Full text : 7.1929-1930 (0007)

Nr. 12 0p

MVUlbil Saar⸗Sänger⸗Bund suer

zein! Die Melodik ist von hinreißender Beredsamkeit, die
Harmonik voll satten Glanzes. Gemischten Chören bietet
sich hier ein modernes geistliches Werk dar, das im Stu—
dium hohe Befriedigung gewährleistet und bei der Auf—
ührung von eindringlichster Wirksamkeit sein wird!
Das Ergebnis der 2. Abt. des Franz-Schubert-Preis⸗
ausschreibens des rühmlichst bekannten Musikverlag Ge⸗
brüder Hug & Co., Leipzig und Zürich, liegt in drei
orchesterbegleiteten überaus wirkungsvollen preisgekrönten
Männerchhören vor: Hermann Wumsch, Chor der
hebanischen Alten, Op. 32, Gedicht von FIr. Hölderlin
ausgezeichnet mit dem 1. Preis); Hugo Herrmann,
Thorpastorale Op. 63, Gedichte „Tagzeiten in den Bergen“
don E. Krauß (ausgezeichnet mit dem 2. Preis); und
Albert Moeschinger, Das Posthorn, Gedicht von
Nikolgaus Lenau, mit Streichorchester und 4 Hörnern (aus—
gezeichnet mit dem 3. Preis). Dauer eines jeden Werkes
15 Minuten. Unsere führenden Vereine seien nachdrück
lichst auf diese Erfolg verbürgenden Chorwerke zeitgenös—
sischer Meister hingewiesen.
Paul Graener hat soeben ein neues Männerchorwerk
oollendet, betitelt „Frühlings-Suite“ für dreistimmigen
Männerchor aà cappella. Das Werk erscheint im Verlag
Ernst Eulenburg, Leipzig. Die Uraufführung findet im
März d. J. durch den Dresdener Lehrer-Gesangverein unter
GBeneralmusikdirektor Busch statt.
Der Musikpreis der Stadt München wurde in Höhe von
3000 Mk. zum ersten Male dem in Ried in Oberbayern
lebenden Komponisten Heinrich Kaminski verliehen. Der
Künstler wurde inzwischen vom Drenhiswen Kultusmi niste⸗
rium an die Stelle Hans Pfitzners als Léiter einer Meister—
schule für musikalische Komposition nach Berlin berufen.
Er wurde zugleich auch Mitglied des Senats der Preußischen
Akademie der Künste.

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wie bekannt, in Königsberg, und zwar etwa eine Woche
vor Pfingsten statt.
Das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht ver—
anstaltet in Gemeinschaft mit dem Reichsverband deutscher
Tonkünstler und Musiklehrer e. V. und den Städten
Bochum und Essen die erste Tagung für Sing⸗ und Bolks—
musikschulen, die vom 22. -28. April 1930 in Bochum
und vom 24.-25. April in Essen stattfinden wird. Das
Programm umfaßt Vorträge u. a, von Ministerialrat
Kestenberg, Prof. Schönemann, Prof. Jöde, Berlin
Direktor Greiner, Augsburg; Direktor von Waltershausen
München; Oberschulrat Götze, Hamburg, und Vorfüh—
rungen der Singschule Bochum und Folkwangschule Essen
Ein ausführliches Vorprogramm ist durch das Zentral
institut für Erziehung und Unterricht, Berlin W. 35
Potsdamerstraße 120, erhältlich.
Der Leiter der Gürtzenich-Konzerte und Direktor der
Hochschule für Musik in Köln, Professor Fermann Abendroth
t vom Symphonieorchester in Paris eingeladen worden
ein Konzert zu dirigieren, bei dem Max Regers Böcklin—
Suite zur Pariser Erstaufführung gebracht wurde.
In Gera mußten bekanntlich die Symphonischen Konzerte
der Preußischen Theaterkapelle, die unter Leitung von
Prof. Laber bisher stattfanden, wegen Interesselosigkeit des
Publikums eingestellt werden. Ein ruͤhmliches Gegenstück
hierzu bildet Dessau, wo unter G.M.D. Rother 300
Abonnenten wegen Raummangels in diesem Winter un—
berücksichtigt bleiben mußten. Nuch die Konzerte des Nord—
häuser Konzertvereins sind ausabonniert.
Das Kontorat an der Kreuzkirche zu Dresden wird durch
den Abgang von Professor Otto Richter, der am 1. Juli
1930 in Pension geht, frei.
Ein geistlicher Festgesang von Alf. Schmid, Organist
a. St. Nikolaus in Stuttgart, für Männerchor, Kinderchor
und Bläser kam durch etwa 1000 Mitwirkende in der
Stadthalle zu Stuttgart zur esrnn Das Werk
hinterließ dank der hervorragenden Ausdeutung durck
Kirchenmusikdirektor Alf. Sauter nachhaltige Eindrücke
der Beifall war stark.

Der „Allgemeine Deutsche Musitverein“ wird der Ein—
ladung Bruno Walters und der Stadt Leipzig, sein, Ton—
ünstlerfest 1931 in Leipzig abzuhalten, sehr wahrschein—
ich Folge leisten. Das diesfährige Tonkünstlerfest findet.

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