Full text : 7.1929-1930 (0007)

Nr. 12 IIIIIPPlhlsuhruezs.IUslisundfhs:Hoztsuitthsshlhihs Saar⸗Sänger⸗-Bund IIIIIIPleue Seite 574
1377 Hühnerfeld, „Concordia“ Sulzbach (nit Männer- und stehend aus vier aktiven Mitgliedern unter dem Vorsitz
Bemischtem Chor) und Sängervereinigung Bildstock mit. des Tirigenten, beschlossen. Tie dem Verein freiwillis
Trotz herrlichen Frühlingswetters hatte sich eine zahlreiche angegliederte Sterbékasse ist nunmehr in der Lage, das
Zuhörerschaft eingefunden, so daß schon lange vor Beginn des Sterbegeld von, 5900 auf 600 Franken zu erhöhen. Als
konzertes der Saal gefüllt war und viele an der Saaltüre wesentliche Neuänderung zur Sterbekasse wurde folgendes
umkehren mußten. Erfreulich war der überaus zahlreiche zu Protokoll genommen: Meldet sich ein Mitglied der
Besuch durch Sänger der entfernt gelegenen Orte wie Sterbekasse an, so hat dessen Ehefrau, gleich welchen Alters
Jägersfreude, Herrensohr, Bildstock und, Elpersberg. Diese ebenfalls die Berechtigung, der Sterbekasse beizutreten. Aus
onnten nicht gut abgewiesen werden, so dash die Ueber— diesem Anlaß wurde eine Anzahl Neuaufnahmen getätigt
üllung des Saales hierdurch wohl entschuldig sein dürfte. Ehrenvorsitzender Johann Veith sen. erörterte in längerer
Täe Chöre wurden allgemein mit feiner Einfühlung unter sachlicher Ausführung die Tätigkeit innerhalb des Ver—
icherer Stabführung der Chorleiter mit ganzer Hingabe eins und ermahnte die Sänger zum fleißigen Besuche der
and Ausdrucksmöglichkeit seitens der Sänger vorgetragen. Gesangstunden.
Daß nicht immer die „Schwierigkeitschöre“ das Herz der Gau S5t. Ingbert.
Besucher Exobern, zeigte der Vortrag der Volkslieder im GanuSt. Ingbert hielt in Niederwürzbach eine außer—
weiten Teil des Programms.„Spontaner Beifall wurde ordentlich startke befuchte Generalversammlung ab. Nuch
Bildstock Für die prachtvolle Wiedergahe des Volkslieder Zundesschriftführer Stein und“ Bundesgeschäftsführet
atzes pmarsch von Heinrichs zuteit. Mit einer Hu. Rauchholz hatten sich eingefunden. Ms.V Germanig⸗
zabe „Schwäbisches Vollslied“ von Silcher erntete Bild Riederwürzbach erbffuete die Tagung mit zwei' Nadrigal⸗
toch reichen wohlverdienten Beifall. Auch die von „Con. hören: andsknechtsftändchen“ von Orlando di Lafsso und
ordig, Sulzbach Manner- und gemischter Chorx, „owie Zunsbrück, sch muß dich dafsen“ von Heinr. Isagce An—
von M.G.B. 1877 Hühnerfeld vorgetragenen Volksliedbear schließend führte Bundesschriftführer Slein in' einer be—
beitungen bezeugten gediegene künstlerische Arbeit und ern zeisternden Ansprache aus die Tagung stehe unter einem
teten herzlichen Beifall. Wenn ein Leitgedanke für die Vor zünstigen Stern, habe doch G.B Germania“, vom künft—
ragsfolge auch nicht gegeben war, so muß doch seitens den lerischen Standpunkt aus betrachtet, durch Auswahl und
Vereine dahin gestrebt werden, nur wertvolles Liedgut sich darbietung seiner Thöre bewiesen, daß man fich auch im
zu eigen zu machen. Besonders ist an guten gemischten Gau St. Ingbert nach den vom Bund gegebenen Intonga—
Lhören kein Mangel. Ter S. S. B. bietet wertvolle Finger. Jonen richte, daß nur das Besie gut genug sei für“ unsere
zeige hierzu und steht den Vereinen jederzeit gerne mit Rat Zesangvereine. Er freue sich defsen, wie“ auch über das
und, Tat zur Seite. Das „Kirschquartett“ (Urban Kirsch, varmpulsfierende Leben und den ausgezeichneten Bundes
Bioline; Zudwig Kirsch, Cello; und Haeber, Klavier zeigten zJeist, der im Gau St. Ingbert während der letzten Jahre
iich als Kunstiüinger von der besten Soeite. Ihr Bemühen. Jerriche, Die gediegenen Veranstaltungen des verflossenen
zuch in kleineren Orten klassische Musik zum Klingen zu Fahres sejen guch ein Beweis dafür, daß der Gau, organi
oringen, verdient Anerkennung, Schuberts Es-TurzTrio soll Jatorifch sowohl, als auch musikalisch, fehr gut beraten sei
hervorgehoben werden. Herr Neumann (Tenor, feinsinnig ind er könne nicht umhin, Gauvorsihenden Schunr be—
von Breuer, Dudweiler, begleitet, trug mit starker seelischer Inders zu danken, der den Gausso Relbewußt und um
Einfühlung Lieder von Grieg, Reger, Brahms, Wolf, Wein- Ichtig führe, Er wünsche den Verhandlungen ein hetz—
Jartner und Jonsen vor. Am Shhluß des 1. Teiles ergriff iches, Glück auf!“ Der Gauvorsißende Schunk gab so—
Bundesschatzmeister Türen das Wort. Er dankte der Sänger⸗ dann einen interessanten Ueberblid über die innerhatb
schaft für ihre opferfreudige Hingabe und für den über hes leßzten Jahres im Gaugeleiflete Arbeit und wich
Erwarten zahlreichen Besuch. Sodann überreichte er dem ügsten“ Veranstaltungen, wie Beteiligung am 2Bundes
Zänger ed;. Hild, für Miährige und dem Sänger Entinger fest in Reunkirchen,“ 2Bjähriges Stiftungssest des M.aV.
