Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 4IIII

IISaar⸗Sänger-Bund i

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äüchertisch.

Zeitschrift für Musik, Monatsschrift für eine geistige Er—
neuerung der deutschen Musik, gegründet 1834 von Robert
Schumann, Hauptschriftleiter Dr. Alfred Heuß, Verlag Gustav
Bosse, Regensburg. Preis vierteljährlich 4 RM., Einzelheft
50 RM. — Wir haben immer wieder empfehlend auf diese
vahrhaft führende deutsche Musikzeitschrift hingewiesen, die
»benso tapfer festhält an unserer großen musikalischen Tradition,
vie sie aufgeschlossen ist für alles wirklich Wertbeständige
uinserer zeitgenössischen musikalischen Literatur. Prof. Dr. Hans
deinrich Schaeder führt uns in Günter Raphael das Schaffen
eines genialen Neutöners vor Augen. Dr. Alfred Heuß berichtet
über das 61. Deutsche Tonkünstlerfest des Allg. Dtsch. Musik—
dereins, Prof. Dr. Fritz Gysi über das Schweizerische Ton—
künstlerfest in Solothurn. Dr. Hans A. Martens liefert einen
interessanten Beitrag zur Psychologie des Flötenspiels. Dr.
Alfred Bock weckt Erinnerungen an Clara Simrock und Johannes
Brahms. Eingehende Aufsätze, Berichte und kurze Notizen
hespiegeln das musikalische Leben im Rheinland, in Berlin,
in Wien, in zahlreichen deutschen Städten, sie halten uns auf
dem laufenden über Musik und Musiker, Oper und Konzertsaal,
Schule, Kino und Rundfunk. Hier ist trefflichste Handreichung
geboten, an dem musikalischen Leben der Zeit wirklich lebendigen
Anteil zu nehmen!

»en Wünschen der kunstinteressierten Lehrerschaft, die Geschichten
»on Musik und Musikern im Unterricht erörtern wollen. Die
sier genannten Werke kommen ausnahmslos in Betracht nicht
ur für jede Schülerbücherei, sondern auch für Vereins- und
ffentliche Büchereien. Es wäre zu wünschen, wenn das Ver—
eichnis, das noch Lücken aufweist, weitergeführt würde. Aber
hon jetzt kommt es einem starken Bedürfnis entgegen!
Alfred Wegener: Mit Motorboot und Schlitten in Grönland,
nit zahlreichen Abbildungen und einer Karte, Verlag Velhagen
x Klasing, Bielefeld und Leipzig, Preis 7 RM. — das furcht—
are Geschick, das kürzlich den unermüdlichen deutschen Forscher
m Eis der Arktis ereilt hat, lenkt die Aufmerksamkeit auf
„ieses treffliche, überaus spannend geschriebene Werk, in dem
er Gelehrte über seine Tätigkeit im Gebiet des Umanek so
unschaulich Bericht erstattet. Wir erleben die mit wahrem
»eldenmut gemeisterten Schicksale dieser von der Notgemeinschaft
eutscher Wissenschaft ermöglichten Expedition wie einen Aben—
eurer-Roman. Menschlich treten wir ihnen nahe: dem genialen
zührer Dr. Wegener, seinen tapferen Mitarbeitern Dr. Georgi,
Ir, Loeve und Dr. Sorge. Es ist erfreulich, daß sich dieses
eichillustrierte Werk nicht nur an die Gelehrtenwelt richtet,
ondern das ganze Volk zu lebendigem Interesse an deutscher
Forscherarbeit aufruft. Wir möchten wünschen, daß recht viele
iesem Aufruf folgen. Sehr eignet sich das Buch auch zu Ge—
chenkzwecken für unsere Jugend. Es steht ihm ein Ehrenplatz
u in jeder Bücherei!
Liebhaberdrucke der Deutschen Buch-Gemeinschaft. Bei der all—
gemeinen Zurückhaltung, zu welcher die wirtschaftliche Depression

Singet und spielet! von Prof. Walter Dost und Dr. Otto
Pretzsch, 1. Bd. Elementarbuch für Sexta bis Quarta 3,80 RM.;
2. Bd. für die mittleren und oberen Klassen 5 RM.; 3. Bd.
Lhorbuch 65,60 RM. Verlag O. R. Reisland, Leipzig C31,
darlstraße 20. — Bekannte Pädagogen haben hier für Schule

