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Saar⸗Sänger⸗Bund
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anderes geben muß als immer mehr zu produzieren und
zu indusitrialisieren. Der wahre Idealismus führe zu
dem, was unserer Zeit so notwendig wäre: der Ehrfurcht
»or der Ansicht anderer, auch wenn diese jenseits der
Brenze unseres Erkennens liege. Er beglückwünschte den
Verein, der unter der musikalischen Leitung des eifrigen
l. Gauvorsitzenden Warken steht, zu seinem Jubelfeste und
prach ihm Dank für das gute Vorbild, das er anderen
Vereinen gebe. Namens der Gründer sprach der lang—
ährige und verdienstvolle Dirigent Johann Schmitt. Pastor
Münch hob insbesondere den feinen Rahmen der Jubi—
äumsfeier hervor. Mit Dankesworten des Vorsitzenden
schloß die Feier, die wieder einmal gezeigt hat, daß die
Zänger in St. Wendel bestrebt sind, von dem alten Rahmen
des Festefeierns abzugehen und nur noch das Künstlerische
;in den Vordergrund zu stellen. Mit dem AMjährigen
Vereinsjubiläum fiel das Jubiläum eines verdienstvollen
Führers des Vereins zusammen, nämlich das 20jährige
Präsidentenjubicäum des früheren Vorsitzenden Kaspar
der letzten Sitzung, welches von den anwesenden Dele—
gjierten gutgeheißen wurde. 2. Die Vorstandswahl ergab
instimmig: 1. Vorsitzender Dr. Steffens, Oberthal; 2. Vor—
tzender Joh. Schu: 1. Schriftführer Joh. Jung; 2. Schrift—
ihrer Jos. Kirtz: 1. Gauchormeister Peter Marr; 2. Gau—
hormeister Heinrich Meyer; 1. Schatzmeister Adolf Groß;
2. Schatzmeister Joh. Kirch; Pressewart Joh. Jung. 3. Die
shrung der Sünger von Marpingen wird,da noch eine
xẽͤhrung von Sangesbrüdern des M.G. V. Alsweiler bevor—
teht, bis zum Gaukonzert zurückgestellt. 4. Das Gau—
onzert findet am 20. August in Marpingen statt. Mit
iner Stimmenthaltung wurde beschlossen, das Fest mit
MNusik zu verschönen. Als Unkostenbeitrag soll von den
Nitgliedern der Gesangvereine 1,— Fr. erhoben werden,
stichtmitgkieder zahlen den ortsüblichen Preis von 3,— Fr.
Ddie Ausarbeitung des Programms und die Einteilung
der Reihenfolge beim Singen wird dem Gauchormeister und
dem 2. Vorsitzenden übertragen. Wegen der Kürze der
Zeit werden die Delegierten gebeten, dafür Sorge zu
ragen, daß ihre Vereine ihre Lieder umgehend dem Gau—
hormeister mitteilen. 5. Unter Punkt Verschiedenes wird
heschlossen, die nächste Gautagung in Oberthal abzuhalten
Gau Wadgassen.
M.G. V. zur Pflege des deutschen Voltsliedes Hosten⸗
bach begann am 28. Juni vor dem Schulhause unter den
schattigen Linden sein Werbekonzert mit Kerns Frühlings—
lied „Der Lenz ist gekommen“. Es folgten: „Rheinwein—
lied“ und „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ von
Mendelssohn, „Ein Jäger aus Kurpfalz“ von Othegraven,
„Jetzt danzt Hanemann“ von Moldenhauer, „Der Schwur
am Rhein“ von Sonnet und „Wenn die Soldaten“ von
Heinrichs. Der Orchesterverein von Hostenbach umrahmte
die Veranstaltung mit Darbietungen alter und neuer
Meister. Der deutsche Sängergruß beschloß wirkungsvoll
das Konzert.
Gau Warndt.
Kaspar Klos,. M.G.V. Alsfassen⸗Breiten.
