Full text : 7.1929-1930 (0007)

SZeite 46

—

—A

Nr. 2

Sonntag, 10. November: Gedächtnisfeier für die Gefallenen
vormittags 1052 Uhr im Johannishof), abends 814 Uhr:
Broßer Festball im Johannishof; 14. Dezember: Weihnachts—
eier für Erwachsene im Johannishof; 15. Dezember: Weih—
nachtsfeier für Kinder im Johannishof. Außerdem beteiligt
sfich der Verein am Volkstrauertag. Als Stimmführer
vurden gewählt: 1. Tenor: Julius Ruppenthal, 2. Tenor:
Julius Dreyer sen. 1. Baß: Georg Harder, 2. Baß: Fritz
Schmude. Ferner wurde zum 60jährigen Stiftungsfest ein
Festausschuß gebildet, der sich aus folgenden Sangesbrüdern
zusammensetzt: Otto Decker, Julius Dreyer sen., Fritz Faul,
Seorg Harder und Otto Kaß. Ein Vorschlag des J. Vor—
sitzenden, jeden Monat eine Chorversammlung abzuhalten,
'and einstimmig Beachtung; gleichfalls wurde ein Beschluß
angenommen, wonach jedes Jahr dem Vorstand 300 Fr.
zur Verfügung stehen für bare Auslagen zu Bundestagen,
Bausitzungen usw. Der Ehrenvorsitzende J. B. Düren gab
noch nähere Erklärungen betr. des Bundesfestes in Neun—
kirchen, sowie des Werbeblattes des Saar-Sänger-Bundes.
Für 25jährige aktive Tätigkeit erhielt der Sangesbruder
Emil Schneider die Ehrenurkunde sowie die Ehrennadel des
Vereins. Der Verein ehrte ihn durch Absingen des deutschen
Zängergrußes. Dem Jahresbericht des Schriftführers ent—
nehmen wir noch: Eine große Anzahl neuer Sangesbrüder
trat in unsere Reihen ein, manche haben wir verlovren,
sei es durch Tod, Wegzug, Abmeldung, durch von uns
dorgenommene Streichung. Der Probenbesuch betrug durch—
schnittlich 70 Prozent. Keine Probe gefehlt haben die
SZangesbrüder Karl Pfeifer, Julius Ruppenthal, Karl Reus,
Anton Buschmann, Richard Felbel, Johann Schreiner,
Eduard Buchholz und Willi Fourny. Die Vereinstätig—
keit im verflossenen Jahre war folgende: 29. Januar:
Maskenball: 11. Februar: Kappensitzung; 4. März: Be—
teiligung an den Massenchören zum Volkstrauertag; 31.
März: Volkslieder-Abend im Reformgymnasium unter
Mitwirkung der heimischen Lautensängerin Frl. Olga
Schwind; 15. April: Ständchen für die Insassen des
Krankenhauses Rastpfuhl, zugleich für unseren Sangesbruder
Willi Schneider; 29. April: Ständchen für die Insassen
des Evangel. Krankenhauses, zugleich für unseren Sanges—
