Full text : 9.1931-1932 (0009)

als ein wertvolles Kulturgut, das zu erhalten und zu pflegen
unsere Aufgabe ist. Nach einem kurzen Rückblick in die
Vereinsgeschichte behandelte er die Aufwärtsentwicklung der
Besangvereine in Oberbexbach, welche nach Gründung der
Sängergemeinschaft mit ihren Massenchören dem Gau Hom—
hurg, sowie dem Saar-Sänger-Bund zur Ehre gereicht.
Es folgte die Aufstellung des Herbstprogrammes, in dem
Als Hauptpunkt ein Konzert erscheint. Auch gquf das im
Januar von der Sängergemeinschaft vorgesehene Konzert
wurde hingewiesen. Auf Anregung aus der Versammlung
wurde einstimmig beschlossen, im Jahre 1933, falls die
wirtschaftlichen Verhältnisse es erlauben, das 10jährige
Stiftfungsfest mit Fahnenweihe zu feiern. Am Schluß wurde
ioch Anregung zur Teilnahme am deutschen Bundesfest
in Frankfürt gegeben und das Anlegen diesbezüglicher
Sparkassen schon jetzt empfohlen.

Nr. 6 IIIII

uh Saar⸗Sänger-Bund IIIII

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vastkonzert des Wiener Lehrer-A-cappella-Chores bestimmt
im 13. September, abends 8 Uhr, im Städt. Saalbau
steunkirchen für die Gaue Neunkirchen, St. Pendel, Tholey,
zllingen, Eppelborn und Sulzbachtal stattsinde. Der Büh—
rienausbau im Saalbau für die Wiener Sänger soll nach
»em vom Bunde eingegangenen Plane durch Gauchormeister
sthein ersolgen. Der Tee für die Sänger wird von Gau—
chatzmeister Reuter nach Rücksprache mit dem Saalbauwirt
ereit gestellt. Wegen der Bewirtung der Wiener Sänger
- Bereitstellung eines Imbisses — im Hüttenkasino konnte
»ei dem Eisenwerk hier nichts erreicht werden. Schulrat
Zteeg will eventuell noch verfuchen, mit der Schloßbrauerei
jierüber zu verhandeln. Sollte finanziell auch bei der
Schloßbrauerei Neunkirchen nichts zu erreichen sein, sollen
ille Gaue, die am Konzert teilnehmen, und zwar Neun—
irchen, St. Wendel, Tholey, Illingen, Eppelborn und Sulz-—
zachtal gemeinsam sich in diese Kosten teilen. Sollten sich
»ie Gaue hierzu weigern, ist der Gau Neunkirchen bereit
»ie Kosten in Höhe von 50 Prozent vorläufig auf die Gau—
asse zu übernehmen. Die andere Hälfte soll dann der
Zund tragen. Die Bundesgeschästsstelle soll dieserhalb als—
»ald mit den betreffenden Gauen verhandeln und das Er—
zebnis bis 25. August mitteilen. Für die Saalordnung
ollen von jedem Verein 2 Mann gestellt werden. Die
Aufsicht bei der Saalordnung führt Sangesbruder Scheid—
jauer. Tie Prefse wird von den Sangesbrüdern Fried, Rhein,
Reuter und Schmidt bedient. Ein größerer, musikalisch
vertvoller Artikel über den Wiener Lehrer-A-cappella-Chot
oll pon Gauchormeister Rhein gebracht werden Die Bun—
desgeschäftsstelle soll das Material hierfür bereitstelllen.
Programme, Plakate usw. sollen rechtzeitig durch die Bun—
desgeschäftsstelle zur Verfügung gestellt werden. Bei der
Bundesgeschäftsstelle soll bißs 1. September Anfrage ge—
halten werden, wieviel Karten für das Wiener Konzert be—
tellt sind und ob das Konzert finanziell sichergestellt ist.
Falls für die Wiener Sänger ein offizieller Empfang er—
vünscht ist, wird um Mitteilung von der Bundesgeschäfts—
telle gebeten. Mit der Durchfuͤhrung des vorgeschlagenen
Bruppenwertungssingens in Neunkirchen am 6. März 1932
sat sich der Gauvorstand grundsätzlich einverstanden erklärt.
ßzezüglich der Bestimmung, wonach stets die zwei vor—
zeschlagenen Wertungsrichter von auswärts hierfür zu—
ezogen werden sollen, behält sich der Gauvorstand Neun—
irchen vor, hierüber noch später endgültig zu bestimmen.
die organisatorische Durchführung behält sich der Gau
deunkirchen vor. Der Eintrittspreis für die mitwirkenden
zänger darf nicht höher als 1.— Fr. sein. Das Programm
ierfür soll bis 41. Nopember 1931 gemeinsam von Gauchor—
ieister Endres, St. Wendel, und Rhein, Neunkirchen,
estgestellt sein. Anstelle des bisherigen Gauvorstandsmit—
liedes Klein, Heiligenwald, welches von Heiligenwald nach
zaarbrücken verzogen ist, soll Dieversy, Heiligenwald, treten.
die Versammlung sprach allgemein zum Schlusse ihr Be—
»auern aus, daß vom Bunde diesmal wieder Chormeister
zeck, Homburg, zum staatlichen Chormeisterkursus in Berlin
ntsandt wurde, zumal vom Gau Neunkirchen sich zwei
hormeister hierzu gemeldet hatten. Uebrigens ist Beck
»om Bunde schon zum zweiten Male nach Berlin geschickt
vorden, was nicht angängig sein dürfte. Sch.
An einem herrlichen Julitage traf der über 100 Mann
tarke Chor des M.G. V. Rodalben (Pfalz) zu einem Freund—
chaftsbesuche beim M.G.V. „Frohsinn“ Schiffweiler ein.
den Anlaß dazu gab ein Zusammentreffen auf einem Ge—
angwettstreit, woraus dann ein Freundschaftsband zwischen
bfälzer und Saarlandssängern gewunden wurde. Als erste
iahm „Frohsinn“ Schiffweiler eine Einladung nach Rod—
Lben an. Das Dampfroß brachte die Frohsinnler über
zweibrücken, Biebermühle nach Rodalben, einem von Pfäl—
er Waldungen in Bergen märchenhaft umrahmten Städt—
hen. Am Bahnhof empfingen uns die Pfälzer mit dem
Lfälzer Sängergruß. „Frohsinn“ erwiderte mit dem Saar—
üängergruß. Mit klingendem Spiel und reger Anteilnahme
»er Bevölkerung traf man sich im Vereinslokal, und ein
zrächtig verlausener Kommers beendete den Empfang. Pfäl—
er Weisen von Pfälzer Mädel und Wein, Chöre von Hegar,
N. Neumann wechselten mit saarländischen Heimat- und
chmissigen Studenten- und Rheinliedern. Der solgende
Tag wurde zu gemeinsamen Ausflügen in Rodalbens herr—
icher Umgebung benutzt. Mittags war ein öffentliches Kon—
‚ert am Krankenhaus. Beim Abschied wurde baldiger Ge—
denhbesuch vom Frohsinn Schiffweiler gewünscht. Und an

