Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr.

bach. 19. 1. Familienabend. 23. 2. Maskenball. Am 16.3.
Mitwirkung am Volkstrauertag. 23. 8. Konzert im Lokale
Fritz Meeyr, Ueberhofen, unter Mitwirkung von Frl. M.
Roß. 30. 8. Beteiligung am Gauwertktungssingen in
Dilsburg. Osterkonzert mit Gruppenwertungssingen am
21. 4. Beteiligung am 10jährigen Stiftungsfeste des
Gewerbevereins am 26. 5. Am Fest Peter und Paul
Ausflug nach Trier. Am 3. 8. Teilnahme am 10jährigen
Stiftungsfeste des M.G.B. „Sangesfreunde“ Gersweiler.
16. 8. Gründung und Beitritt der kulturellen Arbeits—
gemeinschaft unter Leitung des Komvponisten Erwin
Lendvai. 24. 8. Vereinsball. 16. 11. Familienabend mit
Filmvortrag. Herbstkonzert am 30. 11. unter Mitwirkung
von Frau Jäckel, Saarbrücken. Mit dem üblichen Silvester—
ball fand das Jahr 1930 seinen Abschluß. Die Zahl der
Mitglieder beträgt 110 beitragspflichtige Sänger, passiv
250, Ehrenmitglieder 17. Der Vorstand wurde einstimmig
wiedergewählt.

1 Ippnr—

isss Saar⸗Säuger-Bund si
mit dem deutschen Sängergruß die so in allen Teilen gut
und harmonisch verlaufene Versammlung. J. M.
Die Arbeitzgemeinschaft der Gesangvereine von Spiesen
oeranstaltete unter Mitwirkung des gesamten Musikvereins
don Spiesen ein großes Konzert. Als Einleitung wurde
unter Leitung von Chormeister Jung ein Massenchor ge—
sungen. Der unter seiner Leitung stehende Musikverein
zab mit klassischen Musikstücken Proben seiner Kunst. Ein
seder Gesangverein brachte nun abwechselnd zwei Lieder
zum Vortrag, die mit dankbarem Beifall entgegengenommen
vurden. Bedauernswert war, daß ein solches Konzert
don der Bürgerschaft von Spiesen nicht so besucht war,
vie es die sorgfältige Vorbereitung und die klangvolle
Durchführung verdient hätte. Auch der Gau Neunkirchen
war trotß Einladung nicht vertreten.

IIP Seite 23

Gau Niedtal.

Gan Neunkirchen.
Der Neunkirchener „Liederkranz“ erfreute durch die Auf—
führung der dramatischen Legende „Faust's Verdammung“
von H. Berlioz im städtischen Saalbau eine große Kunst—
gemeinde. Der Andrang zu diesem außergewöhnlichen musi—
kalischen Ereignis war so stark, daß viele Interessenten
keinen Platz mehr finden konnten. Der gemischte Chor
des Liederkranzes hat die hohen Erwartungen der Bürger—
schaft aufs beste erfüllt. Die gemischten Chöre kamen hauch—
zart und duftig, die Männerchöre wuchtig und mit hin—
reißendem Schwuüung. Mit großem Geschick und Ver—
stäudnis bewältige der Chor die Schwierigkeiten rtyth—
mischer, dynamischer, sprachlicher und gesanglicher Art, die
das gewaltige Chorwerk in sich birgt. Dem Chormeister
Joses Rhein gebührt in erster Linie Dank für seine uner—
müdliche, zielstrebige Arbeit am Chor, die nur bei äußerst
straffer Chordisziplin bewältigt werden konnte. Ihr ist
es vor allem zu danken, daß der große Wurf gelungen ist.
Einen Hauptanteil am Gelingen des Ganzen hatte das
trefflich geschulte Skohoutil'sche Orchester, das packend und
stellenweise hinreißend musizierte. Der den 1. Teil ab—
schließende ungarische Marsch löste stürmischen, wohlver—
dienten Beifall aus. Auch in der Begleitung der Chöre
und Solis zeigte das Orchester seine Kunst. Als Solisten
wirkten mit: Fräulein Katharina Nicklas, Saarbrücken (Mar—
garete), Herr Lippmann, Mannheim (Faust), Herr Albert
Bock, Saaͤrbrücken (Mephisto), die sämtlich durch ihre hohe
Sangeskunst entzückten. Durch ihr früheres Auftreten im
Saargebiet war der künstlerische Ruf der beiden Erstge—
nannten bereits gesichert. Herr Bock, den wir hier zum
erstenmal hörten, überraschte als Mephisto sehr angenehm.
Der junge Künstler verfügt über eine wohllautende, abge—
rundete Baßbaritonstimme. Deutliche Aussprache, bewegter
Vortrag find weitere Eigenschaften, die ihm die Herzen
der Zuhörer gewannen. Die Partie des Brander sang Herr
Saems, Saarbrücken. Er konnte mit seinem Kettenlied
uünter den Studenten in Auerbachs Keller sehr gefallen.
Die Aufführung von „Fausts Verdammung“ darf, als der
Höhepunkt des Neunkirchener Konzertwinters bezeichnet und
aͤls kulturelle Tat gewertet werden! H
Die Jahresversammlung, des M.eGeeB. „Harmonie“ Spie⸗
sen wurde durch den Vorsitzenden Mayer mit Worten des
Gedenkens an die verstorbenen Sangesbrüder und an die
Spfer der Grubenkataästrophe eröffnet und geleitet. Der
Kafsierer erstattete den Kassenbericht, wonach ein besfrie—
digender Kaffenbestand festgestellt wurde. Der ganze Vor⸗
ftand wurde wiedergewählt, mit Ausnahme des 1. Schrift—
führers, an dessen Stelle Johann Barth trat. Auf Antrag
der Versammlung wurde der Vorstand vergrößert, und
es wurden Fritz Schüle, Heinrich Mayer und Johann
Simon neu gewählt. Wegen der wirtschaftlichen „Not, die
fich in Feierschichten und Arbeitslosigkeit auswirkt, wurde
bon dem Fesilegen eines Jahresprogramms abgesehen. Der
Verein gedenkt an Ostern ein größeres Konzert abzuhal⸗
ten. Dirigent Lehrer Matheis rief in einer, begeisternden
Ansprache alle Sänger zur. Treue gegen die Harmonie auf.
Befonders richtete er an die Väter die herzliche Bitte, daß
sie auch ihre Söhne in die Gesangstunden schicken möchten,
denn nicht'in Kinos und auf Tanzböden werden sie deutsche
Männer, sondern in den Gesangvereinen. Der Vor—
sitzende ermahnte in seinem Schlußwort nochmals alle An—
wesenden zur Mitarbeit an dem deutschen Lied und ichloß

