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lebhafte Diskussion aus, aus der besonders klar wurde, „An einem Bächlein“ von Wallrend eigte daß der Chor
wie ablehnend viele Vereinsvertreter sich heute noch zur lich mit ganzer Seele in das Kunstwerk vertiefte und in
modernen Gesangsliteratur stellten. Trozdem, so betonte ynamischen Schattierungen und Tonreinheit auf der
Herr Düren und Herr Schunk, wird mit der Zeit die döohe ist. Ein selten feines Piano kam hier zum Ausdruck.
Woge guter, zeitgemäßer Chormusik den Wall der konser- das ist nur möglich, weil der Chor eine äußerst scharfe
bativen Behacrrlichkeit durchbrechen, und das dürfte den disziplin hält, so daß er auf den leisesten Wink seines
Vereinen, die heute das Gebiet noch nicht betreten wollen, Thorleiters reagiert. Unter andern haben die Zuhörer am
neue fruchtbare Nahrung bringen. Die Gautagung trug neisten gepackt: „Untreue“ von Silcher, „Schön Rohtraut“
trotz scharfer Diskussionen das erfreuliche Bild der Offen- pon Veit, „Spielmannslied“ von L. Baumann und das
heit, ohne die man ja keine gesunde Arbeit zu leisten im- don köstlichem Humor gewürzte „Rothaarig ist mein Schätze—
stande ist. n ron eenree Zur 8333 d“ Programne
M. G.B. „Lyra“ Rohrbach gab unter dem Stab seines dat der dem Verein angegliederte Frauenchor auch sein
bewährten Chörmeisters Wilker seinem 50. ——— Bestes hergegeben. Zwar noch schwach an Zahl stand doch
einen quf hohem künftlerischem Riveau ftehenden Schluß⸗ der Frauenchor gin einen Leistungen dem Männerchove
akkord durch ein gut befuchtes, mit lebhaftem Beifall auf. icht nach. Die Ausgeglichenheit und Feinheit der Stimmen
genommenes Konzert, in dem Chöre von Brahms, Lendvai, var recht erfreulich, was hauptsächlich aus dem Vortrage
Schubert, Heinemann, H. K. Schmidt, Kirchl uͤnd Heinrichs der Vollkslieder „Abschied“ und „Jägerlied“ hervorging.
in forgfälsiger Durcharbeitung zum Klingen hamen. In Diese Leistungen waren möglich durch die exakte Arbeit
August Rohr war ein Solist gewonnen, der mit seinen des Chorleiters und den hingebenden Fleiß der Sängerinnen.
Liedern zur Laute aufs köstlichste für das deutsche Volks- In das Programm fügten sich ausgezeichnet die einfachen
lied zu werben vermochte. An dem Erfolg des Konzerts Volksweisen der Sängerin zur Laute Frl. Olga Schwind.
hat auch er erheblichen Anteil. Neben den altbekannten Weisen, mit denen sfie die Zu—
M.G.B. „Josephstal“ St. Ingbert kann mit berechtigten üörer in Bann schlug, brachte sie erstmalig drei alte
Stolz auf sein Streben in künfilerischer Beziehung blicken. Lothringer Volkslieder zum Vortrag. Mit ihrer unge—
Sein Winterprogramm eröffnete der Verein mit einem Kon- ünstelten Art gewann sie die Herzen der Hörerschaft, so
zert unter Mitwirkung des auf beachtlicher Höhe stehenden daß sie ungeteilten Beifall fand und manche Beigabe
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Raufmann ILorif
Kar Pagszel·Najdlan
Baß 398
Alit
Lieder, Arien, Oratorien
Unterricht 207
Lina Vester
hoher Sopran, Lieder und Oratorien
Konzert- u. Oratoriensanger
Saarbrücken 1
Prinz⸗Friedrich⸗Karl⸗Str. 3 (Triller)
Neunkirchen-Saar
Steinwaldstraße 25
Saarbrücken 2
Breite Straße 39, Telephon Nr. 4773
Orchestervereins. Es kamen Werke neuerer und alter Kom—
ponisten zum Vortrag, so von Erwin Lendvai (der selbst
anwesend war), von Wagner, Strauß. Der Männerchor wie
der Orchesterverein gaben unter Leitung von Chormeister
Schneider ihr Bestes und verhalfen der Veranstaltung zu
einem vollen y Eine begeisterte Zuhörerschaft spen—
dete reichen Beifall
schenken mußte. Das Konzert reihte sich würdig den früheren
donzerten an und bot den zahlreichen Zuhörern einige
Stunden innerer Erbauung und wahren Kunstgenusses. R
Gau Warndt.
