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UI Saar⸗Sänger⸗-Bund —
run Nr. 10
Hau Merzig: Vertreten „Frohsinn“ Rech, un vertreten 16
Vereine.
Hau Neunkirchen: Vertreten M.G.V. Heiligenwald, Männerchor
Neunkirchen, M.G.V. Neunkirchen, „Saͤngerkranz“ Wiebels—
kirchen, „Liederkranz“ Wellesweiler, „Eintracht“ Wiebels—
kirchen, Un vertreten 16 Vereine.
Hau Primstal: Vertreten „Liederkranz“ Buprich, „Edelweiß
Hüttersdorf, Quartett-Verein Bettingen, „Eintracht“ Außen,
unvertreten 3 Vereine.
Hau Saarbrücken: Vertreten „Teutonia 64“, Postgesangverein,
„Frohsinn“ Saarbrücken 1, „Liederkranz“ Saarbrücken 2,
„Sangeslust“ Saarbrücken 3, Eisenbahn--Sängerchor Saar—
brücken, „Liedertafel“ Saarbrücken 3 unvertreten 17
Vereine.
vau Saarbrücken-Burbach: Vertreten „Constantia“ Saarbr. 5H,
„Loreley Viktoria“ Saarbr. 5, „Rheingold“ Saarbr. 5,
„Sangesfreunde“ Altenkessel, „Concordia“ Saarbr. 5, „Ein—
tracht“ Luisenthal, un vertreten 8 Vereine.
Hau Saarlouis: Vertreten Sängerbund Fraulautern, Sänger—
bund Saarlouis 2, „Liederkranz“ Saarwellingen, un ver
treten 9 Vereine.
Hau Sulzbachtal: Vertreten Doppelquartett „Arion“ Herrensohr,
M.GWV. 77 Hühnerfeld, Sängervereinigung Jägersfreude,
Gem. Chor Jägersfreude, „Frohsinn 07“ Dudweiler, un
vertreten 8Vereine.
PPau St. Ingbert: Vertreten „Liedertafel“ Rentrisch, M.G. V.
Josefsthal St. Ingbert, „Liederkranz“ Niederwürzbach, „Ger—
mania“ St. Ingbert, Un vertreten 18 Vereine.
Gau St. Wendel: Vertreten M.G.V. Niederlinxweiler, Un ver
treten 12 Vereine.
Gau Schwalbach: Vertreten „Fidelio“ Griesborn, unvertre—
ten 2 Vereine.
Gau Tholey: Vertreten „Cäcilia“ Guidesweiler, Uun vertre—
ten 5 Vereine.
Hau Völklingen: Vertreten „Liederkranz-Eintracht“ Völklingen,
Sängervereinigung „Cäcilia-Eintracht“ Geislautern, „Saar—
gold“ Geislautern, „Fidelio“ Püttlingen, unvertreten
6 Vereine.
vau Wadgassen: Vertreten „Pflege des deutschen Volksliedes“
hostenbach, M.G.V. Wadgassen, M.G.V. Differten, un—
vertreften 5 Vereine.
reproduttive Arbeit des Dirigenten am Chor
we'rk“ werden wir in einer der nächsten Nummern unserer
Bundeszeitschrift veröffentlichen. Den zweiten Vortrag über
„die Kulturaufgabedes Dirigenten“ hielt Bundes
vorsitzender Dre Bongard. Er führte, aus: Wir sind musi—
kalisch nicht so fortgeschritten, wie wir organisatorisch stehen,
und laufen Gefahr, eine glänzende Organisation zum Leerlauf
zu bringen. Die Chormeister sind berufen, die verantwortungs
volle Aufgabe in die Tat ümzusetzen, mitzuarbeiten und zu helfen
am weiteren musikalischen Aufstieg. Ehrfurcht, Gewissenhaftigkeit
und Treue am Chorwerk sind unerläßlich für den Chorleiter
Drei Komponenten kennzeichnen seine Arbeit: Sänger, Chor—
leiter, Kulturgut. Die persönliche Einstellung des Sängers zur
Musik, seine innere Bereitwilligkeit, seine freiwillige Hingabe
sind ihm große Stütze. Veranfwortungsbewußt begegnet der
Dirigent diesem natürlichen musikalischen Bildungsbedürfnis
des Sängers, um sich als Enderfolg seiner Arbeit gleichsan
überflüssig zu machen. Seine Arbeit ist mehr pädagogischer Art
der Sänger ist ihm nicht Objekt, sondern Subjekt, suchender
Mensch. Er steht nicht unter, sondern neben dem Chorleiter
Seine Kulturaufgabe muß von echtem Gemeinschaftsgeist ge
tragen sein. Bestimmend ist das persönliche Verhältnis des
Chorleiters zum Sänger als zu einem wertvollen Milmenschen
verantwortungsvolle Arbeit am Sangesbruder — leine Fürsorge
arbeit! Unsere Erwerbslosen, denen die wirtschaftliche Grund
lage ihres Lebens entzogen ist, sollen mit allen Mitteln gestützt
verden, damit sie nicht auch den geistigen Boden unter den
Füßen verlieren. Der Dirigent hat für seine Erziehungsarbeit
das wertvollste und beste Kulturgut zu wählen, Chöre von
wirklichem Bildungsgehalt. Die Aussprache der Dirigenten mit
den beiden Referenten war äußerst rege. Auswahl der Chöre,
Fähigkeit, wertvolle Chöre zu erkennen, Idee der Komposition
und ihre Gestaltung, Wesen und Wirkung der Homophonie und
Polyphonie, Verhältnis von Wort und Ton, das waren die
hauptgesichtspunkte eifriger Diskussion. Als praktische Folge—
rungen gibt der Bundeschormeister folgende Anregungen: Um
die musikalischen Leistungen zu heben, sollen die Vereine regen
Gebrauch von dem Besuch musikalischer Fachberater machen. Die
Bundesbücherei gibt Aufschluß über wertvolle, nach Sachgebieten
geordnete Chöre Ein kleiner Männerchor von zirka 16 Sängern
— möglichst Dirigenten — soll die Klanawirkung des Chor
werkes zeigen.
