Full text : 7.1929-1930 (0007)

Nr. 10 IIIIIP
onzert. Außer einem Streichquartett war Frl. Olga Schwind
als Solistin verpflichtet. Der gut geschulte Chor sang unter
der Leitung seines Chormeisters Scherer Kinder- und
Zoldatenlieder in trefflicher Durcharbesitung. Der Verein
verfügt über ein ausgeglichenes Stimmaterial. Die Aus—
vpahl der Lieder sorgte für die rechte Stimmung im
Publikum. Olga Schwand war hier keine Unbekannte mehr.
Mit ihren meist humorvollen Liedern sang sie sich bald
in die Herzen der Zuhörer ein und ließ bei allen den
Wunsch nach recht baldigem Wiederhören offen. Das
Streichquartett trug durch den Vortrag klassischer Werke
oon Haydn und Mozart viel zur Bereicherung des Pro—
zramms hei und erntete reichen Beifall.
Das Sänger-Ougartett „Waldeslust“ Haustadt veranstaltete
unter Leitung des Chormeisters Lehrer Fries, Beckingen,
sein diesjähriges Herbstkonzert. Es wurden meistens Volks—
lieder vorgetragen; im ersten Teil „Liebeslieder“, im zweiten
„Soldatenlieder“. Zur Verschönerung des Konzertes trug
das Streichquartett Lambert, Beckingen, wesentlich bei. Es
»ot wahre Perlen deutscher Musik und erntete nicht enden—
wollenden, dankbbaren Beifall. Das ganze Konzert kann
als vorbildlich bezeichnet werden.

—VE

uhh Seite 228

Gau Illingen.
Die in Urexweiler tagende Gauversammlung des Gaues
Jllingen war oon allen Vereinen mit Ausnahme der
zwei Vereine von Uchtelfangen, welche entschuldigt waren,
»csucht. 2. Vorsitzender Schnur eröffnete und leitete die
Lersammlung bis zum Eintreffen des 1. Vorsitzenden. Tas
etzte Protokoll wurde einstimmig angenommen. Vorsitzender
Meyer teilte nun mit, daß er sein Amt niederlegte. Bei der
Neuwahl wurde Steiger Rudolf Schnur, Hüttigweiler, Hoch—
traße, zum 1. und Lehrer Schnur, Urexweiler zum 2
Vorsitzenden gewählt, im übrigen der alte Vorstand be—
assen. Sangesbruder Jost gab einen Bericht über die letzte
Bundessitzung. Besondere Tebatten vent nannen sich da über
den Punkt Zuwendungen von Kreis- und Gemeinden, wobei
don verschiedenen Seitken betont wurde, daß von den Ge—
neinden nichts zu erwarten sei. Es wurde beschlossen,
iach vorheriger Rücksprache mit dem Bund an den Herrn
Landrat in Ottweiler eine Eingabe zu richten zwecks Ge—
vährung einer Beihilfe, desgleichen nach St. Wendel betr.
Berein Urexweiler. Eine längere Tebatte bildete die An—
rage aus der Vesammlung betr. Afma und Gema: „Wie
ommt es, daß Nichtbundesvereine von Afma und Gema
roch keine Aufforderung zum Beitritt bekommen haben,
vährend Bundesvereine eine solche bekamen?“ Fünf Mit—
Niedern des Vereins Urexweiler wurde die silberne Ehren—
iadel durch den Vorsitzenden überreicht. Die beiden Ver—
ziine von Hüttigweiler teilten mit, daß g— sich ab 1. Okto—
her 1929 unter dem Namen „Vereinigter Männerchor Hüttig
veiler“ zu einem Verein zusammengeschlossen haben. Mah—
nende Worte des scheidenden Vorsitzenden und aufmunternde
Worte des neuen beschlossen die Versammlung. „Concordia“
Urexweiler erfreute durch seine wirkungsvoll vorgetragenen
dieder. „Liederkranz“ Raßweiler benutzte die Tagung, um
dem Bruderverein Urexweiler einen Besuch abzustaätten und
gefiel ebenfalls durch seinse vorgetragenen Lieder.

