Full text : 9.1931-1932 (0009)

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2 Uu pucdupllbunn

vnlittaunethhhhj Saar⸗Sänger⸗Vund IIIPuten

„Germania“ Neunkirchen, Pens.Gesangverein Wiebelskirchen und
Saarquartett 1931 Neunkirchen. So erhielt die Jubelfeier eine
ichöne musikalische Note.

Lendvais Stabführung festlich umrahmt: Othegravens „Zwei
dasen“ und „Der Jäger aus Kurpfalz“, Lendvais neapolitanische
Serenade „Vor ihrem Fenster“ und seine Böhmische Tanz—
veise „Kirchweih“. Dem Wertungssachverständigen Musikdirektor
Ott stellten sich dann mit je zwei selbstgewählten Chören:
M.G.V. „Borussia“ Rußhütte unter A. Horbach, M.G. V. Sänger—
hund 1860 unter H. Liebe, M.G.V. „Sängerlust“ Saarbrücken3
inter L. Sick, M.G.V. „Frohsinn“ Saarbrücken 1 unter P
barth und M.G.V. „Frohsinn“ Saarbrücken 2 unter E. Kraus.
In einer Ansprache an die gesamte Sängerschaft bestätigte der
Lertungssachverständige den sichtlichen Erfolg der musikalischen
Arbeit und erörterte die Chorauswahl, um dann in einer nach—
olgenden Aussprache mit den beteiligten Chormeistern an Hand
der einzelnen Partituren kritische Urteile abzugeben und Weg—
veisung für weitere Arbeit darzubieten.

unlu hhh Seite 199

Gau Primstal.

Wer das Volksliederkonzert des M.G.V. „Edelweiß“ Hütters—
dorf“ besucht hat, wird nicht enttäuscht gewesen sein. Lieferte
doch der Verein einen neuen Beweis dafür, daß er auch in
diesem Jahre auf dem Wege seiner Entwicklung und volks—
bildenden Arbeit eine steigende Linie eingehalten hat. Der
gut disziplinierte Chor überraschte mit einem feinsinnigen,
geschmackvollen Programm, eingeleitet durch den markant vor—
getragenen deutschen Sängergruß. Es folgten Lieder von Schn—
bert, Silcher, Othegraven, Kirchl — wahre Perlen des deut—
schen Volksliedschatzes. Besonders gut gefallen hat der zweite
Teil des Programmes, der ausschließlich Lieder heiteren Inhalts
zu Gehör brachte. Bei der Darbietung der Lieder fielen gute
Aussprache, Tonbildung und das fein herausgearbeitete Piano
angenehm auf. Nur traten hier und da beim Uebergang vom
Piano zum Forte einzelne Tenorstimmen ein wenig zu kräftig
hervor. Unbedingte Anerkennung verdient der Dirigent des
Vereins, Gauchormeister H. Becker, Herrensohr, der es ver—
stand, mit seiner liedfrohen Sängerschar die schlichten, humor—
sprudelnden Weisen so zu gestalkten, daß die Vorträge wohl—
verdienten Beifall fanden. Gleichen Beifall zollte das gut be—
setzte Haus dem Streichorchester Emil Becker (Hüttersdorf),

zu einem großangelegten Herbstkonzert des Sagarbrücker
‚Liederkranz' mit Berta Eicheberger als Solistin, dem städtischen
OIrchester und dem Männerchor des Vereins unter der Gesamt—
eitung des Bundeschormeisters Musik-Oberlehrer Philipp Stilz
jatte sich im Städtischen Saalbau eine außerordentlich zahlreiche
ind offensichtlich interessierte Hörerschaft eingefunden. Es hatte
zewiß ebenso der in seiner Leistungsfähigkeit allgemein bekannte
Lerein wie auch das erlesene Programm seine Anziehungskraft
tusgeübt, brachte es doch nach der ergreifend und würdevoll
argebotenen, bis zur vollen Reife durchgefeilten ewig jungen
Brahms-Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Or—

Künstler-Adressen.

̃

krieda kaufmann Loris

Alt
Lieder, Arien, Oratorien
Interricht 387

Saarbrücken1
Prinz⸗Friedrich⸗Karl⸗Str. 3 (Triller)

Katharina Nicklas
Hoher Sopran
Lieder, Oratorien, Arien, Gesangunterricht

281

Saarbrücken 2, Sophienstraße 7, Telephon Nr. 4255

karl Phssel· Nafgan

Baß

Konzert⸗ u. Oratoriensanger

Saarbrücken2

Breite Straße 39, Telephon Nr. 4773

Lina Vester, hoher Sopran, Lieder und Oratorien, as Neunkirchen-Saar, Steinwaldstrabe 25.

