mit „Lobe den Herren“ wirkungsvoll ein. Gesangs—
vorträge wechselten mit Musikstücken. Bei dem darauf folgenden
zemütlichen Beisammensein, bei dem auch die alten Ehren—
mitglieder des Vereins fast vollzählig zugegen waren, feierte
»er frühere 1. Vorsitzende Fritz Holzmann den Jubilar als
inen echt deutschen Sangesbruder, der neben seiner beruflichen
Arbeit noch Zeit gefunden habe, dem deutschen Männergesang
zu huldigen, und der niemals eine Probe versäumt habe, wenn
richt ganz zwingende Gründe ihn abgehalten haben. Der Jubilar
ei deshalb allen jungen Sängern als Vorbild vorzustellen.
derr Holzmann erging sich alsdann in Erinnerungen an frühere
zeiten und erinnerte den Jubilar an manche vergnügte Stunde,
die er im Kreise seiner Sangesbrüder verlebt hat. Zur Erinne—
cung an diese Feier überreichte er im Namen der drei ältesten
dem Vaterlande zu dienen, nicht ungehört verhallen, möge aber
nuch ein gütiges Geschick den drei ältesten Ehrenmitgliedern
des Vereines noch manche frohe Stunde im Kreise lieher
Zangesbrüder bescheren, möge es ganz besonders dem greisen
Jubitbare, Herrn Fritz Rase, vergönnt sein, noch viele Jahre
hen alten Liedern zu lauschen, die er, der erste Tenorist des
Vereins, so oft mitgesungen hat!
Der St. Arnugler Männergesangverein von 1805 gab gemein—
am mit dem Orchester-Verein Saarbrücken unter der Leitung
»es Kapellmeisters Alb. Bastian in der Stiftskivche ein Konzert.
Ils Solistin wirkte Fräulein Lilli Milller vom Stadttheater
ʒaarbrücken mit. Aus dem Programm find zu erwähnen:
Sinfonie“ von Leonardo Leo, „Präludium, Choral und Fuge“
son Joh. Seb. Bach, „Allmacht“ von Fr. Schubert und der
8. Psalm von Fr. Liszt. Der Chor brachte zusammen mit dem
Irchester eine vorzügliche Leistung heraus. Die zum Teil
ehr schwierigen Tonsätze des 18. Psalms wurden mit rhythmischer
zicherheit klangschön vorgetragen. Frl. Lilli Müller fügte sich mit
wei Arien für Sopran mit obligater Oboe und Violine sehr
zut in die Gesamtaufführung ein. Kapellmeister Alb. Bastian
eitete mit Verständnis und Geschick. Der Männergesangverein
sat mit diesem Konzert erneut bewiesen, daß er den ernsten
Willen hat, durch gute Konzerte im Dienste unseres deutschen
Hdännergesanges in der Oeffentlichkeit zu wirken und durch
tille, edle Arbeit auch weiterhin ein eifriger Förderer der
edsen Sangeskunst zu sein!
Elly Ney in Saarbrücken! Auch dieses Mal danken wir diesen
»eispiellosen Genuß, nein diese unvergeßlichen Stunden der
Andacht dem rührigen Musitverein „Harmonie“ Saarbrücken,
der sich seiner volkserzieherischen Aufgabe bewußt blieb und
in dem stark besetzten Festsaal der Wartburg mit verständnis—
vollem Entgegenkommen auch recht viel studierende Jugend
Platz nehmen bieß. Wir würden uns freuen, wenn der Verein
später einmal selbst die Früchte dieser planmäßigen Erzieher—
axbeit genießen dürfte. Ellh Nen spielte, jubelnd begrüßt und
unter stets sich steigerndem Beifall, Beethovens Sechs Variationen
iber ein Originalthema F-Dur, die Sonate pathétique, die
Pondschein-Sonate, das Andante favori F-Dur, die Appas—
zonata und durch Beifallsorkane erzwungene Zugaben. Vor
iesem Erleben Béethoven'scher Musik schweigt die Kritik. Wie
jinter dieser Gigantomachie von aufgetürmten Tonquadern einst
ein wahrhaftiger, sich selbst treuer Mensch stand, so steht hinter
der wiedergebenden Künstlerin Elly Ney auch der wesentliche,
»er wahrhaftige Mensch. Darin liegt ihre Kraft, nicht im
Firtuosentum, obschon dies auch ohnegleichen ist. Die festlichste
Stunde aber bereitete die gottbegnadete Künstlerin am folgenden
Norgen der von ihr opferbereit zu Gast geladenen studierenden
veiblichen Jugend unserer Stadt, zu der sie in Wort und Ton
ßekenntnisse zu Beethoven und zu großer Kunst überhaupt
iblegte, die das Tiefste und Beste aller Herzen trafen. Dank,
Dank, Dank! Die Cecilienschule überreichte als bescheidene Gabe
»ine Adresse an die „Priesterin großer deutscher Kunst“. Mit
Hr begruben auch die übrigen Mädchenschulen die Meisterin
unter einem Wald von Blumen! St.
Gau Saarbrücken-Burbach.
Wie alljährlich, hatte auch in diesem Jahre M.G.V. 1857
ßersweiler mit einem auserlesenen Volkslieder-Programm die
steihe der Konzerte in Gersweiler eröffnet. Um Abwechslung zu
dieten, verpflichtete der Verein die bestens bekannte und be—
iebte Sängerin zur Laute Olga Schwind. Für jeden der
nwesenden war es ein Erlebnis, der gefeiexten Sängerin zu
ruschen, die sich den vom Männerchor sehr eindrucksvoll vor—
efranenen Volksliedern geschickt anbaßte. So hörte man im
Veteranen des Saarbrücker Sängerbund von 1860: Lang, Rase, Holzmann
Ehrenmitglieder Rase, Lang und Holzmann dem BVerein eine
Photographie dieser Ehrenmitglieder. Wir bringen heute eine
Abbildung, von links nach rechts darstellend die Herren Lang,
Rase und Holzmann. Herr Jakob Lang gehört dem Verein
eit 1878 an. Vierzehn Jahre bekbeidete er das mühevolle Amt
»es 1. Kassierers und wirkte 40 Jahre lang als aktiver Sänger
herr Holzmann gehört dem Verein seit 1880 an und war
z1 Jahre lang im Vorstande tätig. Als durch den Krieg
der Verein sich aufzulösen drohte und nach dem Kriege wenig
Neigung bestand, wieder einen aktiven Chor zu bilden, nahm
»x die Leitung in seine Hände, und es gelang ihm im kurzer
Zeit, den Verein nicht nur auf seine frühere Höhe zu bringen,
vondern sogar die aktive und inaktive Mitgliedschaft zu ver—
jrößern. Sieben Jahre lang bekleidete er das Amt des 1. Vor—
sitzenden, und ihm ist es in erster Linie zu danken, daß der
Verein sich auf seiner heutigen Höhe gehalten hat. Möge der
Appell, den Herr Holzmann anläßlich der geschilderten Feier
ain die jüngeren Sänger richtete, dem deutschen Männergesange
und dem deutsichen Liede treu zu bleihen und auf diese Weisse
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