Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 7 IIIII

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Saar⸗Sänger⸗-B
ger-Bund U

uun Seite 155

Herr Gewerkschaftssekretär Franz. Andere Vereine: Männer—
quartett Saarbrücken, Merzig, Karthaus u. a. hatten Ver—
treter entsandt, die die Glückwünsche von ihren Vereinen
entboten. In knapp drei Stunden wurde hier ein Fest ge—
seiert, wie es wirkungs- und ausdruckspoller kaum hier
tattgefunden hat.

»ereins Instrumental bereit erklärt, unentgeltlich an der
Lerschönerung des Werbetages beizutragen. Trotz des reg⸗
ierischen Wetters hatte sich eine große Anzahl der Be—
vohner auf dem „Biehl“ eingefunden. Dem Eröffnungs—
narsch der Blasmusik folgte der Massenchor „Das Lied“
uinter der Stabführung des Dirigenten Brachmann vom
M.G.V. „Cäcilia“. Danach folgten abwechselnd Chöre durch
die einzelnen Gesangvereine, söwie eines Musitstückes durch
zie Blasmusik. Es folgte wieder ein Massenchor „Heilt
eutschem Männersang“, von beiden Gesangvereinen unter
z»er Stabführung des Dirigenten Schmitt vom Quartett—
erein vorgetragen. Dann spielte die Blasmusik den
schlußmarsch, und nun ging es unter den Klängen der
Musik anschließend zum Saale Tausch. Hier fand dann
»as gemütliche Zusammensein der beiden Vereine und
zer eingeladenen Gäste statt. Auch die inaktiven Mitglieder
zatten sich zahlreich eingefunden. Der Vorsitzende des
M.G.V. Cäcilia richtete Begrüßungsworte an alle Er—
chienenen und besonders an den Vorsitzenden des Prims—
algaues Ewen aus Bettingen. Weiter wurden von Herrn
zoffmann zwei Entschuldigungsschreiben der eingeladenen
tehrerschaft vorgelesen, worin der Veranstaltung und dem
erneren Aufblühen des Liedes und der Einigkeit der
zeiden Vereine das allerbeste gewünscht wurde. Hiernach
hurde von dem Streichorchester des M.G.V. Cäcilia der
fröffnungsmarsch „Rudolfsklänge“ gespielt. Dann ergriff
der Vorsitzende des Primstalgaues Ewen das Wort und
prach über die edlen Ziele des deutschen Liedes. Seine
Vorte fanden sehr großen Beifall. Hiernach wurden von
»en beiden Vereinen abwechselnd Liedervorträge darge—
xacht. Die inzwischen von dem Streichorchester des M.G.W.
Läcilig unter seinem Dirigenten Brachmann vorgetragenen
Nusikstücke, sowie ein Chor mit Orchesterbegleitung fanden
illgemeinen Beifall. Hernach marschierte man unter Vor—
intritt der Blasmusik zum Vereinslokale des Quartett—
—
ereins Endres herzliche Worte an die Erschienenen und
zieß sie auch in ihrem Vereinslokale willkommen. Auch
sier folgten dann abwechselnd Lieder und Musikvorträge
der beiden Musikkapellen. Zum Ende der BVeranstaltung
richtete der Gauvorsitzende Ewen nochmals einige Worte
»es Abschieds an die Versammelten und gab zu verstehen,
»aß es ihm in Limbach gut gefallen und daß er wirklich
inen sehr regen Geist für das deutsche Lied gefunden habe.
Auch gab er zum Ausdruck, daß sämtliche Leistungen der
»eiden Gesangvereine, sowie der beiden Musikkapellen ihn
n seinem Erwarten üshertroffen hFoaben.

Gau Merzig.

Der letzte Gautag des Gaues Merzig fand in Menningen
statt. Alle 17 Gauvereine hatten Vertreter entsandt. Gau—
dorsitzender Schulleiter Griebler, Hilbringen, gab einen
Bericht über die letzte Bundesvorstandssitzung, die sich
)auptsächlich mit der Zusammenlegung der drei Sänger—
zünde Mosel, Nahe und Saar beschäftigte. Die Stellung
des Gaues Merzig ist dem Bundesvorstand schriftlich mit—
zgeteilt worden. Ueber die letzte Musikausschußsitzung be—
richtete Gauchormeister Ernst, Schwemlingen. Das Wer—
tungssingen, das am 8. November in Merzig stattfindet,
vurde eingehend besprochen. Der nächste Gautag findet
am 6. Dezember im Gesellenhaus in Merzig statt. Er ist
dem Fabrikgesangverein Merzig übertragen. Bundesschrift—
führer Stein wird einen Vorfrag „Organisation und Kunst“
hzalten. Das Sängerquartett Menningen bot zur Umrah—
mung der Taaung einige schöne Lieder dar.

