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anerkannt werden: durch die weihevolle Durchführung, die
den lauschenden Zuhörern eine Stunde der Andacht bereitete,
wurde das Versprechen restlos eingelöst. St
ꝛinigen Liedern noch mehr auf Feinheit der Klangformung ge—
ichtet werden. Bei „Ueber den Feldweg“ von Forster bot das
Tlangbild des Wiener Lehrer-A-cappella-Chores wertvolle Ver—
Jleichsmöglichkeiten. Der Chor „Gebet“ von Lendvai dürfte
ine schärfere Atzentuierung und größere Tonfülle der Tenöre
erfordern. Auch eine tonliche Entgleisung bei Kauns „Lebens—
ied“ mahnte zur Vorsicht. Trotzdem darf der Chor mit seinem
khorleiter stolz sein auf die geleistete Arbeit, die er mutig
ind erfolgreich fortsetzen möge. Als Solistin wirkte mit Frl.
zertel Eicheberger vom Stadttheater Saarbrücken. Ihr Be—
zleiter war Organist Fritz Lösch. Beide erfreuten durch den
ßortrag von „Nacht“ und „Morgen“ von Strauß, „Zur Ruh“
ind „Ueber Nacht“ von Wolf und „Bald gras ich am Neckar“
»on Mahler. Es ist immer eine Freude und ein Genuß, Fri.
Bertel Eicheberger mit ihrer warmen, vollen Altstimme zu
zören. Leider entsprach das dem Begleiter zur Verfügung
tehende Instrument nicht den künstlerischen Anforderungen, so
»aß auf die Wiedergabe des Liedes „Nach Hause“ von Erwin
dendvai verzichtet werden mußte. An das Konzert schloß sich
noch ein angeregtes geselliges Beisammensein. Fr. Gr.
Eine freudige Ueberraschung bereitete M.G.V. „Liedertafel“
Saarbrücken 3 den Insassen der Heilstätte Sonneuberg durch
den Vortrag mehrerer Chöre unter Leitung des Chormeisters
Wilhelm Schäfer. Der Besuch galt besonders dem erkrankten
Mitgliede Gustav Zopf. Die vorgetragenen Chöre fanden dank
aren Beifall.
Besondere Anerkennung verdient die Ausgestaltung des Pro—
gramms zur 9. Gründungsfeier des Kath. M.G. V. Saarbrüden 1.
Es bot beachtliche Instrumentalmusik durch das durchaus ernst—
zunehmende Künstlerquartett Haus Lansch. Das zahlreiche Publi—
kum lauschte den kammermusikalischen Darbietungen atemlos.
Ein Beethoven-Trio im Rahmen eines Stiftungsfestes wäre
vor einem Jahrzehnt wohl noch undenkbar gewesen! Gerade
hier mußte der 3. Satz als Zugabe gegeben werden. Bickelmann
Klavier), Lansch GVGioline) und Kaleve (Cello) boten Vorzüg—
liches. Interessant war auch ein Saxophonsolo von Hornberg.
Männerchor und gemischter Chor boten unter der guten Stab—
führung von Chormeister Nik. Rodermann schöne Leistungen.
Leider sind die Bühnenverhältnisse für einen größeren Chor
ungeeignet. Die fleißige musikalische Erziehungsarbeit verdient
Hervorhebung. In warmen Worten überbrachte Gauvorsitzender
Oberredierungsrat Jaeckel die Glückwünsche von Gau und Bund.
Es ist erfreulich, daß Gau- und Bundesvorstandsmitglieder
wesentliche Veranstaltungen von Bundesvereinen besuchen und
draußen sehen und hören, was ihre Vereine auch in dieser
schweren Zeit der Wirtschaftskrise in Gau und Bund leisten.
