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Saar⸗Säuger⸗Vund liue
ushhill Seite 227
BHom Büchertisch.
Zeitschrift für Musik, Monatsschrift für eine geistige Er—
neuerung der deutschen Musik, 1834 von Robert Schnmann
gegründet, Hauptschriftleiter Dr. Alfred Heuß, Verlag Gustav
Bosse, Regensburg; Preis vierteljährlich 4 RM., Einzelheft
1,60 RM. — Die vorliegende, wieder ausgezeichnet redigierte
Dezembernummer der von uns stets nachdrücklichst empfohlenen
Musikzeitschrift ist dem Schaffen von Kurt Thomas gewidmet.
Wir nennen folgende bedeutsamen Beiträge: Prof. Dr Fritz
Stein: Kurt Thomas. Dr. Fritz Rühlmann: Wagnertheater —
Nationaltheater — Originaltheater in Bayreuth? Walter Bodky:
George Armin 60 Jahre. Dr. Wilhelm Zentner: „Das Herz“
von Hans Pfitzner (Münchner Uraufführung). Dr, GEustav
Struck: „Die heilige Elisabeth“ von Joseph Haas (Kasseler Ur—
auffuhrung). Dre Viktor Junk: Wohin steuert die Wiener
Staatsoper? Edmund Schmid: Methodisches zur Frage des
Gruppen- und Gemeinschaftsunterrichtes. Robert Franz: Ein
unveröffentlichter Brief an Eduard Möricke. Berichte und Mit—
sossngen von Musik und Musikern beschließen das interessante
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Das nunmehr zum siebenten Male erscheinende amtliche Jahr—
buch des Deutschen Sänger-Bundes, Wilhelm-Limpert-Verlag,
Dresden-A. 1, Marienstraße 16, bedarf keiner Empfehlung mehr.
Sein gediegener Inhalt, seine Zuverlässigkeit als Nachschlage—
werk für die Fragen der Organisation haben sich in der Zeit
seines Bestehens immer mehr Freunde erworben. Es ist zum
ständigen Begleiter der Vereinsmitglieder, besonders des Vor—
sitzenden und des Dirigenten, geworden. Auch das Jahrbuch
gibt ein lebenswahres, ausführliches Bild über Gedeihen und
Entwicklung des DSEB., der nun nach schwerer Finanzkrise
wieder auf dem Wege nach oben ist. Die Angaben über Bundes—
organisation mit einem weitverzweigten staätistischen Material,
sowie die Gau- und Bundesadressen sind vom Geschäftsführer
des DEB., Johannes Poppe, zusammengestellt, während der
Schriftleiter der DöSBZ., Dre Franz Josef Ewens, in einer
„Jahresrundschau“ einen Ueberblick über die Gesamtarbeit des
DSB. in den Bünden und Vereinen gibt. Prominente Mitarbei—
ter haben auch diesmal im Aussatzteil wertvolle Artikel beige—
steuert, so der stellvertretende Vorsitzende des DSV., Rektor
Georg Brauner, „Tag des Volkstums 1932“, eine Vorschau für
diese im Rahmen des 11. Deutschen Sängerbundesfestes vorge—
sehene Veranstaltung. Der Vorsitzende des Schlesischen Sänger—
bundes, Studienrat Emil Fuchs, Breslau, schrieb über „Grenz⸗
landdeutschtum“, Hans Heinrichs, Hannover, über die wichtige
Frage „Wie wir Wertungssingen der chorgesanglichen Fortentwick—
lung nutzbar machen“. Auch befreundete Verbände sind mit
Beiträgen vertreten, so der „SV.“ mit einem Aufsatz von
Dr4 M. Schwarz, München, und der „DHV.“ mit einer Arbeit
von Wilhelm Tebje, Hamburg. Das Jahrbuch steht unter dem
Zeichen „Goethe-Zelter“ und „11. Deutsches Sängerbundesfest
Frankfurt a. M.“. Ein Aufsatz von W. Röntz über „Goethe und
Zelter“ bringt manche neue, bisher wenig beachtete Gesichts—
punkte. Außerordentlich gut sind diesmal die Bilder ausgefallen,
die uns das Sängerwesen in seinen mannigfachen Lebens—
äußerungen zeigen. Kein Sangesbruder, kein Freund des Chor—
singens wird versäumen, sich diese wertvolle Veröffentlichung
des DSB. zu sichern, zumal der Preis mehr als niedrig ist.
Das schmucke Buch mit farbigem Umschlag kostet broschiert
1,20 RM. gebunden 2,220 RM.
