Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 5 Iusurn.
Bundesvorsitzender Dr. Bongard gab dann großzügige
Perspektiven über unsere volkserzieherische Aufgahen, die
veit über die Pflege des Männerchores hinausgriffen in
der Bildung des deutschen Menschen aus dem Geiste der
deutschen Musik, der deutschen Kunst. Bundesgeschäfts—
ührer Rauchholz erläuterte die Ziele und Aufgaben des
Nahe-Mosel-Saar-Sängerbundes. Lehrer Wagner rief zu
reuem Zusammenwirken im Dienst am deutschen Liede auf.
Begeisterte Zustimmung fand die Tagung in den packenden
Worten des Winzers Reidenbach. Dem Schlußwort des
Bundesvorsitzenden folgte als machtvoller Ausklang der
deulsche Sängerspruch.
Die zweite entscheidende Tagung der Nahesängerschaft
'and in Kreuznach statt. Hier ist dem M.G.V. Kreuznach
aAnd dem M.G.V. Roxheim für ihre trefflichen musikalischen
Gaben zu danken. Gauführer Obersekretär Leonhardt be—
grüßte wärmstens Beigeordneten Dr. Löwe, Bundesvor—
ützenden Dr. Bongard, Bundesgeschäftsführer Rauchholz
und die Presse und gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch
diese Versammlung einen so günstigen Eindruck der Ein—
mütigkeit hinterlassen möge wie die Tagung in Sobern—
heim. Zweiter Bundesvorsitzender Buddenberg betonte die
Notwendigkeit zur Zusammenfassung der Nahe-, Mosel- und
Saarsängerschaft, aber auch die sangesbrüderliche Ver—
undenheit mit dem Rheinischen Sängerbund. Auch hier
entkwickelte Bundesvorsitzender Dr. Bongard in längeren,
zu Herzen gehenden Aussührungen Inhalt und Umfang
unserer Kulturarbeit. Eindringlich sprach er sich über
die Bedeutsamkeit des Chormeisters als eines Volkserziehers
und über die Aktivierung unserer Sängerschaft aus. Wir
dürfen die historische Stunde nicht verpassen. Aus Ver—
antwortungsbewußtsein heraus wollen wir unserem Volke
helfen. Aus Anspruüchslosigkeit koömmt wahre Größe. Wenn
unser Volk wieder weiß, was es will, dann wird es fühlen,
was es soll! Bundesgeschäftsführer Rauchholz folgte den
aufrüttelnden Worten des Vorsitzenden mit interessanten
Ausführungen über unsere große Organisation und unsere
Pflichten gegen sie. Nachdem auch noch die Vertreter der
zum Hessischen Sängerbund strebenden Vereine gehört
waren, schloß Gauvorsitzender Leönhard mit Worten des
Dankes die bedeutsame Tagung!
Dem Bericht aus dem Nahegau fügen wir hinzu, daß
auch hier die Sängerschaft sowohl in den Städten als
auch auf dem Lande nachdrücklichst den Deutscichen
Liedertag zur Werbung für das deutsche Lied benutzt
zat. Auf einen hohen Ton war das 50. Jubelfest des
M.G.V. „Arion“ Bingerbrück gestellt. Vorsitzender
Bernhard entbot den zäahlreichen Gästen, die den Rats—
kellersaal bis auf den letzten Platz besetzt hielt, herzliche
Willkommsgrüße: den WVertretern der Behörden, dem
Bundesschriftführer des S.S.B., der Presse, allen Gästen,
nicht zuletzt der sangesbrüderlich verbundenen Sänger—
schaft. Bundesschriftführer Stein rückte in begeisternder
Rede die soziale, nationale, künstlerische und volkserziehe—
rische Bedeutung unserer Bundesarbeit ins Licht, dankte
den Behörden für ihr freundliches Interesse, dem Jubel—
berein und dem Bruderverein für seine köstlichen Lied—
gaben und überreichte den Sängerveteranen Wilh. Hacker
und Karl Heinzmann die Ehrennadel des Bundes. Nun
tolgten weitere Gratulationen bei Ueberreichung der Zelter—
Plakette des Preußischen Kultusministers durch den Ver—
reter des Landrats, sowie von Fahnennägeln, Noten und
anderen Gaben befreundeter Organisationen der Stadt und
des Gaues. Der Bundesvorstand des N.M.⸗S.Sänger⸗—
bundes stiftete dem Jubelverein einen Chor Matthieu
Neumanns. Gauvorsitzender Buddenberg fand begeisternde
Worte voll hohen vaterländischen Schwunges, als er der
Stunde gedachte, da die Sangesbrüder vom Reich denen
»on der Saar jetzt endlich zu engstem Zusammenschluß die
Brirdarhand reichen dürfen. Die künstlexischen Nufdahen

