Full text : 7.1929-1930 (0007)

Rr. 7 IIIIIIPPIVhe
M.G.V. „Liederkranz“ Ensheim machte unter Be—
leiligung von rund 80 Personen eine Sängerfahrt per
Imnibus nach Trier. Der Bruderverein „Lyra“ Trier be—
ceitete dem sagländischen Gesangverein einen herzlichen
Empfang. In Begleitung des Trierer Vereins und unter
Führung eines Beamten vom Städtischen Verkehrsamt fand
die Besichtigung der an Sehenswürdigkeiten so, reichen
Stadt Trier statt. Es folgten sodann unter vaterländischen
und frohen Lieder einige Stunden gemütlichen Beisammen—
eins mit dem Trierer Gesangverein. Die herzliche Gast—
reundschaft unserer Trierer Sangesbrüder machte auf die
aarlündie uu Gäste einen tiefen Eindrack. Sie werden
oft an die schöne Sängerfahrt nach Trier zurück—
denken.

I1Acuhhh Saar⸗Sänger-Bund IIPpuiuui

174141

—Ilh Seite 161

nit dem 35. Geburtstage des Vereins der 10. Geburts—
ag der deutschen Republik zusammenfalle und daß die
»eutsche Sängerschaft an der Bildung der Volksgemeinschaft
en stärksten Anteil gehabt habe. Mit Dank und Anerkennüng
sedachte er der in 35 Jahren bewiesenen Treue des Ver—
ins zu deutscher Art, zu deutschem Lied, zum deutschen
Vaterland. Möchte es ihm vergönnt sein, mit seinem Lied
necht bald jubelnd den Tag zu grüßen, an dem wir wieder
um geliebten Vaterland zürückkehren können! Zwei Sänger—
—
Vorten die Nadel für 40jährige, sechs weiteren für 25—
ährige Aktivität. Musikalische, gesangliche und sonstige
darbietungen wechselten in bunter Reihenfolge ab und
rugen zum guten Gelingen des Festes bei. Besonderes
doh verdienen die Chordarbietungen sowohl des Trierer
vastvereins, als auch der übrigen Vereine, einige waren
ogar ganz ausgezeichnet. Besonders eindrucksvoll waren
»ie Chöre der „Sängerbünde“ unter Hoffmann „Wem Gott
vill vechte Gunst erweisen“ und „Flamme empor“. Der
»on abends 8 Uhr ab beginnende, wohlbesuchte Festball
dildete den Schlußakt der wohlgelungenen Feier, die ein
Volksfest in des Wortes schönstem Sinne war.
GBau Homburg.
MiG.V. „Männerchor“ Oberberbach ernannte anläüßlich
einer 48ährigen Aktivität seinen ältesten aktiven Sänge

Gau Dillingen.
Der in der letzten Versammlung des Gaues Dillingen
neugewählte Gauvorstand trat am 26. August zu seiner
ersten Tagung zusammen. Die Vertreter waren mit Aus—
nahme von zwei Vereinen vollzählig erschienen. Man beriet
zunächst recht eingehend über ein zu veranstaltendes Gau—
onzert. Seitens des Vorsißenden wurde ein Plan ent—
wickelt, das Gaukonzert am 12. Januar 1930 in Dillingen
m Flottensaale unter Beteiligung sämtlicher Gauvereine
abzuhalten. Um eine einheitliche künstlerische Wirkung zu
erzielen, schlug er vor, die dem Gau angehörenden Vereine
in Gruppenchöre zusammen zu fassen, die einzelnen Gruppen
ollten so zusammengestellt werden, daß entweder die geo—
zraphisch zusammengehörenden Vereine oder die Vereine
unter gleichen Tirigenten zusammengefaßt werden. Der
Vorschlag wurde einstimmig angenommen. So ergaben sich
drei Gruppenchöre: M.G.V. Sängerbund Dillingen und
diederkranz Nalbach als 1., M.G.V. Eintracht Dillingen
und Sängervereinigung Concordia Pachten als 2., Fidelio
und Quartett Diefflen, Männerquartett Piesbach und Har—
nonie Körprich als 3. Gruppe. Tas Konzert wird als
Volksliederabend durchgeführt und zwar unter Mitwirkung
des Kammerchors des Bundes. Die Vortragsfolge steht
uinter dem Motto: „Frühling wird es wieder“. In der
veiteren Tagesordnung wurde noch eingehend beraten über
die Notlage kleiner Bundesvereine und deren Abstellung.
der geschäftseführende Vorstand wurde beauftragt, bestimmte
Schritte bei der Bundesleitung zu unternehmen und mit
allem Nachdruck zu verfolgen. Tie Beschaffung verschiedener
Begenstände für den Schriftführer auf Gaukosten wurde ge—
nehmigt. Unter „Verschiedenes“ wurde vom Vorsitzenden
den Vereinen zur Pflicht gemacht, für alle Veranstaltungen
die Bundeszeitung ausgiebtg zu benutzen und auch in der
Tagespresse das Interesse für die kultürelle Arbeit der Ge—
angvereine wachzuhalten. Die reichhaltige und arbeitsreiche
Tagesordnung fand in kürzester Zeit ihre Erledigung, da
alle n ehmer bestrebt waren, sich in den Tienst der Sache
zuu stellen.