jür Wjährige Aktivität die Ehrennadel des Bundes. Warm WederktongeMebderwuürzbhe und er iederiaed
herzige Worte richtete er an den M.G. B. 1877 Hühnerfeld. Fenirisch Stiftungsfest unite Fahnenweihe des MiGevV
dem er für Sbjährige treue Dienste am deutschen Lied die Eintraächt“ St. Fugbert, Grüudung einer Arbeitsgemein—
oom preußischen Kultusminister verliehene Zelterplakette schaft, unter den So Ingberler Gesangvereinen auläßlich
iberreichte. Die. Sängerschaft dankte dem Verein seine der Jahrhundertfelser Hrer Vaterstadi“ und nicht zuletz
Treus durch Absingen des Teutschen Sängergrußes. In der Befuch des Konzerts vom Wiener Lehrer⸗Meappesia
inem Schlußwort, dankte der Gauvorsitzende Kamp der chor Bedauerlich set, daß unsere Gaubereine, troß wieder—
Zuhörerschaft für den zahlreichen Besuch. bat um weitere solten Anfuchens, auch von Seiten der Bundesleitund
Unterstützung und dankte den mitwirkenden Sängern für elbft, weder durch den Bezirk, nvoch durch eine Gemeinde—
hre opferfreudige Hingabe. Dem zBau zur welteren ger verwalltung finanziell unterstützt worden sei. Und gerade
deihlichen Arbeit und gesunden Aufwärksentwicklung ein in dieser Hirsicht stehe unser Gau schlecht, wie das ja auch
jerzliches Glückauf! J aus dem Kafsenbericht ersichtlich sei, der trotz sparsamsten
Eine wohlgelungene Weihnachtsfeier veranstaltete Hüttenus daushalts und gewiffenhäftester Buchführung dieses Jahr
gesangverein „Eintracht“ der Glashütte Bopelins⸗-Wentzel in Defizit aufweise Diese Ausführungen ergänzend, ver—
zjür seine Mitglieder in der Harmonie, Einige klangschön prach Bundesgeschäftsführer Rauchholz, nochmals an die
borgetragene Lieder, sowie zwei gut gelungene Humoresken Bezirks⸗ und Gemeindeverwaltungen heranzutreten. Die
anden dankbare Aufnahme bei den Zuhörern. Eine kleine Stadt Saarbrücken und die Kreise Hombuͤrg und St. Wendel
Streichkapelle besorgte den musikalischen Teil der Feier, dien bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Rach
velche mit einer kleinen Weihnachtsverlosung ihren Ab- Abschluß des Rechnuͤngsberichtes für das Jahr 1929 über
chluß fand. nahm Gauvorsitzender Schunk auf wiederholtes und all—
In der vom Vorsitzenden W. Adt herzlich begrüßten seitiges Drängen hin wieder die Geschäfte des Gaues, den
Benevalversammlung des M.⸗G.⸗WB. „Frohsinn“ Friedrichs- er seit 9 Jahren so musterhaft geführt, auf absehbare Zeit.
hal wurde nach Genehmigung des Protokolls und der Er- An Stelle des bisherigen 2. Vorsitzenden Litzenburger
sttattung des Jahres-, Geschäfts- und Kassenberichts mit fol- wurde Casten, St. Ingbert, gewählt. Dem Vertrag mit
gendem Ergebnis die Vorstandswahl getätigt: 1. Vor- dem deutschen Tonseßerverband stimmte die Versammlung
itzender W. Adt, 2. Vorsitzender Simon Zeller, 1. Kas- ohne weitere Diskussion zu, nachdem Herr Rauchholz über—
sierer Franz Koch, 2. Kassierer Johann Beckeer, 1. Schrift: zeugend dargelegt hatte, daß der Vertrag eine dringende
ührer Ad. Bonn, 2. Schriftführer Richard Veith. Als Bei- Notwendigkeit ist, wenn sich unsere Gau- und Bundes—
sitzer Franz Brietz, P. Scheidt, Ad. Veith, Fr. Grubernator vereine nicht der Gefahr aussetzen wollen, 300 5400 Mk
sen. A. Schording, Joseß Ziegler, P. Simon 11. Kassen- Strafe zu zahlen, sofern sie einen Chor singen, dessen
revisore: Bernhard Brück, Peter Simon 11. Fahnenträger Aufführung noch nicht frei gegeben ist. Das Bundes—
und Junker K. Breit, Johann Marx, Michel Simon. Be- singen in unserem Gau hat Gaäuchormeister Wilker mil
schlossen wurde ein Sängerausflug im Mai, ein Sommer- Rücksicht auf unsere kleineren und mittleren Vereine, die
zder Oktoberfest. Ferner wurde ein Notenausschuß, be- augenblicklich mit Arbeit für das diesjährige Gauwertungs—

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