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Durcharbeitung erkennen. Mit diesem Herbstkonzert beging der
Verein in würdiger Weise sein 34. Stiftungsfest.
Wir hätten dem rührigen und offensichtlich aufstrebenden
St. Johanner Sängerbund für seinen trefflichen Volksliederabend
im Saalbau ein bis auf den letzten Platz gefülltes Haus ge—
wünscht. Mit Frau Carmen Vidor (Mezzosopran) und Emerich
Vidor am Flügel als Solisten, die durch ihre feinen, reifen
Gaben den Konzertabend aufs köstlichste bereicherten, bestritt
der Männerchor unter dem Stabe von Meister Erwin Lendvai
einen Volksliederabend, der sich schon in seiner Programm—
gestaltung an das Wertvollste hielt. Wir veröffentlichen hier
aus Gründen des Vorbildes diese Vortragsfolge:
l. Mannerchor: Aus dem 30jahrigen Krieg. Nach ei
a) Wach auf, du Teutsches Reich satz fur — 3 eae
b) Von den zwei Hasen bearbeitet von A. von Othegraven
2. „Andante“ a. d. Sonate f⸗moll, Op. 5 (Klavier) Joh. Brahms
„Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint,
da sind zwei Herzen in Liebe vereint
und halten sich seelig umfangen“ — Sternau
3. a) All' mein' Gedanken
b) Da unten im Tale
c) Och Moder ich well en Ding han
Männerchor:
a) Mein Madel hat einen Rosenmund bearbeitet von Fritz Neuert
b) Der Jaäger aus Kurpfalz Golksl. d. 18. Jahrhunderts) bearb. v. A. v. Othegraven
Pause
5. Männerchor:
a) Vespergesang, Russisches Volkslied bearbeitet von Karl Kampf
b) Banges Lied/ Slowatisches Voltslied, aus Weltgesang Nr. 832 v. E. Lendvai
c) Der Gefoppte, Altfranzosisch. Vollksliede, Nr. 80 v. E. Lendvai
a) Wie ist die Moldau tief, Böhmisches Volkslied V. Stepan
b) Altes Wiegenlied, Irisches Volkslied E. v. Stockhausen
c) Erwartung, Ungarisches Volkslied H. Reimann
Ungarische Rhapsodie, Rakoͤczy⸗Marsch Fr. Lisazt
Männerchor:
a) Dafinka, Bulgarisches Volkslied aus Weltgesang Nr. 20 v. E. Lendvai
b) Vor ihrem Fenster, Neapolitan. Serenade, Nr. 34 v. E. Lendvai
c) Kirchweih, Böhmische Tanzweisen, Nr. 24 v. E. Lendvai
lupltersst Saare⸗eSänger-Bund IIIIIPpusussisisilten.
vuuflthhhhh Seite 201
Dr. Stieglitz hatte folgenden Wortlaut: „Dem M.G.V. „Lieder—
tafel-Harmonie“ Saarbrücken-Burbach entbiete ich anläßlich seines
Besuches in Bingen den herzlichen Gruß der Stadtverwaltung
und der Bevölkerung. Wir alle freuen uns sehr über die
Anwesenheit unserer deutschen Landsleute aus dem Saargebiet,
vünschen ihnen frohe Stunden in unserer alten Rhein? und
Veinstadt Bingen und danken ihnen für den Sängergruß, den
ie uns heute darbrachten. Für den Fall, daß es mir heute
ibend noch möglich sein wird, werde ich noch nachträglich zu
der Familienfeier im „Pariser Hof“ erscheinen. Ich wünsche
rohen Verlauf!“ Herrliche Stunden waren uns auf dem Fest—
ibend beschieden. M. G.V. „Sängerbund-Liederfreunde“ ernannte
insern Verein zu seinem Ehrenmitglied und überreichte ein
»rachtvolles Ehrendiplom. Als Gegenchrung wurde dem M.G. V.
„Sängerbund-Liederfreunde“ eine herrliche Tischstandarte, welche
yvon der Fahnenfabrik angefertigt war, überreicht. Die Freude
var groß, und unter Liedervorträgen, humoristischen Einlagen
der Sangesbrüder Lehberger und Preis und einem flotten Tänz
verlief der Abend in herzerhebender Weise. Aus Anlaß unseres
Besuches hatte die Stadtverwaltung an beiden Tagen bei
kintritt der Dunkelheit die Burg Klopp bestrahlen lassen und
im Sonntagnachmittag eine Weinlese in den Weinbergen der
Burg Klopp angesetzt, um den Saarsängern den Vorgang zu
zeigen. Sonntag früh fand ein Frühschoppenkonzert auf der
Burg statt. Bei “herrlichem Wetter wurde anschließend ein
Ausflug nach Rüdesheim, zum Nationaldenkmal, nach Aßmanns—
hausen und zurück nach Bingen unternommen. Abends fand
vieder ein gemütliches Beisammensein statt. Am Montagfrüh
vurde die Heimreise angetreten. Mit voller Befriedigung nahmen
die Sänger Abschied in der Hoffnung und dem Wunsche auf ein
rohes Wiedersehn im Jahre 1932 in Saarbrücken! F. R.
Gau St. Insgberi.
Der Gan St. Ingbert stellt der Schriftleitung soeben zwei
vohlgelungene Aufnahmen vom Empfang des Wiener Lehrer—
MA-cappella-Chores in St. Ingbert zur Verfügung. Das erste
Und dem Verein soll gern bescheinigt werden, daß er erfolgreich
seine ganze Liebe an die Bewältigung dieser prachtvollen,
aber auch schwierigen Aufgabe gesetzt hat. Seit vielen Jahren
um das Beste bemüht, steht ihm, wenn er wacker durchhält,
bestimmt ein weiterer künstlerischer Aufstiea bevor! St.
Gau Sagaurbrücken-Burbach.
An einem sonnigen Oktobertaß führte den M.G.V. „Lieder—
tafel-Harmonie“ Saarbrücken 5 seine zweite Sängerfahrt nach
Bingen zum Besuch des M.G.V. „Sängerbund-Liederfreunde“
Am Bahnhof hatte sich der M.G.V. „Sängerbund-Liederfreunde“
mit einer Musikkapelle zur Begrüßung eingefunden, und uun
gings mit klingendem Spiel zum Marktplatz in Bingen. Dieser
war von der Stadtverwaltung aus Anlaß des Besuches mit
Fahnen geschmückt, und ein zahlreiches Publikum hatte sich ein—
gefunden, Beiderseits fand die Begrüßung unter Vortrag des
„SaarSängerspruchs“ und dem Chor „Deutscher Glaube“ von
Franziskus Nagler unter großem Beifall statt. Die Vereine
marschierten nun zum Vereinslokal „Pariser Hof“, wo unseren
Sängern zum größten Teile Freiquartiere mit Verpflegung an—
gewiesen wurden. Ein Begrüßungsschreiben des Bürgermeisters
eigt von rechts nach links den Vorsitzeuden des Wiener Vereins
Theo Schönbauer, den Dirigenten Professor Wagner-Schönkirch,
den Chor selbst, Bundesvorsitzenden Dr. Bongard, Bundesschrift—
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