Full text : 7.1929-1930 (0007)

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Jeb. 6. 10. 1870, hat 35 Jahre in ununterbrochener, treuer Vereine innerhalb der Bürgermeisterei einzuladen sind.
Pflichterfüllung seine Arbeit in den Dienst des Veréeins ge- Nachdem der Bundesspruch gemeinschaftlich gesungen, wurde
tellt, Als Schriftführer, Kafssierer, und heute als 1. Vor- der Gautag geschlossen, welcher sehr harmonisch getragen
itzender steht er immer noch in der Reihe der aktiven und als guß gelungen zu betrachten war. Ein besonderes Lob
Sänger. Sangesbruder Wilheim Woll, geb. 20. 7. 1878, verdient an dieser Stelle die Musikkapelle Paulus, welche
J. Kassierer, hat in ebensolcher aufopfernder Tätigkeit dem vdiel zur Harmonie des Gautages beigetvagen hat.
Verein gedient und in den wirren Tagen der Nachkriegszeit
mmer wieder zur Fahnentreue ermahnt. Beiden Sängern
vurde am Jubiläumstage nach einem begeisterten Sängerhoch
ein Diplom überreicht. In ernsten Worten ermahnten beide
Jubilare die junge Sängerschar, weiter zu streben im Sinne
des Saar-Sänger-Bundes

Gau Saarbrücken.
Der Gaut Saarbrücken veranstaltete sein diesjähriges
Pflicht-Wertungssingen am Sonntag, den 6. Oktober, im
Sängerheim Ludwigspark. Dem Wertungsrichter, Herrn
Ott, Zweibrücken, stellten sich sechs — meist an äktiven Mit—
gliedern kleinere — Vereine vor. Die Darbfetungen ließen
m allgemeinen viel guten Willen und großen Freiß erken—
nen. Doch bei aller Hochachtung dieses guten Willens und
der „geheiligten Traditibn“ muß doch gesagt werden, daß
zeute in der Zeit, wo der Männerchor als Kunstzweig mehr
hdenn je um Anerkennung ringt, nicht alle Leistungen dazu
angetan waren, zum gewünschten Ziele zu kommen, Einmal
aus dem Grunde nicht, weil manche Darbietungen „daneben“
zingen, zum andern auch, weil die Auswahl der gesunge—
sen Chöre nicht immer eine glückliche gewesen ist. In der
nachfsolgenden Aussprache mit den Dirigenten und den Vor—
tänden der Vereine stellte Herr Musifdirektor Ott die fest—
gestellten Vorzüge und Mängel in vornehmer und sach—
licher Form hergus. Es liegt nun an den Vorständen und
oor allem an den Herren Dirigenten, die empfangenen
Winke und Ratschläge praktisch ãuszuwerten. Eingerahmt
vpurde das Wertungssingen durch den Vortrag zweier Chöre
durch den St. Johanner Sängerbund. Eingangs sang er
„Wenn die Schwalben heimwärts ziehen“ von R. Buck.
Zum Schlusse wurde „Heimliche Liebe“ von H. v. Vignau
Jesungen. M.“G.⸗V. „Teutonia“ Saarbrücken unter Chor—
meister Breuer brachte zu Gehör „Du deutsches Lied“ von
Max Wiedemann und „Zu ihren Füßen“ von R. von Othe—
gzraven. M.«G.«V. „Rheingold“ unter Carl sang „Hoho du
tolzes Mädel“ von A. Dregert und „Untreue“ von F. Glück.
M.G.⸗V. „Frohsinn“ Saarbrücken 8 unter Krauß bot dar
„Walderwachen“ von Fleischner und der „Kuckuck“ von Zu—
cei, „Sängerlust“ Saarbrücken 3 unter Sick „Innsbruck, ich
muß dich lassen“ von Heinrich Isaak und M.—G.⸗V. von
1865 St. Arnual unter Bastian sang „Märzluft“ von G.
Angerer und „Sonnenaufgang“ von P. Cornelius. Der
Sänñgerchor des Eisendahnvereins Saarbrücken unter Rasgon
brachte zum Vortrag „Morgenlied“ von Rietz und „Mond—
nacht am Rhein“ von H. Wesseler. Der 2. Gauvorsitzend«
derr Weißgerber übermüttelte in Behinderung des 1. Vor—
atzenden dem Herrn Wertungsrichter Musikdirektor Ott den
zerzlichen Dank des Gaues für seine Mühewaltung.

Gau Primstal.
Am 6. Oktober wurde in Außen der 2. Gautag des
Primstalgaues um 2.30 Uhr vom Gauvorsitzenden Ewen
zröffnet. Der Gautag verlief nach Programm wie solgt:
1. Grüß Gott (Sängergruß) von allen anwesenden Sängern
gesungen. 2. Begrüßungschor (Eintracht Außen). 3. Quar—
tett-Verein Bettingen: „Der Sehnsucht Treue“, M. Neu—
nann. 4. MeG.⸗V. Cäcilia, Limbach: „Das Liebchen im
Brabe“. 5. M.G.«V. Edelweiß, Hüttersdorf: „Heimkehr“,
Fr. Egel. 6. M.G.⸗V. Bettingen: „Die Vesper“, v. Beetho—
den. 7. M.—G.⸗V. Liederkranz, Buprich: „Wie war er schön
der Maientag“. 8. Lebensregel-Chor (gemeinschaftlich ge—
ungen). Gautagung. 1. Begrüßuüngsansprache, Gauvor—
itzender Ewen. 2. Organisationsfragen innerhalb des Gaues.
3. Kranzspende und Delegation. 4. Festlegung des nächsten
Bautages. 5. Verschiedenes. 6. Bundesspruch, gemeinschaft—
ch gesungen. Die von den einzelnen Vereinen vorgeétra—
genen Chöre waren durchschnittkich gut; es müßte etwas
nehr Gewicht gelegt werden auf Stimmenausgleich
Der von allen Vereinen vorgetragene Massenchor (Lebens—
egel) konnte im Rhythmus besser sein, dies war wohl
darauf zurückzuführen, weil keine Gesamtprobe stattgefun—
den hatte. Herr Hans Becker als Gauchormeister verstand
es aber trotzdem, eine Sängerschar von 250 Sängern an der
Strippe zu halten. Nachdem alle Vereine im Lied zu Wort
zekommen waren, ergriff Gauvorsitzender Ewen zur
Begrüßung das Wort; äuch hier konnte man feststellen, daß
der Gau es verstanden hat, den richtigen Mann an die
richtige Stelle zu stellen. Nachdem Hans er als
Schriftführer des Gaues über die Tätigkeitkeit des Vorstan—
des Bericht erstattet hatte, wurde Punkt 8 der Tagesord—
nung zur Diskussion gestellt. 1. Der Vorstand hat bei
Beerdigungen von aktiven Sängern, sowie bei Ehrenmit—
gliedern, welche früher aktiv mitgewirkt haben, einen Kranz
nriederzubegen. 2. Die Unkosten für Kranzspende sind obli—
gatorisch pro Mitglied auf 0.50 Fr. festgelegt. Ferner wurde
beschlossen, daß zum nächsten Gautag alle ausstehenden

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