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Gau Beckingen.
Walzer für Männerchor und Orchester, zu Gehör gebracht.
Reicher und herzlicher Beifall lohnte das Gebotene nach Ver—
dienft.
M.G. V. „Frohsinn“ Beckingen veranstaltete sein diesjähriges
derbstkonzert unter Mitwirkung des Hoffschen Quintetts. Der
Besuch war als gut zu bezeichnen. Erfreulich ist, daß sich in
Sängerkreisen der Gedanke endlich durchgesetzt zu haben scheint,
die Konzerte der Brudervereine zu besuchen. Namentlich die
Vereine des Gaues Beckingen waren stark vertreten. Es ist
dies immer ein Ansporn für den konzertgebenden Verein, nur
Gutes und Bestes zu bieten. An dem NAufbau des Programmes,
wenigstens was die Chöre betrifft, war wohl kaum etwas aus—
zusetzen, dagegen war im instrumentalen Teil zum mindesten
das sattsam abgedroschene Großmütterchen, wenngleich es nur
als Zugabe vorgetragen wurde, nicht am Platze. Das Publikum
muß zum Genuß guter Musik erzogen werden und ist in
Beckingen nachweislich auch für wertvolle Musik empfänglich. Im
übrigen war das Quintett auf der Höhe. Die Herren sind gut
aufeinander eingespielt und in allen Stimmen, namentlich in
der ersten Geige und im Cello hervorragend vertreten. Der
Gesangverein hatte mit sehr viel Liebe, Energie und Ausdauer
seine Cöre einstudiert. Sie wurden fast alle sehr gut vorge—
tragen. Namentlich der erste und der, letzte Ehor des Pro—
grammes „Trösterin Musik“ von Bruckner und „Freiheit am
Rhein“ von Hansen waren Glanzleistungen und erzielten ehr—
lichen Beifall. Der Verein verfügt über gutes Stimmenmaterial,
aus dem aber unseres Erachtens noch mehr herausgeholt werden
kann. Also frisch ans Werk, ihr Sänger! Wir wünschen dem
ohne Zweifel aufstrebenden Verein, daß er unter der zielsicheren
Leitung seines tüchtigen Chormeisters Maß uns noch viele
solcher genußreichen Stunden bescheren möge. Br.
Gau Hhomburg.
Die rührige Sängervereinigung Homburg soll sich durch den
inverdient schwachen Besuch ihres Kammerkonzerts „Am Hofe
rriedrichs des Großen“, mit dem sie die diesjährige Konzert—
aison eröffnete, nicht entmutigen lassen. Sie ist durchaus auf
»em richtigen Wege, wenn sie durch Pflege der Kammermusik
»en Rahmen der musikpädagogischen Erzichung weiter zieht,
ils es gemeinhin geschieht. Auf die Dauer muß ihr Erfolg be—
chieden sein, wenn in den Vereinen, durch Vorträge, durch
die Presse immer wieder aufgeklärt wird. Was geboten wurde
ils Ausschnitt aus der musikalischen Welt des Rokoko war
zusgezeichnet. In den Erfolg des Abends müssen sich teilen
danna Seelbach-Ziegler (Sopran), Ludwig Matern (Tenor) und
der Flötenvirtuose Nikolaus Jung, denen Musikdirektor Beck
ein sicherer und feinfühliger Begleiter war. Ließe sich das
donzert nicht für einen weiteren Kreis wiederholen?
Gau Illingen.
M.G.V. „Sängerlust“ Berschweiler ist ein altes und treues
Mitglied des Saar⸗ Sängerbundes. Die Sängerschar, die in der
dauptsache aus alten Sängern besteht, ist allezeit bestrebt, mit
Zegeisterung das deutsche Lied zu pflegen. Die vorzügliche ge—
e Schulung ermöglicht es dem Verein, gelegentlich einiger
zesanglicher Veranstaltungen mit bestem Erfolg abzuschneiden.
Seit Jahresfrist steht der Verein unter der Leitung von
Lhormeister Kuhn. Leider blieben dem Verein Krisenzeiten nicht
erspart, wie sie jedem Berein einmal begegnen. Immer wieder
iberstand die mutige Sängerschar die gefahrvollen Klippen,
onnte aber dennoch nicht verhindern, daß eine neue Vereinigung
ich bildete. Im Interesse der einheitlichen Pflege der Sanges—
unst in unserem kleinen Dorfe ist diese Absplitterung zu be—
auern. Wenig erfreulich ist die Tatsache, daß unser kleiner,
ioch nicht tausend Einwohner zählender Ort jetzt drei Gesang—
eréeine besitzt.
Gau Brebach.