Klos. Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres hat der
Jubilar nach 28jähriger Tätigkeit im Vorstand, darunter
2ojähriger Vräßidentschaft, die Führung des Vereins einer
jüngeren Generation übertragen. Wieviel aufopfernde Ar—
heit hat der Jubilkar in dieser langen Zeit dem Verein und
der Sangessache gewidmet in stiller Bescheidenheit nur
von dem ideellen Gedanken getragen, auf alles Lob ver—
zichtend. Die Früch e seines unermüdlichen Arbeitens, der
oacht. iche Aufstieg seines Vereins, mögen ihm Lohn seines
Schaffens sein. So wie der Jubilar immer das Persön—
iche zurückstellte und nur der Sache und dem deutschen
died diente, so hat er auh nach Niederlegung des Vor—
itzes gehandet: er blieb als aktiver Sänger weiter unter
uns als leuchtendes Vorbild für unsere Jugend. Dafür
ihm besonderen Dank. Der Verein hat den Jubilar in
dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste zum
Ehreuvorsitzenden ernannt und ihm eine Ehrenurkunde
in aller Seille, nur im engen Kreise der Sänger, so wie
es der Einste Iung des Jubilars entspricht, überreicht Möge
es dem Jubikar vergönnt sein, noch vecht viele Jahre in
geistiger und körperlicher Frische seinem Ideal zu dienen,
das wünschen wir ihm von Herzen!
Gau Tholey.
Zu der Gautagung des Gaues Tholey in Marpingen
varen sämtliche Gauvereine, mit Ausnahme von Oberthal,
der entschucdigt war, vertreten. M.G.V. Marpingen er—
zffnete mit dem Sängergruß und dem üblichen Be—
grüßungslied. 1. Der Schriftführer verlas das Krotokolf
Den festlichen Auftakt zum 25. Jubelfest des M.G.V.
„Euterpe“ Gwoßrosseln gab ein Festkommers, dessen Teil—
tiehmern Vorsitzender Berwanger herzliche Grüße entbot.
Inter den Ehrungen nennen wir besonders die zum 10—
ährigen Dirigentenjubiläum von Chormeister Ladwein. Der
)übsche Prolog von Frl. Niggemann, die Instrumental—
orträge der Werkskapelle unter dem Stabe von Kapell—
neister R. Pfanner, sowie die wirkungsvollen Chöre, ins—
esondere Zöllners „Heini von Steier“ unter Chormeeister
radwein fanden dankbaren, wohlverdienten Beifall. Am
zonntag wuchs sich die Jubelfeier zu einer maächtvollen
zängerheerschau und einer gewaltigen Kundgebung für
»as deutsche Lied aus. Imponierend war der Festzug durch
zie reichgeschmückten Straßen zum Festplatz. Weit über
2000 Teilnehmer vereinigten sich hier zu einer herz—
rhebenden, eindringlichen Feststunde, die übrigens durch
den Südfunk und Südwestfunk auch die ·Aufmerksamkeit
»er deutschen Brüder jenseits des Rheins und des Aus—
ands auf dieses markante Treubekenntnis des Warndt zu
»eutschem Vork und Volkstum richtete. Bundesschriftführer
ztein gab diesen Gefühlen lebendigen Ausdruck, als er
die soziasversöhnende, volkserzieherische und nationale Be—
eutung des deutschen Liedes ins Licht rückte. Kommerzien—
at Dr. Hermann Röchling feierte das Lied als Binde—
zlied zwischen allen Deutschen auf dem weiten Erdenrund.
Redakteur Buchleitner gedachte mit warmen Worten des
zeliebten Vaterlandes. Ein recht erfreuliches Bild über
die künstlerische Arbeit im rührigen Warndigau gaben so—
wohl die Massenchöre unter Gaäauchormeister Ladwein als
auch die Einzelsingen der geladenen Vereine. Es war
virklich ein Genuß, der bunten Folge dieser Chordarbie—
ungen in diesem entzückenden Waldrahmen zu folgen,
ind noch selten haben wir bei einer derartigen Gelegen—
jeit eine so andächtig lauschende Menge angetroffen. Jubel⸗
»erein und Gau können das prachtvoll verlaufene Fest
ils einen großen Erfolg ihrer fleißigen, zielbewußten Ar
zeit im Dienste am deutschen Liede huchen!;