Full text : 7.1929-1930 (0007)

Zeite 176 Hu

VP Saar⸗Säuger-Bund IPer

usphp Nr.

Festabend am Samstag abend im Saale des Beckerbräu,
der von den aktiven und inaktiven Mitgliedern des Vereins,
jowie den befreundeten Gesangvereinen und Ehrengästen
his auf den letzten Platz besetzt war. Nach einem schneidigen
Marsch unserer gut geschulten Bergkapelle und einer herz—
fsichen Begrüsungsansprache des Vorsitzenden L. Schmidt,

Zangesbruder Jene und Sängerbund „Eintracht“ Hassel
»urch Sangesbruder Weiland se ein schönes Fahnenband.
Anter abwechselnden Lieder- und Musikvorträgen entwickelte
siich eine frohe Feststimmung, welche die Teilnehmer noch
ziele Stunden zusammenhielt. Noch lange kann der Verein
nit Stolz auf das schön verlaufene Fest zurückblicken!

Festzug des Hüttengesangvereins Eintracht St. Inabert.

hielt Prokurist Edelmann die Festrede. In launiger Weise
schilderte er einige Gebräuche und die Sangesfreudigkeit
der alten Friedrichssthaler Glasbläser und gab einen Ueber—
hlick über die Geschichte des Vereins, der 1879 von Glas—
zläsern der Hütte Schmidtborn & 3 in Friedrichsthal
gegründet wurde. Nach einigen Episoden aus dem Ge—
sangsleben des Sulzbachtaler Sängerbundes forderte er
zur Unterstützung der Bestrebungen des Saar-Sängerbundes
auf und richtete zum Schlusse die Mahnung an die Gesang—
bereine, besonders die Dirigenten, das alte schöne Volkslied,
insere herrlichen Silcherlieder nicht zu vergessen, in denen
nicht nur die große Kunst, sondern auch die Liebe zu Heimat
und Vaterland gepflegt wird. Der reiche Beifall gab
Zeugnis, daß die Worte auf fruchtbaren Boden gefallen
sind. Mit den verschiedenen Chören und Orchesterdarbie—
tungen unter Leitung des Dirigenten Heintz nahm der Abend
zinen würdevollen Verlauf. Sonntag morgen versammel—
ten sich die Mitglieder des Vereins am Gefallenendenkmal
der Glashütte Vopelius-Wentzel, wo der gefallenen Kamera—
den durch Kranzniederlegung und einer Ansprache des
Bundesschriftführers Stein gedacht wurde. Die Einweihung
der neuen Fahne wurde am Sonntag nachmittag in der
städtischen Festhalle, wohin die Vereine in einem stattlichen
destzuge durch die wiederum reich beflaggten Strafen
St. Ingberts marschiert waren, ebenfalls durch Bundes—
schriftführer Stein vorgenommen. In seiner kernigen An—
prache überbrachte er die Glückwünsche des Saar-Sänger—
zundes und überreichte dem Verein den Ehrenbrief des
Deutschen Sängerbundes. Gauvorsitzender Schunk des Gaues
St. Ingbert beglückwünschte den Verein zu dem goldenen
Jubelfeste und überbrachte die Urkunde vom Saar-Sänger—
sund. M.—G-⸗V. „Fröhliche Vfalz“ St Inabert stiftete dürch

Otto Fisscherr wurde am 26. August 1929 ein Opfer
seines Berufes bei dem Explosionsunglück in Gersweiler.
Er war lange Jahre aktiver Sänger des M.⸗G.⸗B. „Froh⸗
sinn“ St. Ingbert und haäatte sich durch sein ruhiges und

Otto Fischer, St. Ingbert.
tilles Benehmen die Herzen des Vorstandes und der Sänger
robert. Er war jederzeit bereit, seinem Verein und dem
»eutschen Lied zu dienen. M.«G.⸗V. „Frohsinn“ verliert
n ihm einen guten und eifrigen Sänger, dessen Andenken er
tets in Ehren halten wird

Ziꝗarren, Tabak
Pfeifen W
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——

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