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und dann mit Goethe und Schiller an die Spitze der
»uropäischen Zivilisation stellte! Dem feigen bänglichen
Schwanken unserer Tage wollen wir im Dienste der
zgeistigen Besinnung und Beseelung unseres Volkes,
im Dienste seines Aufstiegs begegnen aus der Kraft
uind Tiefe des deutschen Liedes! Zelter bekannte es
in Goethe wie man dann wieder fähiger werde „seine
daut zu tragen“. Deshalb zuversichtlich: Glückauf zur
Arbeit im neuen Jahr! Dem festlichen, gedankenreichen
Zchlußwort Dr. Bongards fügte Gauvorsitzender
Buddenberg aus Kreusznach begeisterte Worte des
Dankes und der sangesbrüderlichen Verbundenheit von
Nahe, Mosel und Saar hinzu! Dann klang der Bundes—
tag mit dem Saarsängerspruch machtvoll aus!
Walther Stein,
Erster Bundesschriftführer.
9. Das Hauptproblem auf Jahre hinaus ist die Weiter—
bhildung unserer Chorleiter und ihre innere stärkere Heran—
ziehung an die Bundesarbeit zur Erfassung und Lösuug
hrer großen und verantwortungsvollen Aufgabe. Welche
Forderungen ergeben sich für die Arbeit des Chorleiters
und des Bundes, vom Sänger aus gesehen, und was be—
deutet sie unter diesem Ausblick für unser Volk?
In der Umreißung dieser großen Aufgaben, die
letzten Endes nicht auf einseitige Pflege des Chor—
gesangs, sondern auf wahre Menschenbildung
abzielen, müsse sich wieder gläubiger Optimis—
mus durchsetzen, wie er heute so lebensvoll aus den
Worten von Geheimrat Dr. Hammerschmidt zu uns
gesprochen habe. Wie ist das deutsche Volk im Dreißig—
ährigen Kriege zusammengebrochen! Aber wie hat es
seine Kräfte zu einem Aufstieg ohnegleichen zusammen—
gefaßt, als es sich kurz hernach mit Händel und Bach
Ansprache bei der Kundgebung auf dem VNeumarkt zu Saarbrücken.
Möge diese erfrischende Unterbrechung der Beratun—
zen bei den Bundestaqungen anderweitig Nachahmung
finden.
Denn wir wollen die Sache des Deutschen Sänger—
zundes noch mehr als bisher zu einer beachtlichen
Bolksbewegung machen, an der man nicht vorbei—
zehen kann. Dank der Treue seiner Sänger ist es
jgelungen, den Bund vor dem schwersten Ungemach zu
dewahren, das ihm langjährige verbrecherische Untreue
zringen zu müssen schien.
Aber wenn wir heute wieder zuversichtlich in die
zukunft schauen dürfen, so soll damit nur gesagt sein,
daß wir wieder festen Grund unter den Füßen haben,
um mit zielbewußten Schritten an die weitere För—
derung und die stetige Höherentwicklung
des Deutschen Sängerbundes zu gehen. Da—
dei blickt nicht nur die Sängerschaft im Reiche und
in der Ostmark auf uns, sondern das gesamte Deutsch—
tum im Auslande, in Amerika und Südwestafrika,
don Basel bis Riga, vom Niederrhein bis Sieben—
dürgen.
Wir wollen uns aber nicht etwa nur mit der reichen
Vergangenheit und der großen Mitgliedschaft des
Deutschen Sängerbundes brüsten und dabei beruhigen,
ondern vielmehr stets seine Zukunft im Auge haben
uind für sie unermüdlich arbeiten. Gar mannigfache
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98 — Beethoven-Straße 30
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SAAVVV——eT — von vorzüglicher Bexdmlimmeit.