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unter der Stabführung des Chorleiters Siegwarth, eröffnete
die Tagung mit einigen gut zu Gehör gebrachten Männerchören.
Der 2. Gauvorsitzende Voges eröffnete und leitete die Tagung,
yom Bundesvorstand nahm Bundesgeschäftsführer Rauchholz
in den Beratungen teil. Die Jahresberichte zeigten ein Bild
normaler Gau- und Vereinstätigkeit. Bei der Vorstandswahl
vurden die Sangesbrüder Voges, Völklingen, zum 2. Gau—
porsitzenden, Enge!:mann, Völklingen, zum 1. Gauschriftführer,
Rektor Reinert, Wehrden, zum 1. Gauchormeister wiedergewählt,
die Sangesbrüder Bergmann, Fürstenhausen, zum 2 Gauschatzmeister
und Chorleiter Wolf, Völklingen, zum stellvertretenden
Gauchormeister, die Sangesbrüder Pistorius, Püttlingen, und
Schmadel, Geislautern, zu Beisitzern gewählt. Die Anträge
zum 12. ordentlichen Bundestag in Saarbrücken wurden ein—
gehend besprochen; die Festlegung der Gauveranstaltungen für
1931 wird der nächsten Gauvorstandssitzung vorbehalten. Die
Mitteilung über die Konzertveranstaltungen des Wiener Lehrer—
AMeccappella-Chores wurden beifällig aufgenommen. An dem
ZSängerbundesfest des Deutschen Sängerbundes in Frankfurt
verden sich einige Vereine des Gaues geschlossen beteiligen. Die
Tagung nahm mit großem Bedauern Kenntnis von der Mittei—
ung, daß von der Bürgermeisterei Völklingen ein vom Gau—
‚orstand eingereichtes Gesuch um Gewährung einer Beihilfe ab—
zelehnt wurde. Es wirkt dies um so mehr befremdend, als die
iberwiegende Zahl der anderen Bürgermeistercien im Saargebiet
hon jahrelang einen gewissen Betrag für die Gaue und
ßesangvereine in ihre Etats einsetzen. Wenn auch diese Be—
räge teilweise infolge der schlechten Wirtschaftslage sehr be—
chränkt sind, so zeigt diese Einstellung doch, daß Verständnis
esteht für die volkserzieherische und künstlerische Betätigung
»er Eesangvereine.
Augzt Nr. *
Die beiden M.G.V. „Concordia“ Bous und „Flora-Sangeslust'“
Bölklingen veranstalteten am Ostersonntag ein Konzert. Die von
zen Vereinen einzeln und gemeinschaftlich vorgetragenen Chöre
oten eine prächtige Auswahl zum Teil sehr schwieriger Kom—
yositionen, die alle, bis ins feinste herausgearbeitet, in kunst—
ollendeter Weise vorgetragen wurden. Der Chorleiter der
veiden Vereine, Gustav Ballhaus, waltete mit großer Sach—
enntnis seines Amtes, und ihm sowie der stattlichen, bestens
jeschuklten Sängerschar, die einen vorzüglichen Klangkörver bil—
zet, wurde reicher, verdienter Beifall zuteil.
2 33. Towae's Möbelhalle
Mꝗ;; — und doch so
* enorm billigl Alt⸗Saarbrücken I, Neumarkt 4, gegenüber der Markthalle
HBHom Büchertisch,.
Zeitschrift für Musik., Monatsschrift für eine geistige Erneue—
rung der deutschen Musik, 1834 von Robert Baumann gegründet,
Hauptschriftleiter Dr. Alfred Heuß, Verlag Gustav Bosse, Re—
Jensbaurg. Preis vierteljährlich 4* RM., Einzelheft 1,60 RM.
Treffliche Aufsätze auch in dem vorliegenden Aprilheft von und
über Dr. Hermann Unger, über Impressionismus, Expressionismus
und klassische Kunst von Robert Boßhart, über Leipzig und
sein Eewandhaus von Dr. Alfred Heuß, über die Reform des
höheren Schulwesens in Sachsen und die Musik, über Weinzierl,
die Wiege des Haydn'schen Streichquartetts, über Münchener
Dirigenten, Berliner Musik, Musik im Rheinland, Wiener Musik,
dazu eine Fülle von Mitteilungen und Berichten von Musik
ind Musikern, Konzertsaal und Oper, Rundfunk und Schule,
reueste Bücher und Musikliteratur! Allen Chormeistern und
Sängern sei die Zeitschrift wärmstens empfohsen!
