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stammer war ein ganzer Erfolg! Sowohl die instrumen—
alen Vorträge des Musikvereins, als aüch die von Paul
Kammer sorgfältig begleiteten Solis des Baritonsängers
Schwarz aus Saarlouis errangen sich wohlverdienten Bei—
all. Besonderes Lob gebührt aber dem Chor, der sowohl
zeistliche Kompofitionen Schuberts und Kämpfs, als auch
ceizvolle Volksliedsätze ernsten und heiteren Inhalts treff—
lich zu Gehör brachte. Bundesschriftführer Stein, der als
Bast anwesend war, sprach dem Verein Dank und An—
erkennung aus und hoffte, daß in Zukunft der Zersplitte—
rung der Kräfte begegnet werden möge und daß auch die
ogenannten Gebildeten ihr Interesse für echte Volkskunst
stärker bezeugen möchten, so wie es unsere mit oft großen
Schwierigkeiten kämpfenden Männergesangvereine, die in
ihren Gemeinden eine bedeutsame Kulturmission erfüllen.
verdient haben.
M.G.V. Sängerbund Fraulautern e. V. brachte ein groß—
angelegtes Orchester-Konzert heraus, dem Chormeister Gott—
lieb Hoffmann einige hochwertige Männerchoreinlagen hin—
zufügte. Webers Jägerchor, Wagners Matrosenchor und zwei
drachtvolle Volksliedsätze. Den instrumentalen Teil bestritt
aufs beste das gesamte Symphonieéorchester Schwalbach, ver
stärkt durch das Symphonieorchester Luisenthal unter Ka—
dellmeister Fr. Bender, der klassische und volkstümliche
Musik darbot, von den Ouvertüren zu Oberon und Rienzi
dis zur Czardasfürstin und „An der schönen blauen
Donau“. Es war ein vortrefflicher Konzertabend!
unsl Saar-Sänger-Bund
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vor. Herzlicher Beifall dankte den Sängern für ihre wirk—
lich prachtvolle Leistung. Sodann erstattete der 2. Gau—
vorsitzende Baus Bericht über die Bundesvorstandssitzung
am 23. September. Bezüglich Zuwendungen von Kreis
und Gemeinden wurde festgestellt, daß einzelne Gemeinden
schon erhebliche Zuschüsse an Gesangvereine gezahlt haben
z. B. Sulzbach 7700 Fr., Herrensohr-Dudweiler 1500 Fr.
An dem im Frühjahr in Saarbrücken stattfindenden staat—
ichen Chormeisterkursus sollen alle Chorleiter teilnehmen.
Auf die Konzerte des Dresdener Kreuzchores im Herbst
a. J. wurde besonders hingewiesen und der Gauvorstand
zeauftragt, beim Bundesvorstand ein Konzert für den Gau
Zulzbachtal in der Sulzbacher Festhalle zu beantragen. Die
ür die kommende Zeit in Aussicht genommenen Gauver—
anstaltungen sollen in einer am 28. Oktober stattfindenden
Zitzung der Chorleiter und Vereinsvorstände näher be—
sprochen und festgelegt werden. Die Beschaffung einer
neuen Schreibmaschine wurde als notwendig anerkannt,
die weitere Erledigung dieser Angelegenheit dem 2. Gau—
»orsitzenden Baus als Fachkundigen übertragen. Die nächste
Bautagung findet im Januar sals Jahresgautagung mit
Vorstandswahl in Elversberg im Vereinslokal des M.G. V
Liederkranz, katholisches Vereinshaus, statt. Der Gauvor—
sitzende Kamp beilte mit, daß er sein Amt wegen un—
zünstiger Dienstverhältnisse zur Verfügung stellen müsse.
Mit' dem Absingen des Deutschen Sängergrußes fand die
harmonisch verläufene Tagung ihren Abschluß.
In einer Besprechung der Chorleiter und Vereinsvor—
tände des Gaues Sulzbach wurden Gaukonzerte in Aus—
icht genommen, die in verschiedenen Gruppen und an ver—
chiedenen Orten stattfinden sollen. Das erste Konzert findet
m Januar 1930 in Hühnerfeld, Saal May, statt und
vird ausgeführt von Sängervereinigung 1929 Bildstock,
„Coneordid“ Sulzbach und M.G.V. 1877 Hühnerfeld. Ueber
zie Programmaufstellung und eventuelle Hinzuziehung von
Soliften bzw. Instrumentalkörpern sollen die 3 Chorleiter
nit dem Gauvorstand das nötige veranlassen. Bei dem
donzert soll die dem M.G.B. von 1877 vom preußischen
dultfusminister verliehene Zelterplakette durch ein Bundes—
oorstandsmitglied überreicht werden. Die Eintrittspreise für
ieses Konzert sind folgende: 1. für aktiv mitwirkende
Zänger frei, 2. für Bundesangehörige 2 Fr., 3. für Nicht:
angehörige 3 Fr. Die Festlegung der übrigen Gaukonzerte
die im März und April nächsten Jahres stattfinden sollen
erfolgt in der Jahresgautagung.
