Full text : 7.1929-1930 (0007)

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uppslnem Sanur⸗Sãnge r⸗Bund ssh

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Ton und sicherem Gefühl für Form und Gestalt der Kom—
positionen Lieder von Schubert und Brahms. Sympathisch
wirkte die saubere, abgestimmte und schmiegsame Beglei—
tung R. J. Sartorius. Das sehr gut besuchte Konzert, das
in dem akustisch ausgezeichneten großen Saal des Evaängel.
Gemeindehauses stattsand, fand herzlichsten Beifall.
Dr. A. R.
Gau Primstal.

iger Wiedergabe brachte. Auch Heusers „Eine Wiese voll
Margueriten“, Thuilles „Hinaus“ und die beiden Chöre:
„Nachtwandler“ von Rinkens und „Kapitän und Leut—
tant“, von Heinrichs waren bis aufs letzte durchgefeilt
ind kamen als reife Konzertgaben zum Vortrag. So fehlte
's den Liederkränzlern nicht am wohlverdienten Beifall.
Als Solisten waren Suse Haunah Blümel, die eine Arie aus
Webers Oberon und einige von Robert Carl komponierte
önslieder sang, und der Cellist Mischa Rakier, der Dworak,
Lésar Cui und F. Kletzer interpretierte. Mit gleichem Er—
olge wurde das ausgezeichnete „Volkstümliche Konzert“ in
Fraulautern wiederholt, von musikpädagogischem Gesichts—
»unkt aus ein sehr lobenswertes Beginnen!

Die Vorstände des Quartett-Vereins und M.«G.-V. Bet—
ingen hatten die Gesangvereine der Bürgermeisterei Bet—
ingen eingeladen zur Bildung eines Ganes Primstal im
Zanr⸗Sänger-Bunld. Vom Bundesvorstand waren der Bun—
desschatzmeister Düren und Bundesgeschäftsführer Rauch
holz der Einladung gefolgt. Die sehr gut besuchte Ver—
ammlung wurde von dem Vorsitzenden des Quartettvereins
Bettingen geleitet. Der Bundesgeschäftsführer sprach über
Zweck und Ziele des Bundes unter Würdigung der bisher
m Bunde geschaffenen Einrichtungen. Nach eingehender sach—
icher Aussprache wurde einstimmig beschlossen, den Gau
Primstal zu gründen, dem sich sofort die Männergesang-—
zereine „Liederkranz“ Buprich, „Cäeilia“ Limbach, „Ein—
racht“ Außen, Quartett-Verein und M.«G.⸗V. Bettingen
anschlossen. Die übrigen Vereine sind ebenfalls gewillt, nach
Anhörung ihrer Mitghieder dem Sagar-Sänger-Bunde bei—
zutreten. Bei der anschließenden Vorstandswahl wurden zum
1. Gauvorsitzenden Peter Ewen, Bettingen, als 1. Gau—
chriftführer Hans Hemmer, Bettingen, als 1. Gauschaätz-—
neister Ewald Reinhard, Limbach, und als Gauchormeister
dans Becker, Herrensohr, gewählt. Es wurde ferner be—
chlossen, am Sonntag, 16. Juni, eine Gautagung zu ver—
anstalten, die neben der Behandlung organisatorischer Fra—
gen den Vortrag des Bundesvorsitzenden Bongard, „Schu—
zerts Lied, vor allem der unbekannte Schubert“, und Lieder—
ßorträge der Frau Lilly Jaeckel, Saarbrücken, zur Tages—
zrdnung haben soll. Der Gauvorstand wird sich in den
nächsten Wochen eingehend mit den Vorarbeiten beschäf—
tigen. Nach einem Schlußwort des Bundesschatzmeisters
wurde die Tagung geschlossen, die durch gut zu Gehör ge—
»rachte Männerchöre der anwesenden Vereine umrahmt war.
Den Vorständen der Bettinger Vereine, besonders dem
Ehrenvorsitzenden des Männerquartettvereins Bettingen,
Kern, gebührt Dank für ihre mustergültige Arbeit, die das
Zustandekommen des Gaues Primstal ermöglichte. Wenn
der Geist der sangesbrüderlichen Zusammengehörigkeit, wie
ihn die Versammlung zeigte, weiter besteht, werden die
Vereine des Gaues Primstal als Mitglieder des Saar—
Sänger-Bundes sicherlich in ihrer Aufwärtsentwicklung ge—
stärkt werden. Dazu auch an dieser Stelle ein herzliches
Glückguf!

