Full text : 7.1929-1930 (0007)

—AI

*APpu Saar-Sänger-Bund i

»esuchern gings dann bei leichtem Sprühregen hinab zum
zereitliegenden Sonderschiff, das die Sänger zurück nach
tonstanz brachte.
Und nun der letzte Reisetag. St. Gallen, welches
irsprünglich Konzertort sein sollte, hatte herzlichst wenig—
tens um einen kleinen Besuch gebeten. Obgleich die Ge—
ahr einer allgemeinen Abspannung groß war ( abends
ollte in K. Konzert sein!), konnte eine so lockende Ein—
adung doch nicht abgeschlagen werden, und so ging es
»enn frühzeitig mit 4. großen Reiseomnibussen hinein in
zie Schweizer Berge, dem Thurgau. Nach zweistündiger
vundervoller Fahrt war St. Gallen erreicht. Der „Männer—
hor“ St. Fiden und Vertreter der dortigen deutschen
dolonie nahmen uns auf und schleppten uns im Fluge
ndis schöne alte Stadt (die verfügbare Zeit war
napp).
Was dort die Sänger in sich aufnehmen konnten, läßt
ich gar nicht in kürzen Worten schildern, weder die
steize der Landschaft, noch das prunkvoll ausgestattete,
»rhabene Münster oder die jahrhundertalte, unersetzbare
Werte bergende Stiftsbibliothek. Nach kurzer Bergfahrt
var ein Höhenrestaurant erreicht und hier, welch Ueber—
aschung — begrüßt von dem 1. Vorsitzenden des dortigen
Bereins,. Professor Frauenfelder, reichten ? Damen in

zumelll Nr.

sindlichen Luftriesen auf. Die energisch betriebenen Vor—
ereitungen zur Weltreise machen leider eine Besichtigung
zurch eine so große Reisegesellschaft wie wir sind unmög—
ich. So geht denn die Fahrt am Nachmittag zurück und
hinein in den „Ueberlinger See“ vorbei an der Insel
Mainau (etzt Besitz der schwedischen Königin) unserem
ziele zu: Ueberlüngen. Auch hier jubelnd empfangen
änd bewillkommnet durch den Bürgermeister der Stadt,
r. Emerich, und der dortigen Sängerschaft (an der Spitze
die Herren Kohler und Chormeister Müller) blieben nur
venige Stundeü zur Besichtigung der Oertlichkeiten: alte
Festungsanlagen, Münster, Kakteensammlung von seltenem
limfang und Schönheit. Abends sang der Verein im Kur—
onzert. Darüber berichtet die „Deutsche Bodensee-Zeitung“:
Dder Besuch des Sängervereins „Flora“ von Fischbach im
Saargebiet wuchs über die ursprünglich angenommene Be—
deutung weit hinaus und wurde zu einem Abend des
dunstgenusses, des Erlebens und des Bekenntnisses. Kurz
rach' 8 Uhr begann im Badgarten das Konzert. Ein
varmer Wind strich über den See und machte den Auf—
3nthalt im Badgarten nach den regnerischen Tagen mehr
vie angenehm. Unsere Kurkapelle gab mit einem Marsch
den Auftakt. Dann nahmen die 100 Sänger im Pavillon
Aufstellung. Sie sangen das „Morgenlied“ von Rietz. Das

„Flora“ Fischbach in St. Gallen⸗-⸗Rotenmonten. Im Vordergrund Nationaltracht“', im Hintergrund die Höhen östlich des Säntis“.

var erlebter Gesang. Stimme, Dynamik, Sprache. Man
horchte auf. Niemand im ganzen Garten durchbrach die
Stille. Unter der Leitung ihres Chormeisters Orto Schrimpf
hatte sich der Verein mit dem ersten Liede glänzend ein—
zeführt. Es folgten: „Abschied“ (Neumann) — „Hütte“
Kaun) — „Abendfeier“ Ottenhofer) — „In einem kühlen
Brunde“ (Silcher) — „Im Krug zum grünen Kranuze“
Zöllner) — „Tanz und Gesang“ (Zander) — „Vaterland“
Wohlgemuth). Wunderbar arbeiteten die Sänger „Abend—
feier“ heraus. Man lebte sie mit und fand sich erst wieder
in die Umgebung, als der Abendwind den letzten Satz hin—
veg getragen hatte. Die Saarsänger ernteten reichen Bei—
fall. Spontan und aus dem Herzen. Das war die An—
erkennung. — — — Bealeitet von fast sämtlichen Konzerf—

ilt-St. Galler Landestracht im silbernen Becher den
Ehrentrunk. Und die Ueberraschungen sollten kein Ende
iehnmen. Man setzt sich zum Imbiß; es gibt eine Spezialität
„Schipplinge“. Was mag das sein? — Und als sie kamen,
illgemeines „Halloh“! — die reinen Gummiknüppel, auf
einen Teller passend, Würste von pikantem Geschmack. (Es
oll manchen gegeben haben, der seinen „Schipplin“ nicht
„gepackt“ hat)) — Unbarmherzig drehte sich der Uhrzeiger,
ind so mußte geschieden sein. Es reichte gerade noch in
tdonstanz zu wenigen Erfrischungsstunden bis zum
AUbendkonzert. (Aus dem Bericht der K. Ztg. vom 15. 8.)
Zahlreich (etwa 2000 Personen) waren die Konstanzer nach
dem Stadtgarten gekommen, um der Sangeskunst der Saar—
änder Bergleute aus Fischbach zu lauschen. ZBu wunder—

Tapt 72.4
dul uls
emeelesetmnckiktteneMe
Inh.: Otto Hopstadter
Homburꝗ Gaarpfalz)
Das bestꝗeeignete Haus fũr Verainsveranstastungen.
 Véereinsokal
 der Säanger-Vereiniꝗgunꝗ
—— 489

ßaginanugea

* Das in der Heimatchronik
Alt⸗Steigershaus. bekannte Haus, a. d. Straße
Illingen⸗Bildstock gelegen (in 6 Minuten vom Bahnhof Mersch⸗
veiler erreichbar), ist der Neuzeit entsprechend hergerichtet. Großer
Saal, Neben- und Fremdenzimmer, Zentralheizung. Prima Küche,
Weine und Biere. Schönster Aufenthalt für Erholungsbedürftige.
Besitzer August Zentz, Gasthaus Alt⸗Steigershaus

Angenehmer Ausflussorit
Erkershöhe dei Biidztotk
Beste Speisen und Getränke
Walsheim-Bier im Ausschank
Fonntaus Tanzhelustigung
Inhaber: 17 Tel. 261.
Fritz Feĩckert
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.