Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 5 IIII
nacht wurde. An der Blies entlang führte dann der
Weg nach der Bliesgersweiler-Mühle und den steilen Berg
hinauf nach Auersmacher, wo gemeinsam Mittagsbrot ein—
zenommen wurde. Anschließend fand auf dem Marktplatze
zusammen mit dem M.G. V. „Cäcilia“ Auersmacher eine
Kundgebung für das deutsche Lied statt. Bei dem ge—
selligen Zusammensein wurden von beiden Vereinen schöne
Lieder vorgetragen.

Allll Saar⸗-Sänger-Bund P

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an das Volk, an die Menschheit. Das Lied sende Licht in
die Tiefe des menschlichen Herzens. Es verlange aber
riicht nur oberflächliches Hören, sondern ein inneres Ver—
arbeiten. Von Herzen kommend möge es zu Herzen gehen.
MG.B. „Saüͤmgerbund 1871“ Saarwellingem feierte sein
z0jähriges Stiftungsfest, verbunden mit Gausest des Gaues
Zaarlouis. Am Vorabend sammelte sich der festgebende
Lberein mit befreundeten Vereinen zu einem Festkommers.
Als Vertreter des Bundesvorstandes war der 2. Bundes—
hriftführer Grebe, als Vertreter des Gaues Gauvor—
tzender Jakob Rupp erschienen. Ein besonderes Gepräge
rhielt die Veranstaltung durch das Doppeljubiläum des
chormeisters Nikolaus Kammer, der 50 Jahre Sänger und
0 Jahre Chorleiter ist. Der Verein wartete under der
Zztabführung von Nik. Kammer mit einem trefflichen Pro—
zramm auf. Die Lieder wurden frisch, tonrein und lebendig
orgetragen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch
Lorträge des Musikvereins „Harmonie“. Der Vereinsvor—
itzende Ucko konnte eine stattliche Zahl Gäste begrüßen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Ehrung der
zeiden Jubilare, des Dirigenten und des aktiven Mit—
gJliedes Stein, die beide auf eine 50jährige aktive Sänger—
ätigkeit zurückblicken können. Nachdem der 2. Bundes-—
chriftführer des S.S.B. Fritz Grebe beide Sänger als
euchtendes Beispiel hingestellt und die besonderen Ver—
ienste des Chorleiters gebührend gekennzeichnet hatte,
berreichte er beiden den Ehrenbrief des Deutschen Sänger—
undes und die Ehrennadel des S.S. B. für 50jährige
dätigkeit, zugleich dem Verein das Lied „Lebenslied“.
chorleiter Kammer dankte in bewegten Worten. Es kamen
beiter zum Vortrag Lieder des M.G.V. „Liederkranz“
zaarwellingen unter Leitung von Wilhelm Klein und
doppelquartett für gemischten Chor Fraulautern unter
reitung von Jakob Rupp. Besonders begrüßt wurden die
ertretker eines Vereins aus Conz, der zu dem Saar—
vellinger Verein schon lange Jahre freundschaftliche Be—
iehungen hat. Nicht vergessen soll der kurze Abriß der
heschichte des Vereins durch den Vorsitzenden der Saar—
vellinger Feuerwehr sein, ging doch der Gesangverein aus
der Feuerwehr hervor Fr. Gr.
Gau St. Ingbert.

M. G. B. St. Johcnner Sängerbund erhielt in einer
seiner letzten Proben unerwarteten Besuch des Vorsitzenden
des M.G. V. „Liederkranz“ Köln a. Rh. der sich zufällig
im Probelokal des St. Johanner Sängerbundes Wartburg
zufhielt. Nach herzlichen Begrüßungsworten des 1. Vor—
sitzenden Peter Klein und nach dem Erklingen des deut—
schen Sängergrußesdankte der Kölner Gast aufs wärmste.
Er gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß
es ihm unerwartet vergönnt sei, den in der gesamten
deutschen Sängerwelt bekannten Komponisten Erwin
Lendvai, den Chorleiter des St. Johanner Sängerbundes,
dersönlich kennen zu lernen. Frohe Stunden vereinte nach
der Prohe noch Gast und Verein. Fr. Gr.
Gau Saarbrücken-Burbach.
Der große Saal des Volkshauses »sah ein zahlreiches
Publikum zum Chorkonzert des M.G.B. „Lie der tafel⸗Har⸗
munie“ Eanrbrücken 5. Unter der Stabführung des Diri—
genten Hans Wagner brachte der Chor 12 Lieder zu Ge—
zdör. Besonders gefielen: „Sagt mir, ihr schimmernden
Sterne“, „Ich hört ein Sichlein rauschen“ und „Wenn wir
Zoldaten“. Das ausgeglichene Stimmenmaterial und sorg—
ältige Schulung sicherten den Darbietungen besten Er—
olg.e. Die beiden Solis des Mitgliedes Nikolaus Puhl
Bariton) fanden starken Anklang. Hervorzuheben ist die
Mitwirkung des Kammertrios von Gersweiler (Klein Paul,
Violine; Pütz Willi, Cello: Milchior Fritz, Klavier). Es
pielte drei Stücke von Mendelssohn, Beethoven und
Brahms, zeigte sich seinen Aufgaben gewachsen und fand
reichen Beifall. Der Reinertrag der wohlgelungenen Ver—
anstaltung wurde dem katholischen Volkshaus herigen.
w
Gau Sdqurlouis.

