Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 7 IIl

usph Saar⸗Sänger-Bund un

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so ergaben die nächsten Gesangproben immer mehr An—
zänger. Nach 3 Gesangstunden schritt der Verein am 4.
September zur eigentlichen Gründung seines Frauenchors.
der Frauenchor erhielt seine eigene Verwaltung. Probe—
pkal ist Case Jacobs, so daß keine Berührungspunkte mit
dem Männerchor bestehen. Der Dirigent des Frauenchors
nuß stets Chorleiter des Frauenchors sein. Der Vorsitzende
des „Liederkranz“ leitete die Gründungsversammlung.
In einem längeren Vortrag machte er die anwesenden
Ddamen mit dem Wesen des Chorgesangs bekannt, vergaß
richt, ihnen auch die Schwierigkeiten vor Augen zu führen
und entwickelte die Gründe, die den M.G.V. „Liederkranz“
hewogen haben, einen Frauenchor ins Leben zu rusen. Die
zur Beratung stehenden Statuten fanden einstimmige An—
rahme. Die Vorstandswahl ergab: Frau Jul. Wagner
1. Vorsitzende, Frau Joh. Schepp 1. Kassiererin, Fräulein
derta Wittig 1. Schriftführerin und Frau Fritz Müller,
Frau Fritz Hollinger sowie Frau Fritz Dilk als Bei—
sitzerinnen. Als Grunderinnen ließen sich sosort 36 Damen
eintragen. Mit großem Beisall wurde die Mitteilung auf—
zenommen, daß der Sangesbruder Jul. Waldura seinen
Sangesschwestern ein Uebungsklavier gestiftet habe. Die
gewählte Vorsitzende, Frau Jul. Wagner, dankte zum
Schluß allen denjenigen, die zur Gründung des Frauen—
chors beigetragen haben. Ihr Dank galt vor allen Dingen
dem Dirigenten Jul. Meyer, der sich erboten hat, den
Frauenchor vorläufig ohne jegliche Vergütung zu leiten.
Sie versprach im Auftrage der anwesenden Damen, daß sie
als würdige Sangesschwestern mit ihren Sangesbrüdern
vom Männerchor wetteifern wollten. Die nächste Gesang—
probe hatte schon eine stattliche Anzahl Neuanmeldungen
zu verzeichnen. An diesem Abend verfügte der Frauen—
hor schon über die stattliche Anzahl von 60 Damen, und
weitere Anmeldungen stehen noch bevor. Wir wollen hoffen,
daß auch bei unsern Damen das starke Interesse, wie es
gegenwärtig vorherrscht, nicht erlahmen möge. — Wenn wir
zisher in unsern Ausführungen nur erfreuliche Tatsachen
zerichteten, so müssen wir auch von bitterem Leid berichten.
der Schnitter Tod hat seit unserem 50jährigen Jubelfest
zwei uns liebgewordene aktive Sangesbrüder aus unserer
Mitte gemäht. Unser junger Sangesbruder Cornelius Lank
fiel einem Berufsunfall zum Opfer. Er war einer der
hzesten unseres Nachwuchses, ein lieber Mensch, ein sehr
eꝛifriger Sänger. Und wieder traf eine Sterbenskunde bei
uins ein. Diesmal war es einer unserer ältesten aktiven
Zänger. Unser Ehrenmitglied Ludwig Dony schloß seine
Augen für immer. 50 Jahre war er mit Lust und Liebe
aktiver Sänger, ein stiller Mensch, der stets die Sache über
das Persönliche stellte. In Anbetracht seiner Verdienste
um den Verein und unser Gesangswesen hatte ihn unsere
diedertafel 1927 zu seinem Ehrenmitglied ernannt. Am
Bundestag in Saarbrücken konnte er noch den Ehrenbrief
des Deutschen Sänger-Bundes und die goldene Ehrennadel
des Saar⸗-Sängerbundes in Empsang nehmen. Es war ihm
edoch nicht mehr vergönnt, noch aktiv an unserm 50jährigen
ZJubiläum mitzuwirken. Eine schwere Krankheit hatte ihn
chon vorher ans Bett gefesselt, das er lebend nicht mehr
zerlassen sollte. Seine Sangesbrüder brachten ihm noch am
Festsonntagmorgen ein Ständchen. Es war das letzte Lied,
das er von seinem Verein hörte. Nun sind auch die Grab—
lieder über seinem Grabe verklungen, sein Andenken wird
jsedoch bei uns stets in höchsten Ehren sein!
Bezugnehmend auf einen früher erschienenen Bericht
über den BDuartett-Verein „Arion“ Herrensohr stellen wir
aus eigenem Wissen gerne fest, daß sich der frühere Diri—
gent Oberlehrer Mierswa um das Aufblühen des Vereins
ußerordentliche Verdienste erworben und den Verein zur
setzigen Höhe emporgeführt hat. Es ist erfreulich, daß der
etzige Chormeister den Verein so erfolgreich weiterführt,
D daß ein maitaror Muffstftien 2u «rmarfon steht

Ganu 5t. Inabert.

