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6GSaar-Sänger-Bund un““
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Dus der Musikwerlt.
bängerbundesfest in Frankfurt.
In seiner Sitzung in Mainz am 3. und 4. Oktober hat
der Gesamtausschuß des Deutschen Sänger—
ßundes einen Vortrag des Vorsitzenden des Festaus—
schusses Herrn Dr. Hermann über die VBorbereitungen
für das XI. D.S. B.-Fest 1932 in Frankfurt a. M.
entgegengenommen und einstimmig beschlossen, das Fest
roßtz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse stattfinden
zu lassen. Im Anschluß an die Sitzung des Gesamtaus—
chnusses tagte der Festausschuß am 5. Oktober in Frankfurt
uun Main unter Teilnahme des Vorsitzenden des D.S.B.
Dr. Hammerschmidt, des Schatzmeisters Roth und des
Obmannes des Musikausschusses Dr. Laugs. Dabei ließen
sich Gesamtausschuß und Festausschuß von der Erwägung
hefstimmen, daß es sich bei dem XI. D.S. B.-Fest um eine
ernste, künstlerisch hochstehende Veranstaltung handelt, die
heute mehr als je dazu bestimmt ist, zu zeigen, daß trotz
aller wirtschaftlichen Nöte das deutsche Volk auch weiter⸗—
zin an der Pflege eines seiner edelsten Kulturgüter fest—
zält. Dieser ureigensten Zweckbestimmung wird selbstver—
tändlich gerade bei dem nächsten Sängerbundesfest in be—
onders hohem Maße Rücksicht zu tragen sein. Weiter war
für den Entschluß der beiden Ausschüsse bestimmend, daß
das XI. D.S. B.-Fest in unlöslichem Zusammenhang mit
dem Goethejahr 1932 steht und daß die gesanglichen Ver—
austaltungen des Festes diesem Umstand in weitgehendstem
Maße Rechnung tragen. Eine zeitliche Trennung von dem
Boethejahr ist infolgedessen, nachdem die Vorbereitungen
der Vereine für diese Aufführungen in vollem Gange
sind, nicht mehr denkbar. Es sei in diesem Zusammen—
zang auch daran erinnert, daß von der preußischen Staats—
regierung eigens für das XI. D.S. B.-Fest ein Staatspreis
und zwar ebenfalls unter Bezugnahme auf das Goethe—
jahr ausgesetzt worden ist. Als selbstverständlich haben es
der Gesamtausschuß und ebenso der Festausschuß ange—
ehen, daß der Rahmen des Festes der Wirtschaftslage an—
gepaßt werden muß. Die Beratung ergab hierzu bereits
zeachtliche Vorschläge, deren Durchführung nötigenfalls ins
Auge gefaßt werden kann.
Das 2. Heft der Festblätter für das XI. Deutsche
Zängerbundesfest in Frankfurt ist soeben erschienen (Ver—
lag Englert & Schlosser, Frankfurt a. Main, Mörfelder
dändstraße 109), inhaltlich und illustrativ trefflich redi—
giert, ein ausgezeichnetes Werbemittel für die bevorstehende
Veranstaltung, geradezu unentbehrlich für alle, die an dem
Fest teilnehmen wollen und sich im Inwendigen auf Frank—
furt vorbereiten möchten! Der Presse-Ausschuß
schreibt uns: „In Erkenntnis dieses haben verschiedene
Vereine sehr schöne Bestellungen eingereicht, viele jedoch
don dieser Einrichtung noch keinen Gebrauch gemacht, ob—
vohl jedem Verein des D.S.B. das 1. Heft zur Ein—
führung zugesandt wurde. Der außerordentlich niedrige
Bezugspreis von RM. 5,— für alle Hefte bei Sammel—
destelklung von 6 Stück an, sowie die zugestandenen Teil—
zahlungen dieses Betrages nehmen auch auf die ungünstig—
ten Kassenverhältnisse der Vereine Rücksicht, so daß man
erwarten sollte, daß jeder Verein diese geringen Kosten
auf sich nehmen kann und sich zum mindesten ein
Abonnement hält, schon deshalb, um über die amtlichen
Mitteilungen unterrichtet zu sein. Darüber hinaus sollte
auch die gesamte Sängerschaft größeren Anteil an unserem
offiziellen Festorgan nehmen. Für diejenigen Mitglieder,
die an dem Feste teilnehmen werden, bilden unsere Fest—
zlätter eine angenehme Unterhaltung und Vorbereitung
auf das Fest; denjenigen, die leider zu Hause bleiben
müssen, geben sie Gelegenheit, sich in den Geist eines
D. S. B.-Festes zu vertiesfen und es in Gedanken mitzu—
zrleben.“ Wir bitten alle Sangesfreunde nochmals herz⸗—
lich, die Vereine und deren Mitglieder immer, wieder auf
den Bezug unserer Festblätter hinzuweisen, sei es in den
Bundesblättern oder Tageszeitungen, bei Vorträgen oder
Vereinsabenden, und auch damit für unser Fest zu werben
und uns in unseren Vorarbeiten zu unterstützen, wofür
wir wiederholt herzlichen Dank sagen. Mit treudeutschem
Fangesgruß! Der Presse-Ausschuß: F. Seelmann. Vor—
