A
un Saar⸗Sänger⸗Bund IInnnu
Nr. 2
prach eindringlich auf die große Masse. Wie eindringlich,
wie prägnant die Fahne, dieses bunte Tuch, sprechen kann,
zeigt sich beispielsweise an der weißen Fahne, die eine Botin
des Friedens werden möchte, an der Fahne der Genfer Kon⸗
dention als einem Symbol der Hilfe und der Menschengüte.
Uind erschütternd wirkt die Sprache dieses toten und doch so leben⸗
digen Tuches, wenn eine Fahne zum Zeichen der Trauer auf
dalbmast gezogen
wird! — Nun soll
dieses tote und doch
so lebendige Tuch
auch dem Saar⸗
Sänger-Bund
jn seinem Bun—
desbanner zum
Symbol seiner
Einheit werden!
Mit Bewußtsein in
Bildsprache, deko⸗
rativem Schmuck u.
n der Ausführung
vürdig und einfach
gehalten, möchtedas
Bundesbanner als
geschlossene Einheit
hon stärkster Ein⸗
dringlichkeit sein.
So führt es auf
der Vorderseite als
Schützer seines
Monogramms den
Adler als Symbol
der Einigkeit, der
Kraft, der Erhaben⸗
heit. Die Männer
und Frauen, die die⸗
ses Banner führen,
sollen eingedenk sein
der hohen, würde⸗
vollen Aufgabe, die
der Bund zu erfüllen
hat, Pfleger und
Förderer des
deutschen Liedes
an der Saar zu
sein!
Die Grundfarbe
des Banners ist
blau. Allegorisch
dargestellt ist die
Saar durch ein
gold⸗silbernes wel⸗
enförmiges Band.
Die Rückseite des
Banners kennzeich⸗
net in Symbolen
die Berufsschichten
und Stände, aus denen sich die Mitglieder unseres Bundes
zusammensetzen. Die Industrie wird verkörpert durch das
Werkrad, der Bergbau ist dargestellt durch Hammer und
Schlägel. Die Landwirtschaft wird charakterisiert durch
Sichel und Garben. Die Forstwirtschaft bedient sich als
Sinnbild der Eichel und Blätter. Der Handel läßt sich
bertreten durch den Hermesstab, und der Verkehr stellt
als Symbol das
geflügelte Rad.
Im Mittelfeld ist
auf gelber Seide
der Schlußsatz
des Saar⸗Sänger⸗
Bundes⸗Spruches:
„Ewig deutsch des
Saarlands Lied“
verewigt. Mochte
der Saar⸗Sänger⸗
Bund, der einem
jungen, saarlän⸗
dischen Maler, dem
Unterzeichneten,
Gelegenheit gab,
seine Liebe zur
deutschen Kunst und
besonders zur deut⸗
schen Musik in die⸗
sem Bundesbanner
zu verewigen, all⸗
zeit rechte Freude
an seinem Wahr⸗
zeichen haben. Auch
der so leistungs⸗
fähigen ß Saar—
brücker Fahnen—
fabrik möchte ich
mit Dank und An⸗
erkennung bestäti—⸗
gen, mit wieviel Ge⸗
schmack, Geschick
und Verständnis
sie meine Ideen zur
Ausführung ge—
»racht hat:
Kraftvoll wehe,
prächtig schwebe
Als Symbol der
Einigkeit
Mit dem Adler
unser Banner
Ueber Gau und
über Land!
Sran Reilant
Franz Reiland.
i
Geasthe RESν—
lnhaber: Vwe. WVeber
Neunkirchen-Saar
542 Langenstri chstraßg e
2o— M —
Gasthof Adolf Jung
Veunkirchen-Saar. Orin-Goinrich-Straße 2
248
G c —5 99 —