Zeite 174 IPPluu e heenheneeen tnreeneideenettshhhhj Saar⸗Sänger-VBund IIIIIPPV puuunninrninsfunpssssshh Nr. 8
iber 3 Jahrzehnte aktiver Sänger. Durch sein sangesbrüder- spielerisch und sprachlich weit über das übliche Mittelmaß
liches Wesen und durch seinen freundlichen Humor war er hinaus gegeben, namentlich auch in bezug auf die netten
allgemein beliebt und geachtet! zingelegten Lieder. Dann trat der Tanz in seine Rechte
Bemütslichkeit hielt noch lange die zahlreich erschienenen
Mitglieder und ihre Angehörigen zusammen.
Gau Neunkirchen.
Tie beiden Hauptveranstaltungen des M.G. V. Eintracht
Schifsweiler waren ein Frühlingsfest und eine Sängerfahrt
zum Rhein. Für das Frühlingsfest war der erste Sonntag
im Mai auserkoren. Nach schwerer harter Winterszeit
vurde der Einzug des Frühlings durch einen Festzug dar—
gestellt. An der Spitze ein berittener Herold mit Gefolge,
zeschmückte Radfahrer und die Kapelle des Musikvereins
Mignon“, dann folgte der erste Festwagen: Junker Lenz
nit Frühlingsbraut hält seinen Einzug. Aus einem großen
Füllhorn warfen sie Blumen auf die Wege. Ein zweiter
Wagen, geschmückt mit Feenhaus und Krone, unter welcher
Dornröschen schlief, stellten den langen harten Winter—
schlaf der Erde dar. Auf dem dritten Wagen zwischen
sjungen Maibäumen saß eine lustige sangesfrohe Wander—
gruppe. Ihre frohen Lieder wurden begleitet von dem
Mandolinenverein Alpenrösel. Die Veranstaltung des Ver—
eins fand bei der Büͤrgerschaft guten Anklang. So wurde
das Fest zu einem waähren Volkesfest! Im Juni unter—
nahm der Verein eine Sängerfahrt zum Rhein. Nach einer
zlänzend verlausenen Autobusfahrt über Homburg, Kai⸗
anter durch das schöne Alzenstal langten wir in
ingen an. Von Burg Rheinstein aus konnten die Saar—
sänger den Vater Rhein in seiner Majestät überblicken, und
es erschollen die Rheinlieder mit Begeisterung. Nach kur—
zer Rast, wo zum erstenmal der Rheinwein probiert wurde,
und einem Abschiedsliede gings weiter nach Bacharach.
Nach Besichtigung der Stadt, der Rheinanlagen, der Werner—
apelle und der Burg Stahleck fuhren wir nach Boppart.
Die Stimmung der Beteiligten wurde festlich. Boppart
mit seiner Rheinpromenade imponierte. Den Höhepunkt
des Tages bildete der Festabend im Vereinslokal der Bop—
darter Sängervereinigung. Der 1. Vorsitzende begrüßte die
Saar-Sänger mit kernigen deutschen Worten. Mit brau—
endem Beifall wurden die Chöre von den zahlreich Ver—
sammelten aufgenommen. Nie werden die Sänger die
schönen Stunden in Boppart vergessen. Am 2. Tage wurde
Koblenz besucht mit seinen schönen Rheinanlagen und dem
mposanten Deutschen Eck, von wo aus der Blick hinüber
schweift zur Feste Ehrenbreitstein, wo auf luftiger Höhe
die Trikolore flatterte, welche inzwischen verschwunden und
don der deutschen Fahne wieder ersetzt wurde. Nach Be—
sichtigung der Anlagen und der Kirche von enbueg fuhr
nan rechtsrheinisch zurück bis St. Goarshausen und von
hier aus mit, dem Tampfer nach Aßmannshausen. Dann
ging's zum Niederwald, der namentlich auf die jüngeren
Mitglieder einen gewaltigen Eindruck machte. Packend wirkte
der markig vorgetragene Saar-Sänger-Spruch. Einem Treu—
schwur gleich gab er kund: „Zurück zum Vaterland!“ Begei—
—
einem Abschiedssstrunke in Rüdesheim wurde die Heimreise
angetreten. Diese Stunden am schönen Rhein werden un—
ergessen bleiben! M. S.
M.Ga. Germania Neunkirchen blickt auf einen wohl—
zelungenen Familienabend. Außer Musikvorträgen unter
Leitung von Chorleiter W. Schmidt kamen klangvoll und
technisch sauber herausgearbeitete Chöre zum Vortrag. Auf
die Begrüßungsworte des Vorsitzenden Karl Barth hielt
das ingktive Mitglied des Vereins Studienprofessor Sieg—
mund Sulzbacher eine Ansprache. Er kennzeichnete die Be—
deutung solcher Familienabende, namentlich dieses, der den
Auftakt zur arbeitsreichen Winterzeit des Vereins bilde.