Die nachfolgende Statistik über den Besuch dieses Dirigenten—
tages fordert die sorgfältigste Prüfung seitens der Vereins—
und Gauvorstände und natürlich in erster Linie seitens der
Chormeister selbst. Der ungeheure Aufwand an Zeit, Arbeit
und Kosten solcher Dirigententage bleibt vergeblich, wenn die
Chormeister nicht verantwortungsbewußt die Bildungs— und
Aussprachegelegenheit ihrer eigenen Organisation benutzen. Da
gilt keine Entschuldigung. Man vergleiche dazu übrigens auch
den nachfolgenden Bericht der „Saarbrücker Zeituna“ Die
Statistik ergibt:
1. Die Gaue Beckingen, Bisttal, Dillingen, Eppelborn, Illingen,
Köllertal, Merzig, Neunkirchen, Niedtal, Sulzbachtal, St. Wendel,
Inpohach und Warndt hatten ihre Gauchormeister nicht
entsandt.
2. Die Vereine der Gaue Beckingen, Bisttal, Niedtal und
Warndt waren restlos unvertreten.
3. Gau Brebach: Vertreten Sängerchor Bischmisheim, un—
vertreten 8 Vereine.
Hau Dillingen: Vertreten Sängerbund Dillingen, „Liederkranz“
Nalbach, MännerQOuartett Piesbach, Sgv. „Concordia“
Pachten, un vertreten 4Vereine.
Hau Eppelborn: Vertreten M.G.V. Eppelborn, Uun vertreten
4 Vererne.
vau Fischbachthal: Vertreten „Concordia“ Merchweiler, „Flora“
Heiligenwald und Sängerbund Quierschied, Un vertreten
Verein.
ßau Homburg: Vertreten Sängervereinigung Homburg, „Lieder—
kranz“ Frankenholz, „Liedertafel“ Niederbexbach, „Harmonie“
mn ueb. „Eintracht“ Kleinottweiler, Un vertreten 18
Vereine.
Gau Illingen: Vertreten Männer-Quartett Uchtelfangen, M.G.V
Wemmetsweiler, Quartett „Harmonie“ Wemmetsweiler, un
vertreten 11 Vereine.
Hau Köllertal: Vertreten „Eintracht“ Kölln, „Eintracht“ Lebach
unvertreten 7 Bereine.
Hau Mettlach: Vertreten „Liedertafel“ und „Eintracht“ Mettlach,
„Frohsinn“ Dreisbach, „Liederkranz“ Saarhölzbach, „Ger—
mania“ Besseringen, Uun vertreten 2 Vereine, davon
Concordio“ Orscholz entschuldiat.
Wir fügen zum Schluß den Bericht der „Saarbrücker Zeitung“
iber den Dirigententag an: „Man muß es dem SaarSänger—
zund bestätigen: an Aktivität des internen Lebens läßt er es
nicht fehlen. Die letzte Dirigententagung zeigte es wieder. Sie
and am letzten Samstag unter Vorsitz des Bundeschormeisters
3tilz statt. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Musik—
»irektor Beck über „Die reproduktive Arbeit des Dirigenten am
Lhorwerk“. Das ist ein weites, noch längst nicht mit wünschens—
verter Energie kultiviertes Gebiet. Um so verdienstlicher war
s, daß Beck es in großer Linie wenigstens deutlich umgrenzte
und das hervorhob, was für die unmittelbar praktische Arbeit
des Chordirigenten notwendig ist, die Ehrfurcht vor dem Werk
uind den ehrlichen Willen, den Absichten des Komponisten so
veit als möglich nahezukommen, sachliche Probenarbeit, vom
Temperament beschwingtes Dirigieren unter Verzicht auf jede
Pose und äußerlich genialisch sich gebärdendes Tun. Es waren
Katschläge aus der Praxis für sie. Und wer sich so manches,
vas heute noch liebe Gewohnheit, vergegenwärtigt, der weiß,
daß der Vortrag auf guten Beobachtungen basierte und not—
vendig war. Als eine wertvolle Ergänzung dazu sind die Aus—
ührungen des Bundesvorsitzenden Dr. Bongard zu betrachten.
Unter dem Stichwort „Die Kulturaufgabe des Chormeisters“
legte er die volksbildnerischen Grundlagen und Gesichtspunkte
dar, unter denen die Pflege des deutschen Chores zu geschehen
jat. Es kommt wie überall, so auch in der Arbeit des Dirigenten,
darauf an, den Zugang zum Menschen zu finden und Bildungs—
arbeit als eine Aufgabe zu begreifen, die vom anderen her
gestellt ist. Konsequent durchgeführt müßte diese Auffassung dem
dixrigenten es ermöglichen. vor allem den Motiven nachzu—
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Ehr. Kautz Nachf. 6.m.h. H.
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