Die Generalversammlung des M.G.V. „Sangeslust“
Fimersdorf wurde nach Vortrag eines Liedes durch den
Vorsitzenden Theobald eröffnet. Aus der Vorstandswahl
zingen hervor: Als 1. Vorsitzender Peter Conrad; 2. Vor—
itzender Johann Engel; an Stelle des verstorbenen Schrift—
ührers Josef Engel Peter Theobald als 1. Schriftführer;
Alfons Schnuübel als dessen Stellvertreter; als 1. Kassierer
Franz Berwanger, als Stellvertreter Adolf Folz; als
Beisitzer und Revisor Paul Hargarter und Josef Spath.
Den Kassenbericht erstattete der Kassierer Nik. Engel. Leider
var kein Ueberschuß zu verzeichnen. Dem Kassierer wurde
Entlastung erteilt. Nach Vortrag eines Liedes wurde
die Versammlung geschlossen“

Gau Saarbrücken.
Im vollbesetzten Städtischen Saalbau wartete der Saar—
zrücker Lehrer-Gesaug-Verein unter seinem Chormeister
Akad. Musiklehrer Otto Schrimpf mit einem erlesenen, hoch—
vertigen Konzertprogramm auf: Johannes Brahms Rhap—
odieaus Goethes Harzreise, Robert Schumanns Ritornell,
Ir. L. Kochs „Türmers Morgengesang“, Walter Molden—
sauers „Im Herbst“ und Karl Bleyles „An den Mistral“.
der stimmlich gut besetzte, wohldisziplinierte Chor setzte seine
zjanze Liebe an die seelenvolle Interpretation dieser zum
jrößten Teil nicht nur technisch anspruchsvollen, sondern
juch in ihrem philosophischen Gehalt außergewöhnlich tief⸗
zründigen Kompositienen, und so gelang ihm unter
Schrimpfs bewährter Leitung eine restlose Ausdeutung aller,
auch der verborgenen Feinheiten der Partitur. In der
Altistin Berta Eicheberger war eine Künstlerin gewonnen,
zie mit wohlklingender Stimme und warmer Einfühlung
»en solistischen Teil bestritt. Das Städtische Sinsonieorchester
olgte den Intentionen des Leiters aufs beste. Den zweiten
Teil bestritt das Orchester unter dem Stabe von General—
nusikdirektor Lederer mit Brahms zweiter Sinsonie in
)-Dur. Das „Volkstümliche Sinfsoniekonzert“ verdient in
einer geschlossenen Programmgestaltung, in der gediegenen
Wahl der Literatur und in der vrachtvollen Durchsührung
värmste Anerkennung. St
Der umfangreiche Jahresbericht des Saarbrücker „Lieder⸗
ranz“ e. B. vergegenwärtigt snog einmal in erster Linie
die konzertlichen Leistungen des Vereins. Zum 4. Januar
var der Bariton Ernst Fleischhauer aus Frankfurt a. M.
zu einem Arien- und Liederäbend in die stimmungsvolle
Aula des Reformgymnasiums gewonnen. Begleiter am Flü—
gel war Dr. Ernst Stilz. Eine ganz vorzügliche Programm—
jeftaltung mit nur Erstaufführungen zeigte das Früh—
ahrskonzert am 6. April im städtischen Saalbau unter
deitung des 1. Chormeisters Stilz und unter Mitwirkung
der Sopranistin Lotte Mäder-Wohlgemuth aus Leipzig sowie
Mitgliedern des städtischen Orchesters und des 2. Chor-—
eiters Carl an der Orgel. Der „Liederkranz“ hatte im ab—
Jelaufenen Jahre infolge der anhaltenden Wirtschaftsnot
zon einer größeren Konzertreise Abstand genommen, und
ich lediglich nach Einladung des Wormser „Liederkranz“ auf
inen Gegenbesuüch am 14 und 15. Juni beschränkt, um
adurch das Freundschastsband zwischen beiden Vereinen zu
estigen. Hier war das Konzert im städtischen Spiel— und
Festhaus in Worms unter Leitung unseres 1. Chorleiters
Ztilz ein voller künstlerischer Ersolg. Auch, das Wohl-⸗
ätigkeitskonzert am 8. November im städtischen Saalbau
um Besten der Hinterbliebenen der Opfer des Manbacher
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.