Seite 260 B
i Saar-Sünger-Bund
—V
sturt Heimberg vom Stadttheater erntete mit seiner klang—
pollen Tenorstimme im „Steuermannslied“ a. d. Oper Der
fliegende Holländer von Wagner und dem „Rheinlied“ von
Obermayer reichen Beifall, nicht minder die Sopranistin
Inge Walter für die „Romanze a. d. Op. Mignon“ von
Thomas und „Der Spielmann“ von Hildach, die mit feinem
Entpfinden dargeboten wurden. Alle Darbietungen wurden
von Berthold Ludwig bestens begleitet. Sehr abwechslungs—
reich in das Programm fügten sich die von den Vorturnerin—
nen des Turnvereins Malstatt sehr exakt vorgeführten
„Rusfsischen Tanzbewegungen“. Im Laufe des Abends über—
reichte Weißgerber mit anerkennenden Worten Jakob Steeg—
manns, Julius Geiß, Julius Georg, Eugen Degand für
25jährige Sängertreue und den passiven Mitgliedern Jakob
Becker, Johann Lenhof für 30jährige Zugehörigkeit zum
Verein die Ehrenurkunde unter Glas und Rahmen, sowie
Jalob Keidel, Fritz Maurer, Ludwig Staudt die Vereins—
nadel in Gold für 30jähriges aktives Wirken im Verein.
Bundesschatzmeister Düren übermittelte die Glückwünsche
des Bundesvorstandes und überreichte den Sängern Jakob
Steegmanns, Julius Geiß, Julius Georg, Eugen Degand,
Fritz Düpré, Karl Vogt die Ehrennadel des Bundes für
25jährige Aktivität. Ein munterer Tanz der Jugend, auch
der gesetzteren, beschloß den wohlgelungenen Abend.
jültige Führung der Kasse hervor. Dem Vorstand wurde
Intlastung erteilt. Mit Ausnahme des Schatzmeisters und
2. Schriftführers wurde der Gesamtvorstand wiedergewählt.
Um den Probenbesuch zu ermöglichen, wurde den 15 arbeits
sosen Sangesbrüdern eine Unterstützung gewährt. Der
Berein beteiligt sich geschlossen am Voltstrauertag und singt
einem Inbelpaar zur goldenen Hochzeit ein Ständchen.
Nachdem Dirigent Zorn noch einen lehrreichen Vortrag
iber gute und weniger gute Chorwerke gehalten hatte,
vpurde die anregend verlanfene Tagung mit dem Liede
Vaterland“ geschlossen.
In der diesjährigen Generalversammlung des Männer—
Zuartett-Vereins Lnisenthal gab Vorsitzender Busch den
Seschäftsbericht, der nicht in allen Teilen befriedigen konnte
Es ist ein Abgang von 31 Mitgliedern zu verzeichnen.
2 Sänger gingen uns durch den Tod, der Rest infolge
der wirtschaftlichen Verhältnisse verloren. Dementsprechend
ind auch die Kassenverhältnisse. An Veranstaltungen
'onnte der Verein sich nicht beteiligen, mit Ausnahme am
Wertungssingen des Gaues Saarbrücken-Burbach, wo wir
mit Exfolg teilnahmen. Die Vorstandswahl ergab: 1. Vor—
sitzender: Hans Kuhl: 2. Vorsitzender: Alex Hang: 1. Schrift—
führer: Heinrich Köhl; 2. Schriftführer: Karl Hubig: 1. Kas—
sierer: Johann Bardo; 2. Kassierer: Peter Hennrich; Gau—
bertreter: Jakob Figur und Johann Bardo. Als kommende
Veranstaltung wurde am Ostersonntag in der hiesigen Turn—
halle ein Scherz- und Liederabend beschlossen. Das Stif—
tungsfest im November soll durch Kommersabend und großes
Konzert gefeiert werden. Die Bundeszeitschrift soll von
illen Mitgliedern. ob aktiv oder inaktiv. gehalten und ge—
esen werden
Gau 5s5aarbrücken⸗Burbach.
Die Jahresversammlung der Säugervereinigung „Loreley⸗
Vihtoria“ Saarbrücken 5 wurde durch Vorsitzenden Görgen
mit Worten des Gedenkens an die verstorbenen Sanges—
brüder eröffnet. Sein Jahresbericht vergegenwärtigte noch
einmal die geleistete Arbeit. Es folgten nun die Berichte
der beiden Kassierer. Nach Anhörung der Kassenrevisoren
wurde beiden Kassierern Entlastung erteilt. Die Kasse steht
den heutigen Verhältnissen entsprechend günstig. Die Neu
wahl des Vorstandes ergab: 1. Vorsitzender: J. Görgen
2. Vorsitzender: Fr. Trouvain: 1. Schriftführer: A. Demuth
2. Schriftführer: P. Pink: 1. Kassierer: J. Werner: 2. Kas
sierer: J. Hirtz: Beisitzer: M. Jutz sen, K. Weigel, P
Schumacher, K. Blaß, Fr. Schneider und A. Erbes; Kassen
prüfer: M. Jutz jun. J. Bottländer und M. Waschburger.