Ein großangelegtes Gauwerbekonzert veranstaltete der
Ban Sanarsonis im Stadtpark. Zu einer vorherigen
Beneralprobe trafen sich sämtliche aktiven Sänger und
zZogen dann unter den Klängen einer Kapelle nach dem
Stadtpark. Dort war bald der letzte Platz besetzt, so daß
die größte Zahl sowohl der Zuhörer als auch der Sänger
stehen mußte. Nach der Ouverture zu „Egmont“ von Beet—
hoven, vorgetragen vom Musikverein „Harmonie“ Saar—
vellingen, fsrug jeder Verein des Gaues zwei Lieder vor.
üm es gleich vorwegzunehmen, es wurde schön und tüchtig
zgesungen. Jeder Verein setzte seine Ehre darein, für eine
zroße Sache, für das Lied zu werben. „Liederkranz“ Saar—
vellingen (Dirigent W. Klein): a) Sonniger Lenz, b) Wir
bleiben deutsch am Rhein (Sonnet); „Liedertafel“ Waller—
fangen (Dirigent Sibille): a) Abschied vom Walde (Mendelssohn),
 b) Mädel, wie blüht's (Krause); „Sängervereinigung“
Lisdorf (Dirigent Recktenwald); a) Sei wieder mein (Rath—
zgeber), b) Der Tanz im Tau MDanschler); „Sängerbund“
Saarwellingen: a) Lebenslied (Kaun), b) Abreise (Werth);
„Sängerkreis“ Saarlouis 1 (Dirigent Recktenwald): a)
Frühling am Rhein (Breu), b) Am Brünnelein im Walde
Feuerleber'; „Germania“ Lisdorf (Dirigent Schulden):
Der Schleichdieb (Hansen), b) Es zog der Maienwind
zu Tal (Steubner); „Sängerbund“ Fraulautern (Dirigent
hoffmann): a) Kapitän und Leutenant (Heinrichs), b) Rhei—
nische Brautfahrt (Ulrichh; „Sängerbund“ Saarlouis 2:
) Der frohe Wandersmann GMendelssohn), b) Schwaben—
liesel (Moldenhauer); Musikverein „Harmonie“ Saarwel—
lingen spielte noch „Geschichten aus dem Wiener Wald“
pon Strauß und einige Militärmärsche. Der 2. Bundes—
schriftfrührer Fritz Grebe führte aus: Der Bund und seine
ihm angeschlossenen Vereine und Gaue bemühen sich auf
das stärkste, durch Werbekonzerte die Oeffentlichkeit mehr
für die Sangessache zu interessieren als bisher. Die Kunst
habe die Aufgabe, die Menschen wieder einander näher zu
bringen in sozialer, gesellschaftlicher und völkischer, Hin—
sicht“ Die Kunst verlange aber auch vom einzelnen stärkstes
Arheiten an sich selhst und Hingabe an das agroße Ganze.

Sein 50jähriges Stiftungsfest eröffnete M.G.V. „Lyra“
sohrbach mit einem Gedenken an den verewigten Chor—
neister Leidinger an dessen Grabe. Dem Liedergruß und
er Kranzniederlegung folgte ein weihevoller Festakt am
driegerdenkmal. Hieran schloß sich die Aufstellung zur
dirchenparade. In der Pfarrkirche brachte der Jubelverein
inige Chöre während dem Hochamte gut zum Vortrag.
dach dem Hochamte marschierte man unker Begleitung der
Nufikkapelle zum Vereinslokal. Am Nachmittag bewegte
ich ein stattlicher Festzug durch die Ortsstraßen zum
zestplatz im Staatswald. Dort brachte zuerst der fest—
ebende Verein einen Begrüßungschor mit Blasorchester zum
zortrag. Danach hielt der Vorsitzende Ferd. Schwarz eine
snsprache, in der er die Ehrengäste und die Festteil—
lehmer begrüßte. Dann überbrächte der Bundesschatz—
aeister Düren die Grüße des Saar-Sänger-Bundes und
hrte die drei Sänger Wilh. Klahm, Herm, Ziegler und
Jak. Rammo mit der silbernen Ehrennadel für ihre 25—
ährige aktive Sängertätigkeit. Es folgten dann die ein—
elnen Vereine mit Gesangsvorträgen, Sie zeigten, mit
pelcher Hingabe die Sänger dem deutschen Liede dienen.
das Jubelfest verlief in schönster Weise.

Gaun 5ulzbachtal.

Bei der Gautagung des Gaues Sulzbachtal fehlten zwei
Lereine, die jedoch verhindert waren, weil sie zu gleicher
zeit die Sangesbrüder aus Annweiler empfangen mußten.
zn Abwesenheit des 1. Schriftführers verlas sein Stell—
ertreter, Sangesbruder Bonn, die Niederschrift der letzten
Tdagung. Der' Vorsitzende berichtete über die Gauvor—
tandssitzung vom 1. Juni, die mit dem Gau Homburg
usammen stattfand. Beide Niederschriften wurden ge—
iehmigt. Sodann wurde der Quartett-Verein „Thalia“
Dudweiler in unseren Gau aufgenommen. Ein herzliches
Villklommen unsern lieben Sangesbrüdern aus Dudweiler!
Anschließend folgte eine kurze Besprechung des verflos—
enen Goiu-GHGonzrerts Doß die Sthuoervnereiniounaga 1877
            
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