Nr. 5 sPulsuruiee jezentuäe
h Saar⸗Sänger-Bund jsnrttttt
IIljl Seite 119
Hom Büchertissch.
Zeitschrift für Musik, gegründet 1834 von Robert
Schumann, Monatsschrift für eine geistige Erneuerung
der deutschen Musik, Haupischriftleiter Dr. Alfred Heuß,
Preis vierteljährlich 4 M., Einzelheft 1,50 M. Verlag
Gustav Bosse, Regensburg. In dieser dem Gedächtnis
Robert Schumanns gewidmeten Nummer weisen wir mit
bhesonderem Nachdruck und wärmster Empfehlung auf diese
wertvolle Musikzeitschrift hin, die zielbewußt an der großen
Tradition unserer Meister anknüpft, aber mit feinem Ver—
ständnis auch dem guten Neuen den Weg bereitet. Das
uns vorliegende Juͤliheft ist auf Richard Waqner und
Bayreuth eingestellt und bringt aus der Feder erster Fach—
autoren Aufsätze über die Bühnenbilder zu den Wagner—
jpern, über Farbe und Licht auf der Bühne im Parsifal,
über Bayreuth und die deutsche Kunst, über die Drama—
turgie des Nibelungenringes (Prof. Hans Wildermann,
Prof. Dr. Hermann Unger, Prof. Dr. Hans Joachim
Moser). Besonderes Interesse beanspruchen fünf bisher
unbekannte Briefe Wagners und Dr. Oswald Jonas: Das
Skizzeubuch zu Robert Schumanns Jugendalbum. Be—
richte aus der Welt der Musik und asnee beschließen
auch diese wertvolle Nummer.
Der 9. Band des „Großen Brockhaus“, dessen bisher
oorliegende Bände unentbehrliche Ratgeber des modernen
Menschen geworden sind, wird — wie wir erfahren —
noch Ende dieses Monats herauskommen. Das Erscheinen
wird also in schnellem Tempo gefördert, so daß zu er—
varten ist, daß noch in diesem Jahre die Hälfte des großen
Werkes vorliegt fiekehiß freudig begrüßt von allen Be—
ziehern, für die sich mit jedem Band der Wert dieses
inzigartigen Werkes steigert.
Hans FJonchin Moser, Die Epochen der Musikgeschichte
un Ueberblick. Verlag J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachf.,
Ztuttgart und, Berlin. Es handelt sich hier um eine knappe,
ber sachlich tiefgreifende und überaus fesselnd geschriebene
Nusikgeschichte, die nicht nur die Höhepunkte der deutschen
donkunst, sondern auch die internationalen Wechselbe—
iehungen von der Antike her his zur Gegenwart be—
euchtet und dabei gleichzeitig das gesamte Geiestsleben
n seinen Durchdringuüngen nß interessanteste und iarben—
eichste ins Licht rückt. Der gelehrte Verfasser hat hier
»ein Werk geschaffen, das dem gebildeten Laien, aber auch
)em Fachmann wertvollste drnen bietet für das
ßerstehen der Fiune und ihrer Probleme. Wir weisen
chormeister und Sänger nachdrücklichst auf die bedeut—
ame Erscheinung hin.
Arnold Mendelssohn, die Grundlagen seines Schaffens
und seine Werke von Hermann Hering, Verslag G6ustav
ßosse, Regensburg. Der verdienstvolle greise Darmstädter
Meister, der aus der Tiefe retigiösen Empfindens eine
—
ind gemischten Chor schrieb — ich erinnere nur an feine
„Geistsiche Chormusik“ op. 90 und an „Das Gebet des
derrn“ für drei Chöre op. 105 — steht uns Sängern
atürlich besonders nahe. Um so freudiger begruten wir
iese lebendig geschriebene Schrift, die uns Leben und
—„chassen Mende ssohns anschaulich vergezgenwär ig:, durch
die feine psychosogische Deutung und Begründung seines
debenswerkes aber ihren besonderen Reiz erhält. Ecörtert
verden die A-cappélla-Chöre für Möinne- und gemischten
Lhor, die begleiteten Vokalwerke geistlichen und weltlichen
Inhalts, seine Bühnenwerke und sein Liedschaffen.
dualuatzshuhe (chuhhaus Scheuer daarbruen ?
Le Tradueteur, eine Zeitschrift in Deutsch und Fran—
zöfisch, beide Sprachen rein und richtig nebeneinander—
geftellt, wird überall dort willkommen sein, wo Vor—
enntnisse schon vorhanden sind und das Bestreben be—
steht, sich in angenehmer Weise weiter zu unterrichten.
Probeheft kostenlos durch den Verlag des Tradueteur in
La Chaux-de-Fonds ESchweiz).
Festblätkher für das 11. Demtsche Sängerbundes-Fest
Frautfurt a. M. Soeben erschien mit wertvollen Auf—
ätzen und trefflichem Bildschmuck das erste Heft der
Frankfurter Festblätter. Die Schriftleitung liegt in den
Zänden von Dr. Rudolf Werner, als Verlag zeichnet
Englert KeSchlosser, Frankfurt a. M., Mörfelder Land—
traße 109. Die Festbeätter erschienen in 12, Heften in
zwangloser Folge. Gesamtbezugspreis bei Sammel⸗
hestellungen von 6 Stück ab franko, Einzelheft 60 Psg.
Für alle, die sich recht auf den Besuch des Bundesfestes
rüsten wollen, sind diese fein redigierten Blätter eine
Notwendigkeit. Aber auch Sänger, die zu Hause bleiben,
verden sie mit großem Interesse durchsehen und so doch
m Geiste zugegen sein können, Wir bitten Vereine and
Zänger, ihre Bestellungen, möglichst gesammelt, baldiast
vem Verldg üherweisen zu wollen
Frankfurt einst und jetzt, heransgegeben vom Lehrer—
zerein Frankfurt, Verlag Moritz Siesterweg, Frankfurt
im Main. Preis geb. 4 M. Der Presseausschuß des Frank—
urter Lehrervereins hat sich mit diesem Werk ein Denk⸗—
nal gesetzt: es vergegenwärtigt uns in klargezeichneten
Ausschnitten den ganzen Umfang des — geo⸗
rraphischen, historischen, ku turhistorischen, kunsthistorischen,
jolicischen, sozialen Bildes dieser ruhmreichen und noch
‚eute weltwirtschaftlich und geistig üderaus bedeutsamen,
iuf vielen Kulturgebieten führenden Stadt. Ein allge—
neiner Literaturnachweis fundiert die von einzernen Fach—
zelehrten verfaßten Aufsätze. Ein technisch tresflticher Bild—
inhäng mit kulturhistorisch erlesener Auswahl bereichert
»as Werk, auf das wir unsere Sängerschaft im Hinblick
ruf das bevorstehende Sängeebundesfest in Frankfurt mit
zerzlichster Empfehlung hinweisen möchten, wesentlich.
Singendes Volk, ein Buch zum Singen und Musizieren
ür Schule und Haus, herausgegeben von Josef Hoffmann
inter Mitarbeit von Professor Heinrich Martens, Professor
zeorg Rolle, Professor Richard Schneider. Verlag Moritz
diesterweg, Frankfurt a. M. Preis 4 1 1,70 M„A2
90 M. B1 0,70 M., B2 0,80 M. (C1 1,95 M.,
—539 1190 MW. Auf diesfes Lizderhuch, an dom unsöar im
Passage⸗Kaufhaus AG 38