ind Mitbegründer des Vereins Jakob Dörr zu seinem
khrenvorsitzenden. Wir führen den 62jährigen Sänger—
zeteranen im Bilde vor. Allen Sängern zum Vorbild be—
ucht er noch heute regelmäßig pünktlich jede Probe. Wir
önnen stolz sein auf einen solchen Sänger. Möge es ihm
»ergönnt sein, noch recht lange in unsern Reihen zu bleiben,
um Freud und Leid mit uns zu teilen. Das ist der Wunsch
aller aktiven und passiven Sänger, die ihm ein kräftiges
„Grüsßß Gott mit hellem Klana“ z3urufen.

M.G.V. „Liederkranz“ Nalbach beging unter Beteiligung
ovn namhaften Brudervereinen von Mosel, Sgar und Prims
das Fest seines 35jährigen Bestehens. Als Einleitung fand
oormittags ein Kirchgang des Festausschusses und des
Vereins statt. Nach dem Hochamt wurde zu Ehren der
—KR0
virkung der Paulus'schen Musikkapelle eine Gedenkfeier
dor dem Gefallenendenkmal veranstaltet. Nach einem
Trauermarsch wurde vom Männerchor das „Sanetus“ von
Schubert dargebracht. Darauf legte der Vorsitzende des
Vereins am Denkmal einen Kranz nieder. „Der gute
Kamerad“, „Das letzte Geleit“ bildeten den Abschluß der
erhebenden Feier. Am Nachmittag bewegte sich ein statt—
licher Festzug unter Vorantritt der Paulus'schen Musik
sapelle durch die festlich geschmückten Straßen zum Fest
latz. Auf dem großen freien Platze vor dem Vereins—
lokale Mayer wurden als Massenchöre „Deutscher Sänger—
gruß“ von Methfessel und „Deutschland dir mein Vater—
land“ von Heinrichs unter der Leitung von Chormeister
doffmann mit außerordentlicher Eindruckskraft zum Vor—
trag gebracht. Hiernach bewegte sich der Festzug auf den
nit schattigen Bäumen bepflanzten Festplaß auf den Berg
unter dem Vereinslokal Mayer. Dortselbst fand dann die
Festfeier statt. Vorsitzender Kreis begrüßte die erschienenen
ßäste im Namen des Vereins, worauf der Vertreter des
Zaar-Sänger-Bundes die Festansprache hielt. Bundes—
schriftführer Stein dankte dem gastlichen Verein für die
verztiche Reorüsßune und Nufnaßme —erinnerfe daran. daß

Gau Saarbrücken.
Im Festsaal der Saarbrücker Landeszeitung veranstalten
mrich Vidor Glavier) und Fritz Neuheusel
Violine) drei Beethoven-Abende. Der Ruf der Künstler
»erbürgt die Güte der Darbietungen. Sie sind hestens
mpfohlen.
Ueber die Teilnahme des St. Johanner Sängerbundes
Saarbrücken an der Nürnberger Sängerwoche brachten wir
ereits oingehenden Bericht. Heute tragen wir moönstehend
            
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