bruder Karl Schneider; 5. Mai: Familien-Abend im roten
und gelben Sagale des Johannishofes; 7. Mai: Chordarbie—
ungen anläßlich einer Gausitzung; 16. Mai: Ständchen
ür unser inaktives Mitglied Ludwig Zinke im Bootshaus
anläßlich seiner Vermählung mit Frl. Gretel Brück; 3. Juni:
Wald- und Bannbegang der aktiven Sänger, verbunden mit
Picknick; 30. Juni und 1. Juli: Sängerfahrt nach Heidel—
berg anläßlich der 8. Tagung des Bundes deutscher Saar—
Vereine; 8. Juli: Beteiligung am Gaufest; 14. Juli: Be—
deiligung am 25jährigen Stiftungsfest der Sänger-Ver—
einigung Loreley —Viktoria; 4. Aug.: Ständchen für unser
aktives Mitglied Otto Kaß anläßlich seiner Vermählung
mit Frl. Else Dreyer; 11. Aug.: Beteiligung an den
Massenchören im Saalbau anläßlich des Verfassungstages;
18. Aug.: Herren-Abend bei unserem inaktiven Mitglied
Ernst Gassen; 30. Sept.: Beteiligung am Platzsingen auf
dem Burbacher Marktplatz; 24. Okt.: Beteiligung am
Ständchensingen im Evangel. Krankenhaus für Herrn Stadt—
schulrai Bongard; 3. Nove: Mitwirkung beim 30. Stiftungs⸗
fest des Vereins ehem. 9. Husaren; 18. Nov.: Beteiligung
am Gau-Schubert-Konzert; 28. Nov.: Ständchen für Frl.
Uhl anläßlich ihrer Vermählung; 1. Dez.: Mitwirkung beim
3. Stiftungsfest des Saarl. Motorklubs; 2. Dez.:: Be—
teiligung an den Massenchören zum 1. Saarbrücker Lichtfest;
 16. Dez.: 59. Stifungsfest und Weihnachtsfeier. Vor—
standssitzungen fanden 6 statt, außerdem beteiligte sich der
Vorstand an 8 Sitzungen der neugegründeten Arbeits—
zemeinschaft der Gesangvereine von Saarbrücken 3. Die
Mitgliederbewegung gestaltete sich wie solgt: Bestand am
18. Januar 1928 223 Mitglieder, Zugang 1928 44
Mitglieder, zusammen 267 Mitglieder. Abgang insgesamt
40 Mitglieder und zwar durch Tod 3, durch Wegzug 2,
durch Streichung 11 wegen zu großen Beitragsrückständen
und durch Abmeldung 24, so daß heute ein Bestand von
227 Mitgliedern einschließlich 80 aktiven, 133 inaktiven
sowie 14 Ehrenmitgliedern zu verzeichnen ist. Leider ent—
riß uns auch der Tod im vergangenen Jahre 3 liebe
Sangesbrüder; es waren dies: das aͤlteste und Ehrenmit—
zlied Herr Heinrich Faul, das aktive Mitglied Herr Heinr.
RßRupp sowie das inaktive Mitalied Herr Adolf Wirth.
m

