Full text : 7.1929-1930 (0007)

Zeite 250 IIIB.

IPPh Saar⸗Säuger-Buud IIIlill

dem verehrten Einsender! Mbchten seine Worte übgerall
freundliches Echo finden! Die Schriftleitung.

Nr. 15

strumentgaben des Saarbrücker Cellisten Micha Rakier dar—
hot, den Hans Gillessen mit bester Einfühlung beg—Leitete.
Wo immer der Verein auftritt, erntet er die Früchte des
Zusammenschlusses. Er ist dadurch geradezu vorbildhich
geworden.
Gau Schwalbach.

Gau Wudgassen.
M.G. V. zur Pflege des deutschen Volksliedes Hosten—
bach veranstaltete am 1. Weihnachtstage einen Theaterabend
nit den Singspielen „Im Forsthaus zu Talheim“ und
„Glockentürmes Töchterlein“. Der 5. Januar brachte die
Beneralversammlung. Ihr ging eine Vorstandssitzung vor—
rus. Der Vorsitzende und Dirigent Oberlehrer Gerber wies
darauf hin, daß es unbedingt nötig sei, eine Jahresbilanz zu
ziehen, um aus vergangenen Tagen die nötigen Lehren
zu ziehen für die Vereinsarbeit im neuen Geschäftsjahr.
Schriftführer und Kassierer hatten ihre Bücher in Ord—
nung. Der Kassierer konnte die erfreuliche Mitteilung
nachen, daß das Klavier des Vereins nunmehr bezahlt und
der Verein selbst schuldenfrei sei. Es wird beschlofsen, eine
Zängertribüne zu erstellen sowie an die Beschaffung einer
ꝛigenen Theaderbühne heranzutreten, An Veranstaltungen
»eschloß der Verein: 16. Februar: Tirolerabend, 4. Mai:
Familienabend, verbunden mit Ehrung der Sänger, die
an diesem Tage 25 Jahre unter der Stabführung ihres
derzeitigen Dirigenten stehen, 25. Mai: Teilnahme an der
Fahnenweihe des M.G.VB. „Saargold“ Werbeln, 1. Juni:
Teilnahme am goldenen Jubebseste des M.G.V. Ehrang,
21. September: Ball, 19. Oktober: Herbstkonzert, 23
dezember: Theaterabend. Der Verein zählt 64 aktive und
30 unterstützende Mitglieder. Bei der Vorstandswahl zeigte
es sich, in wie hohem Maße die Mitglieder ihrer Führung
ertrauten: 1. Vorsitzender: Hans Gerber, 2. Vorsitzender
Jakob Decker, 1. Schriftführer: Josef Wilhelm; 2. Schrift:
ührer: Willi Latz, 1. Kassierer: Peter Schmidt, 2. Kassierer!
Beorg Tabellion; Tuillier Peter sen., Bonenberger Seb.,
diefer Peter, Ahlhelm Joh., Haen Willi, Ganz Joh. und
Müller Joh. als Beisitzer. Neu eingerichtet wuürde die
Ztelle des Bücherwartes. Matthias Steimer wird dieses Amt
ersehen. Johann Steimer wurde zum Theaterleiter ernannt
und Weber Phil. als Vereinsdiener verpflichtet. Fahnen
träger sind: Willi Latz, Nik. Müller und Matth. Schilz
Die Tagung wurde geschlossen mit Strieglers Wethelied
Möge der Eifer für die hehre Sache des edlen Männer—
gesfanges immer mehr wachsen! Heil deutschem Wort und
Sang!

