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11. Jahrgangd 7
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Robert Schumann.
Zur 75. Wiederkehr seines Todestages.
Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte der dem Studium der Rechte und kam nach Leipzig.
deutschen Kunst in Weber, Mendelssohn, Brahms Die „eiskalte“ Juristerei konnte ihn, den Feuer—
und Schumann eine Reihe hervorragender Komponisten, geist. nicht lange fesseln. Mit Hilfe seines künftigen
deren Schaffen auf die Schwiegervaters, des Pia—
musikalische Weiterentwick— nisten Wieck, erreichte er,
(ung von stärkstem Ein— daß er sich ganz seiner
Tuß sein sollte. Man hat zeliebten Musik widmen
ür diese Tonsetzer gegen— durfte. Rasch entstanden
über den Klassikern Bach, nun eine Reihe von So—
Beethoven und Mozart die naten, die in ihrer kühnen
Bezeichnung „Romantiker“ harmonik und reichen
zewählt. Ihr reinster und Synkopierung den kom—
cypischster Vertreter ist menden Meister ahnen
Robert Schumann. lassen. Von seinen Klavier—
Bevor wir uns jedoch konzerten, die so recht die
näher mit ihm und seinen Driginalität Schumanns
Werken auseinandersetzen, zeigen, nenne ich nur das
müssen wir den Begriff Konzert in A-Moll, das
„Romantiker“ klarstellen. mit zu den Besten gehört,
Gemeinhin versteht man vas wir aus jener Zeit
hierunter eine besondere besitzen.
Neigung zum Schwärme— Im Jahre 1840 ver—
rischen, zum Reich des mählte sich Robert Schu—
Wunderbaren zur Mystik. mann mit der bekannten
Hinzu kommt indessen in Pianistin Klara Wieck.
anserem Falle ein Sich— Wie anregend diese Ver—
auflehnen gegen veraltete. dindung auf das Schaffen
starre Formen, ein be— des Künstlers wirkte, be—
wußtes, kämpferisches Ein— weist die Tatsache, daß in
treten für das subjektive gleichem Jahre über 100
Denken und Empfinden. Lieder entstanden. Gerade
Beide Kennzeichen des im Liede erreichte Schu—
Romantikers waren Robert mann eine Meisterschaft,
Schumann in höchstem die man nur noch mit
Maße eigen und sind in Schubert vergleichen kann.
allen seinen Werken Ich will hier nur „Mit
stark ausgeprägt. Er wurde Myrten und Rosen“,
am 8. Juni 1810 in „Schöne Wiege meiner
Zzwickau geboren. Sein Leiden“, den „Nußbaum“,
Vater, der die musikali— das innige „Du bist wie
schen Liebhabereien seines eine Blume“, die träume—
Sohnes unterstützte, ver cische „Lotosblume“ und
starb früh; die Mutter Robert Schumann. das leidenschaftliche „Ich
aber, die solchen Schwärmereien abhold war, drängte grolle nicht“ erwähnen. — Alle diese Lieder sind
darauf, daß ihr Sohn einen festen Beruf ein- durchweht von einer unvergleichlich duftigen Stim—
schlagen möge So widmete sich Rohert Schumann mund und zeugen von einem ausgepräaten Schön—