Full text : 9.1931-1932 (0009)

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up Seite 2614

festgesetzt. Der Vorsitzende wurde beauftragt, mit Musik—
direttor Beck in Homburg zu verhandeln, daß er für diese
Gautagung einen musikwissenschaftlichen Vortrag über—
nimmt. Das Stadtgartenkonzert in Saarlouis wurde für
den 5. Juni vorgesehen. Es wurde dem Gauvorstand auf—
erlegt, rechtzeitig mit dem Bürgermeister Dr. Latz und der
Brauereidirektion zu verhandeln, daß für ausreichenden
Sitzplatz gesorgt wird; denn es ist allein schon mit der Be—
teiligung von 600 aktiven Sängern zu rechnen. Es kommen
zum Vortrag 3 gemischte Chöre und 10 Männerchöre. Auf
den 15. Februar wurde im Anschluß an die abzuhaltende
Frühjahrs-Gausitzung eine Chormeistersitzung anberaumt,
in der das Chormaterial eingesehen wird. Die Beratung
über das Herbst-Gaukonzert wurde vertagt. Zum Schluß
wurde bekanntgegeben, daß das Herbst-Gaukonzert in Frau—
lautern 500 Fr. Reingewinn einbrachte.

neister eine Bezahlung anzunehmen, er verzichte auf die
dauer der wirtschaftlichen Notlage auf sein Dirigenten—
zehalt. Dieser Verzicht, der nur bei einer äußerst idealen
Auffassung des Chormeisteramtes möglich ist, löste bei allen
VBersammlungsteilnehmern helle Begeisterung aus. Herz—
ichen Dank auch an dieser Stelle für diese Tat. Die Sänger
vissen dieses Angebot zu würdigen in Aubetracht der
iußerst rührigen und ersprießlichen Arbeit — im abgelau—
enen Jahre wurden 72 Gesangstunden abgehalten — und
verden das alte Sängerwort „Treue um Treue“ in die
Tat umsetzen. An die harmonisch verlanfene Generalver—
ammlung schloß sich eine Familienunterhaltung an, wo
nan bei Gesang und Musikrorträgen unseres Vereins—
»rchesters, sowie einem Vortrag unseres Chormeisters über
Reform der Programmgestaltung, die in unseren nächsten
donzerten am 28. Febrnar und 27. März zun Ausdruck
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Der unter Leitung von Chormeister Heinrich Breuer
tehende M.G.B. 1907 Dudweiler steht mit seinem Männer—
hor und seinem Kinderchor offensichtlich in guter Ent—
vicklung. Das stellte er durch sein jüngstes Konzert unter
Beweis, dessen äußeres Programm, sowohl in der Chor—
ruswahl als auch in der knappen, aber treffenden Skizzie
rung der Komponisten als vorbildlich bezeichnet werden darf.
Den Auftakt gab der Kinderchor mit Männerstimmen und
VBidlinbegleitung mit einer Weihnachts-Kantate von Walter
Rein. Der Männerchor brachte dann in sorgfältiger Durch—
urbeitung Köllners „Waldmorgen“, Othegravens „Zu ihren
Füßen“, Kämpfs „Vespergesang“, Schuberts „Gondelfahrer“,
deldorfers „Königskinder“, Wagner-Schönkirchs „Elsula“
uind den Volksliedzyklus „Heimkehr“ von Franziskus Nagler
Dder Solist Franz Neumann erfreute mit Liedern von
Zumperdinck, Berger, Schumann, Schubert und Hugo Wolf
Die Generalversammlung des M.G. V. „Liedertranz“
Elversberg hatte einen starken Besuch, erfreulicherweise auch
einer inaktiven Mitglieder zu verzeichnen. Schriftführer
Bruno Fritze verlas seinen mustergültig ausgearbeiteten
zahresbericht, der alle Vereinsgeschehnisse des vergangenen
Jahres auffrischte Der „Liederkranz“ gab im Jahre 1931
zwei Konzerte und zwar am 5. April und 29. November.
das Hauptereignis bildete jedoch das 50. Vereinsjubiläum,
»as am 25. und 26. Juli in nur konzertlichen Veranstal—
ungen abgehalten wurde. Dankend anerkannt und lobend
eꝛrwähnt wurde die Mithilfe unsrer Brudervereine: Idarer
M.G. V. Saarbrücker „Liederkranz“ und Sängervereinigung
Bildstock. Vorsitzender Wagner hielt einen längeren Vor—
rag über die bisherige geleistete Arbeit und entwickelte
Zziele und Aufgaben des Vereins, wie er über die schwere
virtschaftliche Not, die in allen Bevröltkerungskreisen Platz
ergriffen, hinwegkommen möge. Enthaltung von allen un—
iötigen Bierfesten, intensive ernste musikalische Arbeit wie
»isher. Beibehaltung seiner jährlichen 2 Konzerte und
ziieslbewußtes Schaffen im Sinne unseres Bundes. Der Kassen—
»ericht war trotz der schweren Zeit sehr erfreulich. Er er—
gab eine Mehreinnahme von 800 Fr. Die Mitgliederbe—
vegung war gegen das vergangene Jahr konstant. Die Zahl
der aktiven Sänger, die nach unserem 50. Jubiläumsfest
ruf über 100 angestiegen, zeigte bei den Neuaufgenommenen
vieder einen Rückgang. Gestorben sind im vergangenen
Jahre zwei aktive Sänger, Ludwig Dony und Cornelsius
Lauk. So gehen wir mit einem kleinen Plus der Aktiven
ns neue Jahr. Dem Kassierer wurde mit dankbarer An—
erkennung Entlastung erteilt. Bei der Neuwahl des Vor—
tandes ergab es für uns eine schmerzliche Veränderung.
Unser lieber 1. Kassierer Andreas Glößner, der seit 1890,
also 41 Jahre, die Kasse in treuer Obhut hatte, legte uns
die dringende Bitte ans Herz, diesmal doch einen jüngeren
Zangesbruder zu wählen. Leider mußten wir seine Bitte
erfüllen und bewegten Herzens dankte der Vorsitßzende ihm