Durch die rastlose Arbeit des neuen Dirigenten Musiklehrer
Peter Maß,. Saarbrücken, hat der Verein erheblich an Sän—
gern gewonnen. Nach Bekanntgabe des Jahresprogramms
forderte er alle Sänger auf zu treuem Festhalten an den
gesteckten Zielen, denn nur so könnte der Verein zu neuer
Höhe gelangen.
In der Jahresversammlung der Gesellschaft der Sanges⸗
freunde Gersweiler erklärte Vorsitzender Kleemann: Der
Probebesuch kann als gut bezeichnet werden, und nur da—
durch war es möglich, unsere Leistungsfähigkeit zu steigern,
wie es unsere Konzerte im vergangenen Jahreé bewiesen,
welche von vielen Sangesbrüdern auch aus der Großstadt
besucht waren. Unser heutiges Ansehen in der Sänger—
schaft ist der Erfolg der Arbeit unseres unermüdlichen und
umsichtigen Dirigenten Zorn, welcher in uneigennütziger
Weise und mit großem Verständnis seiner Aufgabe gerecht
wird. Ihm sowohl. als auch den Sangesbrüdern, sowi
den Vorstandsmitgliedern spreche ich für ihre Unterstützung
meinen Dank aus. So treten wir nun in das 12. Tätig—
keitsjahr, welches dem Verein seine Fahne geben soll. Die
große wirtschaftliche Not hat auch vor den Gesangvereinen
nicht haltgemacht. Größte Sparsamkeit, Zusammenhalt und
exueutes Aufraffen eines jeden Sängers, damit das edle
Wert nicht zugrunde geht. sind deshalb das Gebot der
Stunde! Schriftführer Rosche gab in sachlicher Weise den
Tätigkeitsbericht, während der 2. Schriftführer und Listen—
führer an Hand der statistischen Aufstellung trotz der Not
der Zeit einen besseren Probenbesuch nachweisen konnte
als im Zahre 1930. Die Kassenvprüfer hoben die muster
Ganun Sqcctlouis.
Auf dem Gautag des Gaues Saarlonis verbreitete sich
Bauvorsitzender Rupp eingehend über die Anschlußbestre—
zungen des Saar-Mosel-Gaunes an den Saar-Sänger-Bund
Finstimmig wurde der Vorsitzende ermächtigt, bei den wei—
eren Angliederungsverhandsungen die Bestrebungen des
Saar-Mosel-Gaues zu fördern. Der diesjährige Haupt—
zundestag findet nach dem Beschluß des Bundesvorstandes
n Großrosseln statt. Das Saargebiet beteilige sich auf
dem Bundesfest des Deutschen Sänger-Bundes in Frank—
surt a. M. mit 750 Sängern an der Kantate von Lendvai.
Unsere Sänger stellten die größte Gruppe der Sänger dar,
die das Werk herausbringen helfen. Weiter berichtete er
iüber die auf ein weiteres Jahr erfolgte Erneueruüng des
Vertrags mit den Tonsetzergenossenschaften, doch habe der
Musikausschuß den Auftrag für das nächstfolgende Jahr
inen günstigeren Vertrag vorzubereiten. Der Antrag des
ZRuartettvereins Picard um Aufnahme in den Gau Saar—
ouis wurde einstimmig angenommen. Beschlossen wurde,
»en M.G. V. Bilsdorf, der die Aufnahme in den Gau Saar—
ouis beantragt hat, davon zu benachrichtigen, daß er zum
Sau Dillingen gehört und dorthin sein Gesuch richten muͤsse
der an den Gau Niedtal gerichtete Antrag des M.G.V.
derlingen um Aufnahme wurde gutgeheißen, weil man der
Auffassung war, daß der Verein nach dort bessere Ver—
ehrsmöglichkeiten hat als nach Saarlouis, wohin er eigent—
ich gehöre. Der Vorsitzende teilte weiter mit, daß der
Saar-Sänger-Bund infolge der veränderten Wirtschafts—
zerhältnisse eine Neueinteilung des Bundesgebietes plane
dierdurch ermutigt, habe der Gau Dillingen erneut den
Beschluß auf Vereinigung des Gaues Dillingen mit dem
Hau Saarlouis gefaßt. In dieser Hinsicht wurde be—
chlossen, den Gauvorstand von Dillingen zur nächsten
Zitzung des Gaues Saarlouis einzuladen, damit er durch
igene Wahrnehmung die Geneigtheit der Vereinsvertrete
zum Anschluß kennenlernt. Die Gautagung mit General—
ersammlung wurde auf den 13. März in Wallerfangen
Querbecl & eller kIeid ims biet
p — 3 ? — 56
221