Full text : 7.1929-1930 (0007)

Nr. 3 I

olusej Saar⸗Sänger⸗Bund sIUIluten,

;uithufß

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verzeichnenden Zersplitterung der Sänger zahlenmäßig ein
großer Zuwachs wohl nicht zu verbuchen ist, so dürfen
zdoch die veranstaltenden Vereine mit den Erfolgen des
Konzerts zufrieden sein. Tarch diese erste gemeinsame Ver—
anstaͤltung wurde, wie schon eingangs erwähnt, eine Kluft
zwischen den zwei Vereinen überbrückt, die schon über ein
Jahrzehnt zurückreicht und zwar bis zu der Zeit, da der
N.G.⸗V. „Cäeilia“ seine Tätigkeit als Kirchenchor aufgab
und sich nur noch weltlich betätigte. Tie Plattform zu
weiterer gemeinsamer Arbeit ist gebildet. Aus diesem
Grunde wurde auf beiden Seiten das Bundes-Werbekonzert
als ein freudiges Ereignis empfunden und gefeiert. Taͤncher,
Därigent des M.«G.⸗“V. Auersmacher.

Gau Saurtal Mettlach.
Zum Gautag des Gaues Saartal Mettlach in Orscholz
varen viele Sangesbrüder der Vereine des Gaues erfschie—
ren. Die Orscholzer Sangesbrüder der „Concordia“, welche
nit ihrem Dirigenten Rektor Hauch vollzählig erschienen
varen, hatten es sich zur Aufgabe gestellt, diesen Tag im
Zängerkreise festlich zu begehen und zu diesem Zweck die
Irscholzer Musikkapelle eingeladen, welche mit einem Fest—
narsch die Tagung einleitete. Gott grüß Dich!. Herzliche
ßegrüßungsworte des Vorsitzenden Kohn der „Concordia“
olgten. Hierauf eröffnete unter Worden des Dankes Gau—
Orsitzender Engel den Gautag. Der Jahresbericht durch
Zzchriftführer Bohr zeugte von reger Arbeit im Gau:
»ine Gautagung, 8 Gauvorstandssitzungen, 2 Chorproben,
udem war der Gauvorsitzende auf allen Bundesvorstands—
itzungen anwesend. Gauschatzmeister Mertes erstattete den
dassenbericht, welcher mit einem Ueberschuß von 12.10 Fr.
schloß. Als Kafsenprüfer wurden die Sangesbrüder Jos.
Joris, Mettlach, und Johann Zimmer, Saarhölzbach, be—
tlimmt und nach der Revision dem Kassierer und Schrift—
ührer Entlastung erteilt. Bei der Vorstandswahl wurde der
1. Schriftführer Joseph Bohr, Bessringen, sowie das Vor—
tandsmitglied Matthias Reinert, Mettlach, wiedergewählt.
Sine längere Debatte führte das am 8. März ausgeführte
Wertungssingen herbei, bei dem der Bund leider nicht ver—
reterr war. Es wurde beschlossen, auch im kommenden
Baujahr an den Krankenhauskonzerten der einzelnen Ver—
ine festzuhalten und der M.«G-V. Keuchingen mit dem
l. Konzert betraut. Auch gedachte der Gauleiter ehrend des
dersiorbenen Bundesmitgliedes Gastwirt Kiefer, Saarhölzzach.
 Die Zwischenpausen wurden von der Musikkapelle
und dem M.G.⸗V. „Concordia“ ausgefüllt, und wohlver—
dienter Beifall wurde beiden zuteil. Zum Schluß vereinigte
Bvauchorleiter Moron sämtliche Sänger unter seinem Stabe.
der Deutsche Sängerspruch sowie drei Bundeslieder und
zuletzt der Saar-Sängerspruch bildeten einen machtvollen
Abschkuß des Gautages. Der nächste Gautag findet 1930
in Dreisbach statt.
Gau Neunkirchen.
Auf dem Jahresgautag des Gaues Neunkirchen waren
bon 24 Gauvereinen 23 anwesend; gefehlt hat nur der
M.«G.«V. Kohlhof. Gauvorsitzender Kreisschulrat Steeg hieß
die Sangesbrüder herzlich willklommen. Zu Beginn der Ge—
dächtnisseier für den verstorbenen Seminar-Musikoberlehrer
Wilhelm Becker, Ottweiler, sang der M.G.V. Neunkirchen
In stiller Nacht“ von Brahms. Dann gab der Vorsitzende
An Bild über den Lebenslauf und die besondere Einstellung
des Verstorbenen zu Musik und Gesang. Er hob fein son—
riges Gemüt und feinen guten Humor hervor und schilderte
ein treues und unermüdliches vorbildliches Arbeiten für
insere Sängersache, das deutsche Lied. Noch beim letzten
Wertungssingen war der Verstorbene als Wertungsrichter
»estellt worden. Auch als Komponist betätigte er sich. Zur
xhrung erhoben sich alle Anwesenden. Als Abschluß der
zedächtnisfeier sang dann der M.«G.-V. Neunkirchen „Der
Nensch lebt und besteht“. Anschließend erfolgte die Ver—
eihung der Ehrennadeln. Die Ehrennadel für 25- sowie
30jährige Aktivität konnte nach herzlichen Dankesworten
»es Vorsitzenden an 9 treue Wächter des deutschen Liedes
ind zwar von der Liedertafel an Julius Flick, Johann Levi,
dakob Flohr, Johann Neumann, Fritz Wittling und, Otto
dohler, vomn M.⸗G.⸗V. Kohlhof: Karl Rusay; vom Welles—
veiler Männerchor: Gustav und Friedrich Meng verliehen
verden. Der Vorsitzende teilte mit, daß der gesamte ge—
chäftsfüh vende Bundesvorstand am vergangenen Mittwoch
zier gemeinschaftlich mit dem Gauvorstand getagt habe.
Er erörterte nochmals die Heidelberger Sängerfahrt und
—DD
Angeékegenheit wird nunmehr als erledigt betrachtet. Gau—
chatzmeister Reuter erstattebe dann den Kassenbericht. Nach
Brüfung der Kasse bat der Kassenprüfer Schock, dem Kas—
zerer fur seine mustergültige Arbeit Entlastung zu erteilen,
zu Kassenprüfern für 1929/30 wurden Brück, „Eintracht“
Wiebels kbirchen, und Dieversy, M.«G.«V. Heiligenwald, ge—
vählt. Der geschäftsführende Gauvorstand wurde auf Vor—
chlag des Sangesbruders Keßler wie folgt gewählt: Zum
lVorsitzenden Kreisschulrat Steeg, Neunkirchen; zum 1.
„chriftführer Stadt-Obersekretär Schmidt, Wellesweiler; zum
Kasfierer Hüttenbeamter Reuter, Wiebelskirchen. Zu Bei—
theru wruürden misedoäwihnlte Moun Mossesmeiser Funk