Gau St. Ingbert.

In der gutbesuchten Generalversammlung des OQuartett-⸗
Vereins „Edelweiß“ St. JIngbert berichtete der Vorsitzende
über die Tätigkeit im letzten Jahre. Das letzte Protokoll
fand Zustimmung. Die Kasse ist in vorbildlicher Ordnung
geführt und geprüft worden. Bei der Neuwahl wurde der
frühere 1. Vorsitzende Fritz Hollinger, 2. Vorsitzender Joh.
Quirin und 1. Schriftführer Erwin Ochs einstimmig wieder—
gewählt. Der 1. Kassierer Joh. Schwarz bat, von seiner
Wiederwahl Abstand zu nehmen. An seine Stelle wurde
Joh. Westrich, als Unterkassierer Friedel Rohe einstimmig
gewählt. Als Beisitzer wurden Georg Dettweiler, Richard
Mayer, Emil Lauer, Josef Fehd, Alois Schwarz, Albert
Weber gewählt. Ersatzleute: Karl Nikolay, Josef Bardudio.
Der Verein kann 1933 auf seine 40jährige Tätigkeit zu—
rückblicken. Sollten die Verhältnisse sich bessern, wird der
Verein sein 40jähriges Stiftungsfest im Rahmen der Ver—
hältnisse feiern.
Gau Sulzbachtal.

Ounartett-Verein „Arion“ Herrensohr konnte seine 10.
ordentliche Generalversammlung abhalten. Der Geschäfts—
bhericht ließ erkennen, daß im abgelaufenen Jahre Er—
sprießliches geleiste wurde. Der Probenbesuch war mit
einem Durchschnittsbesuch von 9700 in Anbetracht der wirt—
schaftlichen Notlage vieler Sänger ein äußerst guter. Der
eifrige Besuch der Gesangsstunden beweist, daß die Sänger
mit dem Dirigenten Lehrer Keuper eins sind in dem Be—
wußtsein, daß nur mit Begeisterung ein Werk geschaffen
werden kann. das restlos befriedigt. Die Neuwahl ergab
die einstimmige Wiederwahl des Vorstandes bis auf die
Posten des 2 Vorsitzenden und 1. Schriftführers, die neu
besetzt wurden. Folgende Einladungen wurden bekanntge—
macht und die Teilnahme an den Festlichkeiten beschlossen:
bei dem Gesangverein „Frohsinn“ Dudweiler beteiligt sich
der Verein am Kommers, Festzug und Ball, bei dem
Männerchor „Konkordia“ Herrensohr wurde die gleiche Be—
teiligung beschlossen. Am 13. März wird der Chor bei
einem Saarheimatabend mitwirken, die Darbietungen wer—
den auf den Frankfurter Rundfunk übertragen. Die
Generalversammlung beschloß, den Mitgliedsbeitrag vom
1. Januar 1932 ab von Fr. 3,— auf Fr. 2— monatlich
zu ermäßigen. Von seiten arbeitsloser Mitglieder wurde
beantragt, auch für diese einen kleinen Beitrag festzusetzen.
Dieser Antrag verdient die größte Anerkennung, da er
beweist, daß auch die Aermsten der Armen mit edler Be—
geisterung erfüllt sind von den Zielen und Arbeiten des
Vereins. Als dann noch unser hochverehrter Chormeister
erklärte: Wenn sogar Arbeitslose trotz der heutigen großen
Notlage aus Idealismus ein finanzielles Opfer für unsere
edle Sache bringen, dann könne er als Festbesoldeter es
moralisch nicht verantworten. für seine Tätiakeit als Chor—

Seit 230 Jabr
gibts Bruch-Bräu an der Saar
            
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