Full text : 7.1929-1930 (0007)

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Saar⸗Sänger⸗VBund rrr

auh Nr. 3

ja wiederholt werden mußte, und womit der Baß eine
wirkliche Glanzleistung vollbrachte. Hier beweist es sich
wieder, wie dankbar die Bevölkerung Volkslieder, richtig
gesungen, aufnimmt.
Bei gut besuchtem Hause konzertierte die Gesellschaft der
Zangesfrenude Gersweiler in Ottenhausen. Unter der be—
währten Stabführung von Chormeister Zorn kamen zum
Vortrag Bruckners „Trösterin Musik“ mit Harmonium—
begleitung, „Lied der Freude 'von Buck, „Maiennacht“ von
Töring, Schumann's „DTer träumende See“, als Vollks—
ied „An einem Bächlein“ von Waelrenth. Gute Aussprache
und feiner Stimmenausgleich verrieten die gute Schulung,
Reicher Beifall lohnte die eifrige Sängerschar. Musik—
verein „Harmonie“ Fenne gab unter Siegwart schöne Proben
seines Könnens. Chor und Orchester mußten sich zu einer
Zugabe verstehen. A. B.
Gau Saarlouis.

rine gefeilte Gesangestehnik zu voller Geltung. Ten dritten
Zolisten stellte die Liedertafel selbst in ihrem Mitglied
deinrich Hetzler mit seinem klangvollen Bariton. In den
Terzetten und Tuetten klangen die Stimmen gut aus—
jgeglichen. Tamit waren alle Voraussetzungen gegeben,
im einer dankbaren Zuhörerschaft Stunden künstlerischer
Frhebung und Freude zu bereiten. Besondere Genugtuung
vird es den Veranstaltern bereitet haben, daß eine Reihe
ruswärtiger Konzertbesucher Zeugen dieser gelungenen Auf—
ührung war. So war neben Gästen aus dem Niedtal, aus
Nerzig, Dillingen und Fraulautern, der Gesangverein von
Zaarlouis und der gemischte Frauenchor aus der Kreis—
tadt besonders zahlreich zur Stelle. Dw. K.
Gau Sulzbachtal.
Die vor kurzem zusammengeschlossene Sängervereinigung
1877 Zägersfreude hat durch ihre intensive Arbeit schon
Ersprießliches geleiste. Bei dem Werbetag hat der
berein außer dem Platzsingen abends im Vereinslokal einen
dichtbildervortrag für alle Bürger im Orte veranstaltet,
zei dem Bundesvorstandsmitglied Vogel einen Vortrag über
das deutsche Volkslied hielt, der großen Anklang fand.
dann veranstaltete der Verein einen Elternabend, wozu
ie zu Ostern zur Entlassung kommende Schuljugend ein—
zeladen war. Nach Vorführung von Lichtbildern hielt Tr.
askin einen sehr belehrenden, weitgreifenden Vortrag,
im unsere Jugend für unsere Sangessache zu gewinneñ.
Auch der Vorsitzende fand treffliche Worte der Werbung für
ẽltern und Jugend. Zur Erfassung der Jugend be—
ibsichtigt der Verein, einen Schülerchor ins Leben zu rufen.
ẽltern und Erzieher der Jugend wurden nochmals drin—
gend ermahnt, die Knaben und Mädchen dorthin zu brin—
zen, wo sie von den Gefahren der heutigen Zeit fern—
—
refflich zu Gehör. Bald darauf veranstaltete der Verein
ein erstes Konzert vor ausverkauftem Hause. Mit großer
Aufmerksamkeit folgte das Publikum den gediegenen Vor—
rägen und spendete Chormeister Junker und den Sängern
auten Beifall. Auch ist zu dem Erfolg des Abends
Frau Maria Bonner Tank auszusprechen fuüͤr ihre schönen
stezitationen. Endlich gebührt dem Streichorchester „Klub
»er Musikfreunde Jägersfreude“ Anerkennung für ihre vor—
züglichen Leistungen.
M.⸗G.⸗V. „Friede“ Altenwald veranstaltete nach längerer
Pause einen Musik- und Liederabend. Zum Vortrag kamen
Thöre von Neubner, von Schulken, und von Hoffmann.
ẽine Glanznummer war der Engelberg'sche Chor „Heini
»on Steier“ für Männerchor mit Violinsolo und Klavier—
egleitung. Der Humor kam zur Geltung in dem Molden—
auer'schen Tanzlied „Schweinauer Tanz“ und dem Othe—
zraven'schen Satz „Besenbinder“. Beide Sachen, gefällig
ind ansprechend vorgetragen, wurden vom Publikum mit
olchem Beifall aufgenommen, daß der Chor, der von
chormeister Henschel trefflich geschult ist, sich zu einer
Zugabe verstehen mußte. Den instrumentalen Teil bestritt
die Kapelle Keller, die sich ihrer Aufgabe gut entledigte.
Lobend zu erwähnen ist ein Cello-Solo von Goltermänn
zdurch Herrn Kirsch aus Sulzbach.