Für die anerkennenden Worte des Gauvorsitzenden Oberregie—
rungsrat Jaeckel, die er gelegentlich der auch von Brudervereinen
besuchten 38. Gründungsfeier des M.G.V. „Frohsinn“ Sgar—⸗
brücken 1 sprach, unseren sangesbrüderlichen Dank. Die Dar
bietungen des Orchesters waren zufriedenstellend. Ein Fest—
spruch wurde von der Tochter des Vorsitzenden K. Ernst gut
vorgetragen. Der Männerchor des Vereins unter Leitung seines
geschätzten Chorleiters Oberlehrer P. Barth gab dem Feste
die künstlerische Note mit beifallsfroh aufgenommenen erlesenen
Chören: H. Heinrichs „Vaterland“ und „Deutschland, Dir, mein
Vaterland'', K. Kämpf „Vespergesang“, H. Kaun „Liebeslied“,
O. Schrimpf „Ich hört' ein Sichlein rauschen“, W. Heinemann
„Auf dem Meere“, W. Nagel „Das Ringlein“ und R. Trunk
Schwefelhölzle“. Den zweiten Teil des Programms füllten
die Sänger Wagner, Zista, Bentz und Klein mit einem „Humo—
ristischen Gesamtspiel“ aus. Nicht unerwähnt soll der „Humo—
ristische Vortrag“ von Frl. M. Greif bleiben. So verlici
das Fest in schönster Weise. . J
M.G. V. „Liedertafel““ Saarbrücken 3 feierte sein 62. Stiftungsfest.
Der Chor hat bereits seit mehreren Jahren mit der
herkömmlichen Art des Feierns solcher Feste gebrochen und
gab auch diesmal dem ersten Teile der Veranstaltung einen
konzertmäßigen Anstrich. Chöre und Solovorträge wechselten
in bunter Folge. Als Eingangslied bot der Chor „Du deutsches
Lied“ von Wiedemann. Sodann folgten „Festgeläut“ von Bloch
und „Hymne an das Feuer“ von Zenger. Weiter trug der Chor
vor: „Feldweg“ von Forster, „Gebet“ von Lendvai, „Jaddlied“
von Thuille, „Lebenslied“ von Kaun, „Schönste Rose Marie“
von Winkelmann, „Liebesgedanken“ von Trunk, „Nachtwandler“
von Rinkens. Als Zugabe bot der Chor „Schäfer putzt sich zum
Tanz“ von Sander. Chorleiter Willi Schäfer, der nun schon
eine Reihe von Jahren den Chor musikalisch führt, besitzt
in demselben ein lenksames, leistungsfähiges Instrument. Wenn
auch der Liedvortrag im ganzen gefallen hat, so dürfte bei
M.G. V. „Sängerkreis-Eintracht“ Saarbrücken gab im Bur—
»acher Volkshaus vor stark besetztem Hause erneut Beweis seiner
zesanglichen Leistungen. Imponierend und eindrucksvoll war das
Auftreten des 128 Mann starken Chores, der unter Leitung
eines Chormeisters Robert Carl acht Lieder zu Gehör brachte.
Angefangen von dem Chor „Jagdlied“ von Thnille bis zu
„Der Schiffer auf dem Rhein“ von Milarch legten sie Zeugnis
ib von dem hohen Streben von Sängern und Chormeistern. Die
rei Tenorsoli von Emil Hügel sollen ebenfalls lobende An—
e»rkennung finden. In seiner Ansprache hielt der 1. Vorsitzende,
Architekt Maurer, eine Rückschau auf die 46 Jahre des Be—
tehens des Vereins und konnte dabei eine Anzahl Jubilare
»eglückwünschen, die 25 Jähre dem Verein angehören. Ein
Lertreter des Saar-Sänger-Bundes überreichte ihnen die Ehren
radel des Bundes
Musikverein „Harmonie“ ec. V. Saarbrücken bot einem gut
esuchten Hause ein wertvolles Kammermusik-Konzert. Es
rachte eine erlesene Vortragsfolge mit Smetanas Streichquartett
2Moll, Respighis „Quartetto dorico“ und Mozarts Quintett
I⸗Dur. Die Ausführenden Professor Hans Skohoutil GVioline),
Walter Michels (Violine), Günther Lemmen Wiola), Mischa
stakier (Violoncello) und Wilhelm Niemeyer EGElagrinette) sind
refflich aufeinander eingespielt und sicherten den sorgfältig und
erständnisvoll interpretierten Werken einen starken Erfolg und
dankhbaren, lebhaften Beifall.
Reichen Besuches erfreute sich das Herbstkonzert des M.G. V.
„Konstantia““ Saarbrücken, das er unter Mitwirkung des ge—
nischten Chores unter der zielbewußten Leitung von Chormeister
Th. Behr mit erlesenen Chören bestritt. Mozarts „Weihe des
Fesanges“. Wolfrums „Die Bettelleute“ u. a. ließen sorafältige
Nachruf.
Am 3. Oktober 1931 starb nach längerer Krank⸗
heit unser
Ehrenvorsitzen der
im Alter von 57 Jahren. Er war ein eifriger
Förderer des Vereins seit 1909. aos
In unseren Reihen wird er unvergessen bleiben.
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