Gau NDillingen.
M.⸗G.⸗V. Sängerbund Dillingen blieb mit seinem pracht—
bollen Volksliederabend unter Chormeister Gottlieb Hoff—
mann seiner künstlerischen Tradition treu. Vor über—
besetztem beifallsfrohem Hause, vor dem sich der Bundes—
chriftführer über Wesen und Werden des Volksliedes aus—
Prach, kamen in feinster künstlerischer Abrundung sechs er—
lesene Chöre zum Vortrag, eindringlich durch Knappheit
und Tiefe! Nach einer Pause folgte ein heiteres Lieder—
spiel für Soli, Chor und Flügel, das das deutsche Volks—
lied in lebenden Bildern verherrlichte. Tie Spielleitung
lag in den Händen von Bapt. Lorang. TDer strebsame
Verein kann zu seinem Erfolg beglückwünscht werden.
Banu—Fischbachtal.

Auf dem Gautag des Gaues Fischbachtal in Lummerschied
waren alle Vereine vertreten. Den Begrüßungschor sang
M.⸗G.V. Lummerschied, anschließend ermahnte der Gau—
vorsitzende die Vereine recht eindringlich, zur weiteren er—
sprießlichen Arbeit im Gau zusammenzuhalten. Das letzte
Protokoll wurde angenommen. Es wurde beschlossen, am
20. Oktober in Holz ein Wertungssingen abzuhalten. Es
wurde einstimmig beschlossen, daß die Vereine bei Beginn
des Singens als Massenchor „Und hörst du das mächtige
Klingen“ von Marschner und am Schluß „Vaterland“ von
Wohlgemuth vortragen. Jeder Verein singt zwei Lieder nach
freier Wahl. Der Eintriktspreis beträgt für Nichtmitglieder
3 Fr., Inaktive 2 Fr., aktive Sänger sind frei. Sänger
Kochems stellte den Antrag, daß bei eventuellen Mehr—
unkosten die Vereine prozentual der Sänger das Defizit
deckein. Der Antrag wurde von der Versammlung einstim—
mig angenommen. Als Gauvertreter wurden folgende Sän—
ger bestimmt: für Göttelborn Sänger Huwig, Stellvertretér
Albert, für Fischbach Sänger Kochems, Stellvertreter Haas,
für Quierschied Sänger Becker, Stellvertreter Messinger,
für Holz Sänger Schuler, Stellvertreter Wonn, für Mersch—
weiler Sänger Bund, Stellpertreter Meiser, für Lummer—
schied Sänger Barrois, Stellvertreter Kutsch. Gauschrift—
fühvrer Schwarz berichtete eingehend über Filmvorträge im
Bau. In ehrenden Worten gedachte der Vorsitzende des
ausschesdenden Gaukassierers Martin und sprach ihm für
eine unermüdliche Tätigkeit herzlichen Dank aus. Als Gau—
zassierer wurde Sänger Haas, Fischbach, einstimmig gewählt.
Als Beisitzer wurde Sänger Kutsch von Lummerschied ge—
wählt. Auf einstimmigen Beschluß findet der nächste Gau—
tag in Göttelborn statt. verhunden mit einer Gauwanderung.

Gau Homburg.
Die Volksbildungsgemeinschaft Homburg blickt auf ein
Orchester⸗ und Chorkonzert zurück, das von dem hohen
Ztand der in Homburg geübten Kunstpflege Zeugnis ab—
egte. Unter Generalmusikdirektor Boehe spielte das Pfalz—
Irchester meisterlich Webers Freischütz-Ouvertüre und „Lan—
dung“, Lied für Tenor mit Orchesterbegleitung von Boehe
und „Odysseus Heimkehr“ aus der Tondichtung „Odysseus
Fahrien“ für großes Orchester von Boehe. Dann folgte
anter Leitung von M. Beck „Die Kreuzfahrer“, dramatisches
Gedicht von Carl Andersen für Soli, Chor und Orchester.
Die Sängervereinigung Homburg, die längst in vorbildlicher
Weise Mädchen und Frauen in die Bundesarbeit eingezogen
zat, führte die Darbüetung zu großem künstlerischen Erfolg.
Als Solisten waren Lilli Jaeckel, Saarbrücken, Paul Hieber,
Ludwigshafen, und Ludwig Stichter, Neustadt, gewonnen.
36 Raßàn o do Gesinoen dese Gnnzorhoäa sfttarfen MAnbeis
            
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