Die Vereinigung der Kunstfreunde gab kürzlich ihr erstes
donzert, zu dem auch der M.GV. „Concordia“ Sulzbach
hinzugezogen war und mit seinen Männer- und Ge—
nischten Thören von Beethoven den Beifall der Besucher
and. Auch bei der Einweihung der Turnhalle wirkte der
Perein innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Sulzbach bei Auf—-ührung
des Gesangs an die Künstler von Mendelsfohn—
Bärthodly mit. Der Verein ist z. Zt. mit seinem Ge—
nischten Chor (üuber 150 Sänger und Sängerinnen) am
Finüben der Hahydn'schen Jahreszeiten. Das Werk wird
m Frühjahr 1930 in der schönen, neuen Turnhalle Sulz—
hach, die Raum für ca. 1000 Personen bietet, unter Mit—
virkung' der gesamten Sulzbacher Feuerwehr-Kapelle und
yervorragender Solisten aufgeführt. Der genaue Termin
vird später bekanntgegeben. Anfang August 1939 besucht
der Verein den M.G.V. Enkirch a. d. Mosel. Dieser feiert
ein 85jähriges Stiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe,
ugleich als Befreiungsfeier. M.G.B. „Concordia“ ist Pate.
die achttägige Reise bringt die „Concordia“ im weiteren
Verlauf zu Konzertaufführungen an den Rhein (Koblenz'
und die Nahe (Kreuznach).
Der Ouartett⸗-Verein „Arion“ Herrensohr veranstaltete
sein diesjähriges Herbstkonzert. Der instrumentale Teil
wurde durch die verstärkte Kapelle Hofmann, Dudweiler, in
San Sulzbachtal.
Am 20. Oktober fand in Bildstock eine Gautagumg
des Ganes Sulzbachtal statt, die von Delegierten aller
Bereine sowie einer großen Anzahl Sänger (ca. 400
hesucht war, so daß der Saal bis auf den letzten Platz
hesetzt war. Gauvorsitzender Kamp begrüßte die Vertreter
und Sangesbrüder, insbesondere auch den Bundesvorsitzen—
den Bongard, und gab seiner Freude über den überaus
starken Besuch der Gautagung Ausdruck. Der Saal war
bon den Sängern der Sängervereinigung Bildstock milt
Blumen und frischem Grün freundlich geschmückt, was
allgemein dankbar anerkannt und begrüßt wurde. Die
unge Sängervereinigung Bildstock 1929 sang mit
140 Sängern unter Leitung von Julius Mayer
zur Begruüßung Dürrners „Sturmbeschwörung“. Es zeigte
ich hier so recht, was einsichtige Sänger fertig bringen
önnen. Ein solcher Chor, ausgestattet mit gutem Stimm—
material, ist zu größeren Aufgaben berusen und kann
anderen als Vorbild dienen. Die geringen Schwierigkeiten
die sich auch bei ihm noch bemerkbar machen werden,
vird er mit der Zeit überwinden. Wir beobachten mit
Interesse die weitere Entwicklung dieses Chores. Nach
Verlesen der Niederschrift der letzten Gautagung, die nicht
heanstandet wurde, ergriff der Bundesvorsitzende das Wort
zu seinem Referat über die Vorgänge im D.S. B. Mit
beredten Worten schilderte er die erschütternden Tatsachen,
die sich als Resultat einer langjährigen, ungenauen und
unreellen Geschäftsführung herausbildeten. Die Lehre aus
dieser unglaublichen Geschichte für Bund, Gau und Ver—
ꝛine sei die, daß wir uns alle einer unbedingt klaren
und durchsichtigen Geschäfts- und Kassenführung befleißigen
sollten. Vertrauensseligkeit in Geldangelegenheiten ist ein
Stück von Schlamperei und führt nie zum guten Ende. In
Beldfachen gibts kein Vertrauen. Jeder ehrliche Kassierer
berlangt von sich aus schon eine genaue und scharfe
Kontrolle seiner Kasse. Lebhafter und langanhaltender Bei—
'all wurde dem Bundesvorsitzenden für seine trefflichen
Ausführungen, deren er sich in anderthalb Stunden er—
edigte, zuteil. Nun ist es die Aufgabe aller, das Gehörte
in den Vereinen zu besprechen und die Nutzanwendungen
daraus zu ziehen. Von einer Aussprache über das Reserat
wurde abgesehen. Jeder der Anwesenden dürfte davon
iberzeugt gewesen sein, daß der D.S.B. der dem Ab—
zrund nahe stand, dank des tatkräftigen Eingreifens weit
ichtiger und ehrlich wollender Männer bereits wieder
iber die erste Klippe hinweg ist. Wir alle wollen unser
reiwilliges Scherflein dazu beitragen, unserm D.S. B. über
die nächste schwere Zeit hinwegzuühelfen. Wir hoffen, daß
wir einer besseren und schöneren Zukunft auch im D.S.B
entgegengehen, Nachdem eine kurze Pause eingelegt worder
var, truůg die Sängervereinigung Bildstock zwei Chöre,
Hoch empor“ von Curti und „Das Wandern“ von Zöollner,
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