Full text : 9.1931-1932 (0009)

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sich, dem Musikschutzyperbande gena ue Programme
von allen Veranstaltungen, aus denen anch alle
als Zugaben aufgeführten Stücke ersichtlich sind, in den
ersten 19 Tagen eines jeden Monats (bzw. spätestens 8 Tage
nach jeder Anfführung) spesenfrei zu übermitteln, widrigen—
falls er dem Musikschützverbande für jeden Fall der Unter—
lassung 1000 der Jahrespauschale zu bezahlen hat.“ Wir
richten hierdurch an Sie die dringende Bitte, diesem Punkt
unseres Vertrages Ihre ganz besondere Aufmerk—
samkeit schenken zu wollen. Die Programmangelegen—
heit ist für unsere Verrechnung an die Bezugsberechtigten
von größtem Werte, insbesondere in der Konzertmusik, da
wir gerade hier im Interesse einer genauen Verrechnung
über jede einzelne Aufführung jedes einzelnen Werkes
orientiert sein müssen. Wir müssen Sie daher dringend
bitten, uns von jeder stattgefundenen Auffüh—
rung, gleichgültig welcher Art, die genauen Pro—
gramme eiüzusenden. Aus diesen Programmen sollen
alle Werke ersichtlich sein, die zur Aufführung gebracht
wurden, also auch evytl. Zugaben, Wiederholun—
gen usw. Es dürfte gewiß auch in ihrem Interesse liegen,
daß der Komponist, dessen Werke Sie zur Aufführung brin—
gen, etwas davon erfährt, und so nicht nur über die er—
folgte Aufführung, sondern auch über die künstlerische
Programmgestaltung und die kulturelle Bedeutung Ihrer
Veränstaltungen von Ihnen selbst, also aus erster Quelle,
orientiert wird. Obwohl Sie vertragsmäßig nur zur Ein—
sendung eines Programmes verpflichtet sind, wären wir
Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns jedesmal vier Exem—
plare Ihres Programmes überlassen könnten. Sofern Sie
gedruckte Programme ausgeben, dürften Sie dieser unserer
Bitte gewiß entsprechen können. Wir können nicht oft ge—
nug auf die Wichtigkeit der Programmfrage, sowohl
für die schaffenden, als auch für die ausübenden Künstler
hinweisen und hoffen zuversichtlich, daß Sie uns im Zeichen
der Solidarität der Interessen aller Musiker, in dieser An—
gelegenheit Ihre wertvolle Unterstützung nicht versagen
werden. Mit vorzüglicher Hochachtung Verband zum
Schutze musikalischer Aufführungsrechte für Deutschland.“
Der Bundesvorstand bittet um sorgfältige Beachtung des
obigen Schreibens. Es müßte möglich sein, dem Bunde
5 Programme von jeder Veranstaltung zu übermitteln, da
es auch für den Bundesvorstand zur Vollständigkeit des
Bundesarchivs dringend notwendig ist, jeweils ein Pro—
gramm zu' erhalten. Der Bundesvorstand.

—
Saar⸗Sänger⸗B
ger⸗-Bund un

wth Nr. 19
Gau Bisttal.

Am 1. Weihnachtstage veranstaltete MB. Sangeslust
dässerten einen Operettenabend: „Wie die Alten sungen,
o zwitschern die Jungen“. Die Musik stellte ein Teil
der Hüttenkapelle in Volklingen unter persönlicher Leitung
des Kapellmeisters Pfanner. Zu einer gemütlichen Silvester—
eier hatte sich der Verein im Restaurant Warndthof am
chönen Warndtweiher, einem der herrlichsten Punkte des
Warndtwaldes, zusammengefunden. Bei einem Glase Bier
ind deutschem Sang wurde das neue Jahr erwartet. Um 12
Ahr ertönte vom Balkon des Restaurants „Das deutsche
died“ zur Grenze hinüber. Nach einem Frühstück, welches
ins der freundliche Wirt, der auch inaktives Mitglied
uinseres Vereins ist, spendete, traten wir den Heimweg
zdurch den winterlich herrlich geschmückten Wald an. Unsere
BSeneralversammlung war sehr gut besucht. Der alte Vor—
tand wurde wiedergewählt. Leider sind die Kassenver—
zältnisse sehr schlecht, da der kleine Verein aus lauter
Arbeitern besteht, von denen ein großer Teil noch ar—
zeitelos ist. Der 1. Vorsitzende ermahnte die Sänger,
ruch fernerhin treu zur Fahne zu halten und die Proben
leißig und pünktlich zu besuchen.

