Full text : 9.1931-1932 (0009)

ciUphhl Saar⸗Säuger-Bund Issisee

ouuhh Nr. —

schen“, das seit etwa 75 Jahren in Wien lag, unbekannt
geblieben. Aus der Widmung zweier Komtessen Almasy an
zen Vater des letzten Besitzers ergibt sich die Herkunft der
dandschrift. Sie stammt aͤus dem Nachlaß der Komtesse
daroline Esterhazy, verehelichten Gräfin Folliot v. Cren—

AI

die zwei vierhändigen Auszüge der italienischen Ouver—
üren in Ceund D, die Lieder „Abendrot“, „Blondel zu
Marien“ und — in zwei Fassungen — „Geheimnis“ (nach
—chiller), die „Singüͤbungen“ für die zwei Stimmen der
Komtessen Esterhazy mit beziffertem Baß, drei für den

Auf dem Konzertpodium des Breslauer Konzerthauses.

neville, die, zugleich mit ihrer älteren Schwester Marie,
Schülerin Schuberts in Wien und 1818 wie 1824 auf
dem väterlichen Schlosse Zseliz in Ungarn war. Daß Karo—
ine, die 1824 erst 18 Jahre alt war, bis zuletzt in der

Bariton des Freiherrn Karl v. Schönstein transponierte
Müllerlieder, „Walzer“ vom Jänner und „Deutsche“ vom
Oktober 1824. Diese von 1815 bis 1828 reichenden Hand—
schriften sind zum Teil verschollen, zum Teil in anderen

Vor der Jahrhunderthalle in Breslau.

besonderen Gunst Schuberts stand, erhellt nicht nur aus
der 3 der (posthum erschienenen) vierhändigen Fan—
tasie in F-Moll op. 103, sondern gerade auch aus den
dandschriften, die Karoline von Schubert bewahrte und
hrer Base Rosa hinterlassen hat: das Kloviertrio in Es.

Besitz (Wien, Berlin, London) übergegangen. Ein paar
ür den Baß des Grafen Johann Karl Esterhazy, dem
„Das Abendrot“ zugedacht war, transponierte Lieder („Der
Alpenjäger“ nach Mayrhofer, „Geistesgruß“, „Der Wan—
derer“)y sind bei seinen Nachkommen verbliehen. Mehrere
            
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