Zum sechsten Male schickt der Wilhelm-Limpert-Verlag, Dres—
den-⸗A. 1, Marienstraße 16, seinen „Deutschen Lied-Kalender“
hinaus ins deutsche Sängerland. Das prächtige Titelbild zeigt
die Figur eines ritterlichen Minnesängers am Richard-Wagner—
Denkmal im Berliner Tiergarten. Dankbarkeit, Verehrung und
Begeisterung sprechen aus den Zügen und Gebärden dieser
strahlenden Gestalt, welche dem großen Meister huldigt, der im
„Tannhäuser“ dem deutschen Minnesang ein unvergängliches
Denkmal gesetzt hat. Zum Sängerlorbeer gesellt sich das Eichen—
reis, am Ddenkmal plastisch geformt, von uns gedeutet als Sinn—
bild deutscher Kraft und Größe. Dann öffnen sich die künst—
lerischen Blätter des Jahresweisers, und vor dem staunenden
Auge erstehen die Großen der Töne: Beethoven, Franz Schubert,
Bach, Mendelssohn, Karl Loewe. Aus den Meistern des Wortes
ragt Wolfgang von Goethe hervor, der Genius des 11. Deut—
schen Sängerbundesfestes in Frankfurt a. M. Ihm und der
Feststadt von 1932 ist manches schöne Blatt gewidmet. Auch
denkwürdige Stätten am freien Rhein und anderer Gaue deut—
scher Kultur sind in Beziehung zum deutschen Lied gebracht. Die
»elehrenden Texte sind vollstümlich gehalten und mit gemüts—
nnigen Dichtungen, Sprüchen und allerhand Liederweisen mit
Noten durchsetzt. Kinder schlingen den Reigen, Jungscharen
ziehen aus, akademische Klänge vermählen sich mit dem Sänger—
chwur für Heimat und Vaterland. In Wort und Bild will
ieser prächtige Wochen-Abreißkalender sür ein ganzes Jahr
ang Freude und Erbauung ins deutsche Heim tragen. Möchte der
Deutsche Lied-Kalender 1932“ allen sanges- und musikfreudigen
Menschen goldenen Sonnenschein in die „grauen Stunden“ des
Alltags strahlen, so daß, sie am Jahresende — mit Franz
S„chubert empfindend — sagen können: „Du holde Kunst, ich
»anke dir!“ Der Kalender ist vom Verlag sowie durch alle
Buchhandlungen zum Preise von 2 RM. zu beziehen.
Sänger-Taschenkalender für 1932. Der von Johannes Poppe,
ßeschäftsführer des Deutschen Sängerbundes, bearbeitete „Lim—
dert Sänger-Taschenkalender für das Jahr 1932“ ist im Wilhelm—
dimpert-Verlag, Dresden-A. 1, erschienen. Als das beliebte
Taschenbuch für den deutschen Sänger kann man ihn bezeichnen.
Er hebt sich aus der großen Flut der jährlich erscheinenden
eber heraus durch seine praktische und nützliche Ein—
cilung und durch seine unbedingt zuverlässige Haltbarkeit bei
äglichem Gebrauch. Er ist Kalender, Notiz- und Nachschlage—
zuch zugleich. Im Anhang ist alles Wissenswerte zusammen—
zefaßt, was der deutsche Sänger in seinem Taschenbuch unbedingt
zraucht. Benutzt ihn als unentbehrlichen Jahresbegleiter. In
deinen gebunden Preis 50 Rpf.
Meyers Lexikon. 7. Auflage in vollständig neuer Bearbei—
ung!), Band XIII (Erster Ergänzungsband), Aabenraa —Eng—
änder. In Halbleder gebunden 30 RM. Verlag Bibliographisches
Institut AG., Leipzig. — Nachdem das Hauptwerk der großen
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gjeschlossen ist. beginnt der Verlag jetzt mit der Herausgabe
zines dreibändigen Nachtrags (Bd. XIII bis XV), der rund
10 000 Stichwörter und Artikel mit 1200 Textabbildungen und
170. Tafeln, Karten und Beilagen umfassen soll. Seitdem der
erste Band dieses Monumentalwerkes erschien, sind sieben Jahre
zerflossen, Jahre voll umwmälzender Ereignisse auf allen Ge—
zieten. Selten tritt uns die Weisheit Heraklits, daß alles
iich im stiändigen Flusse befindet, so sinnfällig vor Augen wie
heim Durchblättern dieses Bandes. Wieviel Tausende neuer
amen und Begriffe, von denen wir noch vor einem Jahrzehnt
richts ahnen konnten: von der neuesten Atom- und Elektronen,
orschung bis zum „Eingefrorenen Kredit“, von der „Auf—
vertung“ bis zum „Antennenrecht““ Da neben den neuen
Ztichwörtern, die stets durch einen * gekennzeichnet sind, auch
aille wichtigen Artikel des Hauptwerkes bis zur Gegenwart
veitergeführt werden, ist dieser Nachtrag durchaus ein selb—
tändiges, in sich geschlossenes Lexikon und als die umfassendste
egenwartskunde zu bezeichnen, die wir besitzen. In welchem
inderem Werk fände man zum Beispiel eine so geschlossene
lebersicht über die deutsche Innen- und Außenpolitik vom Amts—
intritt Hindenburgs bis zur letzten Reichstagssitzung (der Ar—
ikel ee Reich“ umfoßt allein 23 Seiten!), neben der
neuesten Blutgruppenforschung, der Gersondiät, dem Calmette—
Lerfahren, eine Zusammenfassung der modernen Literatur, neben
»em letzten Statüs der Banken, den jüngsten Ein- und Ausfuhr—
tatistiken aller Länder, die Fortschritte der Chemie, Physik und
Technik! Das brennende Problem der Abrüstung erhielt einen
rusführlichen Artikel, der die Wehrlosigkeit Deutschlands er—
chütternd vor Augen führt, die Arbeitslosigkeit der Welt wird
n Tabellen und statistischen Bildern gezeigt, neue Maschinen
der Textilindustrie (Appreturmaschinens. des Bauwesens, des
1) Meyers Lexikon, 7. Auflage, vollkommen neu bearbeitet.
2 Haupt- und 3 Ergänzungsbände. Jeder Band umfaßt durch—
chnittlich 900 Seiten Text und kostet in Halbleder 830 RM.
nur Baänd 111 33 RM.). Das ganze Werk enthält, über
200 000 Artikel und Verweisungen aus 25000 Lexikonspalten
nit über 7900 Abbildungen, Karten und Plänen im Terxt,
dazu 400 mehrseitige Textbeilagen mit rund 1600 Abbildungen,
tatistischen Uebersichten uswp.; rund 800 karbige und schwarze
Tafeln, 350 selbständige Karten und Pläne. Holzfreies Papier.
Tafeln und Karten sind in den modernsten Vervielfältigungs—
‚erfahren hergestellt. Verlag: Bibliographisches Institut AG.
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