Gau Neunkirchen.
Die Halbjahresversammlung des M.G.V. „Saargold“
Neunkirchen war seitens der inaktiven Mitglieder sehr
mäßig besucht. Nach Eröffnung durch den Vorsitzenden
P. Weber nahm die Tagesordnung mit dem Verlesen des
Protokolls ihren Anfang. Nachfolgend wurden die Auf—
nahmen neuer Mitglieder im verflossenen Halbjahr be—
'anntgegeben, alsdann konnte der Kassenbestand, welcher
m ganzen gut zu nennen war, vorgetragen werden. Unter
Beranstaltungen wurde ein Kirmesball festgelegt und ein
Ausflug nach Saarbrücken mit Besuch des dortigen Kranken—
hauses Sonnenberg in Vorschlag gebracht. Jedoch soll den
virtschaftlichen Verhältnissen Rechnung getragen werden.
Zum Schluß wurden unter Punkt Verschiedenes Notenwart
und Beitragskassierer gewählt und einige sonstige Not—
wvendigkeiten erledigt. Alsdann schloß der Vorsitzende mit
dem Vereinssängerspruch die Versammlung.
Gau Primstal.

Am Sonntag, den 6. ds. Mts., fand der schon seit
Wochen in Vorbereitung genommene Sängerwerbetag der
Gesamgvereine „Cäcilia“ und Quartett Limbach statt. Er—
freulicher Weise hatte sich auch die Blasmusik des Musif—

Unjserm kurzen Bericht über den liederfrohen Ausflug
des M.G. B. „Liederkranz“ Buprich fügen wir noch hin—
zu: Das Ziel unserer Fußwanderung war zunächst Monelair.
zierbei hatten wir Gelegenheit, das Kloster St. Gangolf
zu besichtigen und unserer Sonntagspflicht zu genügen.
stun erstiegen wir die Höhe, zu welcher unser Weg durch
serrliche Laub- und Nadelwälder führte, bis wir dann
zegen 8 Uhr die Burg Monclair erreichten. Vom Aus—
ichtsturm ließen wir den Blick in die Lande schweifen
uind fühlten uns durch die einzig schöne Aussicht für die
Mühen des Bergsteigens reichlich belohnt. Vor unseren
Füßen sahen wir die Saar, wie sie sich durch die Berge
jsindurchwindet. In der Ferne grüßten uns waldumsäumte
döhen und malerische Tiefen. Wie tat uns das wohl, die
vir aus dem rußgeschwärzten Lande der Arbeit kamen,
das uns zum Genießen der Natur nur wenig Zeit läßt.
Wie wären wir doch so arm dran, wenn wir nicht solche
blätze fänden, die uns den grauen Alltag vergessen und
ins wieder neu aufleben lassen. Bei all diesen herrlichen
Anblicken klangen machtvolle Gesänge durch die feierliche
Norgenstille, getragen von kosenden Frühlingswinden. In
ins jubelte es auf! Jetzt führte unser Weg den nördlichen
bhang des Berges hinab, an der Saar entlang dem
ztauwerk vorbei bis wir gegen Mittag den stolz in Mett—
ach sich erhebenden Pavillon erreichten. Hier ertönten
»ald frohe Lieder von Wandern, Heimat und Vaterland
on der Höhe ins schöne Saartal hinab. Nach Besich—
igung der Sehenswürdigkeiten Mettlachs unternahmen wir
ine herrliche Kahnpartie, die von der Jugend besonders
dankbar empfunden wurde. Auf der Heimfahrt fand das
Frlebte und Geschaute in unsern Liedern seinen frohen
und dankbaren Ausdruck. Eine schöne Stunde bei unserem
jastlichen Vereinsmirt beschloß die vrachtnolle Sänger—
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Mons Braun
Riegelsberg, in der Hohl
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