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wvirksame Steigerung in der polyphonen Bearbeitung wurde
oon dem Chor prächtig gebracht. Und Hindemith und Kel—
dorfer stellen technische Hochsorderungen. Die kunstvoll
behandelte Akkordikt in Walter Moldenhauers „Der uner—
hittliche Hauptmann“ wurde von dem Chor ebenso fein
behandelt, als Clarisse Czajaneks „Erde“ in ihrer oft
herben und doch seelischen Tiefe. Andere Neuheiten, die
zes Raumes wegen nur angedeutet werden können, sind:
deuberger (Der Tiroler Nachtwache 1809), Karl Friedrich
Fischer (Das Leben), Karl, Kämpf (Sturmhymnus), Max
Reger (Husarendurchmarsch! mit herber Harmonik und
akzentuiertem Reitermarsch-Khythmus), Hans Mießner
('s Vogerl im Tannenwald, eine Fülle von Köstlichkeiten),
Rudolf Hoffmann (andsknechtslied, in feinster, dijferen—
zierter Gestaltungh). Und welche romantische Melodik zeigt
uns der Dirigent in seiner „Elsula“.
Ueberall begegneten die Sänger neben einem begeiste—
rungsfähigen einem kritisch geschulten Fachpublikum. Mau
erkannte überall die feinfinnige Deklamation, und selbst
in der musterhaften Aussprache ging man nie über die
Schönheitsgrenze hinaus. Subtile Musikalität und satt—
same Treffsicherheit! Der Ausdruckswille vermittelte die
allerfeinsten Nuancen, und einige Darbietungen hörte man
in ihrer Vollkommenheit sonst nirgendwo.
An einzelnen Orten, so in Darmstadt, Köln und Würz-—
zurg, spielte Wagner-Schönkirch die von ihm aufge—
fundenen Deutschen Tänze von Franz Schubert und zZeigte
sich als dessen berufener Interbret. In Holland svpielte
rutsppoo Saar⸗Sänger-Bund ssine
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darl Delseit diese „Deutschen“, dazu noch „Ungarische Me—
odien“ von Schubert, die Professor Otto Erich Deutsch
ufgefunden hatte. Beide Künstler ernteten großen Bei—
all. In diesem Zusammenhang soll es nicht unerwähnt
eiben, daß der von der Firma Prein in Köln gestellte
Ibach-Flügel allein allen Anforderungen genügte.
Auch auf dieser Auslandsreise waren die Wiener oft
Häste der hohen und höchsten Behörden, aber auch hier
»arf nicht vergessen werden, die echte Gastfreundschaft, die
»er Saar-Sängerbund seinen Gästen angedeihen ließ.
heim Schlußkommers im Sängerheim wurden Wagner—
zchönkirch und Theo Schönbauer auch die Urkunden über
hre Ehrenmitgliedschaft zum Saar-Sängerbund ausge—
zändigt. An dieser Stelle darf ich aber auch meinen be—
onderen Dank den Herren Dr. Bongard und Stein aus—
prechen und ich wünschte nur, diese Herren einmal bei
nir, bei der gesamten rheinischen Sängerschaft zu Gast
zu haben.
Und nun:
„Brause wie Sturm,
Wie schwellende Flut,
Steige zum Himmel empor,
Werde Gebet
Und flammendes Schwert,
Blühe wie Feuer, mein Lied:
Heiliges Vaterland!“
Josef Pohé,
Bad Godesberg.
Unsfere Wi
ener GBGäpste.
Das prachtvolle Konzert des Wiener Lehrer-A-cappella-MNA
Chors in Oberstein bezeichnet den strahlenden Beginn
ener wahren via triumphalis durch unser Sängergebiet!
Stadtbürgermeister Berger fand warme Worte herzlichster
Feadrüßuüng namens der Bürgerschaft Obersteins Me—
zierungspräsident Dörr erweiterte den Willkommgruß
amens des ganzen Landesteils. Er gedachte in historischer
hückschau des Wiener Kongresses, der das Birkenfelder
zdändchen aus der Taufe gehoben, und der inneren Ver⸗
zundenheit der musikfrohen Birkenfelder Bevölkerung mit
den Wiener Gästen, von denen auch das schöne Wort von
nen Wildgans bei Ausbruch des großen Krieges gelten
dürfe:
„Musik ist unsrer jungen Menschen Schreiten,
Musik, von allen Hängen jubelt sie,
ünd selbst der großen Städte Nüchternheiten
Berückt die allgemeine Melodie.
Das macht das Leben wert, die Herzen weicher,
die Sinne fein, das Urteil menschlich-mild,
das macht den Künstler, macht den Oesterreicher,
And schafft aus Träumern Helden, wenn es gilt.“
Wir begegnen uns im gemeinsamen Deutschtum. Für
uns bedeuütet dieser Abend ein starkes Erlebnis, eine
Wohltat für die Bevölkerung, die ein Jahrzehnt lang
remde Gewalt in der Heimat hat ertragen müssen, ein
crünk aus einem erfrischenden Born. Doppelt erquickend
Rdieser schweren Not. die über allem deutschen Land
„Bitte photographieren Sie uns mit den schönen Blumen,
di⸗e wir bekommen haben!“
Vor dem Vortal des Sängerbeims Ludwiasbera in Saarbrücken.