Eine Stunde hoher Andacht vermittelte uns der Saar—⸗
zrücker Lehrer⸗Gesangverein mit seinem Kammer-Musik—
ibend, ausgeführt durch den Kammerchor und Instrumen—
isten des Vereins. Perlen der geistlichen Chorliteratur:
Thiels Volksliedsatz „Da Jesus in den Garten ging“, Michael
daydns „Tenchrae factae sunt“, Philipp Wolfrum fünf⸗—
timmiger Satz „Mitten wir im Leben“, Albert Beckers
„Erquicke mich mit deinem Licht“, Karl Thiels geistl.
Lolkslied „Christ ist erstanden“ und Bachs „Tär, dir
dehova will ich singen“ entzückten die zahlreich Erschie—
renen. Tazu der 23. Psalm von Heinrich Schütz für
SFrauen- und eine Männerstimme, 2 Violinen und Con—
inno. Mit Freuden stellt man fest, wer der Entwicklung dieser
»urch Chormeister Schrimpf geschaffenen und unermüdlich
zeförderten Chorgruppe gefolgt hat, wie stetig die Fort—
chritte sind. Schom sind auch die eigenwilligsten Solo—
timmen zu wundervoller Klangfülle und Klängschönheit
n einem Gesamtklang zusammengefaßt, sodaß der Chor
run ein Instrument darstellt, auf dem der Dirigent Werke
des gemischten Chores zu reinem Genuß darzubieten ver—
nag. Wahrlich, diese Arbeit muß als vorbildlich aner—
annt werden!
M.⸗G.⸗B. Sängerkreis Eintracht e. V. Saarbrücken brachte
inter Chormeister Ernst Kredteck im Sängerheim Lud—
vigspark ein Volksliederkonzert heraus, dessen Programm
tur bestes Liedgut enthielt, darunter Säte von Kirchl,
seger, Kremser, Hegar, Theodor Krause, Kämpf und Silcher.
Belegentlich in der Tynamik etwas übernommen, kamen die
Thöre recht gut und fanden den wohlverdienten Beifall.
dde Gewinnung des NeuheuselOQuartetts für den instru—
nentalen Teil war sehr lobenswert. Tie Tarbietungen
»on Meisterwerken Griegs und Haydns war mustergültig.
der ganze Konzertabend war ein Erfolg!
Einen wundervollen Liederabend veranstaltete Männer⸗
hor Saarbrücken e. V. unter seinem Chormeister Schrimpf
ind unter Mitwirkung von Heinrich Bohn, der seelen—
»oll mit seiner klangschönen Violine Beethovens FTur—
stomanze, ein Adiago aus einem Violinkonzert von Bruch,
dreislers „Schön Rosmarin“ und Brahms Ungarischen
I⸗moll-Tanz in das Programm einführte. Ueberaus reiz—
»oll waren die dreistimmigen Männerchöre: Rinkens „Früh—
ing“ und Arnold Mendelssohns „Ich sah ein Bild“,
»ite vom Chorleiter sorgfältigst sprachlich, tonrein, rhyth—
nisch und dynamisch ausgefeilt waren. Verdienten Bei—
all erntete dann der Chor mit vier prachtvollen Volks—
iedsätzen von Türrner, Mendelssohn, Zöllner und Breu
ind mit Engelborgs „Heini von Steier“ für Männerchor,
Bioline und Klavier. Man spürte hinter diesen Lei—
tungen die feine und sorgfältige musikvädagogische Er—
zieherarbeit des Chormeisters

Gau Saarbrücken.

Der M.⸗Ge⸗BW. „Euphonia“ Saarbrücken erwartete zu
eänem diesjährigen Frühjahrsfest den Kochemer „Froh—
sinn“ zu Besuch. Zum Empfang trat der Verein am Bahm—
hof an und begleitete die „Moselaner“ mit Vorauntritt
des Blas-Orchesters der Kapelle Bastian ins Saar-Sänger—
Heim. Hier wurde dem Fest mit ansprechenden Vorträgen
der Kapelle ein schwungvoller Auftakt gegeben. Nach einem
Begrüßungslied erhielt Ehrendirigent Rektor Petry das
Wort zur Begrüßung. Sein herzliches Willkommen galt
allen Erschienenen, insbesondere M.—G.⸗«V. „Frohsinn“.
sKochem, M.⸗«G.⸗“V. „Germania“, Homburg und MG.⸗V.
„Liedertafel-äHarmonie“, Burbach. Er versprach allen An—
wesenden einen genußreichen Abend durch die Mitwir—
kung oon Sängerü der Mosel, der Pfalz und der Saar!
Man wurde auch nicht enttäuscht, denn die Chöre der kon—
zertierenden Vereine zeugten von gediegener Arbeit. Eine
Sänger⸗Ehrung für 406jährige aktive Mitgliedschaft des
Sangesbruders Peter Neisens mußte infolge Abwesenheit
des erkrankten Sangesbruders verschoben werden. Nach
Rektor Petry sprach der Vorsitzende des Gaues Saar—
—
zinige kurze Begrüßungsworte, die mit dem „Teutschen
Zängergruß“, von sämtlichen anwesenden Sängern gesungen.
— E.

Gau Saarbrücken-Burbach.
Mit großem Erfolge und bei gutem Besuche veranstaltete
zer Männer-Gesang-Vereiun 1857 Gersweiler ein Volks—
ieder-Konzert. Es gelangten zum Vortrag „Abschied“ von
dirchl, „Ade“ von Riedel, „Beim Holderstrauch“ von Kirsch—
ner, „Trei Lilien“ von Kremser, „Der fahrende Schüler“ von
Breu, „Was i hab“ von Zander, „Ter steirische Jodler“
»on Pommer und „Der sakrische Bafße“ von Koschaf. Be—
ondere Anerkennung verdient der Chormeister, der es
neisterhaft verstand, diese schlichten Volkslieder so zu ge—
talten, daß die Vorträge allgemeine und stürmische Begei—
terung fanden. Besonders gut gefallen konnte der 2. Teil
es Programms mit seinen wirkungsvoll vorgetragenen
därntnervolksliedern, von denen ganz besonders das Lied
dar Fsafrische or hannn Goschaf danfhoar cufaanommo,

Im vollbesetzten Städtischen Saalbau brachte der Sagr—
zrücker Liederkyanz e. V. unter seinem Chormeister Musik—
berlehrer Phil. Stilz ein „Volkstümliches Konzert“ her—
ius mit den erschütternden Chören: Totenvolk von Hegar
Ad Neumannuns Soqgen. dio voß Ehnrsoiter 2u farhonvräch—
            
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