Der Gesangverein von Saarlonis brachte mit dem ge—
nischten Chor des Vereins, dem Frauenchor von Sgar—
louis, der Röchling'schen Werkskapeile und der Orchester—
Gesellschaft Saarlouis die Matthäuspassion heraus. Für
den Tirigenten Tr. Erust Dadder war es nicht leicht,
diesen aus so verschiedenen Gruppen zusammengefügten
stlangkörper zu geschlossener Einheit zu bringen. Hin—
ichtlich der Chöre ist es ihm in hohem Maße gelungen.
Täe Solisten Traudi Becker, Köln, Eva Sürgens, Barmen,
Hermann Lehmler, Barmen und August Starke, Lüttringzausen
 hatten Anteil an der im ganzen wohlgelungenen
Aufführung. Tie zahlreiche Zuhörerschaft folgte der herz⸗
erhebenden Handlung voll Andächt.
M.⸗G.⸗VB. „Liedertafel“ Wallerfangen brachte zwei gut
desuchte Aufführungen von Haydns Oratorium „Tie Jahres—
zeiten“ zustande. Zwei Schwestern, Poesie und Musik, haben
sich hier gesellt, um in solcher musikalischer Frische,
debendigkeit und Gediegenheit das Walten der Gottheit
in der Natur, in den Geschicken des Menschen zu preisen,
daß der Wandel der Zeiten und des Geschmackes dagegen
keine Macht besitzt. Tie malerische Kraft, die dieses duf—
tige Werk belebt, äußert sich einmal in kühn hingeworfenen
Skizzen, wie Morgendämmerung, Hirtenszene uswp. Am
sinnfälligsten aber tritt sie in den großen Bildern des
zweiten und dritten Teiles, in Erscheinung, um „im Herbst“,
in den beiden Jagdszenen und in Winzerfest Höhepunkte
zu erreichen. Tie Wiedergabe eines solchen Werkes er—
fordert umfassende Mittel, und daher bedeuͤtete es für den
trebsamen Wallerfanger Gesangverein immerhin ein
Wagnis, sich im Bunde mit dem aus sangesfreudigen Waller—
anger, Tamen eigens zusammengestellten Frauenchor und
dem Röchling'schen Werksorchester an der Aufführung der
„Jahreszeiten“ zu versuchen. Taß in Wallerfangen wert—
volle musikalische Kräfte nur ihres Meisters waärten, hat
die Aufführung gezeigt. Am Tiärigentenpult stand der
Chorleiter der Wallerfanger „Liedertafel“, Lehrer Joisef
Sibylle, zweifellos eine musikalische Begabung, die Be—
achtung und Förderung verdient. Frei von allen Täri—
gentenunmanieren, steuerte dieser schlichte Mann Orchester,
Thor und Solisten sicher und ruhig durch all die Fährnisse
der Partitur. Taß ihm das nicht allzu leicht wurde, dafür
sorgte das etwas eigenwillig konzertierende Orchester, das
sich nach nur einmaliger Gesamtprobe in den Schwierigkeiten
der Instrumentalsätze zurechtfinden mußte. Tie große
Ueberraschung des Abends bildeten die Leistungen des prochtooll
 ausgeglichenen gemischten Chores, der seinem Erzieher
alle Ehre macht. Daͤe Besetzung der Solopartien war eine
durchaus glückliche. Hanng Blümel, Saarbrücken, wußte
mit ihrem klangvollen Sopran stark zu fesseln. TDen Lukfas
iang Lohrscheider, Saarbrücken. In diesem Tenoristen lam

Gau St. Wenoel.
Der große Saal des Turnerheims St. Wendel war von
Zängern gut besetzt, als der 1. Gauvorsitzende die Gau—
agung eröffnete. Mit großem Interesse lauschten alle An—
vesenden dem Vortrag des Dr. Raskin, Saärbrücken, der
iber „Zukunftsfragen des deutschen Chorgesanges“ re—
erierte. Mit rücksichtsloser Offenheit zeigte der Vortragende
die Mängel, welche vielerorts einer aufstrebenden Arbeit
hzindernd im Wege stehen. Aber nicht nur Kritik, sondern

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Frieda Raufmann-Lorigꝗ
Konzertsänderin (Alt). Gesandspädadodin

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R-249*


            
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