Gau Merzig.
Die Fahnenweihe des M.G.B. „Harmonie“ in Menningen
berlief bei herrlichsten Sommerwetter in schönster Weise.
Den Auftakt gab am Abend vorher ein Kommers, zu dem
außer einer Anzahl eingeladener Ehrengäste drei Bruder—

M.G.⸗V. Harmonie Menningen.
bereine des Bitzerberges erschienen waren. Den musikalischen
Teil hatte die Musikkapelle Bietzen, die auch die Festmusik
stellte, übernommen. Gesangliche Darbietungen der erschie—
nen und des festgebenden Vereins sorgten neben Musikdar—
hietungen für angenehme Unterhaltung. Am Festtage selbst
sand morgens unter Vorantritt der obengenannten Musik—
kapelle allgemeiner Kirchgang statt. In den ersten Nachmit—
tagsstunden erschienen auch bald die auswärtigen Vereine.
Mit dem Feste war auch ein Blumenverkauf zu Gunsten
ꝛiner neuen Glocke für das Dorfkirchlein verbunden. Um
3 Uhr erfolgte die Aufstellung des Festzuges und der Ab—
marsch zum Festplatz. Daselbst angekommen, erfolgte nach
zinem schneidigen Eröffnungsmarsch der Kapelle, dem Be—
grüßungschor des sestgebenden Vereins und der Ansprache
des Vereinsvorsitzenden die Enthüllung und Weihe der
neuen Fahne durch den Gauvorsitzenden Schulleiter Grieb—
ser, der auch im Anschluß daran eine sinnvolle Ansprache
in bezug auf die Fahne und das deutsche Lied hielt. Darauf
rug der M.G.V. „Liederkranz“ Harlingen, der die Paten—
chaft übernommen hatte, ein schönes Weihelied vor. Sodann
olgten die Gesangvorträge der übrigen Gesangvereine in
der Reihenfolge der eingegangenen Zusagen. Das Fest war
oon 22 Gesangvereinen besucht, 2 Gesangvereine sehlten,
ohne eine Absage gemacht zu haben, außerdem waren die
ODrtsvereine und verschiedene Nachbarvereine erschienen. Der
Besuch der Fahnenweihe war über Erwarten zahlreich, so
daß der umfangreiche, schön gelegene Festplatz voll besetzt
var. Bis zum Eintritt der Dunkelheit fand auf dem Fest—
platz und hernach in den beiden Sälen Tanzlustbarkeit statt.
Mit Stolz kann der Verein auf sein wohlgelungenes Fest
zurückblicken!
Gau Neunkirchen.
In der Gauvorstandssitzung des Gaues Neunkirchen waren
anwesend: Kreisschulrat Dr. Steeg als Vorsitzender, Barth,
Schmidt, Reuter, Klein, Fried, für Glutting Rheinheimer,
Koch, Keßler, Scheidhauer, Rhein, Kunkel, Omlor, Braun
und Jostt Der Vorsitende teilte nochmals mit. dakß das
            
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