Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 1 IIin

uzg,un phhhh Saar⸗Sänger-Bund IIIle Iue Seite 15
Baritonsolo und Orchester aufgeführt, die der Stadt Essen
gewidmet ist.

sition bedeutend an Einfluß gewinnt. Eine große Anzahl
Werke begnügt sich mit drei Stimmen. Einzelheiten über
die vielversprechende Auswahl der Chöre werden dem—
nächst bekanntgegeben

Für das „Stille-Nacht“⸗-Denkmal. Die Gedächtniskapelle
für den Dichter und den Komponisten von „Stille Nacht,
heilige Nacht“, den Pfarrer Mohr und den Lehrer Gruber,
ür die am Ort der Entstehung und der ersten Aufführung
des beliebtesten deutschen Weihnachtsliedes in der Gemeinde
Oberndorf bei Salzburg zur Jahrhundertfeier 1924 der
Brundstein gelegt worden ist, hat inzwischen im Rohbau
veiter gefördert, aber aus Mangel an Mitteln noch nicht
unter Dach gebracht werden können. Die Gemeinde Obern—
dorf bittet daher um Spenden, damit das Werk vollendet
verden kann.
Wie uns der Verlag Adolf Fürstner, Berlin, mitteilt,
zat Haus Pfitzner am 7. Januar seine Oper „Das Herz“
in der Komposition beendigt. Die Handlung stammt, von
dans Mahner-Mons und ist von diesem in Gemeinschaft
nit Hans Pfitzner zum Tertbuch gestaltet worden. Die
dandlung ist eütgegen manchen anders lautenden Nachrich—
en nicht eine romantische, sondern spielt in der Barockzeit
und ist realistisch gestaltet mit einem Ausflug ins Phan—
tastische.
Das grundlegende Geschichtswerk über den deutschen Mäu⸗
nergesang, „Koötzschke, Geschichte des deutschen Männerge—
sangs“, ist leider noch immer den meisten Vereinen unde—
kannt. Wir verweisen erneut empfehlend auf dieses Werk
hin und machen darauf aufmerksam, daß es zum Vorzugs—
breis von 5 Mk. (Ladenpreis ist 7. 50 Mk.) zuzüglich Porto—
kosten von der Geschäftsstelle des D.D.B., Berlin W. 35,
Kotsdamerstrake 123, bezogen werden kann.

Kleine Mitteilungen.

Anläßlich seines 50. Stiftungsfestes überschaute der künst—
lerisch außerordentlich bedeutsame Gesangverein öster⸗
reichischer Eisenbahnbeamten seine ruhmvolle Geschichte in
einer gediegen redigierten und prachtvoll ausgestatteten,
bildgeschmückten Festschrift. Der Saar-Sänger-Bund nimmt
an dem Jubelsest herzlichsten Anteil und entbietet den
Sangesbrüdern auch auf diesem Wege zu fernerem Auf—
stieg, ein herzliches „Glückauf!“ Der Verein plant eben
eine Sängerreise über Triest, Brindisi, Cypern, nach Jaffa,
Jerusalem und Kairo, auf dem Rückweg zu Lande über
Alexandrien nach Haifa, sodann durch die Straße von
Korinth über Brindisi nach Venedig. Die Reise soll am
3. März angetreten werden und würde 22 Tage in Anspruch
nehmen.

