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* IIIII Saagr-Säuger-Bund Upuurrnett:
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unparteiisch entscheiden und sich nur von sachlichen Richt—
linien, die in den Chorstärken, den gaufzuführenden Werken
und den Aufgaben des Festes ihre Voraussetzung haben,
leiten lassen.“ —
Vom Verkehrs-Ausschuß erfahren wir: „Auf
Brund der Mitteilung des Verkehrsausschusses im ersten
deft der Festblätter sind uns eine Reihe von guten Vor—
schlägen von seiten einzelner Vereine zugegangen, die wir
tamentlich bei den Verhandlungen mit der Eisenbahndirek—
ion Frankfurt gut verwerten konnten. Die endgültige
Festsetzung des — — auch bei Einzelrückreise —
wird in den nächsten Tagen erfolgen und dann im dritten
Heit veröfientlicht werden. Die Köln-Düsseldorfer Rhein—
dampischiffahrt-Gesellschaft gewährt den Festteilnehmern auf
srund der Sängerkarte zu allen planmäßigen Fahrten
1000 Fahrpreisermäßigung bei Einzelfahrten, Gruppen
don mindestens 15 Teilnehmern erhalten einen Preisnach—
lasz von 2000. Bei größeren Teilnehmerzahlen sind wir
in der Lage, weitere Ermäßigungen nach besonderen Ver—
einbarungen abzuschließen. Rechtzeitige Anfragen werden
erbeten. In der nächsten Nummer werden wir auch die
bis dahin zugestandene Preisermäßigung der nichtdeutschen
Bahnen bekanntgeben.
Deutsche Komponisten im Ausland. Das große Chor—
verk von Bruno Stürmer „Die Messe des Maschinen—
neuschen“, welches bei seiner Uraufführung in Kassel wie
zeim diesjährigen Tonkünstlerfest in Essen denkbar stärksten
Erfolg und größte Anerkennung finden konnte, erfährt
iunmehr im Herbst seine holländische Uraufführung und
war durch den Königlichen Männerchor „Aurora“ in
Arnhem. Des bekannten Darmstädter Komponisten Paul
ZRttenheimer viel gesungenes Scherzlied nach Detlev von
dislienerons Gedicht „Die Musik kommt“ darf in der
Tichechosslowakei nicht gesungen werden, weil in der Otten—
seimerschen Komposition einige Motive des berühmten
stadetzkymarsches Verwendung sinden und dieser Marsch in
der Tschechosslowakei — anscheinend weil staatsgefährlich —
serboten ist. Kommentar überflüssig.
Die Uraufführung von J. Gatter: „Das Hohelied“ für
Männerchor, Sopranfsolo und kleines Orchester (Verlag E.
x*ulenburg, Leipzig) findet am 6. November unter Leitung
»es Komponisten in Plauen statt. Die nächsten Auffüh—
ungen sind festgesetzt in Bautzen, Saarbrücken und Kaisers
autern.
Die bei der Nürnberger Säugerwoche 1931 zur Auffüh—
rung gelangten 14 Chöre aus dem Verlag B. Schott's
Zöhne, Mainz, sind soeben in einem Partituren-Ka—
alog vereinigt erschienen, der Interessenten auf Verlangen
'ostenlos zugesandt wird.
Erwin Lendvais Elegische Gesäuge op. 44, ein für die
Entwicklung des zeitgenössischen Männerchorstils bedeut—
ames Werk, wucde während der diesjährigen Nürnberger
Zängerwoche sehr erfolgreich zur Aufführung gebracht.
der drei 4stimmige, madrigalartige Chöre umfassende
Zyklus ist in der Edition Peters erschienen.
Berliner Staats⸗ und Domchor.
Der Saar-Sänger-Bund kann es ruhig aussprechen, daß
himm der Besuch des Berliner Staats- und Doni—
hors unter Stabführung von Domchordirektor Professor
Dugo Rüdel nicht nur eine eminent künstlerische, son—
dern auch eine festliche Angelegenheit war. Der berühmte
Meisterchor entbot der im Festsaal der Wartburg andächtig
sauschenden überaus zahlreichen Hörerschaft einen prachtoollen
Ausschnitt aus der Musica sacra in Vergangen—
heit und Gegenwart: Aus der ülissa Vestiva si Colli von
Ruggiero Giovanelli das Kyrie, Sanctus und Benediectus,
lisericordias Domini von F. Durante, Reécordare Jesu pie
»on Orlando di Lasso, Cum sancto spiritu von A. Caldara.
Ferner aus der „Deutschen Messe“ von Heinrich Schütz
Worte der Einsetzung des heiligen Abendmahls und
Psalm 111. Endlich nach einer kurzen Pause: Zwei
Braduale Anton Bruckners Christus factus cst und os
jusli und Arnold Mendelssohns Motette zum Erntedank—
est: Ihr Kinder Zion, freuet euch!