Gau Beckingen.
Die Gausitzung und zugleich Jahreshauptversammlung
des Gaues Beckingen in Beckingen war von sämtlichen
VBereinen beschickt, verschiedene waren auch mit einer sehr
zahlreichen Mitgliedschaft erschienen. Der Deutsche Sänger—
gruß: Grüß Gott mit hellem Klang, heil deutschem Wort
ind Sang, wurde zu Anfang der Tagung stehend von
ämtlichen Anwesenden unter Leitung von Gauchormeister
Bbreuer gesungen. Gauvorsitzender Lehrer Fries eröffnete
nit herzlichen Begrüßungsworten. Schriftführer Johann
Mahren gab einen ausführlichen Bericht über die letzte
Bautagung in Düppenweiler. Hierauf brachte M.G.V.
Frohsinn das Lied „Trösterin der Musik“ zu Gehör. Nach
Feststellung der Anwesenheitsliste übergab der Vorsitzende
dem Referenten Musikdirektor Beck, Homburg, das Wort
zu seinem Vortrag über die Entstehung und Weiterent—
vicklung des Gesanges und der Musik. Den Schluß seines
Vortrags bildete der Appell, in der jetzigen Fort- und
Weiterentwicklung des Gesanges nicht abseits zu stehen,
sondern mitzuarbeiten an der neuen Gestaltung der Männer—
horkunst. Nach Prüfung der Kassen durch die Kassen—
revisoren Birk und Johannes erstattete Sangesbruder
Eisenbarth den Kassenbericht. Er gab sodann Bericht über
die zweite Bundesvorstandssitzung, die sich mit der Er—
neuerung des Vertrags der Tonsetzergenossenschaft für ein
Jahr befaßte, was von allen Gauen beschlossen wurde. Im
weiteren Verlauf der Tagung wartete der M.G.V. Froh—
sinn mit dem Lied „Maiennacht am Rhein“ von E. Hansen
auf. Einer der wichtigsten Punkte der Tagesordnung war
die Beteiligung an dem Wertungssingen in Merzig. Dieser
Punkt löste eine rege Debatte aus. M.G.V. Siederkranz
Düppenweiler brachte die beiden Chöre „Die Vesper“ von
Beethoven und „Abendlied“ von Adam stimmungsvoll zum
Vortrag. Von verschiedener Seite wurde dem Vorstand
für seine hingebungsvolle Arbeit Dank ausgesprochen, es
folgte dann Entlastung und einstimmige Wiederwahl des
Vorstandes. In seinem Bericht über die letzten Bundes—
oorstandssitzungen verbreitete sich Gauvorsitzender Fries
eingehend über die Anschlußbestrebungen des Saar-Mosel—
Gaues an den Saarsängerbund. Einstimmig wurde der
Vorsitzende ermächtigt, bei den weiteren Ängliederungs—
derhandlungen die Bestrebungen des Saar-Mosel-Gaues zu
fördern. Es wurde ferner appelliert, die Bundeszeitungen
mehr zu bestellen und auch mehr zu fördern durch Aufgäbe
von Anzeigen der Vereine und Vereinswirte. Die nächste
Gautagung wurde auf den 20. März festgesetzt und dem
Verein „Germania“ Rehlingen übertragen.
Gau Eppelbarn.

Sterbetafel.

Andreas Wasem, Ehrenmitglied des MGV. Limbach bei
Homburg, gestorben am 16. Oktober 1931.
Adam Feger, Ehrenmitglied des MGV. Höchen, gestorben
am 8. Januar im Alter von 50 Jahren.
Amandus Sehn, aktives Mitglied des MGV. Einigkeit
Güchenbach, am 28. Dezember 1931 im Alter von
26 Jahren.
Peter Wasser, Ehrenmitglied des MGV. Keuchingen, ge⸗
storben am 14. Februar im Alter von 42 Jabren.
C. F. Hodapp, seit Gründung des Männerchors Saarbrücken
(1906) Président des Vereins. Gestorben am 20. Januar
im Alter von 63 Jahren, nachdem er noch wenige
Stunden vorher in der Chorprobe mitgesungen hatte
Fr. Kudis, Mitglied des Maännerchors Saarbrücken e. V.,
gestorben am 18. Januar im Alter von 45 Jahren.
Nikolaus Jager sen., Ehrenmitglied und Mitbegründer
des MGV. Liederkranz Saarhölzbach, gestorben am
4. Februar im Alter von 58 Jahren.
Robert Buder, inaktives Mitglied des GV. Liedertafel
» V Mettlach, gestorben im Alter von 62 Jahren.

„Stumm schläft der Sänger...........“,
Verein, Gau, Bund bewahren ihnen ein dankbares Andenken.

M.G.V. Eppelborn erfreute am ersten Weihnachtstage durch
einen wohlgelungenen Familienabend. Der Chor brachte passende
Weihnachtschöre zu Gehör, die Theatergruppe trug zur Unter—
haltung zwei gut gewählte Weihnachtsstücke vor. Die Pausen
wurden durch ein Orchester ausgefüllt. Sänger, Theaterspieler
und Musifer ernfefen reichen Beifoss, Föerner faund oine Frei
            
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