Zum Schluß des Jahres kann der M.G. V. „Germania“
derlen auf schöne Abende zurückblicken. Hatte er doch am
15. Dezember mit dem Verein der Musikfreunde sein
übliches Herbstkonzert, das bei allen Hörern große An—
erkennung fand. Die Nr. 346 der „Saarbrücker Landes—
Zeitung“ bezeugt es in ihrer Kritik, daß beide Vereine
eimnen Höhepunkt erreicht haben. Weiter hatte der Ver—
ein am 2. Weihnachtstage wie alljährlich seinen Weih—
nachtsfamilienabend. Die Mitglieder mit ihren An—
zehörigen bewiesen durch ihr zahlreiches Erscheinen, daß der
schöne familiäre Sinn stets wach und lebendig geblieben
ist. Ferner hatte der Verein seine Jahresgeneralversammlung
mit Vorstandswahl. Bei einem durchschnittlichen Proben—
besuch von 85 Prozent wird der verdienstvolle Dirigent
Weiland erfolgreich weiter arbeiten können und wir sehen
mit Stolz und Freude unsern 25jährigem Stiftungsfest
entgegen.
Gau Vsõlklingen.
In der Hauptversammlung des M.G. V. Augusta⸗Sanges⸗
lust“ Fürstenhausen erstattete der Vorsitzende Philipp Knob—
lsauch den Jahresbericht. Er gedachte in warmen Worten
der 5 im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder: Oskar
Meyer, Fritz Schwitthal, Jakob Braun, Nikolaus Hans
und Ludwig Merkle, zu deren Gedächtnis sich die Ver—
ammlung von ihren Sitzen erhob. Der Jahresbericht zeigte
daß unser Verein im letzten Jahre einen erfreulichen Auf
schwung genommen hart. Die Zaähl der Mitglieder ist von
136 auf 163 gestiegen. Den Anregungen des Saar-Sänger
Bundes folgend, hat auch unser Verein einen Gemischten
und einen Frauenchor gegründet, der aus 42 Chordamen
hesteht. Wir haben damit einen Anfang gemacht, der zu
guten Hoffnungen berechtigt, wofür auch unser am 18
Oktober 1929 sgiigrsundee 10. Konzert einen Beweis
erbrachte. Nachdem der Kassenbericht verlesen war, woraus
wit Genugtuung festzustellen war, daß das abgelaufene
Beschäftsiahr mit einem bedeutenden Plus für die Kasse
ibschloß, schritt man zur Neuwahl des Vorstandes. Unser
langjiähriger 1. Vorsitzender Philipp Knoblauch wurde
vieder in dieses Anmt, gewählt. Ferner wurden gewählt:
Adolf Röller als Geschäftsführer und Heinrich Schmdt als
Kassierer. Zu Vereinsdelegierten wurden Philipp Knoblauch
und Adolf Röller ernannt. Es sei zum Schluffe ndch
zweier Herren gedacht, die unsern Verein in ganzg hervor—
ragender Weise vorwärts und aufwärts führten, indem
sie in unermüdlichem Eifer schon jahrelang ihr ganzes
Können zum Wohle des Vereins einfetzten und dassebbe
noch weiter tun werden. Es sind dies unser 1. Vorfitßender
Philipp Knoblauch und unser Dirigent Hauptlehrer Edinger.
Möge ihr Beispiel im neuen Jaähre allen Sängern und
Sängerinnen ein leuchtendes Vorbild sein!
Vom rührigen M.G.B. „Augusta-Sangeslust“ Fürften⸗
zausen gehen uns an der Schwelle des Jahres warm
mpfundene „Neujahrsgedanken“ zu. Aus ihnen spricht
feiner Sängergeist: „alle 55 werden wach, in denen des
Schicksals unergründliches alben uns Freud und Leid
bescherte. Jene Stunden werden wieder lebendig, da due
Arbeit an deutscher Sangeskunst uns mit gleichgesinnten
Freunden zusammenführte. Auch im Vereine können wir
nit Befriedigung Rückschau halten. Zwei Konzerte buchen
vir als Erfoblge. Auch konnten wir einen Frauen- und
Semischten Chor ins Leben rufen. Eine famiñär gestaltete
Weihnachtsfeier beschloß das arbeitsreiche Jahr. Mit
Freuden, gedenken wir voll Dankbarkeit der Verdienfte
unseres lieben Ehrenchormeisters Edinger. Arbeitsreich wird
auch das neue Jahr werden. Als Gelöbnis möchte ich
es allen mit goldenen vettern ins Herz schreiben: Arbeit
am eigenen Ich. Arbeit an uns selbst! Bildungsarbeit
oll es sein! Mit der gesanglichen Bildung muß die
Zerzensbildung Schritt halten. Rein muß das Herz des
Sängers sein! Ein Gesangverein ist ein Bildungsverein
nit künstlerischen Zielen. Diese Bildungsarbeit gedeiht aber
nicht in nächtelangem Kneipenhocken, in von Rauch und
Alkohol geschwängerten Gaststuben!“ Ein dankbares Bravo

M. G. V. Schaffhausen veranstaltete ein Konzert, bei
dem Männerchöre und, Kammexrmusikvorträge in wohl—
uender Reihenfolge abwechselten. Die Leistungen des
Bereins zeigten gegen früher einen ganz erheblichen Fort—
schritt. Die eifrige Schulungsarbeit des jungen Dirigenten
Anton Goergen hat sowohl in der Ausspräche, wieé auck
in der Tonbildung sehr erfreuliche Resultate gezeitigt.
das Fehlen einiger Stimmen im 1. Tenor benoachteiligte
zwar zeitweilig den Stimmenausgleich, doch ist es ein
Zeichen der güten Chorerziehung, daß die Tenöre nicht
dersuchten, die stimmliche Schwäche durch Forcieren aus
zugleichen, Im 1. Teil konnten besonders Ott's Vale
arissima“, Krauses „Mädel, wie blühts“ und „Du schönes
Fischermädchen“ durch seinen abgeründeten Vortrag be—
friedigen. Letzteres ist eine in volkstümlichem Stil ge—
zaltene leicht ansprechende Komposition des Dirigenten.
Im zweiten Teil wurden die etwas komplizierten Ueber—
jänge in Baldamus'“ „Lenzmond“ mit überraschender
Sicherheit bewältigt. Großen Beifall erweckten natürlich
die frisch und schwungvoll dargebotenen Chöre: „Jäget
aus Kurpfalz“ von Othegraven, „Schlosser und Gesell“
don Zelter und besonders „Schneiders Höllenfahrt“ von
2. Rahner. Die Instrumentalfolisten Nikolas (Violine),
doch (Cello) und Tritz (Klavier) entledigten sich mit viei
dingebung und Geschick ihrer Aufgabe. Man kann es
nur lebhaft begrüßen, wenn auch auf dem Lande die
zöstlichen Haydn'schen Trios einem größeren Kreise zu—
zänglich gemacht werden. Das neue Dörner-Piano, das
ich der Verein angeschafft hat, erhielt an diesem Abend
eine Feuertaufe. Obwohl sonst Klaviervorträge zu vier
dänden in Konzerten nicht mehr sehr beliebt sind, war
es doch ein Genuß, die Mozartsche Sonate Nr. 1, von
den Herren Goergen und Tritz ausgezeichnet vorgetragen
auf diesem prachtvollen Instrument, zu hören. Dem Verein
und seinem verdienstvollen, unermüdlichen Leiter für den
restlos gelungenen Abend herzlicher Dank!
            
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