Der greise Meister, vom Bundesschriftführer namens
des Bundes und der Bürgerschaft mit dankerfüllter Herz—
iichkeit begrüßt, führte den Stab über seine erlesene, sieg—⸗
gjewohnte Schar mit jugendlichem Elan. Subtilste Her—
rusarbeitung aller Feinheiten der schwierigen Partituren,
'ongeniale Vergeistigung ihrer Inhalte seitens des Chor—
leiters schusjen dank der unbedingten Sicherheit, reichen
Plastik und beseeslten Wärme der Chorstimmen eine Atmo—
phäre tieister Ergriffenheit, der sich niemand entziehen
konnte. Taß der Staats- und Domchor das ganze reich—
haltige Programm ohne Einschiebung solistischer Darbie—
ungen allein bestritt, ist eine außerordentliche Letitung,
die aber hinter der künstleriisichen Leistung zurückstehen
nuß. Alle Teilnehmer werden an diese Stunde der
Andacht, die uns Profsessor Hugo Rüdel noch einmal
ischenkte. mit gehobenen Gefühlen zurückdenken.
Im Hotel Walter hatte der Bundesichriitführer noch
einmal in froher Runde und traulichem Kreise Gelegen—
—
tizenden und des ganzen Bundes überhaupt den Gefühlen
herzlichsten Dankes und sangesbrüderlicher Verbundenheit
Ausdruck zu geben! Dank sagt der Bund aufs wärmste
auch allen verehrten Mitbürgern, die freundlicherweise die
zugendlichen Sänger des Berliner Staats- und Domchors
zu sich zu Gast gebeten hatten! Walther Stein.
Fleine Mitteilungen.
Während der diesjährigen Nürnberger Sängerwoche
wurden u. a. insgesamt 11 Chöre aus dem neuen Volks—
liederbuch jür die Ingend, darunter Liedbearbeitungen von
Blech, Krenek, Raphael, Thomas und Tiessen, zur Mufiührung
gebracht.
Handus berühmte, 1798 komponierte Nelson-Messe ist
anläßlich des kommenden Haydnjahres in Partitur und
Stimmen sowie einem neuen Klavierauszug, der bisher
ehlte in der Gdition Mefers orschienen
Anfang Juni fand in Weiden, dem Geburtsort Max
Regers, ein Oberpfälzischer Egerländischer Heimattag statt.
Im besonderen wurde dabei Regers gedacht, von dessen
Verken die Vaterländische Ouvertüre, die Mozart-Varia—
ionen und der Hymnus „An die Hoffnung“ durch das
Vürzburger Konservatoriumsorchester unter Leitung von
Krof. Dr. Hermann Zilcher zum Vortrag gelangte.
Der bekannte Musikforscher DBr. Rudwig Landshoff
zat in der Edition Peters eine bisher unveröffentlichte
-Dur⸗-Symphonie Haydus herausgegeben, die sich nament—
ich durch einen Mittelsatz von eigenartiger Kühnheit aus—
eichnet. Die Entstehungszeit des Werkes fällt in die
Her Jahre des 18. Jahrhunderts.
Ein Klavierpäüdagogischer Führer durch die Edition
Peters ist soeben erschienen. Verfasserin ist Dr. M. Vidor,
dozent für Musikpädagogik am Sächsischen Landeskonier—
zatorium zu Leipzig. Nach dem Geleitwort Robert Teich—
nüllers bietet der Führer „in syitematischer Auistellung
eine in langjähriger Erijahrung gewonnene Auswahl der
ür den modernen Klapierunferricht förderliche Werke
Der wWiener Lehrer⸗-A4-cappella-Chor richtete an den
z.S. B. am 3. Oktober folgendes Schreiben: Hochgeichasrte
Bundesleitung! Liebe Sangesbrüder! Nach glücklicher Be—
endigung unserer herrlichen, an Eriolgen so reichen Reise
uind mit der Rückkehr in gewohnte Verhältnisse liegt nun
die 11. Auslandsreise unseres Chores als goldene Erin—
ierung in unser aller Herzen. Wohl zu den schönsten und
rhebendsten Momenten dieser Fahrt, die wieder so reich
var an Eindrücken vaterländischen und sangesbrüderlichen
ẽrlebens, gehören auch der Aufenthalt in den Orten, die
Ihrer direkt vorbildlich wirkenden Leitung unterstehen, und
die angenehme Stunden, die wir mit den Sangesbrüdern
Ihres Bundes erleben durften. Es ist uns wirklich eine
ngenehme Pflicht und ein Herzensbedürfnis, Ihnen, sehr
geehrte Herren, für die aufopfernden Dienste, die Sie uns
n der Vorbereitung und in der Durchführung unseres
weiten Aufenthaltes im Saargebiet geleistet haben, noch—
nals unseren wärmsten und innigsten Dank auszusprechen.
sleichzeitig geben wir der Hoffnung Ausdruck, bald Ihrer
fẽinladung Folge leisten zu können und Ihr schönes Saar—
and wieder besuchen zu dürfen. Wir bitten Sie, allen
JIhren Mitarbeitern unseren Dank und unsere Grüße über—
nitteln zu wollen und zeichnen mit treudeutschen Sänger—
zrüßen fj. d. Leitung des Wiener Lehrer-A-cappella-Chores
Theßy 2chßunhoiter J Morsfand Roßner —7cchrifffüßros“