Im Auftrage des Vorstandes ehrte er drei verdiente Mit—
glieder des Vereins: Jakob Jung durch Ueberreichung
der Ehrenurkunde des Vereins für 30jährige aktive Säuger—
ätigkeit, Karl Barth, den 1. Vorsitzenden, und Bernhaärd
Jung durch die Bundesnadel für 285jährige aktive Mitglied—
schaft. In, zu Herzen gehender, ernster wie launiger Weise
setzte er die Verdienste der Sangesbrüder ins rechte Licht,
nicht auch ohne den Frauen für ihr kluges Verständnis für
die Sängersache helles Lob zu spenden. Die fehr beifällig
aufgenommenen Ausführungen schlossen mit einem Hoch auf
die Jubilare und das deutsche Lied und gipfelten in dem
Wunsche, daß die „Germanig“ im Dienste des deutschen
diedes weiter mit an der Spitze stehen und daß der nächste
Familienabend an der gFreien deutschen Saar stattfinden
nöge. Die Stimmung des Abends wurde wesentlich ver—
'schünt durch ein hnühsch gostaltetfeßs FTheoferstsick sß86 rrde
GBau Saarbrücken.
Erfreulich guten Besuch hatte das Konzert des Musik—
Vereins Harmonie e. VB. Saarbrücken in der Aula des
Reformgymnasiums. Als Trio hörten wir Brahms Op. 87
n C-Dur und von Haydn Trio NMr. XII, ebenfalls in
3-Dur. Namentlich Brahms kam als abgerundete, klang—
ich gut abgewogene Leistung mit starkem Ausdruck und
»oll Temperament, während Haydn vielleicht hätte duftiger
ein können. Prof. Skohoutil erschien als der geistige
Führer des Trios mit prachtvollem Violinspiel, Friedrich
dehr entlockte seinem Violoncello einen überraschend weichen
Ton und Martin Schulze bewies am Klavier sein glän—
endes pianistisches Können, aber auch eine starke Ein—
ühlungsgabe als Begleiter und Kammermusiker. Die
z3olistinnen Lilli Jaeckel und Bertel Eicheberger entzückten
n Duetten Pergoleses und Brahms durch selten gutes Har—
nonieren der pastosen Altstimme und des warmen, dunkel
emperierten Soprans. Die dankbare Zuhörerschaft spen—
dete reichen Beifall.
Der Säugerchor des Eisenbahn-Verein Saarbrücken hatte
ich für den diesjährigen Familienausflug Rüdesheim als
Reiseziel gesteckt. Herzlicher Empfang wurde den 70 Saar—
ängern mit Familienangehörigen schon in Bingen zuteil.
Dder Eisenbahnverein Rüdesheim veranstaltete zu Ehren
der Saarsänger einen „Rheinischen Abend“ in der dortigen
Rheinhalle, zu dem auch die Vertreter der Stadt und des
berkehrsvereins, Betriebsleitber Schwetbrock, der Vertreter
der Reichsbahndirektion und des Bezirksverbandes des Eisen—
zahnvereins, Amtmann Wirbelhauer, Mainz, der Vorsitzende
des Eisenbahnvereins Bingen-Bingerbrück, Reichsbahnrat
dillenbrand, sowie der Eisenbahngesangverein Wiesbaden
und der Gesamtvorstand des Rüdesheimer-Eisenbahnvereins
und eine stattliche Anzahl Mitglieder erschienen waren
Nachruf.
Am 8. Oktober verschied nach kurzem Kranken⸗
lager im Alter von 61 Jahren unser allverehrter
Ehrenvorsitzender
Peter Kleinbauer
Sangesbruder
Wir betrauern in ihm einen Mitgründer unseres
Vereins, einen Sangesbruder von seltener Treue.
17 Jahre lang leitete er mit sicherer Hand das
Schicksal des Vereins als 1. Vorsitzender. Aber
auch nach dieser Zeit mochten wir seinen Rat,
mit dem er uns stets hilfreich zur Seite stand
nicht missen.
Im Jahre 1926 konnte ihm die Ehrennadel
des S.“S.⸗B. für 40iähriqge Aktivität verliehen
verden.
Unseres lieben Sangesbruders, dessen Namen
mit der Geschichte unseres Vereins unlöslich ver⸗
bunden ist, werden wir stets in Treue gedenken.
Sängerbereinigung „Loreleh⸗Viltoria⸗
Saarhrücken 5.
36