Frauenschaffen und Frauenleben, ein Kalender für das Jahr
1931 mit 53 ganzseitigen Bildern, begleitendem Text und Aus—
prüchen von und über Frauen. 6. Jahrgang. Schriftleitung
Lornelia Kopp. Verblag Otto Beyer, Leipzig. — Eine köstliche
Habe für jedes junge Mädchen, jede Frau, die für Fragen der
Zeit aufgeschlossen ist. In Bild und Wort treten uns in
diesem Jahrgang führende Frauen der Land- und Hausfrauen—
bewegung, der Politik und sozialen Arbeit, des Auslandsdeutschums,
der Seelsorge, Pädagogik, Medizin, der Wissenschaft,
Industrie, in Sport, Tanz, Musik, Bühne und Film, als
Photographin, Schriftstellerin und in der bildenden Kunst ent—
gegen. Knappe, aber sachkundige und treffende Erläuterungen
»egleiten die drucktechnisch vorzüglichen Bilder — ein Kalender,
hddeit über den Augenhlickszweck dauernden Wert behalten
wird!
Mutter und Kinderland, ein monatlicher Ratgeber für Mütter
und Kinderfreunde, herausgegeben von Adele Schreiber, Safari—
VKerbag, Berlin We37. Die schön illustrierten, fein redigierten
Hefte erörtern Mutterschutz und Mutterfragen, Erziehung und
Unterricht, Kinderpffege und Kinderfürsorge, Gesundheitspflege,
Fhe und Elternberatung, Rechtsschutz für Frau und Kinder,
Vererbung und Erziehung. Eine wesentliche Zeitschrift. auf däe
wir gerne empfehlend hinweisen.
Kindergartenpädagogik von Dr. Anton Simonic im Verein
mit Dr. Lothar Stalle und einer Arbeitsgemeinschaft Wiener
rindergärtrerinnen herausgegeben. Verlag Hölder Pichler-Tempsfky
AG., Wien IV. Preis 8,60 RM. — An diesem trefflichen, mit
wHichem Bilsdüchmick nersehenen Merk muß nicht nun der Fach—
nann, sondern jede Mutter ihre helle Freude haben. Mit
achkundiger Gründeichkeit, aber zugleich spannend und amüsant
pricht es sich aus über den ganzen Bereich des Lebens unserer
kleinen: Körperlehre, Seelenkunde, Erziehungslehre, Heilpäd—
igogik, Methodik des Kindergartens und Kindergartenlehre.
das gemütvoll geschriebene Buch stellt für jede Kindergärtnerin,
dortnerin und Jugendleiterin, aber auch für jede junge Mutter
ine Fundgrube von Erziehungsweisheit, herausgewachsen aus
ebendigster Praxis, dar. Vertiefung in diesen Schatz und An—
vendung in der Kinderstube wird übevrall gewiß reiche Früchte
zringen!
Frau Aja, Goethes Mutter, von Adolf Matthias, mit 16
kinschaltbildern und 30 Textbildern nach zeitgenössischen Vor—
agen. Verlag Georg Westermann, Braunschweig. Preis 2 RM.
— Angesichts des bevorstehenden Goethe-Jahres kommt dieses
Verk als ein „Lebensbuch für die Jugend“ gerade vrecht. In
pannend erzählender Form wird hier Leben und Lebensschicksal
ener einzigaärtigen Frau ins Licht gerückt, die für das Werden
»on Deutschlands erstem Dichter so bedeutsam werden sollte.
Vir begleiten sie mit ihren Gedanken auch nach Weimer, wo
hr Sohn inzwischen das Auge der ganzen Welt auf sich richtet.
Zereichert wird das treffliche Werk durch Einblicke in Frau
— 0——
n die Bücherei jeder Schule, sondern jedes deutichen Jungen
indd Mädefschens
Jack London, „Die Zwangsjacke“. Brosch. 3 RM., in Leinen
„80 RM. Uebersetzt von Erwin Magnus. Verlag Universitas,
deutsche Verlags AG., Berlin We50. Jack Londons gewaltiger
stoman „Die Zwangsjacke“ ist ein erschütterndes menschliches
dokument, das sich mit den Fragen neuzeitlicher Rechtspflege
nutig auseinandersetzt; Jack Londons Erfahrungsreichtum und
dbarheit sind so groß, daß seine Stellungnahme heute aktueller
enn je ist und erneut zur Diskussion gestellt werden muß.
doch der Roman ist als Gestaltung eines großen Dichters
nehr als Dokument: diese Aufzeichnungen des zum Tode ver—
irteilten Professors Darrell Standing sind so packend und
uälend, daß sie einen bis in den Traum hinein verfolgen —
eine geistige Hochspannung aber überwindet selbst diese Quab.
die mächtige Lebenskraft Dr. Londons ist auch diesem Elend
och gewachsen und zeigt einen Weg ins Freie. Das Buch
„at nirgends in der Welt seine tiefe Wirkung verfehlt, hoffent—
ich wirkt es nun auch bei uns nicht nur als Sensation
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