Ein Staatspreis für Komponisten. Der Reichsminister des
Inneren hat im Einvernehmen mit dem preußischen Minister
Aür Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für das im Juli
1932 in Frankfurt am Main stattfindende XI. Deutsche
Sängerbundesfest einen Staatspreis in Höhe von 10 000
Mark für deutsche Tonsetzer zur Gewinnung neuer wert—
boller Chorwerke für Männer- bzw. gemischten Chor ge—
stistet. Diese Summe ist zur Hälfte, für Werke mit Orchester
und zur Hälfte für Accappella-Chöre bestimmt. Unter
letzleren sind Chöre leichterer Ausführbarkeit, doch wert⸗
vollen musikalifchen Inhalts erwünscht. Die Verteilung der
Preise geschieht durch ein vom Minister in Verbindung mit
dem Senat der Preußischen Akademie der, Kunst, Sektion
für Musik, zu bestimmendes Preisrichterkollegium. Die
preisgekrönten Chorwerke sollen nach Möglichkeit beim
X. Seutschen Säͤngerbundesfest uraufgeführt werden. Die
Einsendung der Kompositionen hat in doppelter Ausfer⸗
tigung unter einem Kennwort bis zum 1. Juli d. J. bei
der Geschäftsstelle des Deutschen Sängerbundes, Berlin W 35,
Potsdamerstraße 128, zu erfolgen, von wo aus auch die
näheren Richtlinien zu beziehen sind.
Der Deutsche Musiker-Verband hat in einer Ein—
gabe an den zZuständigen Reichsminister auf, die
Gefahren hingewiesen, die der ZTon filnn sowohl für
den Musikerberuf wie für die Musikkultur mit sich
bringt, und Maßregeln gegen die wachsende Arbeits⸗
losigkeit im Vue een gefordert. In der Tat sind
pon' etwa 12 090 Musikern, die früher beim stummen Film
befschäftigt waren, bisher 60009 arbeitslos geworden, in
Berlin snd beim Arbeitsamt allein über 2300 erwerbslose
Musiker gemeldet, in Hamburg sind es 1500, in Köln 500
ufwe Der Staat wird den Forderungen des Verbandes bal⸗
dige Beachtung schenken müssen.
Der Musikpreis der Stadt München 4930, der wie der
Dichterpreis 3000 Mark beträgt, ist auf einstimmigen Be⸗
schluß des städtischen Musikbeirats dem Professor an der
Neademie der Tonkunft Guftav Geierhaas verliehen
Mmorden

Deutsche Musik im Auslaud. Wir entnehmen den Mün—
hener Neuesten Nachrichten: Kürzlich gelangte am tschechi—
schen Nationaltheater in Prag als erste angee der Saison
die deutsche Oper „Maschinist Hopkins“ von Max Brand
zur Aufführung. Die Direktion des Nationaltheaters hatte
lich trotz der deutschfeindlichen Ausschreitungen in Prag
enischlossen, den Aufführungstermin einzuhalten. Sowohl
im Zuschauerraum als auch im Vestibül des Thegters waren
mit Rücksicht auf Angriffe der tschechischen Rechtspresse
farke Polizeiabteilungen postiert worden, doch verlief die
Aufführung in vollkommener Ruhe. Das tschechische Publi—
um bereitete der sauber inszenierten Aufführung einen
garoken Erfolg.
Der italienische Komponist Andrea Feretto hat eine
Schreibmaschine erfunden, mit der jede Notenpartitur ge—
rieben werden kann. Die Maschine, die mit doppelter
Umschaltung arbeitet, versfügt über sämtliche musikalische
Zeichen. Modell und Patent der neuen Erfindung sind
zereits von einer amerikanischen Schreibmaschinen-Gesell—
schaft gekauft worden.
Anläßlich einer Sängerfahrt des Wiener MeG.V. „Treue
Wacht“ in das österreichische Thayastädtchen wurde zu Ehren
des greisen Komponisten Adolf Kircht eine mächtige Eiche
As Adolf-Kirchl-Eiche“ geweiht und ein Steinblock mit
kennzeichnender Marmortafel enthüllt. Die schöne Ehrung
ist ein Werk der Stadtgemeinde Hardegg, sekundiert durch
die Männergefangvereine Hardegg und Treue Wacht“

Das vierte rheinische Musikfest des Verbandes der Ton—
künfiler und Musiklehrer wird vom 10. bis 12. April in
Essen abgehalten. Unter anderem wird die „Messe des
Maschinenmenschen“ von Bruno Stürmer für Männerchor,

Das 2. Sudetendentsche Sängersest. Die sudetendeutsche
Sängerschaft rüstet eifrig zu ihrem 2. Sängerbundesfeste,
welches in der Zeit vom4. bis 6. Juli d. J. in der alten
Stauüfenstadt Eger abgehalten wird.

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Kunstpräge-Anstalt
Pforaheim, Lindenstraße 50
            
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