chor (Manufskript). Opus 46. Sechs Lieder für hohe Stimme
Manufskript). Opus 47. Drei Männerchöre (Hug, Leipzig).
Dpus 48. Suite für kleines Orchester, Satz 123 (Manu—⸗
skript). Opus 49. Suite für 4 Celli, Satz 153 (Manu⸗
kript). Opus 50. Quintett Fis-Moll für 2 Violinen, Bratsche,
Tello und Klavier (Manuskript). Opus 51. Drei heitere
Männerchöre nach Dichtungen alter Meister (Eulenburg,
Leipzig). Opus 58. Acht heitere Villanellen (Originalmelo—
diens fsür hohe Stimme und Klavier (Manuskript). Opus 53.
Zwei heitere Männerchöre (Hochstein, Heidelberg). Opus 54.
Thorische Kammermusik, Saß 15426 (Manuskripts. Opus 55.
Bühnenwerk nach einer Legende von Gottfried Keller
Mänuskript). Opus 56. Zwei ernste Männerchöre: Das
ewige Lied; Sternennacht (Eulenburg). Opus 57. Zwei
Männerchöre: Bauerntrutzlied; Was schmiedest du Schmied
Hochstein). Opus 58. Zwei Männerchöre: Sonnenaufgang;
diebchen am Morgen (PBabst). Opus 59. Suite Nr. 2 für
kleines Orchester (Schulmusik), (Kistner und Siegel). Opus 60.
Drei Stücke für Klavier: Toccata und Fuge in A; Glocken;
Tapriccie (Manuskript). Opus 61. Kantate für Alt, Kla—
rinette, Cello und Klavier. Opus 62. Drei Villanellen für
Alt, Klarinette und Klavier.
Seite 8 IIII'
»uesshhh Saar⸗Sänger-Bund sssut
hih Nr.
Schrifttum.
Professor Max Chop: Wilhelm Rinkens. Biographie. N.
Zimrock, G. m. b. H. Berlin-Leipzig. — Martin Platzer:
Vilhelm Rinkens. (Zu seinem fünfzigsten Geburtstage am
5. Juni 1929). Thüringer Monatsblätter, 37. Jahrgang
1929 Heft 5, Seite 70 ff. — Martin Platzer: Wilhelm
skinkens. Ein deutscher Tondichter. Thüringer Monats—
sefte (Pflüger), 1929, Seite 323. — Carl Bamberg:
Vilhelm Rinkens. Monatliche Mitteilungen des Erfurter
Männergesangvereins e. V. 8. Jahrgang, Nummer 3
Sonderheft: Rinkensfeier am 8. Juni 1929 im
daisersaal zu Erfurt), Seite 7—512. (Enthält neben Lebens—
ind Werdegang, Schaffsen und Drigententätigkeit ein Ver—
eichnis der Werke des Komponisten, Seite 10. — Joachim
Zergfeld: Wilhelm Rinkens zum 50. Geburtstag. Ton und
Takt. Thüringer philharmonische Blätter (Beilage der Eisen—
icher Tagespost“), Nr. 4,. Juni 1929. — Dr. Heinrich
Alexander Winkler: Zurück zur Tonkunst. Zu den Noten
»on Wilhelm Rinkens. Der Türmer. 31. Jahrgang, 1929,
Seite 347-349 (als Notenbeilage „Eines Maienmorgens
tand früh ich auf“ in Villanellenart, Musik von Wilhelm
Rinkens). Dr. Heinrich Alexander Winkler.
Wilhelm Rinkens und der
deutsche Männerchorgesang.
Wenn ich mein Thema so beschränke, weiß ich
2) genau, daß von einer Gesamtwürdigung der
Persönlichkeit Rinkens' keine Rede sein kann. Obwohl
er seinen Ruf hauptsächlich
seinen Werken für Männer—
hor zu verdanken hat, ist
er keineswegs ausschließlich
und einseitig Männerchor—
komponist. Große Erfolge er—
rang er mit seiner Kammer—
musik. Eine ganze Reihe von
Trios, Quartetten, Sonaten
und Suiten für verschiedene
Instrumente, dazu Klavier—
sachen und Lieder werden
erfreulich oft und mit Er—
folg aufgeführt. Auch in
Saarbrücken ist Rinkens von
dieser Seite nicht unbe—
annt. Ich erinnere an einen
sammermusikabend vor zwei
Jahren, bei dem der Kom—
ponist selbst mitwirkte.
Ich glaube, es ist kein
Zufall, daß unsere namhaf—
ten Männerchorkomponisten
ihren Blick stark auf andere
Battungen der Vokal- und
Instrumentalmusik gerichtet
haben. Nur so konnte der
Männerchor ein höheres Ni—
veau erreichen, nur so konnte
und kann der Männerchor,
soweit ihm nicht natürliche
GBrenzen gesetzt sind, den
in den Zeiten der Lieder—
tafelei verpaßten Anschluß
an die übrige musikalische
Produktion wiedergewinnen.
Wilhelm Rinkens zählt unter den neueren
Meistern zu der „gemäßigten“ Richtung, wenn man ihn
überhaupt in eine bestimmte Richtung hineinzwängen
will. Ausgehend von Rrahms dem Pafter jieder de—
näßigt modernen Richtung, schreibt er, wie ihm der
Schnabel gewachsen ist, ohne Originalitätssucht und
Sensationshascherei, ohne Seitenblicke nach rechts oder
links zu werfen. Er teilt die
moderne Vorliebe für alte
Formen und für kontra—
punktischen Stil, selbst—
redend mit einer vernünf—
tigen und zeitgemäßen Frei—
heit, die die strengen Ge—
setze und Regeln erweitert
und dehnt. Ich erinnere
dabei an das Fugato im
Trinklied (Beisp. 1) an ge—
legentliche Verwendung der
Kirchentonarten (in „Die
Werkeluhr“ aus op. 27 und
in „Sternennacht“ aus op. 56)
und an die dreistimmigen
Madrigale (Verbag Kistner
& Siegel). Die Sympathie
für das Alte führte auch
zur Vertonung alter Texte
(op. 51). Nie ist jedoch Rin—
kens extrem, es heißt für
ihn nicht: en twe der Poly—
phonie vder Homophonie;
er gebraucht vielmehr seine
Formen und die einzelnen
Stilelemente in großzügiger
Souveränität dort, wo es
ihm paßt, wo sie innere Be—
rechtigung haben. So hat
das „Trinklied“, obwohl im
wesentlichen polyphon, auch
Stellen im reinen homo—
phonen Stil. Die „Schlichten
Weisen“ op. 27 sind zum
größten Teil homophon ge—
halten, ebenso die ernsten und heitern Gesänge aus
op. 51 und 56.
An manchen Stellen erkennt man den Instru—
nenfoslissten Rinfens un Trinfsied ginen eminont
Wilbelmn Rinkens.