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rvecenhhhh SaareSänger-Bund spurjp pu..hæ.d IIPz2:azJ c djg caaa io: o-læræepntuuunhshchhchh Nr. 18
Der V. D. A. im Saargebiet.
Die vorübergehende Abtrennung des Saargebiets von der
Verwaltungshoheit des Reiches hat es mit verschuldet,
daß bisher hier der Verein für das Deutschtum im Aus—
land noch nicht festen Fuß fassen konnte. Dabei sollte doch
gerade hier der überparteiliche V.D. A.«Gedanke ganz
hesonderen Widerhall finden können. Hand in Hand mit den
ainderen deutschen Staatsbürgern sollten wir die Be—
ziehungen zu den Auslanddeutschen stärken. Nach langer
Mühe ist es nun gelungen, die Organisation des V.D.A
auf das Saargebiet duaneen Am 29. April hat der
Broße Ausschuüß seine Gründungsversammlung abgehalten
und die ihm vorgelegte Vorschlagsliste für den vorläufigen
Vorstand bestätigt. Eine Hauptversammlung — spätestens
Ende dieses Jahres — nimmt dann die endgültige Wahl
eines Vorstandes vor. Die Zusammensetzung des Vorstandes
hat sich ohne Rücksichtnahme auf irgend welche parteipoli—
ische, konfessionelle oder weltanschauliche Bindungen voll—
wogen. Der Große Ausschuß hingegen besteht aus den Ver—
cretern der Behörden und Spitzenorganisationen aller
Gattungen.
Der V.D.A. Saargebiet soll als Dachverband galle be—
tehenden Körperschaften zusammenschließen. Als vollständig
unpolitischer Verein will er die Deutschen aller Be—
völkerungsschichten zusammenfassen. Am gleichen Tag, an
dem die Gründungsversammlung stattfand, bildete sich
auch der V.D. A.Jugendausschuß des Saargebiets.
Er wurde von den Jugendvereinigungen aller Richtungen
e die dem V.D.A. Saargebiet körperschaftlich an—
gehören.
Der Mitgliederbeitrag beträgt für Einzelmitglieder und
sörperschaften jährlich wenigstens 20,— Fr. Einzelmit—
glieder, die körperschaftlich angeschlossenen Vereinen ange—
zören und durch diese ihre Beiträge abführen, zahlen
ährlich wenigstens 1,— Fr. Die Beiträge können ent—
veder auf Postscheckkonto 1892 (Studienrätin Zenker) oder
hei dem Bankhaus G. F. Grohé Henrich KCie., Saar—
»rücken, eingezahlt werden. Die Geschäftsstelle des V. D.A.
Zaargebiet befindet sich in Saarbrücken, Gutenbergstraße
11a, Telefon 3132. Schriftliche (oder mündliche) Beitritts—
erklärungen können dort abgegeben werden. Als Mitglieder
gelten nicht nur Spitzenorganisationen, sondern jeder ein—
zelne Unterverband oder jede Ortsgruppe können als selb—
sttändige Mitglieder beitreten, jeder Verein, ob er irgend
einem Verband angehört oder nicht. Die Geschäftsstelle ist
für jede Angabe entsprechender Anschriften dankbar. Jeder
Deutsche sollte für den alle angehenden V.D.A. werben
Der Vorstand besteht aus: Vorsitzender: Terstesse
Stellverte. Frau v. Vopelius; Schriftwarte: Buril
und Dr. Maaß (Geschäftsstelleyj Jugendwart: Stein
Kassenwart: Frau Zenker, Stellvertr. Frau Steeg
mnann; Beisitzer: Frl. Blume, Völklingen, Bunz, Saar
»rücken, Brück, Neunkirchen, Bürklin, Saarbrücken, Donne
ꝛert, Saarlouis, Elgas, Saarbrücken, Fitz, St. Ingbert
Franz, Wadgassen, Geiß, Ludweiler, Geuther, Fechingen
Fraus Gräff, Saarbrücken, Herrmann, Mettlach, Hilsen
zrand, Saarbrücken, Dr. Jäger, Homburg, Dr. Kloevekorn,
Zaarbrücken, Koller, Sulzbach, Krüßenberg, Ottweiler, Frau
o. Lengerke, Saarbrücken, Levy, Saarlouis, Dr. Loeser
Dillingen, Martin, Saarbrücken, Frl. Dr. Nitz, Saar—
brücken, Portz, Saarbrücken, Sehr, Merzig, Dr. Szliska—
Spiesen, Dr. Trittelvitz, Elversberg, Warken, St. Wendel,
Wehr, Saarbrücken, Zenner, Eppelborn; Delegierte des
Werbeausschusses: Nagel, Hagn, Müller und der Vorsitzende
des Jugendausschusses Dr. Singer. Dr. M.