das durch seine schön gewählten Konzertstücke einen wesentlichen
Beitrag zum Ersolg des Abends geleistet hat. Wohltuend wirk—
ten auch die weißgedeckten Tische mit dem reichen Blumen—
schmuck. Alles in allem kann man die Veranstaltung als sehr
erfolgreich bezeichnen und dem Verein nur wünschen, daß er
auch in Zukunft dem deutschen Volksliede an erster Stelle
seine Arbeit schenken möge. Er wird damit einer hohen Kultur—
aufgabe gerecht und letzten Endes für sich selbst die meisten
Früchte ernten. Ein in diesem Sinne treues Zusammenarbeiten
mit den örtlichen Brudervereinen würde seinem edlen Streben
die Krone aufsetzen. F.
Der Familienabend des Quartett-Vereins Limbach erhielt auf
Anregung unseres Dirigenten Joh. Adam Schmidt eine be—
sondere Note durch Veranstaltung eines Preis-Singens innerhalb
des Quartett-Vereins selbst. Es wurden vier Quartette mit
je 10 bis 11 Sängern gebildet. Vier Mitglieder übernahmen
die Einübung und Dirigentschaft der einzelnen Quartette. Auch
ein fremder Preisrichter war hinzugezogen worden. Der Musik—
verein „Instrumental“ stellte sich auch in den Dienst der
Sache und spielte den Eröffnungsmarsch. Nach Absingen eines
gemeinsamen Liedes „Vaterland“ begann das PreisSingen
der einzelnen Quartette. Es wurden recht gute Leistungen
dabei hervorgebracht, und hernach jede Gruppe mit einem
humoristischen Preis gekrönt. Den Vreisstiftern sei hiermit
nochmals gedankt. Auch unserem Dirigenten sei an dieser Stelle
gedankt für die Anregung. Alles in allem, es war ein schöner
Abend!

Gan 54—aarbrücken.

Das Wertungssingen des Gaues Saarbrücken im vollbeseßzten
Sängerheim Ludwigsberg wurde mit warmen Begrüßungsworten
des Gauvorsitzenden Oberregierungsrat Jaeckel und des Bundes—
schriffführers Stein eröffnet und durch mustergültig vorge—
tragene Chöre des St. Johanner Sängerbundes unter Erwin

chester drei umfangreiche Werke Hugo Kauns, darunter als Ur—
aufführung den prachtvollen Männerchor „Am Grenzstein“,
erner die Erstaufführung des oratorienartig aufgebauten „Der
Steiger“ für Männerchor, Altsolo, Fernchor und Orchester — das
ibrigens uns am wenigsten zusagte, weil uns hier ein Phäno—
nen der Gegenwart schon textlich mit den Kunstmitteln einer
jinter uns liegenden Epoche dargestellt schien — und endlich
ils herzerhebenden Schluß „Die wandernde Menschheit“ für
Hännerchor und Orchester. Chormeister, Sänger und Orchester
hatten ihr Bestes an eine die Feinheiten der schwierigen
Fartitur restlos ausschöpfende Wiedergabe gesetzt. Der Dirigent
neisterte das gewaltige Ensemble mit absoluter Sicherheit und
Abgeklärtheit und beschwingte die Gestaltung der anspruchsvollen
Werke von innen heraus mit ticfer, eindringlicher Beseelung.
Wir danken dem „Liederkranz“, der mit dieser außerordentlichen
deistung seine Stellung als Spitzenverein behauptet hat, sowie
der aus gutem Können und feiner Einfühlungsfähigkeit schöpfen—
den Solistin und nicht zuletzt dem mit Meisterschaft gestaltenden
Orchester für diese Feststunde. St
Der 9. Kammermusikabend des Saarbrücker Lehrer-Gesang—
zereins, den er mit dem Kammerchor unter dem Stabe des
Akad. Musiklehrers Otto Schrimpf und den ausgezeichneten
Zolisten Gertrud Strauß-Höfer GVioline), Artur Schubert (Flöte)
und Rudolf Toussaint GHarfe) vor außerordentlich gut besuchtem
dause bestritt, muß ebenso nach der vokalen wie nach der
mstrumentalen Seite hin als voller Erfolg gebucht werden. Die
Lortragsfolge versprach viel: Antonio Lottis é6stimmiges
Cruzifixus“, Anton Bruckners „Christus factus est“, Johann
Zebastiaen Bachs „Praeludium“ aus der G-Moll-Sonate für
Violine allein, Erwin Lendvais herzerhebenden Minnespiegel —
„Klage vor Gottes Leiden“, „Minnespruch“, „Gottesminne“ —,
Flaude Debussys „Sonate“ und Fritz Volbachs „Hymne an
Maria“ für gemischten Chor, Solovioline, Celesta (Hans Dett—
veiler, Harfe und Harmonium GJosef Huber). Es soll frenudig
            
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