Full text : 7.1929-1930 (0007)

Seite 212 “
Fragen wird eine Kommission eingehend beraten und sich
RNerzu in nächster Zeit zusammenfinden. Diese Kommission
etzt sich zusammen aus dem Geschäftsführenden Gauvor—
stand, den Vertretern der Theater- und Musikgesellschaft,
ꝛinem Mitglied des Bundesvorstandes und dem Vorsitzenden
des Werbeausschusses für das Sängerheim. Das Ergebnis
dieser Verhandlsung wird an dieser Stelle veröffentlicht
werden. Daß zur Erreichung einer zufriedenstellenden Lö—
ung der Konzertfrage die Unterstützung eines jeden Gau—
vereins bis zum letzten Sänger notwendig ist, steht außer
Frage. Der Gauvorstand hofft bestimmt, daß der Besuch
der Konzerte im Jahre 1930 ein viel regerer sein wird,
als es leider im vergangenen Jahre der Fall war. Neue
Anregungen und Ratschläge werden in den Gautagungen
gerne entgegengenommen; auch werden alle Auskünfte und
Fragen dort gegeben und beantwortet werden. A. B.
Kleine Mitteilungen.
Zu lärmenden Auftritten kam es am 16. Oktober vor
der Philharmonie. Die Konzertdirektion hatte für das Kon—
zert des Prager Dirigenten Max Rudolf eine Unmenge von
tarten verschickt, die zu freiem Eintritt von 2 bis 4 Per—
onen berechtigen sollten. Die unerwartete Folge war, daß
annähernd 6000 eintrittsberechtigte Scheine an der Kasse
gegen Originalkarten eingetauscht wurden, während die
Philharmonie nur 2000 Plätze faßt. Schon bange vor Be—
ginn des Konzerts, das auf 8 Uhr angesetzt war, mußte der
Saal wegen Ueberfüllung geschlossen werden. Es kam zu
stürmischen Lärmszenen. Gegen die Konzertdirektion vorzu—
gehen, dürfte wenig Erfolg haben, man ersieht aber aus dem
Konzertinteresse, daß es doch zuerst wirtschaftliche Nöte sind,
die die Konzertsäle entvölkern. Es fehlt gerade diesen Krei—
sen des Mittelstandes, die früher die Kunst unterstützten,
ain den Mitteln. (Die Tonkunst.)
Die Frankfurter Graßmarkthalle als Sängerfesthalle
18322 Die neuerbaute Frankfurter Großmarkthalle wird,
vie nunmehr endgültig feststeht, dem Sängerfest 1932 als

Saar⸗Sänger-Bund Ifsuruu—
Festhalle dienen; über die Art und Weise des Umbaue.
sind jedoch bis zur Stunde noch kbeine Pläne angefertig
rorden, so daß auch noch nicht feststeht, ob die die Haller
durchschneidenden Galerien entfernt werden müssen. Die
Festhalle am Hohenzollerngelände so“l ebenfalls für Zweck—
des Festes herangezogen werden.

777se Nr.

Nachruf.

Am 9. November 1929 verschied im Alter von
31 Jahren unser inaktives Mitglied
Herr Regierungsbaumeister dipl.⸗Ing.
Ludwig Wagner

Sein edler Charakter, sein herzgewinnendes
Wesen, seine Frohnatur machte ihn allen Sängern
zum Freund.
Wir werden seiner stets ehrend gedenken.

Sängerchor des Eisenbahnbereins
Saarhrücken. oo

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