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und Verein ein bedeutsames Werk geschaffen, auf das wir
Fachkreise aufmerksam machen möchten, Notenschrift, Takt, Ton—
arten sind kindertümlich entwickelt, Stimm- und Lautbildung
sorgfältig gepflegt. Einstimmige, mehrstimmige Lieder und solche
nit Klavier und anderen Instrumenten sind der klassischen geist—
ichen und weltlichen Literatur entnommen, greifen aber bis
nn die zeitgenössischen Musikschöpfungen hinein. Als Ergänzung
ind Sonderhefte in Vorbereitung, von denen einige bereits vor—
iegen: Wilhelm Rust „Singet und spielet dem Herrn“ für
istimmigen Chor und Schülerorchester, Walter Dost „Lasset uns
wirken, solange es Tag ist“, liturgische Kantate für einstimmigen
Thor, Klavier, Harmonium, einstimmigen Violinchor und Reci—
zation, Johann Sebastian Bach „Cruzifixus“ aus der H-Moll-Messe
 für üistimmigen Chor und Schülerorchester, Felix Mendels—
ohn-Bartholdy „Siehe, wir preisen selig“ aus Vaulus. für
bistimmigen Chor und Schülerorchester

1000 Jahre Dentsches Leben, eine volkstümliche Kulturge—
schichte von Dr. Johannes Rohr, mit 488 Abbildungen und
3 Tafeln. Karl Voegels Verlag G.m.b. H., Berlin. Preis
185. RM. — Hier wird von einem Fachmann aufs trefflichste
deutsches Leben aus der Zeit des Germanentums bis zur
Hegenwart in Bild und Wort wahrhaft zur Anschauung ge—
hracht. Man glaubt die großen Zeitepochen deutscher Vergangen—
heit mitzuerleben. In fesselnd geschriebenen, instruktiv illu—
strierten Aufsätzen werden uns aus deutscher Entwicklungs—
geschichte veranschaulicht: der Bauer, die kirchliche Welt, der
Ritter, die Stadt, der Bürger, das Handwerk, der Handel, das
Proletariat, das Heereswesen, die Gesundheitspflege, das Rechts—
vesen, Spiel, Unterhaltung und Sport, der Verkehr, Unterrichts—
vesen und geistige Strömungen. Das Werk ist eine Fundgrube
iür die Vertiefung der Allgemeinbildung. Die gute Ausstattung,
die der Verlag dem Werk gegeben haät, macht es für jeden,
auch für die Jugend. zu einem Geschenkwerk ersten
Ranges!

Meister der Musik von Heinrich Schütz bis Max Reder, ein
Bücherverzeichnis, Deutsche Zentralstelle für volkstümliches
Rüchereimesen 9oas interesftante Rüchsein hegeanet namentlich

iuch den Buchhandel zwingt, verdient es besondere Anerkennung,
daß es die Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin, unternommen
jat, ihren 400 000 Freunden eine Reihe wertvoller Liebhaber—
»rucke zu außergewöhnlich günstigen Bedingungen zu bieten.
Sie gibt als erstes Werk dieser neuen Buchreihe eine Auslese
»eutscher Gedichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart heraus,
ie den Titel „Das tönende Herz“ trägt. Das Buch erscheint
18 Ganzseidenband mit acht Originalradierungen GHandpressen—
bzüge) und einem Titelkupfer von Professor Hans Meid und
at daher besonderen bibliophilen Wert. Durch die Herausgabe
ieses Werkes hat die D.B. G. einen glücklichen Griff getan — es
ibt gewiß keine zweite Sammlung, die so einheitlich und so
chlagend erweist, daß der gleiche lebendige Blutstrom durch die
eutsche Lyrik von acht Jahrhunderten pulst, von Walther von
er Vogelweide und dem mittelalterlichen Volkslied an, hinweg
iber Goethe und Hölderlin, bis zu Dehmel und den Jüngsten.
der Name der Deutschen Buch-Gemeinschaft hat einen guten
lang überall da, wo Deutsche wohnen. Erst kürzlich ging durch
ie gesamte Presse die Nachricht, daß durch die Stiftungs—
nerbung der D.B.G. den deutschen Volks-, Grenze und Aus—
indsbüchereien in aller Welt weit über 50000 Buchspenden
ugeflossen sind. Es muß dies als eine Tat von höchster kul—
treller Bedeutung gewürdigt werden — als eine Hilfe zur
echten Zeit. Auch nach Abschluß des vorerwähnten Hilfswerkes
mpfiehlt sich für jeden Freund deutscher Literatur der Beitritt
ur D.B.G. Für einen geringen Beitrag erhält das Mitglied
ierteljährlich einen künstlerisch ausgestatteten Halblederband
ach eigener Wahl aus der zirka 360 Werke umfassenden Buch—
eihe, sowie ferner sechs Nummern der literarisch hochwertigen
eitschrift „Die Lesestunde“. Die D.B. G. ist nicht nur eine
zuchvertriebsstelle, sie bietet ihren Freunden eine ganze Reibe
vesentlicher Vorteile auf kulturellem Gebiet und ermöglicht
s jedem, sich eine einzigartige und wertvolle Hausbücherei
zei verhältnismäßig geringem Kostenaufwand anzulegen. Reich—
jaltiges Prospektmaterial nebst ausführlichem Buchverzeichnis
»ersendet jederzeit kostensos und unvwerbindlich die Deutöche
—V
            
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