ißkender“
Der Konzert-Ausschuß schreibt: „Die Bünde, Gaue
1uud Vereine, die immer noch im Rückstande sind mit der
finsendung der Programme sür ihre Sondervorträge, wer—
»en dringend gebeten, in kürzester Zeit das bisher Ver—
iumte nachzuholen. Der Konzertausschuß ist, solange er
licht sämtliche Vortragsfolgen kennt, in seiner planvollen
Veiterarbeit, die nunmehr auf stilgemäße Gruppierung der
zortragsfolgen und Verteilung der Konzerträume hinzielt,
ufgehalten. Im ganzen sind rund 50 Konzerte zu ver—
nnstalten, die, von dem Singen auf freien Plätzen abge—
ehen, sich auf 10 Räume verteilen. Die große, neu zu
rrichtende „Sängerhalle“, die etwa 25000 Sänger und
bensoviele Hörer fassen soll, ist für das Begrüßungs—
onzert, die drei Hauptkonzerte, ein Sonderkonzert be—
Inders großer Bünde und die Aufführung der Neunten
zymphonie bestimmt. Von den zur Verfügung stehenden
zälen befinden sich drei im Festgelände. Da ist zunächst
ie „Städtische Festhalle“, der einstige Schauplatz der
aiserpreissingen. Sie hat 15000 Sitzplätze und wird
ich besonders dazu eignen, die Bünde und größeren Gaue
rit ihren Sondervorträgen aufzunehmen. Es wird aber
uch daran gedacht, einige große Vereine, für deren Kon—
erte sich erfahrungsgemäß eine besonders große Inter—
ssentenzahl meldet, mit ihren Vorträgen in diese Städtische
jesthalle zu bringen. In unmittelbarer Nachbarschaft dieser
jesthalle befinden sich der „Bachsaal“ und der „Schubert—
aal“, die beide dem Sommer der Musik ihre Entstehung
erdanken. Sie sind akustisch ausgezeichnet, fassen 2000
zw. 1500 Hörer, und eignen sich hervorragend für Vereine
nit ansehnlicher Chorstärke. Alle übrigen Säle befinden
ich in der Stadt. Etwa 10 Minuten entfernt vom Haupt—
ahnhof liegt auf der linken Mainseite in Sachsenhausen
as „Hippodrom“ mit seinem 3000 Hörer fassenden schönen
zaal. Er diente kürzlich den Versammlungen des deutschen
ehrertages und besitzt den Vorzug, jede wünschenswerte
zergrößerung des Podiums zuzulassen, so daß größere
donzertvereinigungen und starke Chöre in ihm zu ihrem
stecht kommen werden. Fast im Zentrum der Stadt be—
inden sich der „Saalbau“, das „Volksbildungsheim“ und
die historische „Paulskirche“. Die letztere wird bekanntlich
ziie Stätte der feierlichen Festeröffnung sein, sie wird aber
iuch einige Kirchenkonzerte aufnehmen, die von je zwei
zereinen bestritten werden. Ihr Fassungsvermögen be—
echnet sich auf 2000 Personen. Der für Konzert-, Theater—
ind Vortragszwecke erbaute Saal des „Volksbildungsheims“
t kleiner; er ist für 1200 Personen eingerichtet. Seine
reundliche Ausstattung und seine hellen Farben werden
azu beitragen, daß sich die Vereine in ihm schnell hei—
aifch fühlen. Mit dem Namen „Saalbau“ bezeichnet der
zranktfurter das bodenständige Konzerthaus, in dem seit
ielen Jahrzehnten seine beste Instrumental- und Vokal—
iusik ihren Tempel aufgeschlagen hat. Es umfaßt einen
roßen und einen kleinen Saal. Nur der erstere, der 1900
örern Platz gewährt, kommt für unser Bundesfest in
jetracht. Die Erweiterungsmöglichkeit seines Podiums ist
rider recht beschränkt, seine Verwendung darum nicht in
llen Fällen möglich. Der Umstand, daß er der einzige
zaal ist, der über eine Orgel verfügt, gibt dem Konzert—
usschuß für seine Zuteilung zwangsläufige Direktiven.
zerhältnismäßig nahe dem Festgelände liegen die beiden
»Agenden Säle. In gerader Linie führt vom Festplatz durch
ie Viktoriaallee der Weg zum weltbekannten „Palmen—
arten“. Dessen schöner Saal, der vor zwei Jahren einen
imbau und eine Modernisierung erfahren hat, faßt 1200
zersonen und wird Vereinen von, mittlerer Stärke ein
esonders willkommener Ort für ihre konzertliche Betä—
igung sein. Als der letzte und kleinste, aber keineswegs
er geringste der in Aussicht genommenen Säle ist der
Festfaal der Universität“ zu nennen. Er besitzt alle
Lörzüge eines kleinen Konzertsaales und wird ganz gewiß
zie Quartette und kleinen Vereine, für die er bestimmt
st, ebenso befriedigen, wie die 700 Hörer, die in ihm
Zlatz finden können. Es wäre nicht schwer, die hier ge—
sannten Säle zu vermehren. Der Konzertausschuß hat
iber die Absicht, sich auf ihre Zahl zu beschränken, um
eine allzu große Zersplitterung in örtlicher Beziehung zu
zerßüften Bei der Zuteilung der Säle mird er streno