Bei der Generalversammlung des M. G. V. „St. Johanner
Zzängerbund“ waren 115 Mitglieder anwesend. Geschäfts—
ind Kassenbericht wurden einstimmig angenommen. Mit
Ausnahme des 1. Kassierers wurde der bisherige Vor—
tand wiedergewählt. Aus gesundheitlichen Rücksichten trat
iach fast Rähriger Tätigkest der 1. Kassierer Jak. Breme
»on seinem Amte zurück. Der Vorsitzende Grebe dankte
—A—
ür den Verein und die deutsche Sängersäche geleistete hin—
jebungsvolle und opferbereite Arbeit. Zum 1. Kassieèrer
vurde Sangesbruder Otto Gordner einstimmig gewählt.
Aus dem umfangreichen Geschäftsbericht seien folgende Ver—
instaltungen besonders erwähnt: 17. 3.: gemeinsames
donzert mit dem Bruderverein angeronnde Dillingen
m städt. Saalbau zu Saarbrücken; 31. 3.: Lichtbilder—
»ortrag „Der Schwarzwald“ durch das Ehrenmitglied
dauptlehrer A. H. Lehmann aus Gutach/ Schwarzwald im
zängerheim; 175 53 Beteiligung am 1. Liedertag des
haues Warndt des Saar-Sänger-Bundes in St. Nikolaus;
30. 6. und 1. 7.: Teilnahme an der Tagung des Bundes
der Saar-Vereine in ge dewern 6. bis 8. 10.: Beteiligung
im Sängerfest des aues Karlsruhe (Baden); 83. 112*
„chubert-Konzert im städt. Saalbau zu Saarbrücken;
18. 11.: Schubert-Gedächtniskonzert des Gaues Saarbrücken:
2. 12.: Schubert-Konzert für die Ceeilienschule in der
Fohanniskirche; 9. 12., gemeinsames Schubert-Konzert mit
sem Bruderverein „Sängerbund“ Dillingen in Dillingen;
16. 12.: Schüler-Schubert-Konzert für die Volksschülen
m städt. Saalbau. Mit dem Absingen eines gemeinsamen
ziedes schloß der Vorsitzende die anregend und in selten
chöner, sangesbrüderlich kameradschaftlicher Weise ver—
aufene Versammlung.
Der Saarbrücker Liederkranz e. V. beginnt seinen um—
angreichen Jahresbericht: „Das Jahr 1928 stand im Zeichen
Franz Schuberts. Es war für unseren Liederkranz ein
Jahr voll großer, Taten und voll großen Gelingens durch
insere Fahrt nach Wien zur Teilnahme am 10. Deutschen
Zängerbundesfeste, welche zum schönsten Ruhmesblatt in
»er Geschichte des Vereins geworden ist, sowie durch die
z0jährige Gründungsfeier des Vereins. Das 10. Deutsche
zängerbundesfest hat der Welt die siegreiche und einende
Zztärke des deutschen Gedankens aufs neue bewiesen.
deutscher Sang, deutsche Lieder, von jeher Ausdruck des
eutschen Empfindens, die zu Kampf und Sieg, Freude
ind Schmerz, Liebe und Not, stets die Herzen aller einten,
zaben auch diesmal ihren alten Zauber ausgeübt.“ In
ibersichtlicher Weise entrollt der Jahresbericht nun noch
inmal die geleistete Jahresarbeit? Konzerte, Sänger—
ahrten, Teilnahme an änderen Veranstaltungen, geseklige
zeststunden. Es folgen: Geschäftliche Angelegenheiten,
Figenheimbau-Ausschuß, Mitgliederbewegung, Sterbeunter⸗
tützungskasse, Kassenübersicht und das Schlußwort: „Alle
beranstaltungen des Jahres 1928 zeugten wieder von
ꝛiner gesunden Aufwärtsentwickelung des Vereins, sie tru—
jen ihm reiche Anerkennung und hohe Ehren ein. Unser
dank für die gesanglichen Leistungen gebührt in erster
rninie unserem hochverehrten Chormeister Ph. Stilz, der
tunmehr über 15 Jahre sein musikalisches Können dem
Uiederkranz dienstbar gemacht hat. Wir wollen ihm ge—
oben, daß wir ihm in allen seinen künstlerischen Unter—
iehmungen weiterhin treue Gefolgschaft leisten. Auch
inserem 2. Chormeister Robert Carl danken wir für die
dem Verein geleisteten wertvollen Dienste. Für die ge—
chäftliche Leitung haben wir in erster Linie unserem ver—
ienstvollen 1. Vorsitzenden Karl Weißgerber aufrichtigen
ind herzlichen Dank zu sagen. Unermüdlich und stets vbon
zrößtem Eifer beseelt, hat er seine hervorragenden Fähig—
eiten in den Dienst unserer Sache gestellt Auch aklen
iktiven Sängern sei Dank für ihren hingebenden und
pferfreudigen Dienst am Werk der Kunst, allen unter—
tützenden Mitgliedern für die Anhänglichkeit, die sie dem
Lerein stets bekundet haben. „Nicht abwäris noch rück
värts, sondern aufwärts und vorwärts“, muß unsere Lo—
ung auch im kommenden Jahre sein! Auch in jüngster
zeit ist der Saarbrücker Liederkranz wieder mit zwei wert—
sollen Konzerten hervorgetreten, beide vor vollbesetztem
dause. Im Festsaal der Wartburg kam am Volkstrauer—
ag ein Gefallenen-Gedächtniskonzert zur Durchführung,
sem Chormeister Musikoberlehrer Philipp Stilz mit seinen
rprobten Mannen den Stempel hohen künstlerischen Wertes
s wmeishennssor Sfimmung vufzirdrücken herstaund 6Gpos
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.