Vor vollbesetztem Hause gab M.G.V. Kleinblittersdorf unter
Mitwirkung des Frauenchors vom Kath. Männergesangverein
Saarbrücken 1 ein Stuhlkonzert. Der Männerchor eröffnete
das Konzert mit Grimms „Die Orgel von Vinetia“ und
Thuilles „Vale carissima“. Es folgten in bunter Reihenfolge
Frauen- und Männerchöre sowie Zither-Quartett-Einlagen. Die
Männerchöre in der zweiten Abteilung wiesen Werke neuer und
alter Meister auf: Kaun, Moldenhauer, Reger, Donati. Nach
herzlichem Beifall mußte der Chor sich zu einer Zugabe be—
quemen. Der Saarbrücker Frauenchor sang sich mit seinen
fein durchgearbeiteten Volksliedern in alle Herzen hinein. Spon—
taner Beifall bewies dies. Die beiden Chöre verfügen über
gutes Material in allen Stimmen. Im zweiten Teil sangen
die Chöre vereint Werke alter Meister von Beethoven, Gluück,
Cheruhini und Mendelssohn-Bartholdy formschön und klangrein
Auch die gemischten Chöre hinterließen einen guten Findruck
Anerkeunung verdienen bei beiden, von Chormeister Rodermann
geleiteten Chören der gute Stimmenausgleich und die sorg—
fältige Dynamik. Ein prächtiges Blumenangebinde und ein von
Leon Bloch vertontes Volkslied für Frauenchor wurde der
Vorsitzenden des Frauenchors, Frau Monnzel, Saarbrücken,
überreicht. Den Abschluß des wohlgelungenen Konzertabends gab
ein Singspiel „Die wilde Toni“ Ph.
Gau Rischbachtal.
Daß der Mänuergesang in unsecrem Orte eine reiche und
von Erfolg gekrönte Arbeit leistet, bewies das große Konzert
des M.G.V. „Concordia“ Merchweiler, das vom M.G. V. „Con—
cordia“ und Musik-Verein Merchweiler unter der trefflichen
Leitung des Gauchormeisters Jakob Meiser veranstaltet wurde.
Schon die einheitlich schön geschlossene Vortragsfolge machte
Freude und gab von dem Bestreben Zengnis, nur künstlerisch
Wertvolles darzubieten. Den Auftakt bildete der „Einzug der
Gäste auf der Wartburg“ von Wagner. Es folgten „Ueber
Nacht“ von Niemeyer, „Titus“ von Mozart, „Die-Scele des
Weltalls“ für Männerchor mit Orchester von Mozart, „Konzert
in F-Moll“ für Klaviersolo mit Orchester von C. M. v. Weber
und „Motette“, „Wachet auf“ für Männerchor mit Bläserchor
von Georg Schumann. Hier sei besonders auf das Klaviersolo
aus dem F-Moll-Konzert hingewiesen, das von unserer heimi—
schen Künstlerin H. Meiser mit ausgeprägtem Musikverständnis
und guter Technik, die bei ihrer Jugend zu größerer Hoffnung
Anlaß gibt, gespielt wurde. Der zweite Teil wurde eingeleitet
durch den Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Strauß
„Leichte Kavallerie“ von Suppe, „Heimat-Gebet“ von Kaun,
„Drei Lilien“ von Hauser und „Rigoletto“ von Verdi bildeten die
Fortsetzung. Zum Schluß wurde „Wein, Weib und Gesang“,
Gau Röllertal.
M.G.V. „Einigkeit'“' Güchenbach veranstaltete ein wohlge—
ungenes Herbstkonzert mit der Altistin Fräulein Roß, dem
Bassisten Weißhaar und Frau Diesinger am Klavier als Solisten.
Dder erste Teil war Mozart gewidmet, der zweite brachte
Lhöre und Lieder ernsten und heiteren Inhalts verschiedener
domponisten.
Gau Saartal Mettlach.
Bundeschormeister Musikoberlehrer Stilz hielt in den Ver—
inen des Gaues Mettlach eine Gesanglehrprobe ab. Nachdem am
7. Oktober die M.G.V. „Eintracht“ Mettlach und M.G.V.
kdeuchingen und am darauffolgenden Tage „Liederkranz“ Saar—
jölzbach und „Concordia“ Orscholz anbesucht waren, folgten
im 25. Oktober die M.G.V. „Frohsinn“ Dreisbach, „Germania“
Besseringen und „Liedertafel“ Mettlach. Bundeschormeister Stilz
ließ es sich nicht nehmen, auch den kleinsten Verein in seinem
Vereinslokal mit seinem Besuch zu erfreuen, und so gestalteten
sich die Proben unter seiner Leitung zu einer überaus lehr—
Nachruf.
Durch den Tod wurde dem Verein unser lieber
Sangesbruder
2. Tenori si
entrissen. Er war ein Vorbild als Sänger. Ein
ehrendes Andenken ist ihm gesichert.
MGGV. „Eintracht“ Meitlach
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