In Anwesenheit des Bundesvorsitzenden, Bundesschrift—
führers, Bundesgeschäftsführers und der drei beteiligten
Bauvorstände sand in der Warndtburg Großrosseln das
eꝛrste Wertungssingen des Gaues Warnudt statt. Den Wer—
ungssachverständigen Bundeschormeister Stilz und Musik—
direktor Beck stellten sfich aus den Gauen Warndt, Wad⸗
zassen und Völklingen: Kath. Kirchenchor Lauterbach unter
Bechtel, M.G.V. Frohsinn Lauterbäch unter Mees, M.G. V.
Zaargold Werbeln unter Claus, M.G.V. 1926 Ludweiler
uinter Ahlmann, M.G.V. Frohsinn Emmersweiler unter
Schmidt, M.G. V. Liedertafel Wehrden unter M. D. Brecher,
M.G.V. Euterpe Großrofsseln unter Ladwein, M.G.V.
Edelweiß Wadgassen unter Lorscheider und M.G. V. Differten
unter Rektor Groß. In reichem Wechsel erklang geistliches
und weltliches Lied, Männerchor und gemischter Chor,
Kunstchor und Volkslied, klassische Musik und zeitgenössische
domposition. Es wurde im ganzen recht gut gesungen.
Musikdirektor Beck erörterte in knappen Ausführungen
Thorwahl, Vortrag, Tonbildung und Klangbild. Alsdann
vurde mit den Chormeistern in die Besprechung der Einzel—
jeiten eingetreten.
Die Einnahmen des diesjährigen Winterkonzerts des
M.G. BV. 1926 Ludweiler waren zum großen Teil für die
Winternothilfe der Gemeinde Ludweiler bestimmt. Eine
erfreuliche Tat, die durch ein vollbesetztes Haus belohnt
vurde. Den Auftakt bildete das Weihelied von Striegler.
der erste Teil brachte Vespergesang und Hymne an die
Nacht von Beethoven, Vespergesang von Kämpf und
ꝛAiebesklage von Neumann. Im zweiten Teil sang der
Lerein Lieder heiteren Inhalts; darunter gefielen ganz
zesonders „Meister und Gesell“ und „Rußmännchen“. Der
Lerein hat durch größere Ausgeglichenheit der Stimmen
vesentlich gewonnen. Chormeister Ahlemann hat gute Er—
ieherarbeit geleistet, so daß der laute Beifall voll be—
zechtigt war. Das Orchester gab in seinen Musikvorträgen
»em Programm eine würdige Umrahmung. J—
Gan vVBolklingen.
M.G. V. „Saargold“ Geislautern konzertierte mit seinem
gemischten Chor und der ebenfalls unter dem Stabe von
Kapellmeister Thürnagel stehenden Bergkapelle Velsen mit
erlesenenm Programm vor vollbesetztem, beifallsfrohem
Hause. Beethovens Lenorenouvertüre gab den Auftakt.
Es folgten Lendvais Gebet, Volksliedsätze mit Waldhorn
von Heinrichs, Podbertys „Eines frummen Landknechts
Lieder“, orchesterbegleitete Wagnerchöre und Strauß „Wiener
Blut“. Der wohlverlaufene Konzertabend war dazu an—
getan, dem Verein neue Freunde zu werben!
M. G. V. „Augusta⸗SEangeslust“ Fürstenhausen veranstaltete
ein volkstümliches Konzert mit dem Motto: „Ob Liebe
Freud' bringt, Leid und Sorgen im deutschen Volkslied
liegt's verbörgen.“ Köstliche Perlen deutschen Liedgutes
kamen in dem Konzert zu Gehör. Stoff zu den Volks- und
volkstümlichen Liedern bieten die Schönheiten der Natur,
Freud und Leid im der Liebe, frisch-fröhliches Wandern,
kurz, alles, was das Volk, die Volksseele erfüllt und be—
wegt. Vertont sind die Volkslieder entweder durch das
Volk selbst oder durch einen Komponisten, der das Er—
leben, aus dem das Lied geflossen ist, zu seinem eigenen
machte, und diesem starken, inneren Erlebnis in Tönen
Ausdruck verlieh. Aufgabe eines Chores ist es, sich in das
Kunstwerk zu vertiefen und dann das Lied so zum Vortrage
zu bringen, daß die Zuhörer, wie mit eisernen Klammern
gepackt, das nacherleben, was Dichter und Komponist emp—
funden haben, als sie ihr Kunstwerk schufen. Diese Auf—
gabe hat der M.G. V. „Augusta-Sangeslust“ unter seinem
bewährten Chorleiter Edinger bestens gelöst. Schon Auf—
bau und Inhalt des Programms zeugten von Kunst- und
Sachverständnis. Den Auftakt gzab „Das deutsche Lied“
non Kalliwoda. Der Vortrag des englischen Madriadals