Full text : 7.1929-1930 (0007)

Zeite 172 nrete

eeren Saar⸗Sänger⸗-Bund s'rrner srrzern hucgrepennjentgpee pueutzzewzerug Nr.
sangvereine und von mehreren Musikkapellen statt.
Abwechselnd gaben die Vereine schön vorgetragene
Chöre zum besten. Dies harmonische Fest war
voorzüglich geeignet, die Liebe zum Gesang zu
sttärken. Es gab Zeugnis über den Aufschwung,
velchen der Chorgesang hier in dem südwest—
ichsten Grenzgebiet in den letzten Jahren ge
tommen hat.
Der Sängerbund Güdingen unternahm auf
Finladung eine Sängerfahrt nach dem schönen
Winzerort Lieser an der Mosel. Dank der Vor—
arbeiten und Verhandlungen ihres rührigen Vor—
itzenden. Bock mit dem dortigen „Liederkranz“,
nahm die Reise schönsten Verlauf. Bei einem
dreistündigen Aufenthalt in Trier wurden mehrere
dieder vorgetragen. In Lieser empfing uns am
Bahnhof M.G.V. „Liederkranz“ Lieser mit dem
Musikverein „Lyra“ mit „Grüß Gott, mit hellem
stlang“. Unter klingendem Spiel zogen die Vereine
nach dem Marktplatz. Hier sprach der Vorsitzende
vom Güdinger Gesangverein herzliche Worte des
Dankes jür den freundlichen Empfang. Dann
sangen die Gäste nach dem Saar-Sängergruß unter
großem Beifall „Deutschland, dir mein Vaterland“.,
Am Abend versammelten sich die Gäste mit den
Sängern von Lieser zu einem Kommers, wobei
schöne Chöre und Volkslieder zum Vortrag kamen.
der Sonntäg morgen wurde zur Besichtigung von Lieser und
Imgebung benutzt, wobei an den einzelnen Stellen immer
röhliche Lieder ertönten. Nachmittags waren die Sänger
u einem Ständchen bei Frau Baronin von Schorlemer-Lieser
zsebeten, hier fanden die Chöre „Ewig liebe Heimat“, „Nun
chwing, dich auf“ und „Mosellied“ großen Beifall. Nach
inem guten Tropfen spritzigen Weines verließen dankbar
uind froh gestimmt die Sänger das Schloß. Der Glanzpunkt
»er Fahrt war das Konzert am Abend in der Turnhalle.
In dem großen Saale war Kopf an Kopf gedrängt, Die
eistungen beider Vereine waren sehr gute. Der Musik—
zerein leistete Vorzügliches, auch an Humor fehlte es
richt. Vorsitzender Bock überreichte dem „Liederkraänz“ eine
Fahnenschleife mit der Widmung „Ewig deutsch des Saar—
ands Lied“. Nach Absingen des Moselliedes, welches eigens
don dem Dirigenten Friß Jung für Lieser komponiert ist,
vurde dieses unter großem Jubel dem „Liederkranz“ Lieser
von den Gästen zum Geschenk gemacht. Am Montag früh
var ein Spaziergang nach Bernkastel, wo an dem historischen

M.⸗G.⸗V. Arion Bübingen in der Pfalz.
des Ortes begrüßte uns im Namen des Vereins und der Ge—
neinde. Seine Ansprache gipfelte in dem Wunsche, daß
Pfalz und Saar bald frei sein möchten von jedem fremden
Zwange. Ter M.G.V. „Arion“ widmete zum Gedenken
an diese Fahrt dem Bruderverein einen Fahnennagel.
TDer Sonntagmorgen wurde zu einem Ausflug auf die
Maxburg benutzt. Vor uns dehnte sich das Pfälzerland aus,
weit schweifte der Blick über deutsche Gaue. Der Nach—
nittag war der Musik gewidmet. Ter G.V. Diedesfeld,
der M.G.V. „Arion“ und die Musitkapelle Hundertmark
Bübingen veranstalteten ein Vokal- und Instrumental—
'onzert. welches stark besetzt war, ein Beweis, daß das
Interesse an deutscher Musik und deutschem Liede überall
das gleichgroße ist. Im Anschluß marschierten wir ge—
schlossen vor das Kriegerdenkmal, wo wir zu Ehren der
Sefallenen einen Kranz niederlegten. Tem Dirigenten des
M.G.V. „Arion“ wurden am Abend von dem Bruder—
verein zwei Flaschen Wein überreicht, damit
er zu Hause in einer stillen Stunde bei einem
Blase guten Pfälzer Wein wehmütig der
schönen Stunden in Diedesfeld gedenken möge.
Am Montag morgen, begleitet von einer An—
zahl Sangesbrüder aus Diedesfeld, nahmen
wir Abschied, leider nur zu früh; denn gerne
wären wir noch im sonnigen Pfälzerland ge—
zlieben. In Neustadt hatten wir noch Ge—
egenheit, die Weinkellereien der Weinfirma
C. J. Hoch zu besuchen und über die Riesen—
fässer zu staunen. Auch an dieser Stelle
nöchten wir dem G.V. Diedesfeld danken für
alles, was er uns getan hat. Wir möchten ihm
aber auch nochmals zurufen: „Auf Wieder—
ehen! Auf Wiedersehen in Bübingen!“
M.G.⸗V. Rilchimgen⸗Hanweiler beging unter
Teilnahme der beiden anderen hiesigen Gesang—
dereine und, der Mehrzahl der Bürgerschaft
ein diesjähriges Sommerfest. Vormittags fand
in der Wirtschaft Hoffmann eine Zusammen—
unft der Delegierten des Gaues Brebach statt.
Biele auswärtige Sänger und Freunde des
Besangs, sowie mehrere auswärtige Bruder—
ꝛereine hatten der Einladung des festgebenden
Vereins Folge geleistet. Ein stattlicher Fest—
zug zo0g vom Bahnhof aus durch den Ort nach
dem Festplatz. Nach der Begrüßung durch den
Vorsißzenden des Vereins fand ein Garten—
onzert unter Mitwirkung der erschienenen Ge—

Embfang des Sangerbundes Güdingen in Lieser.

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