Gau Dillingen.
Unter Chormeister Gottlieb Hoffmann veranstaltete
M.G. V. Sängerbundee. V. Dillingen ein Männerchorkbonzert,
an dem sich der unter gleicher Leitung stehende Sänger—
dund Fraulautern erfolgreich beteiligte. Beide Vereine
vartetben in angenehmen Wechsel mit erlesenen Chören
erster Meister auf: von Carl Maria von Weber und
Richard Wagner über Friedrich Hegar bis zu Walter
Moldenhauer. Ein treffliches Programm! Und frisch und
farbensroh durchgeführt! Eine außerordentliche Leistung, be—
sonders des Chormeisters, aber auch der liedfrohen Sänger!
Konzertsänger Albert Bock, von Hans Dettweibler sach—
gemäß und stimmungsvoll begleitet, steuerte beifalsweckende
Baritonsolt, vorzugsweisse von Brahms und Wolf, bei.
Gau Hhomburg.
Zum 4. Wertungssingen des Gaues Homburg hatten sich
in Limbach 6 Vereine eingefunden: M.G.V. Höchen, M.G.V.
Jägersburg, „Harmonie“ Homburg, Liedertafel und Männer—
hor Oberbexbach und Sängervereinigung Homburg. Zum
Vortrag gelangten je ein Volkslied und ein Chor. Lied—
vahl und geleistete Arbeit zeigten im Durchschnitt ein
recht befriedigendes Bild. Die Wirkungsmöglichkeit eines
Vereins ist selbstverständlich wesentlich bedingt durch seine
Stärke und seine Stimmqualitäten; aber auch der größte
und mit bestem Stimmaterial ausgestattete Verein kann
nicht klingen, wenn kein Ton vorhanden, oder etwas
drastisch ausgedrückt, wenn „gesäuselt“ wird, Möchten be—
sonders zahlenmäßig schwache Vereine darauf bedacht sein.
Bedingung für großen Ton aber ist tiefer, beherrschter
Atem. Die vor der gesamten beteiligten Sängerschaft am
Schluß abgehaltene Besprechung des Singens durch den
Sachverständigen gibt Anlaß zu einigen Betrachtungen. Im
allgemeinen gehaltene Besprechung kann sehr viel Gutes
haben, wenn Sie sich im Rahmen des Allgemein-Verständ—
ichen bewegt, d. h. wenn sie Sachen bringt, die auch vom
ctetzten Sänger verdaut werden können, wenn er aus ihnen
als Sänger lernen kann. Das bedeutet für den Besprechen—
den Stoffauswahl, Heraushebung allgemeiner Erscheinungen
in Form selbständiger Themen. Was durch die allgemeine
Besprechung unterbunden wird, ist die persönliche Aus—
sPprache, das intensive Eingehen auf den besonderen Fall:
seine Erklärung und daraus sich ergebende Abstellung (tech—
nische Hilfsleistung). Es ist zum Teil richtig, die Aus—
sprache (im engeren Sinne) allein, hat etwas von Geheim—
niskrämerei an sich. Der aktive Sänger verliert dadurch et—
was von seinem Interesse an der Veranstaltung als solcher.
Richtig ist vor allem auch ein anderes: der Sachverständige
kann bei der meist herrschenden zeitlichen Beschränkung (und
wenn alles noch so günstig vorbedacht ist!) gar nicht auf
alle Fälle eingehen — und so wäre vielleicht ein Drittes
ratsam: In der allgemeinen Besprechung mit einem be—
beiligten Verein eine Art Studiumprobe zu halten und so
praktische Boispiele seiner Erörterungen zu schaffen. Das
Erstrebonswerte scheint also wohl doch in der Dreiheit zu
liegen: 1. allgemeine Besprechung mit 2. Beispiel gebender
Chorprobe, 3. Aussprache zwischen Sachverständiger und
Thormeister. O. H. S.

* * e 3 — 0
— * —— —3

7Trinken Sie eünen Monat
lang Kaffee Hag.
versuohen Sie dann vieder
 gewöhnlichen Bohnenkaffee
 und beobaohten
Süe Ihr Befinden. sSie
haben dann die Erklärung
für die Belrebtheiüt des
ooffe infreisen Kaffee Hag.
Aroma und Gesohmack
sind unübertroffen.
Uber 7000 deuts che
Arzte haben allein im
Jahre 1928 10bend über
Hag geurteilt.

Der Ganu Illingen hatte seine Vereinsvertreter zu einem
vautag, nach Hüttigweiler eingeladen. Bis auf den Quar—
ettverein Uchtelfangen waren alle Gauvereine vertreten.
Bauvorsitzender Schnur, Hüttigweiler, eröffnete und leitete
die Tagung. Der Bundesvorsitzende Stadischulrat Doncard
»erichtete, — nach einem kurzen Dankeswort an den Ver—
inigten Männerchor Hüttigweiler, der durch den in letzter
zeit erfolgten Zusammenschluß mit dem M.«Ge⸗V. Har—
nonie“ Hüttigweiler über einen Chor von 95 Sängern
»erfügt — über die Verhältnisse im TSB. Die Gautagung
erklärt sich mit dem vorgeschlagenen freiwilligen Beitrag
zur Saniéerung des DSB. einverstanden. Der Bundes
Jeschäßtsführer Rauchhotz berichtete über den im Frühjahr in
Saarbrüchen stattfindenden staatlichen Därigentenkursüs und
die Tonsetzergenossenschaft Afma — Gema.“ Es besteht Be—
reitwilligkeit, sämtliche Dirigenten des Gaues an dem staat—
richen Daͤrigentenkursus teilnehmen zu lassen, auch wird dem
n Aussicht stehenden Abschruuß eines Sammelvertrages mit
den Tonsetzergenossenschaften zugestimmt. Ferner wird be
schlossen am 29. März 1930 ein Gauwertungssingen zu ver
            
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