Die Grundl der C k
EABLD horge angskunst.
Von Felix Schmidt, (Fortsfetzung)
bisher Organist und Kantor an St. Peter in Riga.
Dramatisierung von Volksliedern. ganz starken Ton, einen Riesenton, nachdem sie die ersten Worte
Sie kennen das gute alte Lied: „In einem kühlen Grunde, hur mezzoforte gesungen haben. Außerdem halten sie diesen
»a geht ein Muͤhlenrad.“ Sie haben auch gehört, wie das in Ton, viermal so lang aus als die anderen, während doch alles
alter Zeit so manches Mal von Schulkinbern heruntergepfärrt Jeiche Achtel sind, Diese Sänger haben hiermit drei Fehler
vurde: Alle Strophen in dem gleichen Leierton. Sie haben Femacht: Erstens ist auf der zweiten Silbe von „liebe“ über—
»s dann von einem Männerchor gehört. Da dang es freilich haupt kein Atzent, auch nicht der geringste, zweitens wäre di
inders, ganz anders! JIu der ersten Strophe wurde das Wor! Betonung, selbst wenn sie da stattfinden müßte, viel zu stark
Grunde“ sehr hervorgehoben, mit großein Ausdruck, denn Ind drittens ist durch das überlange, ganz unangebrachte Ver—
es ist doch klar, daß man nicht alles mit demselben Ausdruck üugern und Dehnen des Tones der Takt und der Rhhthmus
ingen darf. Dann kommt verschwunden““ mit ebensogroßem fänzlich zerrissen.
Ausdruck, denn das Verschwinden eines Liebchens ist doch Was die Steigerungen der Tonstärke betrifft, so muß man
mmerhin, eine aufregende Sache, und, muß, dementsprechend vwissen, daß im“' allgemeinen die Steigerungen, die eintreten
zesungen werden, Bald aber scheint der Liebhaber sehr froh fönnen, sich nach der Tonstärke der Umgebung, des Satzes
darüber zu sein, daß er sie las ist, denn plötzlich zubelt er laut. oder eines Teils desfelben richten. So wird innerhalb viae?
Ich möcht' als Reiter fliegen“. In der nächsten Sekunde freilich Teites im Piano ein gelegentliches Forie sich nicht zu sehr
schlägt seine Stimmung usn, wie er daran denkt, daß er IAm don dem bishexigen Piauo abheben dürfen, ein Sforzalo Hird un
e ee e eceet ceng ee
* bt yt Z — 8 Tefc .4 in e
Strophe möchte er am liebsten een 7 sinn nun wirklich icheb, ——8 icendo ipem Pianotei
i ehr, er jammert ch und zehi i e
nigt — E mig —Aãi * — Was, der gute Instrumentalmusiker längst weiß, daß man
Dirigent verstand es denn auch, mit seiner ausgezeichnet diszi de nren den Anterschiede ptrrcon Wer soe
olinierten Sängerschar dem deutschen Liede zu ergreifendsteäm ten ve d iß 3* un — hordirigenten in den weiteß
Ausdruck zu verhelfen, uud als daun der Zug absuhr, ehees Kreisen ebenfalls endlich sagen lassen. Aber man kann Aberal⸗
ein nicht endenwollendes Bravorufen und Tücherschwenken. Ind un wer echer die one alte ede antreffen: ich
Es giht goch gudere traditionelte Verschanden agen un Vet. ucen detnnnhetrenternungengu ho
piel das Zerreißen oder sozusagen das Verklecksen der Melodie aber ist Altes sull, so daß ich deutees ei zu Ende. Aber
durch übertriebene dynamische Äkzente, durch plötztiches Piano feht höre ich es wieder, jedoch wieder nur ein paar Töne, dann
23 chen melodist inie, sondern gleichsamen nkte,
angen, bei dem Worte eister“ ist es schon forte und bei Ztöße, Kleckse. Soll das iba ausbricksvolt in Nein
loben“ schon fortissimo und so weiter. cindisch und dilettantenhaft. Es zeugt zunächst von der Um
Noch ein Beispiel — es ist nicht aus der Chorliteratur, aber ähigkeit, melodische Linien überhaͤupt nur zunf ehen. Wit
»s paßt so gut hierher: „Hier hab ich so manches liebe mal uinbegreiflich ist das doch eigentlich! Was ift handgreiflicher als
mit meiner Laute gesessen.“ Das machen schlechte Sänger so: »ine Melodie? Was solte handgreiflicher sein? In der
Auf der zweiten Silbe von „liebe“ machen sie plötzlich einen homophonen Musik schwimmt doch die Melodie quasi obenauf