M.G.B. „Frohsinn“ St. Jugbert empfing zu Gast den
M.G.V. „Lyra“, sowie den Bund der Auslandedeutschen,
Irtegruppe Esch (Luxemburg). Es war dies der Gegen—
esuch der vorjährigen Sängerreise. Die Gäste kamen
zamstags morgens mit Autos an und konnten nach kurzer
zegrüßung im Karlsbergsagale in ihre Quartiere geleitet
berden. Zum offiziellen Empfang fand nachmittags ein
dommers unter Mitwirkung des Zitherklubs sowie der
zt. Ingberter Gesangvereine „Germania“, „Josefstal“ und
Männerquartett“ statt. Zwischen Zither- und Gesangsvor—
rägen obiger Vereine folgten die Begrüßungsansprachen
»es 1. Vorsitzenden Förderer, des Vertreters der Stadt
djunkt Rickert und des Sängerbundes Gauschriftführer
Undres, die alle ausklangen in dem Wunsche, daß es den
zästen in St. Ingbert gut gefallen und sie recht frohe
ztunden verleben mögen, Eine Ueberreichung von Ehren—
rkunden fand statt an den Vorsitzenden des Landesver—
andes der Auslandsdeutschen in Luxemburg Steinlein,
en Ortsgruppenvorsitzenden des Bed. A. in Esch Dedden,
»wie den Vorsitzenden des M.G.V. „Lyra“ Peters, die
ne Anbetracht des Verdienstes um das deutsche Lied im
luslande zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. In Er—
biderung dieser Ehrungen überreichten die Gäste dem
N.G.V. „Frohsinn“ ein großes Bild aller seiner Mit—
lieder. Am Abend gaben die Gäste vor vollbesetztem Hause
in wohlvorbereitetes Konzert unter der Leitung ihres
dirigenten Alfred Niemann und unter Mitwirkung des
zolisten Jules Schneider. Zum Vortrag gelangten Chöre
ind Solis von Menage, Zedtber, Schumann, Schubert,
Fossini u. a. m., die alle mit großem Beifall aufgenommen
yurden. Alfred Niemann zeigte sich auch als ausgezeich—
teter Klaviersolist in Werken von Frank, Chopin, Debussy
ind Liszt. Alles in allem Chor und Solisten gaben ihr
zestes zum guten Gelingen des Konzertes. Am 16. August
ourde ein kleiner Ausflug nach Schüren gemacht, wobei
»ie Gäste und der M.G.B„Frohsinn“ einige Lieder zum
ortrag brachten. Am Nachmittag war nochmals eine
leine Zusammenkunft im Karlsberg, in der gegenseitig
dankes und Abschiedsworte ausgewechselt wurden, die
ille in dem Wunsche ausklangen auf „baldiges Wieder—
ehen!“ Allen Beteiligten, besonders dem Zitherklub,
M.G. V. „Josefstal“. „Germania“ und „Männerquartett“
ür die freundliche Mitwirkung und Unterstützung herz—
ichen Dank.

Gau Schwalbach.

Gau Schwalbach blickt auf ein recht erfolgreiches Gau—
onzert zurück. Den instrumentalen Rahmen gab recht an—
prechend die Gesellschaft der Musikfreunde Derlen. Be—
eiligt waren M.G. V. Schwalbach unter Chormeister Schack—
nann, M.G.V. Griesborn unter Chormeister Wilhelm und
N.G.V. Derlen unter Chormeister Weiland. Namentlich
ühren wir Chöre an von Hegar, Kirchl, Pütz, Werth,
zroß, Arnold und Pauli. Reicher und verdienter Beifall
ohnte Chormeister und Sänger

Sämger-Vereinigung „Einigkeit“ Schwalbach veranstaltete
in wohlgelungenes Werbekonzert. Galt es doch, noch nach—
räglich dem Deutschen Liederkag Rechnung zu tragen. Des—
jalb einigte man sich, an drei verschiedenen Stellen im
Irt das deutsche Volkslied zum Klingen zu bringen. An
edem Platze wurden unter Leitung des Chormeisters P.
zchackmann vier Lieder vorgetragen, die vom ersten bis
um letzten mit immer größerer Begeisterung aufgenommen
vurden. Der Beweis für die Leistung des Vereins lag
zarin, daß bald eine unübersehbare Menschenmenge zu—
ammenströmte. Es wurde allgemein von der Bevölkerung
rewmünicht. üfters sosche Konzerfe im Froeien au gehen. A

a⸗ Alle Sanger treffen sich zum
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Hseren Sie WALIER BERGER in seinen vorzüdlichen Leisftungen als Stimmunassznaer

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