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nte vmnh Saar⸗Sänger-Bund Isn
upu Seite 275
Die Proben dauern zwei Stunden, und es wird dabei nichts
getrunken und nicht geraucht. Eine ganze Anzahl Sänger
haben die Proben zu knapp 100 bis Moso mitgesungen und
unter Fen auffallend viele Jugendliche. Tas ist doch
wahrlich Manneszucht und Opferfreudigkeit und ein Zeichen
für tiefgehendes und sehr ernstes Streben. Hierauf und aui
die daraus hervorspringenden vorzüglichen Gesangsleistungen
darf die Sängerschar stolz sein. Taß die fleißigsten Sänger
durch Ueberreichung von wertvollen Büchern gesaäanglichen
Inhalts in sinniger und sachlicher Weise geehrt wuürden,
sand allgemeinen Beifall. — Nun noch etwas von nicht
zgerade alltäglicher Bedeutung. Punkt 6 der Tagesord—
tung hieß: „Tas Verhältnis unserer inaktiven Mitglieder
zum Verein und seinen Arbeiten.“ Und in einer Fußnote
varen die Inaktiven noch ganz besonders um vollzähliges
Erscheinen gebeten. Sonst stellt man sich die Sache ziemlich
allgemein so vor, daß die inaktiven Mitglieder nur zum
Zahlen der Beiträge da sind. Ter Vorsitzende verstand es.
die wirklich zahlreich erschienenen nicht singenden Mitglieder
in einer feinen und sachdienlichen Weise für die Arbeit des
Bereins zu interessieren und in allerlei „Gedankengängen“,
wie sie trotz ihrer Inaktivität an mancherlei Arbeiten des
BGesangvereins tätigen Anteil nehmen können. Als zum
Schlusse ein inaktives Mitglied seine „Kollegen“ aufforderte,
die wackeren Sänger durch Erheben zu ehren und zu be—
danken — auch im Namen aller, die unseren Wadgasser
Männergesangverein mit Freude und Genuß gehört haben,
da sprach diese stille Anerkennung mehr als viele Worte. Die
Beneralversammlung war für alle Sänger, für alle Sanges—
und Sängerfreunde ein Hochgenufßß. Zu allerletzt noch
weierlei, das besondere Erwähnung verdient: Ter Wad—
zasser Männergesangverein hat im verflossenen Jahre seine
unst in den Dienst der Allgemeinheit gestellt durch ein
Konzert für die Kranken unseres heimischen Hospitals und
im Kinderfest im Walde, und — es ist nicht überflüssig,
noch einmal zu sagen: die Inngmanner haben an den
Sonntagen fast vollzählig die Proben besucht. Zur Nach—
ahmung empfohlen! LQ.
Vom Büchertisch.
Auf Wanmderschaft ins Wunderland, eine abenteuerliche
Fahrt von Passau nach Indien, quer durch die Lande des
Fzflam von Franz Herrmann, mit 10 Bildern und 4
darten, Verlag von K. F. Koehler, Leipzig. Ein pracht—
olles Abenteuerbuch, das in lebensvollen Bildern wie
zuf einem Filmstreifen voll Spannungen die Fahrt zweier
unger Männer durch den Orient kurz nach dem Kriege
darstellt. Daß das Leben erst Reiz erhält durch die Ueber—
vindung seiner Schwierigkeiten wird hier aufs beltq ver⸗
»eutlicht. Denn an Schwierigkeiten fehlt es nicht bei der
Behörden, Priestern, Bürgern fremder Lande, auf weg
losen Pfaden im Sonnenbrande und in Schneestürmen
Aber aäuch nicht an freündlicher Beratung und Hilfe,
ramentlich in Bulgarien, der Türkei und Persien, wo der
deutsche Name einen guten Klang hat. Und so ist dieses
hübsche Werk, das wir namentlich unsern Jungen zum
Zeschenk wünschen, ein vortreffliches Barometer für den
Ztand der deutschen Wertschätzung im Fernen Osten. Dae
nuß man dem Verfasser nachrühmen: er hat auf seiner
abenteuerreichen Fahrt die Augen aufgehalten, von seinen
Schicksalen spannend geplaudert und über der Fremde
die Heimat nicht vergessen!
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