wohpryurnesppruhh Saar-Säuger-Bund IIIPPPffuefirrpurpugpee pepersupuesusssihll
des Festabends löste Musikdirektor Winkel sowohl mit den
oohlgeschulten Mannen des Jubelvereins als auch mit
einem wackeren Knabenchor aufs trefflichste, wie auch der
ßruderverein „Rheingold“ unter dem Stabe von Musik—
direktor Jäger unter Beweis stellte, wie ernst es ihm um
zie Pflege der deutschen Kunst geht. Dem Festabend folgte
im Sonntag eine Gedächtnisstunde für die Gefallenen und
Lerstorbenen und ein wahres Volksfest auf der für ein
ßzismarckdenkmal vorgesehenen Elisenhöhe, von der aus
»er Blick über eines der entzückendsten Landschaftsbilder
chweift, das Deutschland kennt!
Zu einem Volksfest in schönstem Sinne des Wortes ge—
taltete sich auch das 35. Stiftungsfest des M.GW.
NReckenbach. Den Auftakt gab ein Festabend mit dem
Lorsitzenden Näher als freundlichem Sprecher und den
nusikalischen Gaben des Orchesterbereins Sötern zund der
M.G. V. Achtelsbach und Sötern. Der Sonntag sah dann
inen gewaltigen Festzug durch den prächtig geschmückten
Irt: weit über 30 Vereine mit wehenden Fahnen und
wei Musikkapellen, wahrlich ein überaus festliches Bild!
Auf dem Festplatz entbot Herr Gisch die Willkommsgrüße
z»es M.G.V. Meckenbach, entrollte in markigen Strichen
die Vereinsgeschichte und rief die Jugend begeistert in
»en Dienst des deutschen Liedes. Gauvorsitzender Matthieu
berbrachte in herzlicher, zündender Rede die Glückwünsche
»es Nahe-Mosel-Saar-Sängerbundes, zeichnete die hohe
zedeutung des Liedes für Volk und Vaterland, nament—
ich in wolkenverhangenen schweren Zeiten und gab der
euen Fahne als einem Feldzeichen der Einigkeit und
treue mit herzlichen Wünschen die Weihe! Frieda Georg
iberreichte mit einem hübschen Prolog die Fahnenschleife
»er Ehrendamen, Vorsitzender Jung vom M.G. V. Achtels⸗
»ach überreichte mit warmen Glückwünschen ein gleiches
veschenk, der Patenverein M.G.V. Sötern brachte sein
zahnenlied zum Erklingen und ließ durch seinen Vor—
itzenden Bauer seine brüderlichen Wünsche zum Ausdruck
»ringen. Gauvorsitzender Matthieu überbrachte die Ehrun—
zjen des Bundes. Zu konzertlichen Leistungen kam es nun
»eim Singen der Vereine. Reicher Beifall wurde den
Lhören, den Chormeistern und der Sängerschaft zuteil.
der Jubelverein darf auf sein würdig verlausenes Fahnen—
veihfest mit stolzer Freude zurückblicken!

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Gau Bisttal.
Gau Bisttal veranstaltete in Differten ein Werbesimgen.
Auf freiem Platze wurden vorgetragen: Sängergruß, „Das
zeutsche Lied“ (Kalliwoda) and „Wo gen Himmel Eichen
agen“ (Heinrichs). Die Chöre wurden geleitet von Chor—
neister Riehmer. Anschließend sang in einem Saal jeder
ßerein noch Lieder. Der Gauvorsitzende begrüßte die er—
chienenen Säuger und Gäste und den Vertreter des
ßundesvorstandes, den 2. Bundesschriftführer Grebe. Die
ereine trugen vor: Altforweiler: „Wieland“ (Pracht),
„Willkommen tausendmal“ (Pracht), Leitung: Schädtler;
Berus: „Sehnsucht nach dem Rhein“ (Sonnet), Leitung:
zudersdorfer; Sangeslust Differten: „Landsknechtsständ—
hen“ (GOrland di Lasso), Leitung: Riehmer; Friedrichs—
beiler: „Es liegt ein Weiler“ (Hermes), „Wärst Du Fein
zängersmann“ (Gabriel), Leitung: Riehmer; Neusorweiler:
„Der Fahlmann“ (Sturm), „Kapitän und Leutnant“ (Hein—
ichs) und „Das deutsche Lied“ (Kalliwoda). Der Bundes—
ertreter sprach über die Sängerorganisation und die
WVerbekraft des Liedes. Er überréichte die Sängernadel für
25jährige Tätigkeit an die Sangesbrüder Pabst und
Regenuerv. Fr. Gr
Gau Brebach.
Das 10. Stiftungsfest des M.G.V. Rilchingen-Hamweiler
vurde am Vorabend durch einen Kommers eingeleitet, an
vem Norfroeter der Gemeindehehzrde der NVorsshende und

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